Die scheiss Lohnarbeit klaut uns das Leben!

zugesandter Terminhinweis

Wer die Über­schrift liest, wird sich wohl erst­mal den­ken „Jetzt spin­nen die total!“. Ar­beit ist in die­ser Ge­sell­schaft schließ­lich mit das Wich­tigs­te über­haupt und nimmt in den heu­ti­gen In­dus­tri­e­län­dern einen zen­tra­len Platz im Wer­te­ge­fü­ge der Men­schen ein.
Der All­tag der meis­ten er­wach­se­nen Men­schen wird von der Lohnar­beit oder der Suche nach einem Ar­beits­platz be­stimmt. Viele, die Ar­beit haben, ar­bei­ten of­fen­sicht­lich nicht, um Geld und ein ei­ni­ger­ma­ßen er­träg­li­ches Leben zu haben, son­dern sie leben, um zu ar­bei­ten. Doch warum wird Ar­beit nicht als ein not­wen­di­ges Übel er­kannt und immer „Ar­beits­plät­ze für alle!“ ge­for­dert? Warum freut sich nie­mand, wenn es we­ni­ger zu tun gibt? Denn es ist ei­gent­lich ein gutes Zei­chen, dass die Ar­beit knapp wird. Das hängt mit der ge­stie­ge­nen Pro­duk­ti­vi­tät der Ge­sell­schaft ins­ge­samt zu­sam­men. Es müss­te also viel we­ni­ger ge­ar­bei­tet wer­den, um den glei­chen Stan­dard zu hal­ten. Wenn, ja wenn es bei Lohnar­beit über­haupt darum ginge, die Sa­chen her­zu­stel­len, die alle Men­schen brau­chen, um ihre Be­dürf­nis­se zu be­frie­di­gen. In die­ser Welt wird nicht für die Be­dürf­nis­se der Men­schen pro­du­ziert, son­dern um aus Geld mehr Geld zu ma­chen und zwar, unter Be­din­gun­gen knall­har­ter Kon­kur­renz. Das dabei ei­ni­ge auf der Stre­cke blei­ben ist lo­gi­sche Folge. Denn wo es Ge­win­ner gibt, muss es eben auch Ver­lie­rer geben. Und die wach­sen­de Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit nimmt nicht nur in sämt­li­chen Mei­nungs­um­fra­gen einen der füh­ren­den Plät­ze in der Hit­lis­te der die Ge­sell­schaft be­we­gen­den Pro­ble­me ein, son­dern ver­hin­dert bis­her einen ak­ti­ven, brei­te­ren Wi­der­stand gegen die Zu­mu­tun­gen des ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tems. Ka­pi­ta­lis­mus und Lohnar­beit be­din­gen sich ge­gen­sei­tig. Und bei­des sähen wir lie­ber heute als mor­gen über­wun­den.
Grund genug, sich etwas ge­nau­er mit der Rolle der Ar­beit in der Ge­sell­schaft zu be­fas­sen.

Datum: Montag, 21. Oktober
Re­fe­rent: Ru­dolf Müh­land (Mit­glied der Frei­en Ar­bei­te­rIn­nen Union und
der Fö­de­ra­ti­on deutsch­spra­chi­ger An­ar­chis­tIn­nen)
Ort: Stern e.V., Pla­ta­nen­al­lee 1, Aschaf­fen­burg
Be­ginn: 19 Uhr, Ein­tritt frei

Veranstaltet von der BasisGruppe Emanzipation Aschaffenburg


0 Antworten auf “Die scheiss Lohnarbeit klaut uns das Leben!”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sieben + acht =