Und tschüss!

Redaktion kommunal

kommunal (2008 – 2015) bleibt als Archiv bestehen. Die Suche ist HIER möglich oder in der Suchzeile oben rechts.

Frühere Internet-Angebote mit Nachrichten aus der Region Aschaffenburg – Miltenberg:


2003 – 2009


2009 – 2010

Die Trottel kommen näher: Brandanschlag gegen Flüchtlinge in Wertheim

Polizei Heilbronn für Kreis Main-Tauber

Am Sonntag wurde der Polizei um 00.43 Uhr über Notruf ein Brand in der Sporthalle der Außenstelle der Hochschule der Polizei gemeldet. Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert. Derzeit kann die Halle aufgrund der Brandschäden nicht betreten werden.
Zum entstanden Sachschaden liegen bislang noch keine Angaben vor. Die Halle stand bereit, um Flüchtlinge unterzubringen, damit Obdachlosigkeit verhindert wird. Inwiefern eine beschädigte Hintereingangstüre zur Halle sowie eine dunkel gekleidete Person, die von Zeugen zur Tatzeit am Brandobjekt beobachtet wurde, mit dem Brand in Verbindung stehen, muss noch ermittelt werden.

In der Halle hielten sich zur Brandzeit keine Personen auf.

Zwei Angestellte eines gegenüberliegenden Altenpflegeheimes wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik eingeliefert. Nähere Aussagen können derzeit nicht gemacht werden.

Miltenberg: Konzert im Café fArbe – Eintritt frei

Medien-Info Caritas

Das Miltenberger Urgestein Ossi Hülbig stellte in diesem Jahr seine Gemälde im Caritas-Treffpunkt Café fArbe aus, wobei er den stimmungsvollen und gemütlichen Raum schätzen lernte. Bei einem späteren Treffen im „Riesen“, in dem er einst zur Welt kam, entschloss er sich, der gemalten Kunst ein „Art Revival“ ebenfalls im Caritas-Café folgen zu lassen. Viele seiner musikalischen Weggefährten sagten zu, und so wird im September ein abwechslungsreiches Blues- und Rock-Konzert im Caritas-Treffpunkt am Engelplatz stattfinden.
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Hösbach: Asylfeinde mit Hakenkreuz

Polizeibericht

Unbekannte haben in Unterfranken Banner mit ausländerfeindlichen Parolen und Hakenkreuzen darauf an einer Brücke aufgehängt. Darauf seien «Deutschland erwache» und «Asylantenheim – Nein Danke» zu lesen gewesen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Ein Autofahrer hatte die Beobachtung an einer Brücke über einer Straße in Hösbach (Landkreis Aschaffenburg) bereits am frühen Freitagmorgen bemerkt und sofort die Polizei informiert. Als die Beamten eintrafen, waren die Plakate allerdings schon wieder verschwunden. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Antikriegstag in Aschaffenburg

R. Frankl

Am 1. September gab es eine Veranstaltung zum Antikriegstag; die Rede von Reinhard Frankl gibt es HIER (PDF):

Bürgerversammlung mit Nazibeteiligung in Aschaffenburg

Dokumente aus: Indymedia linksunten
Ergänzungen und Stellungnahmen sind ausdrücklich erwünscht.

1

Aschaffenburg: Schlappe für die NPD bei Bürgerversammlung
Verfasst von: no nazis. Verfasst am: 03.09.2015

Anlässlich der Einrichtung einer Notunterkunft für Geflüchtete, in der Erbighalle im Aschaffenburger Stadtteil Schweinheim, fand am 02.09. eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Kurzfristig sollen dort bis zu 200 Geflüchtete untergebracht werden.

Mehrere hundert Menschen nahmen an der Versammlung in der Schweinheimer TV-Halle teil. Unter ihnen mindestens sechs Nazis der NPD und deren Umfeld. Es waren zum Teil die selben Köpfe die am 06.07. bereits durch die Störung einer Infoveranstaltung in Goldbach (bei AB) in Erscheinung traten. Anwesend war auch wieder der lokale NPD Kreisvorsitzende Falko S., der in Goldbach vor laufender Kamera auf einen NPD-Gegner einschlug. Infos dazu hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/147667
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Kurzer Kommentar zur Michaelismesse

Meister Eder

Die Schafe und die Gräuel der Geschichte

Mapec

Der Miltenberger Künstler Mapec hat einen Text über die Malerin und Bildhauerin Maria Lehnen geschrieben, d.h. über deren Werke im Museum.Burg.Miltenberg und die derzeitige Sonderaussstellung zu dieser Künstlerin in diesem Museum. Zitat: „Dass aber auch die Schafcharaktere, behaftet mit mangelndem Rückgrat und ohne Willen zum Widerspruch, bei Maria Lehnen nicht weniger in Ungnade fallen als die Wolfs-Charaktere, das ist offensichtlich. Schließlich sind es die Schafe, die – zumal in Deutschland – gerne blöken: „Führer befiel, wir folgen dir!“ Und das brauchen die Führer-Wölfe: folgsame Schafe. Keine Gräueltat der Geschichte ist je ohne sie möglich gewesen. Ihnen ruft Hannah Arendt ihren berühmten Satz zu: „Niemand hat das Recht zu gehorchen.“ Aber die Schafs-Menschen wollen das nicht hören. So nimmt das Übel seinen Lauf.“

Kompletter Text siehe H I E R.

Lasst uns reden.

Initiative antirassistisches Netzwerk

Lasst uns reden. Über Rassismus, Flüchtlingspolitik und die Möglichkeiten ein antirassistisches Netzwerk in der Region Aschaffenburg aufzubauen.

Auf der einen Seite sterben nach wie vor täglich Menschen bei dem Versuch nach Europa zu fliehen. Statt sicherer Flucht-Korridore für die Menschen zu schaffen, errichten die EU-Staaten nur noch höhere und längere Mauern um Europa und planen Militär-Einsätze, was die MigrantInnen auf immer lebensgefährlichere Fluchtrouten zwingt.

Auf der anderen Seite stehen Asylrechtsverschärfung, Abschiebungen, Sachbearbeiter auf Ämtern, die Geflüchtete einschüchtern und bedrohen, rassistische Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte und ein zunehmend fremdenfeindliches Klima. All das ist auch in der Region Aschaffenburg Realität. Doch Reaktionen darauf waren in den letzten Monaten kaum wahrnehmbar.
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Das schenkt der Nazi der Nazisse

zugesandtes Foto

Gesehen im Nanu-Nana in der City-Galerie Aschaffenburg

18 steht im Nazi-Code für die Buchstabenfolge AH, also Adolf Hitler. Der Text auf dem runden Kissen heißt dann: „Endlich Adolf Hitler, jetzt geht´s los!“ Und das Ganze in den Reichsfarben schwarz-weiß-rot! Vermutlich ist das dennoch Zufall. Aber es fällt schwer, daran zu glauben … In jedem Fall: Die City-Galerie hat ein Herz für Minderheiten (wenn auch nicht für alle) und bietet das ideale Geschenk für den Jungnazi an die Jungnazisse.

Ehemaliger Miltenberger Pfarrer von Papst entlassen

POW

Papst Franziskus entzieht Wolfdieter Weiß, ehemals Pfarrer in Eichenbühl und später in Miltenberg, alle Rechte und Pflichten eines Priesters. Das Bistum Würzburg (POW – Pressedienst Ordinariat Würzburg) schreibt dazu:

Papst Franziskus hat einem Ruhestandspriester der Diözese Würzburg wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger mit sofortiger Wirkung alle Rechte und Pflichten entzogen, die mit dem Klerikerstand verbunden sind. Damit ist der 75-jährige Wolfdieter W., der zeitweise auch im Bistum Limburg und im Erzbistum Bamberg tätig war, aus dem Klerikerstand entlassen. Das Schreiben vom 26. Juni 2015 ist vom Präfekten der römischen Kongregation für die Glaubenslehre, Gerhard Kardinal Müller, unterzeichnet. Es wurde Bischof Dr. Friedhelm Hofmann über die Apostolische Nuntiatur in Berlin zugestellt. Bischof Hofmann, Generalvikar Thomas Keßler und Offizial Dr. Stefan Rambacher teilten dem Priester die Entscheidung am Donnerstag, 30. Juli 2015, im Bischöflichen Ordinariat Würzburg mit. Gegen den Ausschluss aus dem Klerikerstand kann der Betroffene keine Rechtsmittel einlegen.
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Brand in Flüchtlingsunterkunft in Waldaschaff

Hier ein Video dazu aus der BR Mediathek.

„Grüner Terror“ und NPD Aktion in Goldbach

Redaktion kommunal

Tumulte beim Besuch von Claudia Roth in Goldbach: NPD-Anhänger haben offenbar versucht, im Saal ein Banner mit Parolen zu entrollen. Es kam zu Handgreiflichkeiten, bis die Störenfriede aus dem Saal geworfen wurden. Unser Reporter hat die Szenen mit der Kamera festgehalten. Auch die Polizei ist mittlerweile vor Ort.

postet die Facebookseite von Main-Netz gestern Abend und stellte ein kurzes Video online das sich auch auf Main-Echo.de ansehen lässt. Laut Polizei-Unterfranken wurden Ermittlungen aufgenommen. Die Ereignisse des Abends lassen sich im Live-Ticker der Veranstaltung nachlesen. Eine ausführliche Berichterstattung von Seiten des Main-Echos ist für Mittwoch angekündigt.

Die menschenverachtenden Kommentare die Artikel und Veranstaltungen zum Thema Asyl mit sich bringen, werden wir im Moment nicht kommentieren. Jedem der sich selbst ein Bild machen möchte wird empfohlen auf der oben genannten Facebook-Seite unter entsprechenden Posts nachzusehen.

Allgemeine Informationen zum Inhalt und Verlauf eines schaurigen Goldbach-Abends -bereits 2014- lieferte das Main-Echo in diesem Artikel.

Überall ist „OXI!“ – Alle sagen „NEIN!“ – Unsere Solidarität gegen ihre Politik der Angst!

Dokument aus dem attac-Verteiler Aschaffenburg-Miltenberg

Liebe Leute,

Alle sind jetzt gefragt, Solidarität zu zeigen. Die griechische Regierung und die sozialen Bewegungen sagen laut „NEIN!“ zur erpresserischen, für viele Menschen lebensbedrohenden Verelendungspolitik. Sie stellen sich mutig und verzweifelt gegen die Forderungen der Gläubiger. Den „Institutionen“ und der deutschen Großen Koalition war nicht einmal der weitgehende Kompromissvorschlag Griechenlands genug, sie fordern Verschärfungen, die die soziale Katastrophe vergrößern. Anscheinend wollen sie nur eines: die griechische Regierung stürzen und den Neoliberalismus verteidigen. In einem Referendum am Sonntag entscheidet die Bevölkerung, ob sich die Regierung weiter der Austeritätspolitik wiedersetzen wird. Dies ist in jedem Fall eine Entscheidung unter den Bedingungen schwerer Erpressung durch die Troika und die Bundesregierung. Mit einem „NEIN!“ sagen Menschen in ihrer Verzweiflung, dass sie lieber eine ungewisse Zukunft möchten als gar keine, dass sie sich auf zwei Jahre Bohnen essen einstellen, damit dieses Elend aufhört.
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Come in and find out – Ein Kommentar zu den Aktionen in Aschaffenburg

Kommentar von 안드레아스

„Come in and find out“: Komm herein und finde heraus. So verstehen viele deutsche „Native Speaker“ das Englisch einer großen Parfümeriekette.

„No Woman, no Cry“. „Keine Frau, kein Geschrei“, denken sich im Deutschen aufgewachsene Männer, wenn sie Bob Marleys lauschen. Und weil sie ihr Schulenglisch Wort für Wort übersetzen, kommen sie nicht auf den Gedanken, dass ihre Ad-hoc-Übersetzung grundlegend falsch ist.

„Nein Frau, weine nicht“ wäre richtig(er) und bedeutet fast das Gegenteil.

Wer Englisch Deutschen vorsetzt, mag ein Problem mit Deuschen haben oder sich einfach aufwerten wollen, geht aber immer das Risiko ein, völlig falsch verstanden zu werden.

Hinter Aschaffenburgs City Galerie sah ich heute ein Schild:

„No border! No Nation! Refugees welcome! #dieTotenkommen“

Warum in Englisch? Ist die Nachricht an hiergebliebene US-amerikanische Soldaten gerichtet? Sind die so flüchtlingsfeindlich?
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Noch mehr Gräber in Aschaffenburg

unknownrefugees

unknownrefugees.tumblr.com postet Bilder aus Aschaffenburg.

Europa tötet – Plakat

Aus Mapecs Blog

.pdf Download mit Rückseite

Die Toten kommen (auch nach Aschaffenburg!)

Redaktion kommunal

Wir wollen das massenhafte Sterben im Mittelmeer nicht weiterhin kommentarlos hinnehmen. Deutschland muss sich endlich seiner Verantwortung stellen und einen menschenwürdigen Umgang mit der Migration finden. Legale Einreisewege müssen geschaffen werden. Das ist die einzige Möglichkeit das Sterben zu stoppen. Das Problem sind nicht irgendwelche „Schlepperbanden“, sondern die Abschottungspolitik der EU.

schrieb die BasisGruppeEmanzipation in ihrer Pressemitteilung am Sonntag. Die Aktivisten errichteten in Aschaffenburg ein Denkmal für „die tausenden von dem EU-Grenzregime getöteten Menschen […] die auf der Flucht vor Hunger, Elend, Krieg und Not waren“ und nehmen damit Bezug auf den Aufruf des Zentrums für Politische Schönheit.

Einen beeindruckenden Einblick in die Aktionen liefert dieses Video vom Marsch der Entschlossenen in Berlin:

20.6. Nazifrei

Anti-Nazi-Koordination Frankfurt

Vortrag: Warum sterben Flüchtlinge an den Außengrenzen Europas?

Basisgruppe Emanzipation

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Fluchtursachen, der europäischen Flüchtlingspolitik und der öffentlich-medialen Besprechung der unübersehbaren Opfer am Beispiel von Lampedusa. Die nachfolgenden Thesen sollen im Vortrag begründet und bewiesen werden:

– Die toten Geflüchteten sind – auch wenn es niemand so sagen will – für die ökonomischen Interessen der führenden Staaten und ihrer Unternehmen unvermeidlich. Sie sind als Teil der zivilen Opfer des EU-Projekts notwendig!

– Die Grenztoten sind nicht Opfer „gewissenloser Schleuserbanden“, die der Innenminister nun pressewirksam verantwortlich machen will, sondern sie sind die Folge einer effizienten Abriegelung der europäischen Außengrenzen, für die Deutschland entschlossen einsteht.

– Die Toten sind nicht Opfer „unserer aller“ Gleichgültigkeit
und Ignoranz gegenüber dem Leid der Flüchtenden, wie dies Presse und Bundespräsident glauben machen wollen, sondern sie sind Produkte der ökonomischen, politischen und militärischen Erfolgsstrategie eines Staates, dem – allem Elend zum Trotz – die uneingeschränkte Loyalität der vierten Gewalt gilt.

– Die Toten bezeugen nicht das „Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik“, sondern sie sind Ausdruck erfolgreicher Grenzsicherung.

– Auch wenn es niemand so sagen will: Die nun öffentlich zur Schau gestellte Betroffenheit dient nicht den toten Geflüchteten – wie sollte sie auch! Scham und Trauer gelten dem Ansehen des europäischen Staatenbündnisses, seiner Parteigänger_innen und seiner Werte.

Referent: Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie
Hochschullehrer für Soziale Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe mit dem Schwerpunkt Sozial- und Migrationspolitik sowie Rassismusforschung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtenden helfen!” statt und beginnt um 20 Uhr – der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 25. Juni um 20:00
Ort: Stern, Platanenallee 1, Aschaffenburg



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