Archiv für Oktober 2013

9. November – Nachtrag

zugesandte Terminhinweise

Ergänzend zu den bisherigen Terminmeldungen rund um den 9. November hier ein Nachtrag:
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Rechte Jugendgruppen und Nazis beim Fußball

Zusammenstellung: Redaktion kommunal

„Rechtsradikalismus und rechte Szene gibt es auch in unserer Region.“ So stand es in der Wochenendausgabe von Main-Echo/Bote vom Untermain. Beim Seminar „Methodenkoffer gegen Rechts“ am Donnerstag im Erlenbacher Jugendzentrum wurde demnach festgestellt: „So gibt es beispielsweise einen Supporter-Club für einen regionalen Fußballverein, die sich Trikots mit der aufgedruckten Zahl 88 anfertigen ließen, was zur Symbolik der rechten Szene zählt. Der achte Buchstabe im Alphabet ist das H, die 88 steht in rechten Kreisen für »Heil Hitler«. Ausländische Sportler werden mit Parolen beschimpft … Es ist zu beobachten, dass sich häufig auch in kleineren Ortschaften der Region Jugendliche zu fragwürdigen Gruppen mit rechter Gesinnung zusammenschließen. Es gilt, mit offenen Augen durch die Gegend zu laufen.“

Finanzmarkt und Demokratie

zugesandter Terminhinweis

Film im Hannebambel, Aschaffenburg am Dienstag, den 29. Oktober 2013 um 19.30 Uhr

Filmvorführung im Rahmen der Reihe „Rölevuzionärer Filmclub“

Wie wir die Risiken des Finanzmarkts tragen und die Demokratie auf der Strecke bleibt!
Eine internationale Koproduktion der Kernfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Weitere Infos zum Film findet ihr hier:
www.wer-rettet-wen.org

Eintritt frei!

Die scheiss Lohnarbeit klaut uns das Leben!

zugesandter Terminhinweis

Wer die Über­schrift liest, wird sich wohl erst­mal den­ken „Jetzt spin­nen die total!“. Ar­beit ist in die­ser Ge­sell­schaft schließ­lich mit das Wich­tigs­te über­haupt und nimmt in den heu­ti­gen In­dus­tri­e­län­dern einen zen­tra­len Platz im Wer­te­ge­fü­ge der Men­schen ein. (mehr…)

Neo-Nazis auf Kirchweih

Polizeibericht

Leidersbach, OT Volkersbrunn, Lkr. Miltenberg. Vier Rechtsradikale haben bei einer Kirchweih in der Nacht zum Sonntag zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und zwei Polizeibeamte beleidigt und mehrere Leute angepöbelt. Die vier gaben auch rechtsextreme Parolen von sich und als sie sich einem Platzverweis der Polizei widersetzten, wurden sie in Gewahrsam genommen. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg ermittelt nun wegen Beleidigung und Verstößen gegen § 86 a Strafgesetzbuch.
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Gemeinsam gegen Rechts

zugesandte Terminhinweise

Die Jugendzentren und Jugendtreffs des Landkreises Miltenberg haben sich Gemeinsam gegen Rechts auf die Fahne geschrieben. Zusammen mit der kommunalen und präventiven Jugendarbeit haben sie eine Schwerpunktreihe entwickelt, mit der sie ein Signal für ein friedliches Miteinander, gegen jede Form der Diskriminierung und Ausgrenzung sowie gegen Fremdenfeindlichkeit geben.
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Für Euch!

Zusammenstellung: Redaktion kommunal

Nachdem in letzter Zeit so viele der braunen Kameraden (und gelegentlich wohl auch Kameradinnen) bei uns vorbeischauen, wollen wir Ihnen doch etwas ganz Nettes bieten: Zwei schöne Zitate und ein tolles Poster; dieses stammt von der Antifaschistischen Linken Münster.

„Ich liebe nicht den Staat, ich liebe meine Frau.“
Gustav Heinemann

“Sie wissen, dass ich zu keiner Zeit ein deutscher ‘Patriot’ war, und ein Nationalist schon gleich gar nicht. ‘Vaterland’ war für mich seit jeher ein Lesebuch-Schlagwort ohne greifbaren Inhalt, und der Begriff Nation bliebe mir immer etwas Abstraktes.”
Oskar Maria Graf in einem Brief an Thomas Mann

Vormerken: 9. November

zugesandte Terminhinweise

Veranstaltungen im Rahmen des Gedenkens an die Pogromnacht vom 9. November 1938


Aschaffenburg, 9. November 2013

11 Uhr: Verleihung des Mutig-Preises, Ort: Musikschule der Stadt Aschaffenburg

18.30 Uhr: Gedenkveranstaltung, Ort: Wolfsthalplatz

20 Uhr: Theater Kirschkern & Compes bringt „Ihr Lieben, viel zu weit entfernt“, Ort: Jugendkulturzentrum (JUKUZ)

Dazu einige Informationen:
„Ihr Lieben, viel zu weit entfernt“ – Eine kurze Jugend in Frankreich 1942 – Die Briefe der Louise Jacobson
Louise ist 17, als sie an einem schönen Sommertag im Jahr 1942 in Paris vor ihrer Wohnungstür verhaftet wird. Zu dieser Zeit sind Paris und ein Teil von Frankreich vom nationalsozialistischen Deutschland besetzt. Wie in Deutschland müssen sich auch in Frankreich alle Juden bei der Behörde melden und einen gelben Stern tragen, auf dem „Juif“ steht, das französische Wort für Jude. Louise wird festgenommen, weil sie ihren gelben Stern nicht trägt.
Sie kommt ins Gefängnis, ist aber zuversichtlich, bald wieder frei zu kommen, schließlich ist sie minderjährig und nicht vorbestraft. Aber anstatt nach Hause zu dürfen wird Louise nach 6 Wochen in ein Lager im Norden von Paris gebracht und von dort aus im Februar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort getötet.
Während ihrer Gefangenschaft hat Louise viele Briefe an ihren Vater, ihre Geschwister und Freundinnen geschrieben. Die älteste Schwester von ihr, Nadia Kaluski-Jacobson, hat diese Briefe aufbewahrt und 45 Jahre nach dem Krieg veröffentlicht.
In der szenischen Lesung nähern sich die beiden Schauspielerinnen Judith Compes und Sabine Dahlhaus einer persönlichen Lebensgeschichte und einer Zeit, die sie selbst nicht erlebt haben, die aber bis heute von großer Bedeutung ist.
Die Briefe der Louise Jacobson verdeutlichen am Schicksaal eines jungen Mädchens, das hoffnungsvoll und lebensfreudig in die Zukunft blickt, das unfassbare Grauen des 3. Reichs.
Die Lesung ist für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene geeignet. Der Eintritt beträgt 4 €. Karten sind an der Stadttheaterkasse erhältlich, Tel: 06021 3301888

Miltenberg, 10. November 2013

16 – 20 Uhr: Aktion „Die Welt ist bunt“, Evangelischen Jugend, Ort: Jugendhaus St. Kilian (noch keine weiteren Angaben, vermutlich Workshops)

Seltsam: NPD verlinkt guten Beitrag

Redaktion kommunal

Das glaubt man kaum: Die NPD legt auf ihrer „Heimatseite“ (heißt dort wirklich so!) einen Link, der zu kommunal führt! Und zwar zu unserer Wiedergabe zweier Leserbriefe an die Süddeutsche Zeitung, die zuvor die NPD-Funktionärin Sigrid Schüßler ganz toll gefunden hatte.

Das heißt: Auch rechts außen möchte man doch ab und an mal etwas Vernünftiges lesen! Oder?

Dass wir als „Meinungszensoren“ tituliert werden – geschenkt. Ist zwar vollkommen unzutreffend, gehört aber zur knallrechten Folklore, bei jeder Berichtigung den Zensor zu sehen; eine übliche und psychologisch gut erklärbare Haltung, die anderen unterstellt, was man selbst so gerne tun würde.

Die Verlinkung bei der NPD hat uns aber mal wieder eine schöne Zahl an Zugriffen beschert – diemal halt von ganz ungewohnter Seite. Wir danken dennoch ganz herzlich!

TZN aus Frankfurt im „Stern“ Aschaffenburg

Dokument

Flüchtlinge sind gefährdet, nicht gefährlich

Mapec & Redaktion kommunal

Immer wieder werden Flüchtlinge Opfer von rassistischen Übergriffen, falls sie es tatsächlich bis nach Europa, bis nach Deutschland, bis zu uns an den Untermain geschafft haben. Denn an den europäischen Außengrenzen herrscht ein Abschottungssystem, das Zuflucht suchende Menschen kaum eine Chance gibt; wer vor Not, Terror, Krieg und Unterdrückung flieht, hat vor sich das Mittelmeer, das in den letzten Jahren zum größten Massengrab der Welt wurde. Zehn- bis zwanzigtausend Geflohene sind dort ertrunken. Gestorben, weil es keine Aufnahme in Europa gibt, weil sie sich auf fragwürdige Boote begeben mussten, um überhaupt eine Chance zu haben.
Ausgerechnet am Tag der deutschen Einheit starben rund 300 Menschen bei einem Bootsbrand und dem anschließenden Schiffsuntergang in Sichtweite der italienischen Insel Lampedusa. Die einen feiern das wieder mächtig gewordene, das Krieg führende, das Europa dominierende Deutschland, die anderen ersaufen im Mittelmeer.

Der Miltenberger Literat Mapec dichtete bereits 2012:

Capri ist nicht Lampedusa

Wenn bei Capri ein Schiff im Meer versinkt,
dann weinen alle und die Medien berichten.
Denn dies ist ein gutes Schiff.

Wenn bei Capri ein Schiff im Meer versinkt,
dann sind Touristen verletzt oder Einheimische,
in jedem Fall solche, über die zu berichten ist.

Wenn bei Capri ein Schiff im Meer versinkt
und es gibt zwölf Verletzte (und davon sogar zwei Deutsche!),
dann ist dies in allen Nachrichten lautes Klagen wert.

Wenn bei Lampedusa ein Schiff im Meer versinkt,
dann entsetzt sich niemand und keiner schreit,
denn dies ist ein schlechtes Schiff.

Wenn bei Lampedusa ein Schiff im Meer versinkt,
dann sind dies Flüchtlinge, kommend aus Nordafrika,
auf der Suche nach einem Leben ohne Hunger, Krieg und Terror.

Wenn bei Lampedusa ein Schiff im Meer versinkt
und es gibt 78 Tote und keine Überlebenden,
dann ist dies meist gar keine Meldung wert.

Wenn bei Lampedusa ein Schiff im Meer versinkt
und es sind ausnahmsweise Touristen oder Einheimische,
dann ist es wie wenn bei Capri ein Schiff im Meer versinkt.

Einige öffentliche Tränen noch, einige Lippenbekenntnisse, dass etwas getan werden müsste, einige hastig und wirkungslos durchgeführte Aktionen – dann werden die 300 Toten vor Lampedusa wieder vergessen sein. Dann gilt wieder in vollem Umfang, was Mapec in seinem Text beschreibt.

Weitere Infos im Internet:
www.proasyl.de
www.fluechtlingsrat-bayern.de/

Hilfe für Flüchtlinge, die es bis zu uns geschafft haben:

Aschaffenburg
Sozialdienst für Flüchtlinge, Caritas, 06021 392 214
Sozialdienst für Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft, Caritas, 06021 315 474
Migrationsberatung, Paritätischer Wohlfahrtsverband, 06021 45 00 25
Café Metropol, Kolpingstr. 7, 63739 Aschaffenburg, Diakonisches Werk, 06021 58 07 524

Miltenberg
Sozialdienst für Flüchtlinge, Caritas, 09371 97 89 45
Migrationsberatung, Johanniter, 09371 95 260 (alle 14 Tage durch Paritätischer Wohlfahrtsverband)

Bürgermeister dankt

Redaktion kommunal

Bürgermeister Bieber (Miltenberg) ist es „ein Anliegen, allen zu danken, die am 16. September auf dem Engelplatz und in der Klosterkirche gegen die NPD-Kundgebung sichtbar und hörbar Stellung bezogen haben“ (Miltenberger Anzeigenheft „Rund ums Schnatterloch“, Oktober 2013). Ach, wären doch die in der Kirche vor der Kirche gewesen! Aber dazu haben wir uns schon geäußert.

Kein Krieg in Syrien!

Redaktion kommunal

Nachdem der Zugang zu Youtube wieder flott gemacht werden konnte, ist dieses Video nun dort zu sehen, nicht mehr bei Vimeo (Account gelöscht),

Rocky, TZN und so weiter …

zugesandter Terminhinweis

Faschismus mit rotem Nagellack

Zusammenstellung: Redaktion kommunal

„Sie trägt ein kurzes rotes Kleid, eine Haarspange, roten Nagellack. `Ich hab‘ mich aufgebrezelt´, sagt sie mit einem Lachen, das etwas aufgesetzt wirkt. Dann führt sie durch die Wohnung: Kuscheltiere, Bücherregal, Klavier, Bio-Äpfel, Selbstgebasteltes. Auf der Heizung liegt die Deutsche Stimme, auf dem Boden die Kinderzeitschrift Tierfreund. …Mit Begeisterung in den Augen beschreibt Schüßler, wie die Menschen im Wahlkampf auf sie reagiert haben: ungläubiges Entsetzen, wenn der NPD-Bus durch die Straßen fuhr, Polizisten, Demonstranten. Und dann bei manchen Irritation: `Keine Baselballschläger, keine Springerstiefel, kein Blutschaum vorm Mund.´ Genau das habe man erreichen wollen.“
Dies ist kein Auszug aus einem Beitrag der NPD-Zeitung Deutsche Stimme über ihre führende Funktionärin Sigrid Schüßler; dies ist tatsächlich ein Auszug aus einem Bericht in der Süddeutschen Zeitung vom 28.09.13 – eine Wochenendausgabe. Dass dieser journalistische Tiefschlag nicht unwidersprochen bleiben konnte, ist klar. Mehrere protestierende Briefe an die Redaktion der SZ sind kommunal bekannt. Diesen von Reinhard Frankl haben wir zur Veröffentlichung erbeten und die Genehmigung dazu erhalten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Gewerkschafter im Fadenkreuz von Sigrid und Falko Schüssler sowie deren freien Kameradschaften und Aktionsgruppen bitte ich um die Veröffentlichung des folgenden Leserbriefes:

Ja, die NPD hatte am 28.9.2013 auf ihrer Homepage allen Grund zum Feiern. „… wir hätten unsere Spitzenkandidatin kaum vorteilhafter präsentieren können“, jubeln die Nazis dort. Und aus der SZ lacht sie heraus, die selbst ernannte Nazi-Hexe Ragna, als Pin-up Girl für die rechten Kameraden in Szene gesetzt. Die Ausstrahlung „positiver Sexualität“ wird ihr bescheinigt und noch viel mehr. Einen farbigen Fünfspalter fast über die ganze Seite 6 hat die Süddeutsche der gelernten Selbstdarstellerin gespendet, um sie auch in die Wohnzimmer und Lesesessel der bürgerlichen Mitte zu lancieren. Natürlich unter Einhaltung der Schamfrist einer ganzen Woche nach den Wahlen. Als wäre mit der Auszählung der mickrigen 0,6% in Bayern der Kampf um Nazismus in den Köpfen erledigt.

Die wenigen Feigenblätter dürrer Fakten, die im Artikel um die Eva des rechten Pöbels gerankt werden, können nicht die nackte Werbewirkung bedecken und werden hinweggefegt von einem Schwall positiver Eigenschaftswörter: „weiblich, attraktiv, selbstbewusst, freundlich, bescheiden, professionell, gesund, normal, ungefährlich …“ Keine Rede von Übergriffen und Stalking-Briefen, von übelster, an den Haaren herbeigezogener Hetz-Rhetorik, von „Hausbesuchen“ in Nacht und Nebel bei antifaschistischen Gewerkschaftern, von Drohungen a la „wir wissen wo dein Haus steht“, falls der Wohnort Laufach noch einmal öffentlich genannt würde. Nun lesen wir ihn sogar fett in der SZ mit einer recht genauen Beschreibung von Haus und Garten. Kein Hinweis auf diese Doppelzüngigkeit der Hexe Ragna, nicht der geringste Versuch, die Inszenierung einer eigenen Opferrolle zu entlarven, die im Auftritt vor dem Mahnmal der Aschaffenburger Holocaustopfer auf dem Platz der ehemaligen Synagoge gipfelte, mit einem Schild in der Hand, in dem sie sich als die eigentlich Verfolgte darzustellen und unter Verhöhnung der Opfer die historischen Fakten auf den Kopf zu drehen versuchte.
Stattdessen die fette Chance, rechtsextremes Gedankengut und rassistische Praxis öffentlich als normal und gesund zu bezeichnen.

Nein, die junge, unbedarfte Schreiberin hat nicht die Hauptverantwortung für diese großseitige Nazi-PR. Die liegt in der Chefetage des Ressorts und darüber. Aus der Medien-Verantwortung im Kampf um die Köpfe, gegen Faschismus und Rassismus hat sich die SZ damit offensichtlich verabschiedet. Und die NPD lacht mit Recht: „Danke, ‚Süddeutsche‘!“

1933 in Miltenberg: Lehre aus der Geschichte

Redaktion kommunal / Wilhelm Otto Keller

Wilhelm Otto Keller ist der bestinformierte Historiker in Bezug auf die Geschichte der Stadt Miltenberg. Im Rahmen der Reihe „Geschichte statt Stammtisch“ berichtete er am vergangenen Sonntag über das Jahr 1933 und die Machtübertragung in der Kreisstadt. Er stellte fest: „Die NSDAP fasste im Kreis – und in abgeschwächter Form auch in der Stadt – viel langsamer Fuß als im übrigen Reich. Der Hauptgrund: die dominante Rolle der Bayerischen Volkspartei (BVP) als Bastion des Katholizismus.“ (Bote vom Untermain, 01.10.13) Allerdings: „Mit der Auflösung der übrigen Parteien im Juli 1933 war dann die »Machtergreifung« auch in Miltenberg in der Praxis durchgesetzt und die Drohung mit »Dachau« brachte den Widerstand zum Schweigen, auch wenn sich die katholische Kirche noch einige Zeit gegen die Zumutungen der Nazis wehrte. Ein Lehrstück in Sachen »kalter Putsch« war nach einem halben Jahr auch in Miltenberg über die Bühne gegangen.“ (ebd.)
Eine nicht einmal überragende offene Zustimmung für die NSDAP, nach der Machtübergabe Parteiauflösungen und offene Drohungen – das reichte schon. Größerer Widerstandswille war auch hier wohl nicht zu bemerken. Und wenn der Faschismus – egal in welcher Spielart – an der Macht ist, dann ist es bereits zu spät. Das ist die Lehre, die zu ziehen ist: Wer die Nazis nicht bekämpft, der erst riskiert, von diesen besiegt zu werden.