Hallo Claus, was soll das?

Einen – gelinde gesagt – höchst seltsamen Kommentar zum Geschehen beim NPD-Aufzug in Aschaffenburg hat Claus Berninger abgelassen. Sicherlich: Es ist an den Aschaffenburgern, das zu kommentieren. Wir können nur vermuten, dass Claus Berninger der Antifa eine einschenken will, da – wenn wir uns recht erinnern – die mal nörgelte, nachdem er eine der Grauzone-Bands in seinem Colos-Saal auftreten ließ. Ist es so?


28 Antworten auf “Hallo Claus, was soll das?”


  1. 1 Claus Berninger 14. September 2013 um 12:35 Uhr

    Oh, sorry! War ich nicht linientreu? Tut mir schrecklich Leid! Stimmt was nicht mit meiner Glosse? Sind die Bilder gefälscht? Inhaltliche Fehler? Auf meinem Blog darf gerne kommentiert werden. Allerdings muss man dort auch Gesicht zeigen, denn anonyme Einträge lass ich nicht durch. Auf „kommunal …“ wird auch nicht so gerne unterzeichnet, stelle ich fest. Das oben ist auch eine Meinung und keiner schreibt drunter, wer sie vertritt. Ebenso auf aburg.org. Das genau halte ich eben nicht für eine bewundernswerte Form von Zivilcourage. Und ja, es ist tatsächlich ätzend, anonym angeschossen zu werden, obwohl man sich in der Sache einig ist, wonach jegliches Nazitum zu bekämpfen ist. Farbbeutel und Eier als Heldentaten zu verkaufen, liegt mir nicht. Die politische Arbeit der beiden Plattformen weiß ich zu schätzen, Kommentare ohne Namensnennung und Vermummung halt nicht. Das ist der kleine Unterschied, ob es Euch gefällt oder nicht. Und um noch mal auf den Anlass selbst zurück zu kommen. Am Mittwoch fand ich die Menschen bewundernswert, die sich der NPD entgegen stellen, obwohl ihre Namen und Adressen bekannt sind und obwohl die NPD Knalltüten die ganze Zeit Großaufnahmen ihrer Gesichter gesammelt haben. Diese Leute kämpfen offen gegen das braune Pack und riskieren dabei mehr als sämtliche anonymen Schreiber auf den beiden Plattformen. Reiht Euch ein, Kollegen. Dann schreib ich auch keine Glossen mehr über Verdrängungswettbewerbe. Außerdem war ich dich gegen Ende voll des Lobes über unsere friedfertige Antifa. Genau lesen bitte!

    Beste Grüße an die Anonymen vom Claus, Adresse dürfte bekannt sein.

  2. 2 Administrator 14. September 2013 um 13:10 Uhr

    Wie gesagt: Das sollen die Aschaffenburger kommentieren, wir haben nur einen Verdacht für die launig-herablassenden Ausführungen von Dir geäußert.
    Etwas ist uns aber wichtig: Es wird kein Colos-Saal-Chef von Nazis vermöbelt und auch kein Gesicht zeigender Urban Priol, kein Oberbürgermeister und kein Stadtrat. Die nehmen sich unsereine/n zur Brust, als Teil der Antifa oder als Blogger. Und daher bleiben wir aus guten Gründen anonym. Wir haben eben schon genug beschissene Erfahrungen mit diesem braunen Pack.

  3. 3 anonym 14. September 2013 um 14:29 Uhr

    Ich hatte es schon auf dem Colos-Blog geschrieben. Wird aber leider nicht veröffentlich da anonym….

    Darum hier noch mal. Claus schreibt:

    „Herzog und Wagener haben noch während der laufenden Kundgebung auf dem Stiftsplatz davon Wind bekommen, unglaublich schnell reagiert, die Kundgebung einfach abgebrochen und sind schnurstracks mit der gesamten Aschaffenburger Politprominenz aller Lager im Schlepptau zum Karlsplatz geeilt“

    Ist doch super. Dank der Antifa hat sich die bürgerliche Mitte auch Richtung NPD Kundgebung bewegt. Scheinbar wäre das ja ohne die „testosteron-geschwängerte Antifa“ nicht gelaufen.

    Zur Sache insgesamt:
    Ich kenne Claus persönlich – und er auch mich. Ich habe schon oft beschissen Erfahrungen mit Nazis gemacht weshalb ich es vorziehe anonym zu bleiben.
    Jede/r so wie er es magt. Seinen Beitrag aber finde ich höchst unsolidarisch und mit seiner typischen Arroganz.
    Meine Lehre daraus: Die Kommunikation mit ihm einstellen. Da ist nix mehr zu machen.

    @ Kommunal
    Danke das ihr Artikel auch ohne Namen veröffentlicht. Das hilft Menschen umgemein die sich täglich antifaschistisch engagieren und nicht alle Schaltjahr mal den Helden spielen.

  4. 4 anonym 14. September 2013 um 14:30 Uhr

    auch interessant die Debatte mit Berninger:

    http://aburg.org/node/102

  5. 5 Leser 14. September 2013 um 15:43 Uhr

    Claus, der nicht müde wird zu betonen das es nicht nur schwarz und weiß gibt, schreibt bei Facebook in Bezug auf Vermummung:

    „Festzuhalten ist, wer sich exponiert lebt ungefährdet und wer anonym bleibt, hat die Kacke an der Backe. Da herrscht doch ein kleiner Mangel an Logik?“

    Das ist das Schlimme: der Mann dreht sich alles so hin wie er es braucht und sei es noch so widersprüchlich.

  6. 6 Claus 14. September 2013 um 15:48 Uhr

    Wie wäre es denn mal mit einem Faktencheck, Herr Anonym. Um die 400 Zeugen haben auf dem Stiftsplatz Herzogs Ansprache gehört, der gleich am Anfang zu einem „Spaziergang“ auf den Karlsplatz aufgerufen hat, sobald die Bande sich nähert. Es ist etwas blauäugig, anzunehmen, dass Stadtverwaltung, Oberbürgermeister und die anderen Organisatoren der Kundgebung nicht genau gewusst hätten, wo genau der Truck sich aufhält. Während auf dem Stiftsplatz Klartext gesprochen wurde, haben andere einen leeren Platz beobachtet. Und Mobiltelephone gibt es auch noch. Wie wäre es denn mal mit Argumenten? Wir lassen Euch schon nicht alleine!

  7. 7 fakten 14. September 2013 um 23:01 Uhr

    Claus, zu den Fakten: es wurde sich auf deinen (!) Text bezogen. Und der stellt das nun mal so da.

    Alter Tip: Lesen, denken, schreiben. Notfalls lieber zweimal lesen (und auch denken wenn nötig)

  8. 8 testosterongeschwängerter aburger antifa 15. September 2013 um 12:59 Uhr

    lieber claus,wenn die tollen antifas nicht stunden vorher den leeren platz beobachtet hätten , wäre es bestimmt auch zu einer gefährlicheren situation für die normalen bürger gekommen da sich im vorfeld eine kleine gruppe nazis VOR der absperrung aufgehalten hat um gegendemonstranten anzupöbeln und zu bedrohen.nur dank des engagements der „vermummten testosteronbomben“ musste sich dieses pack HINTER die absperrung zurückziehen und konnte seine agenda nicht wie gewollt durchziehn! ein dankeschön wäre angebrachter…
    Vor allem weil die AKTIVEN (nicht quartalsmässigen) antifaschisten sich tagtäglich auch bei vernachlässigung des normalen lebens nazis (ja auch zur not mit gewalt) in den weg stellen und auch mal als boxsack herhalten müssen, kann sich die stadt es überhaupt leisten sich bunt zu nennen,sonst sähe es mittlerweile nämlich viel bräuner aus in unsrer region.schon scheisse wenn mensch keine ahnung von der materie hat.

    ALERTA ANTIFASCISTA!

  9. 9 Alas 15. September 2013 um 13:16 Uhr

    mein kommentar wurde auch gelöscht bzw. nicht frei geschaltet, wohl einfacher für den schreiberling dieses bullshit-bingos…

    berninger kletter wieder in deine höhle zurück… mit schlagkräftigen argumenten ist bei dir wohl eh nicht zu rechnen

    kauf dir schonmal ein paar kerzen für die lichterkette du aufrechter demokrat und solange viel spaß bei deinen kingergartenspielen mit dem mob der alltagsrassisten

  10. 10 r.f. 16. September 2013 um 10:42 Uhr

    Hallo Claus,
    was soll deine „Glosse“ eigentlich?
    Ja, da haben in der Tat bürgerliche PolitikerInnen und Leute aus der
    Antifa erfolgreich nebeneinander demonstriert. Wie schon 1997.
    Anscheindend gefällt dir das nicht. Warum sonst die abgrundtiefe Häme?
    Objektiv treibt sie den Keil zwischen beiden Gruppen nur tiefer rein.
    Dass du „voll des Lobes über unsere friedfertige Antifa“ wärest, kann
    ich im Kontext leider nur als weitere höhnische Bemerkung verstehen.
    Auf dem Stiftsplatz hatte ich dazu aufgerufen, dass wir „die Lehren
    aus der Weimarer Republik ziehen. Stellen wir unsere sonstigen
    Widersprüche für diesen Punkt hintan: Das braune Pack darf nicht mehr
    durchkommen!“ Diesem Aufruf leistet deine Glosse jedenfalls einen
    Bärendienst.
    Dazu kommt, dass du in der Tat auch sachlich daneben liegst. Denn 1.:
    was ist nun richtig?
    Entweder
    „Herzog und Wagener haben noch während der laufenden Kundgebung auf dem
    Stiftsplatz davon Wind bekommen, unglaublich schnell reagiert, die
    Kundgebung einfach abgebrochen und sind schnurstracks mit der gesamten
    Aschaffenburger Politprominenz aller Lager im Schlepptau zum Karlsplatz
    geeilt,..“
    oder
    „Um die 400 Zeugen haben auf dem Stiftsplatz Herzogs Ansprache gehört,
    der gleich am Anfang zu einem „Spaziergang“ auf den Karlsplatz
    aufgerufen hat, sobald die Bande sich nähert.“
    Also nochmal: wenn der Plan zum „Spaziergang“ bereits bestand, dann kann
    es nicht sein, dass die Kundgebung „einfach abgebrochen“ wurde. Und das
    habe ich so auch nicht erlebt. Ich durfte jedenfalls ganz normal mein
    Schlusslied singen.
    2. Woher nimmmst du die Gewissheit, die Lorbeeren der Initiative dem OB
    und den Grünen (Wagener) umzuhängen? Was weißt du über Initiativen, die
    seit Montag Abend übers Netz gelaufen sind? Was weißt du über den Druck,
    den kursierende Aufrufe auf OB und Stadtrat gemacht haben? Dein
    einseitiges Lob entbehrt einer sachlichen Grundlage und stellt andere
    Fraktionen, Gruppen und Organisationen die mitgemacht haben, zurück.
    Dabei wäre positive Verstärkung der einheitlichen Aktion vonnöten.
    Noch zwei Bemerkungen:
    1.Die von „kommunal“ genannte „Grauzone-Band“ hat sich nach unserem
    diesbezüglichen Disput vor einigen Jahren spätestens seit Peter
    Ohlendorfs Film eindeutig als Braunzone-Band entpuppt. Du hast zwar in
    einem Leserbrief mal geäußert, du würdest sie nicht mehr engagieren.
    Einen Hinweis, wie richtig das BGR damals lag, hab ich nie gelesen. Wie
    treffend der generalisiernde Vorwurf der Testosterongestuertheit von
    Antifa-AktivistInnen ist, will ich mal dahin gestellt lassen, konkret
    gefallen mir solche „schlagkräftigen Argumente“ wie von alas überhaupt
    nicht. Die „Testosterongesteuertheit“ von Frei.Wild-Fans hat dich aber
    jedenfalls nicht so gestört, oder hab ich da etwas überlesen?
    2. Das Vermummungsverbot ist ein Ergebnis der angewachsenen Repression
    gegenüber der gesamten Linken. Es wird heute – wie unzählige
    Anti-Atom-Aktionen, Übergriffe beim Protest gegen G8-Rostock und zuletzt
    der Kessel bei occupy-Frankfurt zeigten – hemmmungslos gegen unbequeme
    Demonstrationen eingesetzt. Ich kann auch gut verstehen, dass nicht
    jeder solche Hausbesuche bekommen möchte, wie wir sie hatten.
    Insgesamt kann ich zu deinem Beitrag nur sagen: wenig hilfreich, Claus!

  11. 11 Sebastian 16. September 2013 um 11:27 Uhr

    Hallo in diese Runde.

    Ich hatte auch schon beim Colos-Blog geschrieben. Wurde aber nicht veröffentlicht. Ich habe das jetzt mit Klarnamen nachgeholt. Auf die Gefahr hin das auch das nicht veröffentlicht wird, stelle ich es noch einmal hier ein.

    Wenn der Administrator keine doppelten Postings möchte, kann er das auch gerne löschen. Aber mir ist es wichtig das los zu werden.

    Mein Beitrag:

    Lieber Claus,

    ich habe schon einmal unter einem Pseudonym hier (gemeint ist sein Blog) geschrieben. Leider wurde dies nicht veröffentlicht da anonym. Ich habe lange überlegt ob ich mit Klarnamen schreiben soll oder eben nicht. Ich habe mich dafür entschieden weil mir es wichtig ist meinen Standpunkt zu vertreten. Aber auch um ein paar Sachen von dir zu wiederlegen die so nicht stimmen!

    Du behauptest das sich alle bisher anonym geäußerten, in abgrundtiefer Sprache und niveaufrei geäußert hätten. Das ist dein Recht als Administrator deines Blogs dies zu behaupten. Fakt aber ist, das es nicht stimmt. Ich habe ohne jemandem ans Bein treten zu wollen mich geäußert. Höfflich, unpersönlich und sachlich. Aber anonym. Und deshalb wurde es nicht veröffentlicht.
    Ich finde du machst hier Stimmung die keiner außer dir nachvollziehen kann, weil nur du die Beiträge lesen kannst die andere schreiben und du sie nicht freischaltest. So gibt es für die Leser eben nur deine Sicht der Dinge, und die ist in diesem Fall leider nicht richtig bzw manipuliert.
    Übrigens werden mit Sicherheit auch NPDler deinen Beitrag dazu nutzen um Stimmung zu machen und als „Antifas“ hier schreiben. Über Facebook gab es schon Hinweise aus der rechten Ecke auf deinen Beitrag.
    Aber nochmal zur Sache:
    Zu allererst: DIE Antifa gibt es nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das alle „Vermummten“ auf der Kundgebung zu einer Gruppe gehört haben die auch noch alle eine Meinung vertreten.
    Ich finde es gut und wichtig, das ein breites Spektrum gegen Rechts auf die Straße geht. Dabei respektiere ich alle die sich beteiligen. Egal ob anonym oder Gesicht zeigend.
    Du schreibst: „Es ist in Aschaffenburg absolut eindeutig, wer sich gemeinsamen Aktionen verweigert“.
    Da soll die Nachfrage erlaubt sein wer das ist?
    Die Antifa die dazu aufruft bei ihr mitzumachen?
    Das Bündnis gegen Rechts das es schon lange gibt und immer versucht möglichst viele in das Bündnis mit einzubeziehen?
    Oder die Stadtverwaltung die bei NPD-Alarm Gesicht zeigt, ihre Aktionen im Rathaus koordiniert und eine Kundgebung serviert bei der sich dann alle einreihen können?
    Eine Stadtverwaltung die übrigens die Kundgebung erst bekannt gab, nachdem Antifaschisten bereits über soziale Netzwerke dazu aufriefen.
    Es wäre interessant vom Bündnis gegen Rechts zu erfahren, ob sich den jemand aus dem Rathaus beim Bündnis gemeldet hat um evtl eine gemeinsame Aktion auf die Beine zu stellen.
    Wie schon geschrieben möchte ich niemandem ans Bein treten, sondern bin/war über jeden froh der sich dem Protest anschliesst. Das gilt für Antifa wie auch OB oder sonst wem. Aber ebenso gilt es für die anonymen Vermummten.

    PS: falls du die Echtheit in Zweifel ziehst, können wir uns gerne persönlich treffen. Eine Kopie meines Personalausweis werde ich dir aber nicht zuschicken. Und meine Email kannst du gerne zum Schreiben nutzen, aber ich bitte zu respektieren das diese nicht veröffentlicht werden soll.

  12. 12 Claus Berninger 16. September 2013 um 11:42 Uhr

    Den Beitrag von Reinhard Frankl habe ich auf meinem Blog bereits beantwortet. Gerne nochmal hier. Und zwar wie folgt:

    Kompliment Reinhard Frankl, Du bist hier der erste, der sich zu erkennen gibt. Daher wirst Du auch veröffentlicht, im Gegensatz zu den anonymen Shitstormern mit abgrundtiefer Sprache und niveaufreiem Unsinn, die es vor Dir versuchten. Bist Du Mitglied der Antifa? Prima, dann gäbe es ja mal den ersten Ansprechpartner, der nicht als anonymer Geist im Internet herumschwirrt sondern Gesicht zeigt. Das hast Du auch auf der Kundgebung gemacht und daher hast Du auch meine volle Anerkennung.

    Wer hier wen auseinanderdividiert, darüber musst Du allerdings noch tief nachdenken. Auf dem Antifa-Zentralorgan aburg.org, auf dem ausschließlich anonym getextet wird, ist seit gestern Abend zu lesen, „dass ‚Aschaffenburg ist bunt‘ eine hohle und inszenierte Imagekampagne“ sei. Es sollte Dich eigentlich tief treffen, den Du hieltest immerhin die längste Rede auf genau dieser von Dir maßgeblich mitgestalteten Kundgebung. Das zum Thema „einheitliche Aktion“.

    Wie kann man überhaupt eine einheitliche Aktion mit Leuten hin kriegen, die sich gewissermaßen Exklusivrechte im Kampf gegen Rechts anmaßen, die sich nicht zu erkennen geben, die zu keinen Absprachen bereit sind und die ihr eigenes Süppchen kochen, im Übrigen auch nie klar sagen, wie weit sie gehen wollen. Wenn Du Zugang zur Antifa hast, dann herzlichen Glückwunsch. Meine Gesprächsangebote wurden bislang nicht angenommen.
    Ich persönlich wüsste schon immer ganz gerne, mit wem ich eine gemeinsame Aktion mache. Kenne ich Gesicht und Hintergrund der Persönlichkeit ist mir einfach wohler, als wenn ich mit Leuten gemeinsam demonstriere, deren wirkliche Ziele und Pläne ich gar nicht durchschauen kann. Unsere Gesellschaft kommt ziemlich auf den Hund, wenn es Schule macht, dass politische Aktionen von unsichtbaren Gestalten gesteuert werden und die Menschen, die sich darüber kritische Gedanken machen, hinterher anonymisierte Shitstorms darüber lesen müssen. Ist das wirklich die Gesellschaft, die Du gerne möchtest, Reinhard.

    Ich kann es ehrlich gesagt nicht so wirklich glauben, denn ich habe mir im Gegensatz zu den Vermummten auf dem Karlsplatz Deine Rede angehört. Da hieß es: „Wir möchten alle Menschen, die ihren Protest gegen die NPD Kundgebung zum Ausdruck bringen wollen, einladen, teilzunehmen und ihre Meinung mit friedlichen Mitteln, gewaltfrei und mit demokratischer Zivilkcourage zum Ausdruck zu bringen.“

    Unter Zivilcourage verstehe ich zuallererst „Gesicht zeigen“. Das hast Du gemacht, zusammen mit den meisten anderen Personen am vergangenen Mittwoch. Du machst Dich dabei angreifbar und nimmst es in Kauf. Andere scheuen sich offensichtlich, sich zu bekennen und begründen das damit, dass man im Verborgenen bleiben muss, um erfolgreich Nazis „bekämpfen und sabotieren“ zu können . Du, Reinhard, nimmst eventuelle Racheaktionen von Rechts in Kauf und ich schätze daher Deinen Mut und Deine ehrliche, meinetwegen auch tapfere Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Politikvorstellungen. Aber die Frage sei erlaubt, ob Du diese Form von Untergrundtätigkeit wirklich biligst, wenn Du von Zivilcourage sprichst.

    Diese Begründung zur Anonymität ist das heilige Credo der Antifa, an dem sie nicht rütteln lässt. Kann schon sein, dass es der effektiveren Beobachtung der rechten Bewegungen dient. Faktisch dient es aber auch ganz praktisch dazu, wie oben gesehen, wiederum aus der Anonymität heraus den ehrlichen und wütenden Protest anderer Menschen und gesellschaftlicher Gruppen zur „hohlen und inszenierten Imagekampagne“ zu diskreditieren. Reinhard, Du kennst ebenso wie ich viele Leute, die am Mittwoch voller Überzeugung am Start waren. Unterstützt Du auch diese Form von billiger und hirnrissiger Häme der Leute, die Du hier versuchst in Schutz zu nehmen?

    Es ist in Aschaffenburg absolut eindeutig, wer sich gemeinsamen Aktionen verweigert. Mit Phantomen und Anonymen kann man nämlich sehr schlecht verhandeln, geschweige denn Einigung erzielen.

    Noch kurz zu Deinen Fragen: Ich glaube nicht, dass zwei Konzerte in 2010 und 2011 mit der aktuellen Debatte etwas zu tun haben. Und wer es wissen will: Ich bin im Nachhinein ganz gewiss nicht glücklich, zwei Konzerte mit einer Band veranstaltet zu haben, die mittlerweile so stark polarisiert und wahrscheinlich zu Recht als Graustufen-Band eingestuft wird. Allerdings wäre es sowohl 2010 als auch 2011 schön gewesen, wenn auch nur einer Derjenigen, die 2012 und 2013 plötzlich aufgewacht sind und laut ihr Lamento geäußert haben, damals schon versucht hätte, mit mir ins Gespräch zu kommen. Da sind wohl sehr viele genau wie ich erst hinterher schlauer geworden. Graustufen haben nun mal die Eigenschaft, keine Eíndeutigkeit zu implizieren und sind insofern gelegentlich schwer zu erkennen. Nur ändert dieser schwere Booking-Fehler, den ich offen einräume, nichts an meiner grundsätzlichen politischen Haltung!

    Und jetzt bitte sei nicht blauäugig, Reinhard. Dir, mir und etlichen anderen war von vorneherein klar, dass es nach der Kundgebung und rechtzeitig zur Ankunft der NPD auf den Karlsplatz geht. Das war selbstverständlich untereinander vereinbart und von vorneherein abgesprochen. Dass die Antifa davon nichts weiß, liegt ausschließlich daran, dass sie sich einer echten Absprache mit demokratischen Gruppen konsequent verweigert. Es ist äußerst schwierig, mit versteckten und anonymen Phantomen zu sprechen, die ihre eigene Suppe kochen.

    Und genau darüber hätte ich gerne eine offene Diskussion in Aschaffenburg. Das, lieber Reinhard, sollte meine Glosse bezwecken. Und ich freue mich, dass die Diskussion nun hoffentlich beginnt.

    Claus Berninger

  13. 13 Sebastian 16. September 2013 um 13:04 Uhr

    An Claus noch eine Anmerkung. Du schreibst:

    „Und jetzt bitte sei nicht blauäugig, Reinhard. Dir, mir und etlichen anderen war von vorneherein klar, dass es nach der Kundgebung und rechtzeitig zur Ankunft der NPD auf den Karlsplatz geht. Das war selbstverständlich untereinander vereinbart und von vorneherein abgesprochen.“

    Gleichzeitig schreibst du

    „Wie kann man überhaupt eine einheitliche Aktion mit Leuten hin kriegen, die sich gewissermaßen Exklusivrechte im Kampf gegen Rechts anmaßen, die sich nicht zu erkennen geben, die zu keinen Absprachen bereit sind und die ihr eigenes Süppchen kochen, im Übrigen auch nie klar sagen, wie weit sie gehen wollen.“

    Das Zweite ist an „die Antifa“ gerichtet. Passt aber doch 1:1 auf das Vorgehen wie du es im ersten Teil beschreibst. Also das Vorgehen des „bürgerlichen Lagers“. Im Vorfeld (geheim) Vereinbart, abgesprochen, eben ihr eigenes Süppchen kochend.

  14. 14 ich bin gerne anonym 16. September 2013 um 17:54 Uhr

    hallo claus,
    erstmal vielen dank für deine mal wieder einmaligen ausführungen zum antifaschismus, zu deiner selbsteinschätzung und zur anonymität. nichts neues von dir, aber immer wieder bezaubernd. vor allem die netten irrwege, umdeutungen und widersprüche.
    eigentlich nur ein paar anmerkungen zum thema .[du wirst es wahrscheinlich eh nicht lesen (denn ich bin ja gerne anonym hihi), aber vielleicht tust du es ja doch heimlich. damit es nicht auffällt brauchst du nicht zu antworten, denke einfach mal drüber nach.]
    du zeigst gerne dein gesicht, willst irgendwie sowas wie eine institution in AB sein. ist auch in ordnung, dein laden läuft ja schon lange und gut. neulich sogar roter teppich und so. ein bisschen rebell bist du aber trotzdem geblieben. kantig und sagst allen offen die meinung ins gesicht. respekt lässt du dabei gerne vermissen, aber vielleicht ist das ein image-ding, eine art von männlichkeit (welcome in 2013), vielleicht hast du es einfach nie gelernt.
    spannend wirds wenn du komische dinge machst, dinge die menschen mit antifaschistischem grundverständnis nicht verstehen können. dann wirst du freundlichst daraufhin gewiesen, mit informationen versorgt und alles was dann kommt ist spott und beleidigende unfreundlichkeit. okay, manche haben probleme damit fehler einzusehen, aber woher dieser hass?
    mittlerweile glaube ich nicht mehr an fehler, an versehen und ausrutscher deinerseits. Ich kenne deinen blog, deinen auslassungen, deine reaktionen. sie sind immer gleich. du ruhst dich darauf aus in den 90ern mal irgendwas gegen nazis gemacht zu haben, herzlichen glückwunsch. was hats gebracht dein rock gegen rechts? sind die nazis weg? laufen sie nicht mehr durch die stadt pöbeln und schlagen? schänden sie nicht mehr gedenktafeln und stolpersteine? du weist, genauso wie ich, dass sie noch da sind. jeder ist dafür verantwortlich, dass es aufhört. du auch, aber was du machst ist gegen die zu schießen die etwas tun. sie zu beleidigen und zu entmutigen. du wirft „der antifa“ vor, eine alleiniges recht auf den antifaschismus in AB zu beanspruchen, in wahrheit scheint es so, als wäre dies ganz alleine dein problem, daher deine ausraster gegen jeden der etwas gegen nazis unternimmt.
    und claus, danke, dass du gesicht zeigst, würdest du auch anonym schreiben hätte ich immer das unwohle gefühl mit dir in einer reihe zu stehen, wenn wir wieder mal versuchen würden eine nazi-kundgebun zu verhindern. nur um dann von dir im internet blos gestellt und der anti-antifa (kannste ja mal googeln, was die so machen) zum fraß vorgeworfen zu werden. so halt ich mich von dir, und deinem frei.wild-geschändetem laden fern und lebe sicher, antifaschistisch und anonym.

  15. 15 rf 16. September 2013 um 19:44 Uhr

    schon beim colosaal gepostet, hier nochmal:

    Danke für die Blumen, Claus,
    sie kommen bei mir allerdings etwas zerrupft an.
    Um das erst mal klar zu stellen: Ich bin bekennender Antifaschist, aber kein Mitglied DER Antifa. Ich muss zugeben, dass ich auch in Aschaffenburg DIE Antifa nicht kenne. Anderswo schon gar nicht. Selbst den viel besungenen “Schwarzen Block” hab ich mitunter bunter erlebt, als den, der mir schon im Auftrage von Vater Staat Pfefferspray in die Augen gespritzt hat. Ich kenne allerdings seit vielen Jahren Menschen, mit denen ich im BGR zusammenarbeite und die sich der einen oder anderen Antifa-Gruppe zugehörig fühlen, wie sie hin und wieder sagen. Ohne die kontinuierlich engagierte verdeckte Recherchearbeit dieser Menschen wüssten wir über das Treiben der Braunen in der Region verflucht viel weniger. Diese Menschen sind wertvolle, mir zum Teil lieb und teuer gewordene, verlässliche Bündnispartner, und keinen davon habe ich je gewalttätig erlebt – im Gegenteil. Ja, wir haben unsere unterschiedlichen Einschätzungen und Meinungen. Würden wir auf denen herumreiten, gäbe es keine Bündnisarbeit. Punkt. Von daher kann ich nicht verstehen, dass du nie mit solchen Menschen ins Gespräch gekommen bist. Ich glaub es einfach nicht. Allerdings muss ich auch feststellen, dass du das Gespräch im Bündnis nicht wirklich gesucht hast. So bleibt für mich weiterhin der Eindruck, dass du mit deiner “Glosse” einfach nur gepöbelt hast. Wer inhaltliche Diskussionen will, sollte Respekt wahren. Und wenn ich auf der anderen Seite Häme erkenne, dann muss ich mich nicht auf das gleiche Niveau herab lassen.
    Zum Thema Frei.Wild schreibst du: “Allerdings wäre es sowohl 2010 als auch 2011 schön gewesen, wenn auch nur einer Derjenigen, die 2012 und 2013 plötzlich aufgewacht sind und laut ihr Lamento geäußert haben, damals schon versucht hätte, mit mir ins Gespräch zu kommen.” Ich habe in meinem Kasten hier noch unseren Mailverkehr in dieser Sache. Er datiert vom 18./19. Februar 2010(!). Noch Fragen? Also, bitte ehrlich bleiben! Dass du heute die Sache offen bedauerst (ich will gar nicht auf den Terminus “Booking-Fehler” eingehen) und deine Konsequenz daraus gezogen hast, finde ich super, ist damit für mich abgehakt. Bleibt festzuhalten: ohne die Anstöße der Menschen aus dem Bereich, den du DIE Antifa nennst, wäre auch das nicht passiert.
    Du schreibst: “Dir, mir und etlichen anderen war von vorneherein klar, dass es nach der Kundgebung und rechtzeitig zur Ankunft der NPD auf den Karlsplatz geht.” Ich habe nie etwas anderes behauptet, ich habe dich nur gefragt, wie du zur gegenteiligen Aussage kommst, „Herzog und Wagener haben … die Kundgebung einfach abgebrochen.” Auf den Widerspruch bist du bisher nicht eingegangen.
    “Häme aus dem Untergrund” verteidige ich nicht. Siehe dazu oben meine Bemerkungen zu Häme. Allerdings habe auch ich deutliche Kritik an Bündnissen mit der Parole ” ist bunt”, die meistens mit der Anmahnung von Toleranz verbunden sind, ansonsten politische Inhalte vermissen lassen – leider. Diese Kritik habe ich am letzten Mittwoch nicht zum ersten Mal öffentlich vorgetragen. Mittenmang. Das kannst du in meinen Redebeitrag bei kommunal.blogsport nachlesen, oder auch schon hier: http://www.gew-unterfranken.de/kv_msp/redebeitrag_msp_ist_bunt_20110813.pdf
    Zur Arbeit im Verborgenen: Ja, sie ist leider vonnöten. Ohne diese verdeckte Recherche würde Hexe Ragna womöglich heute noch mit ihrem nationalen Kindertheater in Kindergärten und Grundschulen am Untermain ihr Unwesen treiben. Und die Sueddeutsche hätte nicht schreiben können: „Ihr Ritt auf dem Besen endete jäh nach einer Warnung der Gewerkschaft GEW … und nach Bloßstellung durch fränkische Antifa-Gruppierungen.“ (SZ, 21.1.12)
    Seien wir nicht überheblich. Du und ich müssen uns nicht verstecken. Uns schützt eine gewisse öffentliche Stellung, in meinem Fall auch der Funktionärsschutz einer Gewerkschaft. Ich möchte nicht sagen, dass das offene Aufklärung gegen Rechts leicht macht, aber doch leichter als für andere. An wichtige Infos kommen wir allerdings weiterhin nicht ran, da sind wir auf verdeckte Ermittlungsarbeit angewiesen. Und zur politischen Einordnung des Vermummungsverbotes habe ich mich bereits geäußert. Du übrigens nicht.
    Erwarte ich auch nicht jetzt und hier. Mir wird es eh zu lang. Morgen ist wieder Schule, und die will doch vorbereitet sein. Aber vielleicht ist ja ein Gespräch live und in Farbe für uns beide auch mal wieder drin, wo man das eine oder andere ausführlicher austauschen kann.

    Gruß
    rf

    PS: Nur noch eins – nicht zur inhaltlichen Distanzierung, sondern zur sachlichen Richtigkeit: das Zitat „Wir möchten alle Menschen, die ihren Protest gegen die NPD Kundgebung zum Ausdruck bringen wollen, einladen, teilzunehmen und ihre Meinung mit friedlichen Mitteln, gewaltfrei und mit demokratischer Zivilkcourage zum Ausdruck zu bringen.“ ist nicht aus meinem Redebeitrag. Kannste, wie gesagt, nachprüfen. Habe am Mittwoch, wie Herr Bozem von der Polizei, auch keine Gewalt, sondern gute Demo-Kultur erlebt. Deswegen verstehe/verstand ich auch deine Pöbel-Glosse nicht.

  16. 16 rf 16. September 2013 um 20:42 Uhr

    Da war noch was – eine Antwort auf Sebastians Frage „Es wäre interessant vom Bündnis gegen Rechts zu erfahren, ob sich den jemand aus dem Rathaus beim Bündnis gemeldet hat um evtl eine gemeinsame Aktion auf die Beine zu stellen.“
    Ja, es gibt eine Verbindung durch Mitglieder des Stadtrats, die auch Mitglied im BGR sind. Darüber gab es auch – nach den von dir genannten Aufrufen in sozialen Netzen – eine Anfrage und Telefongespräche.
    Gruß
    r.f.

  17. 17 Werner W 16. September 2013 um 20:58 Uhr

    Als Johannesberger Rentner bin ich gleicher Meinung

  18. 18 Claus Berninger 16. September 2013 um 21:51 Uhr

    Fairerweise: rf = Reinhard Frankl hat zweimal Recht: Er hat mich tatsächlich vor Freiwild gewarnt, in meiner Erinnerung nachdem der zweite Vertrag unterschrieben war. Wenn er das Datum heute noch nachvollziehen kann, ich kann es nicht mehr, hab den Mailverkehr nicht mehr,dann war es wohl vor dem zweiten Vertrag. Damals als Einziger. Ich hätte besser auf ihn gehört.
    Und sein PS ist auch richtig, das Zitat stammt nicht von ihm sondern vom Aufruf zur Kundgebung, wie ich eben in meiner Materialsammlung sehe.
    Den Rest seiner Einlassungen kommentiere nicht. Mein Standpunkt sollte mittlerweile klar sein. Ich bin auch gleich raus hier.

    Eins vielleicht noch zum Abschluss: Wer die Kommentare hier liest, sieht unschwer, dass einige tatsächlich versuchen zu diskutieren, andere, die zum Teil auch noch behaupten, mich zu kennen, sich einfach nur auskotzen, selbstverständlich anonym. Daher wiederhole ich einfach nochmal eine Frage von weiter oben in leichter Variation: „Unsere Gesellschaft kommt ziemlich auf den Hund, wenn es Schule macht, dass politische Aktionen von unsichtbaren Gestalten gesteuert werden und die Menschen, die sich darüber kritische Gedanken machen, hinterher anonymisierte Shitstorms darüber lesen müssen. Ist das wirklich die Gesellschaft, die Ihr gerne haben wollt?“

  19. 19 Sebastian 17. September 2013 um 8:50 Uhr

    Hallo Claus

    Deine Abschlussfrage wird dir wohl niemand beantworten, da du eigentlich auf fast keine Kritik eingehst.

    Du machst anderen den Vorwurf das sie nicht diskutieren wollen. Ich sehe genau dieses Verhalten bei dir. Die „Pöbler“ kannst du doch gerne ignorieren, mache ich ja auch.

    Aber was ist mit den Vorwürfen derer sie sich an dein gewünschte Art von Diksussionskultur halten? Warum gehst du auf diese inhaltlich nicht ein?

    Dein Text (der teilweiese voller unhaltbarer Behauptungen ist) steht so im Netz ohne das du auf die Einwände der Kritiker eingehst. Aber wenn das deine Art von Debattenkultur ist, ist das deine Sache.
    Dann unterlasse aber auch bitte die offensichtlich nicht ernst gemeinten Statements:

    „Und genau darüber hätte ich gerne eine offene Diskussion in Aschaffenburg. Das, lieber Reinhard, sollte meine Glosse bezwecken. Und ich freue mich, dass die Diskussion nun hoffentlich beginnt.“

    Was du angestossen hast war ein Sturm im Wasserglas. Mehr nicht.

    Übrigens: dein Blog ist ja pöbelfrei. Wieso führst du die Debatte dort nicht weiter? Du schreibst deine Standpunkte wären klar, aber auch dort bist du nicht auf die inhaltliche Kritik eingegangen. Es bleibt also enorm oberflächlich.

    Ich habe mehr Fragen als Antworten und würde mich freuen da noch mal eine Aussage von dir zu bekommen.

  20. 20 Die Geister die ich rief 17. September 2013 um 11:43 Uhr

    Es ist ekelhaft, aber ich muss einen Kommentar zu Claus Blog Artikel aus Facebook (aus seinem öffentlichem Profil) hierher posten.

    Zugegeben sind dort auch andere Kommentare. Einige lassen an Inhalten aller Art vermissen, aber das ist das Klientel das sich durch solcher Art „Glossen“ angesprochen fühlen dürfte.

    Zitat:

    „Halten wir fest: „Gesicht zeigen gegen Rechts“ geht nur mit Vermummung, was Faschismus und Antifaschismus ist, definiert die Antifa (und gefälligst niemand sonst!) und wer das nicht glaubt oder einfach nur bescheuert ist oder sogar frech genug war, Voltaire zu lesen, der ist logischerweise ein Faschist. Schwarz oder weiß, dafür oder dagegen, das ist die „Demokratie“ der sogenannten „Antifaschisten“. Ich würde ja gerne glauben, dass unter den Skimasken der aufrechten Streiter „für Toleranz und gegen Faschismus“ Zahnärzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Briefträger, Köche und KFZ-Mechaniker stecken, aber ich kann das nur vermuten, denn eigentlich arbeiten die von mir Genannten während sogenannter Arbeitszeiten (welch schlimmes Wort! Arbeiten! Igitt!), man weiß es nicht, man weiß es nicht. Sollte ich mich allerdings irren, dann würden die tapferen und mutigen Antifaschisten eigentlich alles bestreiten, außer dem eigenen Lebensunterhalt.“

    Und mit diesem Klientel lässt es sich auch sicher niveauvoller, offener, toleranter und demokratischer diskutieren als mit der arbeitsscheuen Antifa die so links ist, das sie schon auf der rechten Seite ankommt.

    Ironie-Modus: Off.

  21. 21 Alas 17. September 2013 um 22:53 Uhr

    was erwartet dieser claus b. eigentlich?
    er war es doch, der in einem ekelhaft selbstverliebten post rumpöbelte, auf einem niveau, dass es einem die schuhe auszieht um dann, sobald es gegenwind gibt, einen auf beleidigte leberwurst zu machen?! nicht eine einzige frage die sein bullshit-bingo in frage stellt wurde ernsthaft beantwortet! ich fürchte mittlerweile, er ist ja nichtmal ansatzweise in der lage zu verstehen, warum menschen es für nötig halten ihr gesicht nicht öffentlich zu zeigen.
    und hier geht es nicht allein um anti-antifa (wenn er sich denn tatsächlich auch heute ernsthaft mit der materie beschäftigen würde, wüsste er um die aktivitäten von schmaus, zimmermann und co. und dass auch antifaschist_innen hier in der ecke durchaus durch diese nazi-aktivisten bzw. ihre „arbeit“ bedroht werden/sind), denn auch die staatlichen repressionsorgane sind ja mehr mit der verfolgung von antifaschist_innen beschäftigt, als sich der neo-nazis anzunehmen.

    @rf: mit „schlagkräftigen argumenten“ war keinesfalls körperliche gewalt meinerseits gemeint, es war nur abzusehen, das von diesem clausi nicht viel zu erwarten ist außer niveaulosem rumgehupe.

    eins noch: wie Widerstand gegen (neo-)naziaufmärsche aussehen sollten, hat doch gerade das beispiel dresden wohl am eindrucks vollsten gezeigt. jahrelang hat der bürgerliche mob zugeschaut wie die aufmärsche jahr um jahr anwuchsen. erst ein breites bündnis mit „linksradikalen“ und „bürgerlichen“ antifaschist_innen hat es ermöglicht, dass dieses „event“ zum desaster wurde, und da haben eben genau solche spalter wie clausi mit ihren händchenhalten gegen rechts (und gegen extremisten) keine nennenswerte rolle gespielt. gut so!

    für ein breit aufgestellten widerstand gegen alle rassist_innen, chauvinist_innen, natioanlist_innen, antisemit_innen und sonstige evolutionsverweigerer, egal ob (ganz) rechtsaußen oder aus der sogenannten „bürgerlichen mitte“!

    fine

  22. 22 Harald 18. September 2013 um 10:35 Uhr

    Berninger war doch schon immer ein selbstgerechter, besserwisserischer. (hinter)listiger und doppelzüngiger Mensch, der gerne auf andere (verbal) einegsprügelt hat sich alles selbst so gedreht hat, wie er es brauchte. Gegen das linke Hannebambel hat er immer getreten, das die dort lange einen Raucherraum hatten, war Ihm ein Dorn im Auge. Während die Künstler bei Ihm auf der Bühne fröhlich qualmten, forderte er im Falle des Hannebambels eine Strickte Umsetung des Rauchverbotes incl. Kontrollen!

  23. 23 Arschloch aus dem Rossmarkt 19. September 2013 um 10:06 Uhr

    Anonymität ist beispielsweise auch sehr hilfreich beim Diffamieren und Lügen, „Harald“. Was Du und andere über meine Person zusammen dichten, ist mir sowas von wurscht. Aber dass ich jemals gegen das Hannebambel agitiert hätte, passt Dir vielleicht in den Kram und in die schöne, schlichte schwarz-weiß-Welt mancher, die hier unter kriechen und sich verstecken, ist aber dreist zusammen gelogen. Das Hannebambel ist meiner Meinung nach sehr wichtig für AB, ich schätze Arbeit und Ideen der mir bekannten Mitglieder des Kollektivs dort sehr. So sehr, dass wir sogar schon auf meine Initiative hin vor ein paar Jahren über eine engere Zusammenarbeit verhandelt haben, als in der Jazzküche ein Betreiberwechsel anstand. Ich finde es immer noch schade, dass es nicht geklappt hat. Frag dort einfach nach „Harald“!
    Und an fast alle anderen Helden und möglicherweise Heldinnen, die sich hier verewigen. Immer noch nicht bemerkt, dass Ihr im Schutz Eurer anonymen Accounts prima gegen Nazis fighten könnt, so ganz nebenbei aber auch gegen alle anderen, die einem nicht passen. Ist wohl schon zum Reflex geworden, muss man nicht mehr drüber nachdenken. Tel. 06021-27239 für alle, die wirklich diskutieren statt herumätzen wollen. Bin allzeit bereit! Einfach mal testen! Könnt von mir aus auch vermummt kommen, wenn es Euch hilft. Es gibt auch einen Kaffee. Der Verfassungsschutz hat meines Wissens noch keine Kameras installiert.
    Insgesamt alles recht erheiternd hier, möglicherweise noch besser als meine Glosse, wie ich neidlos anerkennen muss. Am besten gefällt mir allerdings die hübsche Anzeige der Deutschen Bank auf Kommunal. Ganz konsequent! Die toppt sogar die Einträge.

  24. 24 Administrator 19. September 2013 um 10:23 Uhr

    Deutsche Bank auf kommunal? Bei mir war gerade ein alternativer Versand in der Werbezeile. Nun ja, für die Werbung sind wir nicht verantwortlich. Die ist der Preis für ein kostenfreies Blog.

    Denn das ist eben so: Der Kapitalismus ist überall (sonst wäre es einfach). Wir sollten uns nicht einbilden, ihm auf einer Seite wie kommunal entkommen zu können. Auch wir zahlen einen Preis, sei es die eingeblendete Werbung.

  25. 25 Harald 19. September 2013 um 11:58 Uhr

    Hast Du nicht einmal sogar im Stadtmagazin oder Frizz zum Thema Rauchverbot einige Statements losgelassen? Raucherraum wäre Wettbewerbsverzerrung! Das arme Colos Saal kann sich so was nicht leisten, es fehlen die Räumlichkeiten und man sollte notfalls auch konsequent darüber wachen, dass solche Rauchverbote eingehalten werden?

    Und kannst Du dich noch an die Frage erinnern, wieso die Künstler bei dir dann auf der Bühne oft Kette rauchen?
    Da war Herr Berninger ganz schnell von sachlicher ebene auf persönliche Ebene umgeschwenkt. Ob ich denn künstlerische Freiheit verbieten wolle und was er denn da machen soll? Als kleinkariert wurde ich dann bezeichnet, obwohl ich mehrmals sagte, dass ich im Grunde gar nichts gegen Rauchen habe, jedoch finde, dass man zu die öffentlich geforderte strikte, konsequente Umsetzung eines Rauchverbotes auch selbst durchsetzen sollte, wenn man das von anderen so lautstark fordert. Klingelts wieder? Oder wie war das damals mit der Begründung, wieso man bei Ticketreservierungen die Karte nicht ausgehändigt bekommt, sondern nur einen Stempel bekommt. „Es müsse an der Kasse schnell gehen und das dauert zu lange“. Immer wenn ein Freund oder ich selbst einfach mal zu einem Sachverhalt nachfragte, wurde der Dialog recht schnell etwas angespannt, wenn man die Antwort nicht einfach so akzeptieren wollte.

    Aber es sind immer die anderen, die einem Böses wollen und unterstellen. Man selbst diskutiert ja immer sachlich und fair!

  1. 1 Antifa und Kommunalpolitik « ENDE DER AUSBAUSTRECKE Pingback am 14. September 2013 um 21:50 Uhr
  2. 2 Klaus B und der Wahlkampf « kommunal – Geschichte, Kultur und Politik Pingback am 06. März 2014 um 10:45 Uhr
  3. 3 AfD, Claus und Klaus « kommunal – Geschichte, Kultur und Politik Pingback am 10. März 2014 um 17:59 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


+ eins = drei