Vortrag “Leiharbeit in der Krise”

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Die Krise des globalen Kapitalismus ist noch lange nicht vorbei. Während die Renditen von Banken und Konzernen mit groß angelegten Rettungsprogrammen gesichert wurden, leiden immer mehr Menschen unter den Folgen einer neoliberalen Krisenpolitik. Privatisierungen, Lohnabbau, Prekarisierung von Arbeit, Umverteilung von unten nach oben und Demontage von Gesundheits- und Sozialsystemen – auf dem Rücken der Bevölkerung soll das bestehende Wirtschaftssystem saniert werden. Die ständige Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen hat auch durch die massive Ausweitung der Leiharbeit noch einmal eine neue Qualität bekommen.

In den letzten Jahren nehmen wir einen dramatischen Anstieg der Leiharbeit – verharmlosend gern auch Zeitarbeit genannt – wahr, während gleichzeitig Stammbelegschaften schrumpfen. Die Anzahl der in der Leiharbeit tätigen Lohnabhängigen bewegt sich um die 800.000. Dabei verdienen die LeiharbeiterInnen im Schnitt 30 bis 50 Prozent weniger als ihre KollegInnen im Entleihbetrieb. Im Gegensatz dazu profitieren die Betriebe der Menschenhändler-Branche umso mehr.

Für sie bedeutet die Leiharbeit zweistellige Wachstumsraten, den Zugriff auf flexible Arbeitskräfte und die legale Möglichkeit zum Lohndumping. Allein im Aschaffenburger Stadtgebiet gibt es mehr als 20 Leiharbeitsfirmen. Bundesweit gibt es ca. 18.000 Verleihbetriebe. In nahezu allen Branchen boomt das Geschäft mit außer-Haus-tariflichen, deshalb billigen, und leicht zu kündigenden Arbeitskräften.

Ein Mitglied der FAU Frankfurt a.M. gibt einen Überblick zum Thema Leiharbeit, stellt aktuelle Entwicklungen vor und zeigt Beispiele und Möglichkeiten der Gegenwehr.

Donnerstag, 22. Mai
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 19:30 Uhr
„Stern“, Platanenallee 1, Aschaffenburg


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