Die Beschneidung der Jungen

Ein Beitrag für kommunal von Michael Baumann aus dem Jahr 2012

Heiß diskutiert wird derzeit die Frage der Beschneidung von Jungen, nachdem ein Kölner Gericht diese – was einsichtig ist – als Körperverletzung bezeichnet und untersagt hat. Grundsätzlich geht es um die Frage, ob die elterliche Verfügung höher zu bewerten ist als das individuelle Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Michael Baumann hat uns freundlicherweise eine Zusammenstellung wesentlicher Fakten, Argumente und Dokumente erstellt. Die Datei (PDF) enthält zahlreiche Aussagen zu medizinischen, psychologischen und religiösen Fragen sowie Hinweise und Links zu weiterführenden Videos, Artikeln etc. Eine sehr gute Zusammenstellung, die gerne weiterverbreitet und diskutiert werden darf.


1 Antwort auf “Die Beschneidung der Jungen”


  1. 1 Administrator 04. September 2013 um 16:21 Uhr

    VON JULI 2012 BIS SEPTEMBER 2013 VERÖFFENTLICHT BEI DISK.BLOGSPORT.DE, DANACH AUF KOMMUNAL ÜBERNOMMEN. HIER DIE KOMMENTARE AUS DER FRÜHEREN VERÖFFENTLICHUNG:

    M. Bayer 29. Juli 2012 um 10:30 Uhr Edit

    Nun auch bei Indymedia veröffentlicht:
    http://de.indymedia.org/2012/07/333136.shtml
    gabriel maucs 30. August 2012 um 12:30 Uhr Edit

    Eltern haben das Recht, zu entscheiden, ob ihre Kinder in einem religiösen Rahmen erzogen werden.
    Das schliesst auch Praktiken ein, die sich religionsfernen Kritikern nicht erschliessen.
    Die Beschneidung ist eine jahrtausende alte Praxis, die wohl offensichtlich dem jüdischen Volk weniger geschadet hat als die Nachstellungen eben wegen ihres Glaubens,
    abgesehen davon, dass gläubige Menschen diese eben als Bestandteil ihrer religiösen Erziehungspflicht betrachten werden. Wer die Beschneidung später freiwillig hat vornehmen lassen weiss vielleicht um die initiatorische spirituelle Kraft dieses Vorgangs in der Nachfolge Abrahams.
    Das ist es, was antireligöse Strömungen zu verhindern suchen, davon bin ich überzeugt.
    Medizinischer Diskurs zu diesem Thema ist weitestgehend irrelevant und baut auf einem Konstrukt der Moderne wie die Formulierung der sogenannten Menschenrechte und der Schein-Demokratie.(Nur am Rande:Wo hat uns das hingeführt?)
    Niemand ist ernstlich bemüht, offensichtlich zerstörerische Tendenzen dieser Gesellschaftsform zu verbieten, weil dies zuerst wirtschaftlichen Machtinteressen entgegen wäre und einer Doktrin folgt, die Menschen geistig auf eine subtile Art versklavt. Dies wird für den offensichtlich, der sich eben aus dieser spirituellen Indoktrinierung löst, die auf die Zerschlagung der traditionellen religiösen Werte aus ist und sich auf angebliche Freiheit und Gleichheit und Demokratisierung beruft.
    In der Konsequenz führt das zur Spaltung und Aussonderung, Trennung, zuerst Gesellschafts- und Familienzerfall, Umweltzerstörung und Anstieg der Geistes/Seelenkrankheiten.
    Dieser Konflikt der Einstellungen, der zuerst ein Machtspiel provokativer, antireligöser Kräfte ist, führt irgendwann zu einer heftigen Begegnung der Fronten, vor der ich durchaus Furcht habe.
    Ein gläubiger Jude oder Muslim wird im Moment sicher Wege finden, diesen Bestandteil des Glaubenslebens zu leben und sei es im Untergrund. Das wäre nicht das erste mal, dass der Menschen wegen ihres Glaubens in den Untergrund gingen.
    Besser wäre es jedoch, sich vom Leben in einem so religionsfernen Staat zu verabschieden. Das ist eben der Preis, sich aus meist wirtschaftlichen Interessen in ein solches Land zu begeben, zumindest für viele Nenn-Muslime.
    Abraham Abramson 30. August 2012 um 13:38 Uhr Edit

    „initiatorische spirituelle Kraft dieses Vorgangs in der Nachfolge Abrahams“ – und das kann nicht warten, bis jemand volljährig ist? Unsinn!

    „Medizinischer Diskurs zu diesem Thema ist weitestgehend irrelevant … Konstrukt der Moderne wie die Formulierung der sogenannten Menschenrechte und der Schein-Demokratie … Zerschlagung der traditionellen religiösen Werte … sich auf angebliche Freiheit und Gleichheit und Demokratisierung beruft … Gesellschafts- und Familienzerfall … Machtspiel provokativer, antireligöser Kräfte“ – jammert hier der christliche Ultrakonservatismus, der jüdische Rechtsextremismus, der islamische Fundamentalismus oder die NPD?

    Ich habe Angst. Ich als religiöser Mensch habe Angst. Angst davor, dass unter dem Deckmantel der Religion wieder wissentlich Brutalitäten verübt werden. Sage mir niemand, das sei unmöglich: Verfolgung von so genannten Hexen und Zauberern (gerade in unserer Gegend!), Kriege unter dem Vorwand der Religion (Kreuzzüge, Irland …), Beschneidungen der Klitoris, christlicher Antisemitismus mit eliminatorischer Tendenz, Jagd guter Christenmenschen oder gestandener Muslime bzw. jüdischer Rechter auf Schwule, Feministinnen und ganz einfach Andersseiende … Und jetzt diese grenzenlose Ignoranz gegenüber allen psychischen Erkenntnissen (die Abraham nicht haben konnte – es muss ihm verziehen sein). Dieses rachsüchtige: Wir wollen ihnen weh tun! – Gott, vergib ihnen und schenke ihnen Einsicht.

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