Der Ort Amorbach verschweigt Adorno

„Sein ganzes Leben kam der Philosoph Theodor W. Adorno immer wieder nach Amorbach im Odenwald und widmete der Region wunderbare Texte. Doch der Ort zeigt Adorno bis heute die kalte Schulter – wohl auch aus politischen Gründen.“ So beginnt ein Beitrag bei dradio.de. Amorbach hat nun wirklich nicht viel zu bieten. Aber einem der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts wird – obwohl er Amorbach, aus welch seltsamen Gründen auch immer, geliebt hat – kein Denkmal gesetzt. Das staunt der Laie und der Fachmann (für provinzielle Gegebenheiten) wundert sich längst über nichts mehr!


2 Antworten auf “Der Ort Amorbach verschweigt Adorno”


  1. 1 Anton Amor-Bach 30. Juli 2012 um 16:52 Uhr

    „Buchhändlerin Ursula Emig-Völker und ihr Mann, der Schriftsteller Werner Völker gehören zu den wenigen in Amorbach, die sich aktiv daran beteiligen, dass Adorno in dem Ort … nicht vergessen wird.“ Bitte nicht! Kann das nicht jemand übernehmen, für den die Kritische Theorie nicht nur bildungsbürgerlicher Schnickschnack ist, sondern Anweisung zum Dagegensein?

  2. 2 Anton Amor-Bach 30. Juli 2012 um 16:56 Uhr

    „Werner Völker schüttelt den Kopf: `Adorno als eine ‚linke Socke‘ zu bezeichnen, er würde rotieren im Grabe. Adorno war ein in der Wolle gefärbter Konservativer, ein Wertkonservativer, würden wir heute sagen, ein Bildungsästhet.´“
    Da haben wir´s. Völker, der Adorno posthum intellektuel vergewaltigen will, soll sein Fürsprecher sein. Hohn!

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