Auch im Kreis MIL: Kinderarmut

Zugegangene Information

Nur einen lächerlich geringen Auszug aus der Pressemitteilung der Erziehungsberatung für den Kreis Miltenberg veröffentlichte das Main-Echo bzw. der Bote vom Untermain. Wichtige Passagen wurden ganz weggelassen, weshalb wir diese hier dokumentieren (die ganze Presseinfo befindet sich auf der Seite der Miltenberger Caritas):

Jedes sechste Kind gilt in Deutschland als arm. Jedes siebte Kind lebt von Arbeitslosengeld II. Diese Kinder haben kaum Perspektiven. Unter anderem haben Experten untersucht, ob den Kindern 14 Dinge zur Verfügung stehen, die für ihr Wohlergehen und ihre Entwicklung grundlegend sind. Dies sind zum Beispiel drei Mahlzeiten am Tag, Obst und Gemüse, Bücher, Spiele, zwei Paar Schuhe, ein ruhiger Platz für Hausaufgaben oder Internetzugang. Dies ist bei Armen nicht gegeben. „Der Erwerbsstatus der Eltern entscheidet bei uns über die Versorgungslage der Kinder. Und er entscheidet die Bildungschancen der Kinder. Der Bildungserfolg in Deutschland ist wie in kaum einem anderen Land von der sozialen Herkunft und vom Einkommen der Eltern abhängig“, stellt Schüßler fest und zieht ein Resümee: „Es ist und bleibt ein Skandal.“ Es stellt sich dabei die Frage, warum viele Familien arm sind. „Der hessische Sozialrichter Jürgen Borchert ist der festen Überzeugung, dass der Staat die Familien ausbeutet, dass Kinderlose auf Kosten der Kinder anderer Leute leben. Er rechnet vor, dass Familien in unserem Sozialsystem überproportional zur Kasse gebeten werden und fordert vehement einen fundamentalen Umbau des Sozialsystems“, so der Diplom-Psychologe.


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