Archiv für Mai 2014

Europawahlen in MIL (und AB), Teil 2

mmk

Das Negativste zuerst: Die AfD erhielt zwar im Kreis MIL nur unterdurchschnittliche 6,32 % – aber das sind noch immer genau 6,32 % zu viel. Im Kreis Aschaffenburg erreichte sie 8,31 %, in der Stadt AB sogar 8,50 %, beides deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 7 %. Macht sich hier der Parteitag bemerkbar, der in diesem Jahr in Aschaffenburg stattfand? Hat die CSU hier ein ganz besonders populistisch vergiftetes Klima geschaffen, in dem die Wahl der AfD dann als „ganz normal“ gelten konnte? Oder heißt AB nicht mehr Aschaffenburg sondern „alle blöd“?

Das Schönste: Die FDP erhielt durchweg nur gut 3 % – aber das sind halt auch gut 3 % zu viel.

Und noch eine Aufforderung: Angesicht eines überaus rührigen Ortsverbandes und trotzdem nur 33 Stimmen im Kreis AB, 30 Stimmen in der Stadt und nur 11 Stimmen im Kreis MIL (die Partei wird wohl alle ihrer Wählerinnen und Wähler persönlich kennen) sollte die MLPD nun wirklich einmal die Selbstauflösung betreiben – oder doch zumindest die Umwandlung in den Deutschen Verein zur stalinistischen Traditionspflege (Deutsch-Stalin e.V.). Und das ist nicht als Witz gemeint.

Ach ja, die Wahlbeteiligung: Unterirdisch. Und bundesweit trotz Kommunalwahlen in zehn (!) Bundesländern noch immer unter 50 %. Kein Kommentar.

Europawahl in MIL

mb

Vorbemerkungen:

Einen Tag vor der Europawahl gab es in der Kreisstadt Miltenberg offenbar nur einen einzigen Wahlwerbestand – von der rechtspopulistischen und antisozialen AfD! Sie verteilte wohl als einzige Partei auch Wahlwerbematerial in Briefkästen. Die anderen Parteien sehen die Europawahl wohl nicht als sonderlich prickelnd an. Sie dürften Recht haben.

Als kommunal-Redakteur mb das Wahllokal betritt, um seine Stimme für Die Partei abzugeben, unterhalten sich die Wahlhelferinnen sehr angeregt – sie haben ja auch nichts zu tun, es ist sonst kein Wähler, keine Wählerin da. Auch die Bevölkerung sieht die Europawahl nicht als prickelnd an – und ist sich mit den Parteien somit einig.

weitere Infos folgen

Wilde Stille – experimentelle Improvisation

Hinweis von Mapec

Musiker/innen aus dem Raum AB waren in Miltenberg:

Blockupy AB

Infos telefonisch durchgegeben von S. Schalk

Update 17.05.14: Pressemitteilung von Blockupy AB erschienen

Blockupy Aschaffenburg ist am heutigen Aktionstag schwer in Form! Auf Twitter und Indymedia linksunten gibt es Informationen satt.

In Ruhe. In Erwartung.

von Caritas MIL bei Youtube & Mapec

Nachtrag: Bereits 2013 gab es eine Vernissage in Miltenberg, deren Video nun online ist; die Rede gibt es zum Nachlesen hier.

8. Mai – nazifrei

Red. kommunal

8. Mai – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus, bedingungslose Kapitulation 1945 – aus diesem Anlass hier der Hinweis auf einen kommunal-Beitrag zum Thema.

Und dann noch das hier:

„Frieden mit Rußland“ und „Wiedereinführung der Wehrpflicht“

„Friedensbewegung 2014“: Untermain-Nazisse Sigrid Schüßler mit dabei

Zusammenstellung: Red. kommunal, Dank an S.B.

Pressemitteilung der NPD Bayern vom 29.04.14: „Die stellvertretende bayerische NPD-Landesvorsitzende Sigrid Schüßler brachte es in einem Interview, das das Finanzportal „cashkurs-tv“ gestern mit ihr führte, auf den Punkt. Sie nehme an der Frankfurter Montags-Mahnwache teil, weil „dies hier zum ersten Mal, seit ich politisch denken kann, eine Friedensbewegung ist, die sich nicht abgrenzt. (mehr…)

Westerngrund: Protest in der Mitte der EU

Red. kommunal

Gleich um die Ecke, im verschnarchten Westerngrund (Landkreis AB), liegt der Mittelpunkt der Europäischen Union. Dort kam es zu einer kleinen Potestaktion, die in einme schönen Video festgehalten wurde. Dank an Blockupy Aschaffenburg!

Aus für Sozialcafé FIFTY in Obernburg

Zitate aus main-netz.de

„Der Verein Café-Sozial, Träger von drei Info-Cafés für Bedürftige in Aschaffenburg, Alzenau und Obernburg, ist zahlungsunfähig. Der Insolvenzantrag wurde am gestrigen Mittwoch gestellt. Als Grund für die Pleite nennt der Verein nicht eingehaltene Spendenzusagen, weggebrochene Dauerspenden, Auftragsschwund sowie »weitere Unwägbarkeiten«. … Peter Klein, einer von drei gleichberechtigten Vereinsvorsitzenden, kündigte gestern die Gründung von zwei Auffangvereinen bereits in der nächsten Woche an. Unter ihrem Dach sollen Teile der Projekte fortgeführt werden. … beschlossene Sache ist … das Aus fürs Café fifty in Obernburg, das »relativ schnell« kommen werde. In dem Treffpunkt gibt es neben vielfältigen Beratungsangeboten Kuchen, Gebäck und Getränke für kleines Geld.“ (main-netz.de, 01.05.14)

1. Mai Aschaffenburg-Miltenberg: 650 bei DGB-Demo

Zitate aus main-netz.de und unterfranken.dgb.de

„Trotz Regens haben rund 650 Kolleginnen und Kollegen an der 1. Mai Veranstaltung des DGB Kreisverbandes Aschaffenburg-Miltenberg teilgenommen.“ (unterfranken.dgb.de, 01.05.14) „Das vom Verein Halkevi organisierte Fest nach dem offiziellen Teil hatte auf dem Karlsplatz litt aber sehr unter dem Dauerregen.“ (main-netz.de, 03.05.14) Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall in Bayern „ging dabei auf Kritik aus den Reihen seiner Organisation ein. So führe der Mindestlohn allen Unkenrufen zum Trotz zu »mehr Gerechtigkeit und Teilhabe für 5,7 Millionen Menschen«. In der angekündigten Kommission müssten die Gewerkschaften jetzt gegen gesetzliche Lohnleitlinien kämpfen. Die Mindestlohnerhöhung solle sich am Durchschnitt aller Tarifabschlüsse orientieren.
Entschieden wandte sich Wechsler gegen jegliche Ausnahmen vom Mindestlohn. »Der muss für alle Arbeitnehmer in Deutschland gelten.« Bei der Rentenpolitik räumte er ein, »dass wir die Rente mit 67 nicht vom Tisch bekommen haben – aber wir werden unseren Frieden damit nie machen.« …Generell will der DGB zudem am Ziel eines Renteneintrittsalters von 63 Jahren festhalten.“ (ebd.) „Ein Grußwort wurde von einem Vertreter der Halkevi Jugend gehalten, der insbesondere bessere Zukunftsperspektiven für die junge Generation forderte.“ (unterfranken.dgb.de, 01.05.14)

LANDSER und WELTKRIEG

Nach zweieinhalb Monaten nochmal eine Reaktion auf den Kommentar zu den LANDSER- bzw. WELTKRIEG-Heftromanen. Darauf sei hingewiesen, zumal aus der Redaktion kommunal sofort eine Stellungnahme dazu kommen musste.