Archiv für August 2014

Sommerpause

Redaktion kommunal

Sommerpause können wir auch machen, wenn der Sommer eigentlich temperaturmäßig schon vorbei ist. Denn wie heißt es jährlich einmal: Jetzt ist Pause!

Wir kommen so Mitte September wieder, wenn
- die Terminredaktion vielleicht wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist.
- der Administrator von Wanderungen und Museumsbesuchen genug hat.
- der Facebook-Redakteur seien Umzug hinter sich gebracht hat.
- die sonstigen Mitwirkenden mal wieder was liefern für dieses aus der Tagespresse bekannte Blog.

Bis dann!

Nachtrag: Thema „Blogs“ im Main-Echo

Redaktion kommunal

Wir müssen ihn noch einmal zitieren. Denn Stefan Reis bringt im Main-Echo von heute einen Beitrag zu offenen Bücherschränken und Bookcrossing als Teil 6 der Reihe „Hier ist Kunst!“ Dabei geht er in einem begleitenden Beitrag nochmal auf die Blogs am Untermain ein und schreibt u.a.:

»Blogs« – vor allem solche mit kulturellem Inhalt und betrieben von Vefassen aus der Untermain-Region – war das Thema der vierten Folge von »Hier ist Kunst!« am 9. August. Dabei war unter anderem darauf hingewiesen worden, dass Blogger zwar gerne den Anspruch der demokratisierten Kultur für sich beanspruchen, die Realität aber eine ganz andere ist: Eine Diskussion zwischen Blogger mit Blog-Lesern oder zwischen Blog-Nutzern kommt nur selten in Gang.
Noch am selben Tag allerdings bedankten sich die Blogger von »kommunal – Geschichte, Kultur und Politik – Landkreis Miltenberg und Umgebung« auf ihrer Homepage ausdrücklich für die im Main-Echo erfolgte Würdigung ihrer Arbeit: Das wiederum hatte bislang sechs Kommentare zur Folge – auf den ersten Blick eine vernachlässigbare Zahl an Beiträgen, im Vergleich zu den übrigen aber eine bemerkenswerte Resonanz. Und, noch wichtiger: Es entstand eine Diskussion über den Sinn von Blogs, Medien, medialen Inhalten.

Kommentar zum Miltenberger Synagogen-Skandal

Kommentar von „Drafi Deutscher“

Ein eingegangener Kommentar zum Streit um die alte Synagoge in Miltenberg sei ob seiner Treffsicherheit hier mal besonders hervorgehoben:

Das muss man sich mal reinziehen: Jahrhundertelang wird den Jüdinnen und Juden vorgeworfen, sie seien geldgeil, immer auf Superprofit bedacht und stets extrem geschäftstüchtig. Und jetzt kommt ein Deutscher (quasi ein „Arier“) und macht genau das, was den Juden fälschlich vorgeworfen wird. Damit verhindert er zudem das umfassende Gedenken an die jüdische Gemeinde Miltenbergs. Und: Er hofft auf diesen Superprofit, weil er um die jüngste Geschichte weiß, weil er die einmalige Bedeutung „seiner“ Synagoge kennt, die eben nur möglich ist, weil die Nazis alle anderen Synagogen vernichtet hatten. Ein später Profiteur des „Dritten Reiches“! Zynischer geht es nicht.

Jesiden demonstrieren in Aschaffenburg gegen „Islamischen Staat“

Zitate aus Main-Echo, 15.08.14

Die religiöse Minderheit der Jesiden (…) ist im Nordirak gemeinsam mit Christen Opfer der brutalen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geworden. Die kurdische Glaubensgemeinschaft fordert mit vielen Demonstrationen die internationale Staatengemeinschaft zum Beistand auf. Eine Kundgebung ist am Samstag auch in Aschaffenburg. Von 14 bis 16 Uhr will das Aschaffenburger »Demokratisch-Kurdische Gemeinschaftszentrum« am Schöntal-Eingang der City-Galerie gegen den »Völkermord im Irak« demonstrieren. (…) Von den weltweit schätzungsweise 800 000 Jesiden leben nach Angaben ihres deutschen Zentralrats 60 000 in der Bundesrepublik. Einige von ihnen treffen wir auf Vermittlung des kurdischen Gemeinschaftszentrums vor der Asylbewerber-Sammelunterkunft in Aschaffenburg. »Wir wollen nur Sicherheit und Frieden«, sagt Jan (20), der aus einem Vorort des nordirakischen Mossul kommt; dort leben viele Jesiden. Von diesem Frieden sind die Jesiden derzeit weit entfernt, wenn man dem 32-jährigen Ali zuhört. Er berichtet von Landraub, weiß von Kindern, die von den Islamisten brutal ermordet wurden. Die Gegner verleumdeten die Jesiden als »Verbündete Israels«. Die Männer vor der Aschaffenburger Asylunterkunft berichten auch davon, dass Islamisten jesidische Frauen in großer Zahl vergewaltigten und verkauften. (…)

Mira Marx – Jüdin aus Miltenberg

Redaktion kommunal

Noch einmal gehen wir auf die Miltenberger Jüdin Mira Marx ein, die in Izbica durch Nazi-Deutschland getötet wurde. Wir haben über Sie bereits in Tatort Miltenberg berichtet sowie in einem eigenen Beitrag.

Nun findet sich auch im Projekt Landjudentum in Unterfranken ein ausführlicher Eintrag mit Quellenangaben zu ihr.

Weltkrieg, Heldentod und Vaterland

Über das seltsame Gedenken an einem Ort, an dem es nicht zu vermuten war

Text und Fotos: Mapec

In Sandstein gehauen sind sie: ein Eisernes Kreuz mit der Jahreszahl 1914 und einer Krone sowie einem W (wie Wilhelm, deutscher Kaiser). Ebenfalls in Sandstein gemeißelt und schön verziert daneben die Inschrift „Wer den Tod im heiligen Kampfe fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland“ und darunter „Weltkrieg 1914 1915“. „Dem Andenken der für das Vaterland gefallen Krieger“ heißt es auf einem anderen Sandstein über einer Liste mit Namen von im Ersten Weltkrieg Getöteten. Nein, wir befinden uns nicht auf einem Militärgelände, nicht auf einem Friedhof zur Heldenverehrung, nicht in einem Museum mit Schauerlichkeiten der Kriege. Ein letzter Stein kann Aufschluss bringen, wo wir uns aufhalten. Wieder in den hier üblichen Sandstein gemeißelt trägt er die umkränzte Inschrift: „220 bayerische Franziskaner kämpften im Weltkrieg 1914 – 1918 für das deutsche Vaterland. 52 starben den Heldentod.“ Wir befinden uns vor dem Kloster Engelberg, gelegen oberhalb von Großheubach im Landkreis Miltenberg. Und wir schreiben das Jahr 2014.
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Vielen Dank, Stefan Reis!

Redaktion kommunal

Heute wurde einmal wirklich gewürdigt, was des Würdigens wert ist: unser Blog kommunal – und zwar im Main-Echo/Bote vom Untermain.
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Freudenberg: Jüdisches Mahnmal abgerissen

Zitate aus Bote vom Untermain, 08.08.14

Das obere Teil des Mahnmals, das im Mainvorland an die nach Gurs deportierten und danach umgebrachten jüdischen Bürger Freudenbergs erinnert, ist in der Nacht zum Mittwoch abgerissen worden. (…) Die Stadt Freudenberg hat Anzeige erstattet. (…) Die beiden Teile wurden aus Eiche aus dem Freudenberger Stadtwald und aus Sandstein gefertigt. Die sechs Edelstahlstäbe stehen symbolisch für die sechs aus Freudenberg deportierten Juden Hedwig Sommer, Else Levi, Max Sommer, Benno Levi, Joseph Sommer und Klara Rothschild.

NPD-Funktionärin verklagt NPD-Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg

aus: Endstation Rechts

(…) Die frühere Bundesvorsitzende des „Rings Nationaler Frauen“ (RNF), einer eher bedeutungslosen Suborganisation der Partei, Sigrid Schüßler, entfernte nach eigener Aussage die zuvor von ihren „Kameraden“ gehängten Wahlplakate [im Europawahlkampf]. „Ich habe heute bei strömendem Regen Plakate von mir, die sicherlich mit großem Eifer gehängt wurden, in meinem Heimatort wieder abgehängt“, schrieb die 2005 mit dem „Aschaffenburger Existenzpreis“ ausgezeichnete Schauspielerin am 1. Mai. (mehr…)

Beinahe Kirchenasyl in Miltenberg

Zitate aus: anstoß, Ev.-Luth. Gemeindeblatt Miltenberg

Pfarrer Peter Neubert schreibt im aktuellen Gemeindeblatt anstoß: „Mitte Juni hatte sich unser Kirchenvorstand in einer dringlichen Anfrage auf einen besonderen Beschluss geeinigt: Es ging um die Bereitschaft, einer iranischen Familie, die seit einiger Zeit in Miltenberg wohnt, für eine kurze Zeit „Kirchenasyl“ zu gewähren, um eine drohende Abschiebung zu verhindern. Ein einstimmiges „Ja, wir öffnen unser Gemeindehaus!“ war das erfreuliche Ergebnis. In diesem Fall hätte dies konkret bedeutet, die dreiköpfige Familie für eine überschaubare Zeit von maxi-mal zwei Wochen im Gemeindehaus einzuquartieren, um ihnen im Anschluss daran ein Asyl-Verfahren in Deutschland zu ermöglichen. Bis zu einem gewissen Tag drohte ihnen die Rücküberführung in deren Ersteinreiseland in Europa (und von dort zurück in den Iran). Diese Frist galt es zu überstehen.“
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Miltenberg: Das ist ein Skandal!

Redaktion kommunal

Wir werden hier (vor allem in den Kommentaren zu diesem Beitrag) Material sammeln, das sich mit der Situation der alten Synagoge in Miltenberg beschäftigt, die als zweitälteste noch erhaltene in Deutschland und evtl. sogar in Europa angesehen werden muss. Der Skandal besteht darin, dass alle Beteiligten das Gebäude renovieren wollen, dies jedoch an völlig überzogenen Geldforderungen eines Besitzers scheitert.

Das Gedenken an die einstige jüdische Gemeinde Miltenbergs wird an diesem geschichtsträchtigen Ort damit unmöglich gemacht. Zwar nicht absichtlich, aber dennoch rein faktisch wird damit das Geschäft derer betrieben, die möglichst wenig Erinnerung an unsere ermordeten jüdischen Mitmenschen und ihre Kultur wollen.

Darüber hinaus ist dieses Gebäude auch stadtgeschichtlich von größtem Interesse und zudem ein Baudenkmal mit einer Bedeutung, die weit über unsere Region hinausreicht.

Einige Anmerkungen zum Problem, Hiphop letztendlich gut zu finden

Mapec

Die Redaktion des Blogs kommunal hat ein Interview geführt. Soweit nichts Besonderes. Allerdings fielen die Antworten so aus, dass es in der Redaktion Bedenken gab, das Gespräch zu veröffentlichen. Ich wurde angefragt, ob ich eine Kommentierung und Einschätzung abgeben wolle. Nur mit einer solchen Ergänzung sei es vertretbar, das Interview auch zu bringen. Nach anfänglichem Zögern – ich bin kein Kenner des Hiphop – willigte ich ein, da es hier nicht wirklich um Musik geht, sondern um deren Umfeld.
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Inteview mit Snowflakecakebite/rapblokk – dem Blog für Rap in der Region

Interview: Red. kommunal

Hallo!

Hallo kommunal-Redaktion!

Wer bist du und was machst du, wenn du nicht für „Snowflakecakebite“ schreibst oder auf Facebook postest?

Mh, sind wir mal ehrlich, wenn ich nicht gerade für „Snowflakecakebite“ schreibe, dann lebe ich gerne in den Tag hinein und faulenze. Zumindest im Winter. Im Sommer kommt noch in der Sonne sitzen und dort nichts tun dazu, jedoch hat das bald ein Ende. Im September werde ich eine Ausbildung beginnen und dafür nach Stuttgart umziehen, wo ich mir neben der Arbeit neue Inputs erhoffe was Veranstaltungen angeht, die Sampler, die ich zusammenstelle etc.
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