Zwickauer NS-Untergrundgruppe 1996 in Aschaffenburg auf Nazidemo mitmarschiert

von: Bündnis gegen Rechts, Aschaffenburg

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages und vor dem Hintergrund der
Erkenntnisse aus den letzten Monaten um die Mordserie einer
terroristischen Neonazi-Gruppe ruft das Aschaffenburger Bündnis gegen
Rechts für Freitag, 27. Januar 2012 um 18:00 Uhr zu einem
Holocaust-Gedenkmarsch für die Opfer von Faschismus und Rassismus -
gegen Neonazi-Umtriebe hier und anderswo auf. An „Stolpersteinen“ sollen
kurze Mahnwachen eingelegt werden.

Das Bündnis gegen Rechts hatte zunächst die Veranstaltung am Nachmittag
angemeldet, passte dann seine Planung nach Bekanntwerden der Einladung
des OB zu einer Nachmittagveranstaltung diesem Zeitplan an, denn — so
die Mitglieder im Bündnis einhellig — eine „Gegenveranstaltung“
verbiete sich an diesem Tag und zu diesem Thema.
Dass allerdings eine pointierte politische Veranstaltung nötig sei,
betonten alle OrganisationsvertreterInnen. Schließlich wäre schon
monatelang vor dem mutmaßlich rechten Anschlag auf das SPD-Büro erhöhte
Aktivität der extrem rechten Szene am bayerischen Untermain – nicht nur
am vermehrten Aufkommen von einschlägigen Aufklebern – zu beobachten (s.
Bericht im MAIN-ECHO vom 09.12.2011).

Nach neuen Erkentnissen des Bündnis gegen Rechts gibt es nun eindeutige
Belege dafür, dass die Terroristen der „Zwickauer Zelle“ Uwe Böhnhardt
und Uwe Mundlos 1996 am so genannten „Münstermann-Marsch“ gemeinsam mit
Spitzenfunktionären der Bundes-NPD unter der Führung von Falko Schüßler
aus Laufach (ehemals Landesvorsitzender der verbotenen FAP) und Axel
Schunk aus Stockstadt (ehemals Bundesvorstand der verbotenen
Wiking-Jugend) mitmarschierten.

Reinhard Frankl, Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
im Bündnis, sagte gestern: „Dass damals dem Versuch ein Ende gesetzt
wurde, die Stadt zu einem weiteren Aufmarschgebiet der neuen Nazis zu
machen, ist unter anderem dem Engagement des Bündnis gegen Rechts und
seinen vielen UnterstützerInnen zu verdanken, von denen auch heute
etliche wieder zu unserer Veranstaltung am Holocaust-Gedenktag mit
aufrufen. Stärken wir weiter dieses breite Bündnis – zeigen wir
gegenüber allen aufkommenden Nazi-Umtrieben ,Null Toleranz‘! Das sind
wir den Opfern des Holocaust und denen neuer Nazis schuldig.“


4 Antworten auf “Zwickauer NS-Untergrundgruppe 1996 in Aschaffenburg auf Nazidemo mitmarschiert”


  1. 1 wo? 22. Januar 2012 um 16:21 Uhr

    Wo kann man denn das „Bündnis gegen Rechts“ direkt lesen? blog, twitter, fb ….

  2. 2 mb 22. Januar 2012 um 21:10 Uhr

    Das BgR hat keine Homepage.

  3. 3 ? 02. Februar 2012 um 11:16 Uhr

    und das obwohl sogar Erika Steinbach fähig ist zu twittern!?
    https://twitter.com/#!/SteinbachErika/statuses/164744469378371584

  4. 4 Erika Bachstein 02. Februar 2012 um 11:44 Uhr

    Erika Steonbach zeigt das ganze Elend einer „Vertriebenen“funktionärin: Sie hält die NSDAP für eine linke Partei – weil SOZIALISTISCH und ARBEITER drin vorkommt. Wenn ich Heinz KAISER heißen würde, würde sie mich dennoch nicht für den neuen Kaiser Deutschlands halten.
    Also: Sie ist entweder bodenlos knalldumm oder weiß, dass das mit dem LINKS bei der NSDAP Quatsch ist. Letzteres dürfte zutreffend sein. In besseren Zeiten nannte man eine solche Argumentation wie die der Steinbach einmal Demagogie.

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