Dirndlspringen – untenrum

„Die rund 100 Gäste beklatschten und bejubelten die Sprünge. Bewertet hat die Jury sechs Kategorien, das Dirndl selbst, dann das »Untenrum«, die Haltung, der Flug, die Eintauchphase und der Gesichtsausdruck.“ (Main-Netz.de, 17.09.13)
Was war geschehen? Es war zum ersten Miltenberger „Dirndlspringen“ geladen worden. Tatsächlich sprangen mehrere Frauen in Dirndl, oder dem, was am Untermain für ein solches gehalten werden darf, vom Dreimeterturm des Miltenberger Freibades. Die anwesenden männlichen Gäste durften so dem Voyeurismus frönen, indem sie nicht nur den jungen Frauen unter die hoch fliegenden Röcke sehen konnten, sondern auch noch die bajuwarische Form des Wet-T-Shirt-Contest erleben durften.
Proteste gegen den sexistischen Müll? Weit gefehlt. Selbst sich emanzipiert oder zumindest selbstbewusst gebende Frauen bezeichnen heute durchgehend alle Kritikerinnen und Kritiker solcher Zumutungen als „Spaßbremsen“ oder „Nörgler“.
Wir waren in dieser Debatte schon mal weiter. Soll aber niemand sagen, wir hätten es nicht wenigstens bemerkt, was da an Sexismus abläuft – so mit „Untenrum“.


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