Es weihnachtet sehr, Gereimtes muss her


Jaja, Weihnachten ist auch nur ein Markt, ein Weihnachtsmarkt (gesehen in Aschaffenburg, könnte aber auch in Miltenberg sein oder sonstwo)

„Es weihnachtet sehr, Gereimtes muss her.“ Unter diesem Motto hat der Miltenberger Text-Verarbeiter Mapec (www.mapec.tk) heute in aller Frühe einen Rundbrief verschickt (danke auch). Darin aber wenig von ihm selbst, sondern zwei Texte, die wir der kommunal.tk-Leserschaft nicht vorenthalten wollen. Verbunden mit den allerfeinsten und völlig entspannten Weihnachtsgrüßen und der kollektiven Hoffnung auf ein besseres 2012! (Naja, mit der Hoffnung ist das so eine Sache …)

Zur Weihnacht:

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen -
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil‘ge Nacht -
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

(Erich Kästner)

Und zum neuen Jahr:

Wir saßen einst alle im selben Boot.
Dem Käpt´n geht´s gut.
Die Mannschaft ist tot.

(Dichter unbekannt, evtl. Volxmund)


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