Illusion einer sich selbst ermächtigenden Masse

„Die Polizei ist entschlossen, eine für Samstagabend angekündigte Facebook-Party in der Mainaue von Wörth (Kreis Miltenberg) mit möglicherweise mehreren tausend Besuchern im Keim zu ersticken.“ So lesen wir es heute im Main-Echo. Und: „Wer hingeht, dem muss klar sein: Es ist verboten und es drohen Konsequenzen“, sagt die Polizei.
Der Facebook-Unsinn ist also auch im Kreis Miltenberg angekommen. Kein schönes Fest mit netten Leuten wird geplant, sondern ein möglichst großer Massenansturm so genannter Freunde und Freundevonfreunden aus Facebook. Einmal in der Illusion sein, einer sich selbst ermächtigenden Masse anzugehören. Das Vortäuschen von Aktion statt einer wirklichen Aktion.
Die Auslöser dieser Zusammenrottung haben aber wohl schon vor längerer Zeit – nachdem ihnen das persönliche Risiko bewußt wurde – einen Rückzieher gemacht.
Weiter im Main-Echo: „Es liegt nun am Fingerspitzengefühl der Polizisten, am Samstagabend in Wörth zwischen `normalen´ Altstadtfestbesuchern und Facebook-Partygängern zu unterscheiden. Wer im Kleingarten eine Grillfeier abhalten wolle, müsse jedoch nicht befürchten, dass Bierflaschen konfisziert werden, hieß es.“ Die Polizei ist mal nicht zu beneiden. Was jedoch mehr negative Folgen hätte – ein zugelassene Facebook-Party oder das ganz gewöhnliches Altstadtfest – das sei mal dahingestellt.


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