Ach, was soll das noch?

41 Millionen Zeitungen will die BILD am Samstag bundesweit verteilt haben. Das heißt: Ob in der Wilhelmstraße in Klingenberg oder der Nikolaus-Fasel-Straße in Miltenberg oder in der Bahnstraße in Erlenbach/Main – überall lag die BILD ungefragt in den Briefkästen. In dieser vordergründig nur zur Wahl auffordernden Ausgabe war die rechts-konservativ-neoliberale und halbfaschistische Alternative für Deutschland bereits als ernstzunehmende Partei in der Rubrik „Das haben die mit uns vor“ ganz selbstverständlich aufgeführt. Einem Computerspiel-Kommentator (arbeitet für sein Geld!), der die AfD wählt, war ein arbeitsloser (!) Punk gegenübergestellt, der seine Stimme für die Piraten und die Linke abgeben möchte. Wer das für Zufall hält, hat von BILD aber auch garnix verstanden.

In die Kerbe „wir müssen alle zur Wahl gehen“ haut heute auch die regionale Schwachsinnspostille Prima Sonntag. In ihr toben sich so relevante Figuren aus wie Marco Roth (Trainer eines lokalen Fußballclubs) oder Heinz Kaiser (der war vor gefühlten 100 Jahren mal Landtagsabgeordneter der SPD). Mit dabei auch internationale Schwergewichte wie Heinz Danner (Vorstandsvorsitzender einer Sparkasse!) oder Anna Ewelina (angebliche Schauspielirin aus Aschaffenburg, die aber niemand kennt). Prominent ist sicherlich noch immer die ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen Christine Scheel. Sie meint allen Ernstes, wir hätten eine „gut funktionierende Demokratie“ und es gäbe „große Unterschiede“ zwischen den Parteien. Oh stiller Einfalt holder Zauber! Oder ist es nur pure Ideologieproduktion, was diese Rechtsaußen der Grünen hier ablässt?

Der bayerische Untermain hat heute gewählt. Und es war wieder nur Unfug!


0 Antworten auf “Ach, was soll das noch?”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sieben × acht =