Danke!

Es ist nicht üblich, einen Kommentar auf einen kommunal.tk-Beitrag besonders hervorzuheben. Wir haben das getan, als Nazis uns ganz besonders dumm und gewaltandrohend beschimpft haben. Und wir tun es jetzt, wo wir besonders nett gelobt werden. Und zwar duch Stefan Reis, den Kulturchef des Main-Echo. Er schrieb zu unserem letzten Beitrag („kommunal.tk im Main-Echo“):

„Und auch wenn wir nicht immer einer Meinung sein müssen, was die Bedeutung und den Wert von Informationen und Nachrichten anbelangt: Schön, dass es Medien wie kommunal.tk gibt – sie tun einer Gesellschaft, die Meinungsfreiheit als hohes Gut schätzt, gut, weil sie – doch, das ist so – verantwortungsvoll damit umgehen. Deshalb ebenfalls immer wieder erfreut: Stefan Reis“


2 Antworten auf “Danke!”


  1. 1 hm 25. April 2012 um 10:19 Uhr

    Ich verstehe in diesem Zusammenhang euer „Danke“ und die lobenden Worte nicht so ganz.

    Das Informationen in den großen Medien teils bewusst zurück gehalten werden, sind keine haltlosen Behauptungen oder gar Verschwörungstheorien. Ob das, wie ihr schreibt, absolute Ausnahmen sind, kann ich nur schwer beurteilen.

    Fakt ist aber, dass das Mainecho in der Vergangenheit schon diverse Leserbriefe und zugesandte Pressemitteilungen aus unterschiedlichsten Ecken nicht veröffentlicht hat oder nur als absolute „Kleinstmeldung“ gebracht haben. Und wenn überhaupt, dann meist extrem verkürzt oder oftmals nur abgeschrieben aus Meldungen der Polizei.

    Dies ist natürlich nicht an der Person Stefan Reis fest zu machen. Da spielen zum einen andere Massstäbe wie von euch genannt (Markt­wert etc.) eine Rolle, aber auch das bewusste nicht abdrucken auf Grund unterschiedlicher Meinungen. Da darf oftmals scheinbar nur das gedruckt werden was eben auch von der Redaktionsleitung gewollt ist. Was für große Blätter gilt, gilt auch für ein Lokalblatt wie dem Mainecho.

    Die wechselseite Beziehung zwischen Mainecho und Stadtverwaltungen sind auch des öfteren offensichtlich. Da ist eine gegenseitige Abhängigkeit vorhanden. Das Mainecho braucht den direkten und harmonischen Draht an die Stadtoberen zur Informationsgewinnung. Die Stadtverwaltung bzw. die Stadtoberen sind auf „gute Presse“ angewiesen.

    Da bleibt eben die unabhängige, sachliche und neutrale Berichterstattung auch mal auf der Strecke. Man will ja den Partner nicht vergraulen…

    Es ist schön, dass auch Meldungen wie die Aktuelle mal einen Platz in der Presse finden und kommunal.tk genannt wird.
    Doch brauchen wir uns nix vormachen: Solche Meldungen sind oftmals (leider) nur Lückenfüller.
    Sollte demnächst mal wieder ein Wildschwein auf die B469 rennen und mit einem Auto kolidieren, wird es schon schwerer sein Plätzchen zu bekommen.

    Fazit: Über Öffentlickeit gerne freuen. Ein Danke das einen extra Posting verdient ist aber meiner Meinung nach zu Dick aufgetragen. Das klingt ja schon fast nach Kniefall: Bitte guckt öfter auf unseren Blog und berichtet.

  2. 2 mb / Red. kommunal.tk 25. April 2012 um 12:59 Uhr

    @hm: Ganz herzlichen Dank für die ausführliche Antwort.

    Dass Leserbriefe oder Medien-Infos nicht gebracht wurden, das wissen wir sehr gut. Aber das sind auch nur Nachrichten mit unterschiedlichem Sensationswert. Und: Die CSU und die FDP bringen deutlich mehr Werbekunden als Die Linke oder die Antifa! Also wird auch die Medien-Info der CSU mehr beachtet. Erstmal pure Ökonomie. Aber damit entsteht selbstverständlich auch Macht in Form veröffentlichter Meinung.

    Wenn es dann auch vorkommt, dass die Redakteurin oder der Redakteur dem Chef (Herausgeber/Vorstand) nach dem Mund reden will – auch richtig, das gibt es, da der Chef noch allemal über Anstellung und Gehalt entscheidet. Also auch eine ökonomisch sehr kluge Entscheidung. Die Pressefreiheit wird so letztendlich zur Freiheit sehr weniger Kapitalbesitzer, ihre Meinung veröffentlichen zu lassen.

    Nochmals herzlichen Dank für den Kommentar, der gerne auch als Auftakt zu einer Diskussion über etablierte Medien und Alternativen dazu gesehen werden darf. Und sehr gerne dürfen auch Beispiele gebracht werden, wie Main-Echo, mainTV, Prima Sonntag etc. Meldungen nicht oder verzerrt bringen; wir haben garnichts gegen Medienkritik. Ganz im Gegenteil.

    Übrigens: Dass wir mit dem „Danke!“ Stefan Reis zum Lesen von kommunal.tk animieren wollten – nee, er liest uns doch schon. Wir wollten nur mal einem „Kollegen“ hervorheben, der uns im Main-Echo ganz besonders aufgefallen ist, schon früher, als er z.B. die uns nahe stehende Band KBF REVOLTE mehrfach lobend erwähnt hat. Mit allem was er schreibt sind wir allerdings bei Weitem nicht einverstanden …

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