Archiv für Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

wünscht die Redaktion kommunal

Aschaffenburg: Seminar zur Staatskritik

Terminhinweis der BGE

Ein interessantes Seminar zur Staatskritik bietet die Basisgruppe Emanzipation in Aschaffenburg im Januar an.

Mönchberg: Keine Verbesserung in Flüchtlingsunterkunft

Zugesandte Information von Welcome to Miltenberg

20. Dezember 2014

Sehr geehrte Mitglieder des Kreistags, sehr geehrter Herr Landrat,

wir sind „Welcome to Aschaffenburg/Miltenberg“, eine Gruppe von Geflüchteten und Unterstützer von Geflüchteten in den beiden Landkreisen.
Wir setzen uns für ein selbstbestimmtes Leben von Geflüchteten ein, daher verurteilen wir Bevormundungen und Diskriminierungen von Seiten der Behörden und Unterkunftsbetreiber.

Wir konnten in den vergangenen Tagen der Unterkunft in Mönchberg einen Besuch abstatten. Leider hat sich seit dem Besuch des bayerischen Flüchtlingsrates fast überhaupt nichts geändert. (mehr…)

Techno in der Metzgerstraße

Metzgerstraße 8

Donnerstag, 25.12. um 22:00

Edo & Tyson
Multitoxic Music / Multitoxicyouth

Flotze 2.0

Ravebotta / Fluchtpunkt

Cloak
Void / Rebis

Das autonome Kulturzentrum Metzgerstraße wirbt auf Facebook mit dieser Veranstaltung. Die etwas andere Möglichkeit die Feiertage zu verbringen.

Aschaffenburg: Angemessene Antwort auf PEGIDA?

zugegangener Terminhinweis und Kommentar von mb

Lichter strahlen für den Frieden – Stille Mahnwache mit Kerzen

Unsere Mahnwache versteht sich als Gegengewicht zu nationalistisch gefärbten Montagsdemonstrationen und als Aufruf, der Liebe unter den Menschen mehr Raum zu geben.
Montag, 22. Dezember 2014 von 18.00 – 18.30 Uhr vor der Buchhandlung Diekmann in der Herstallstraße in Aschaffenburg

Die Friedenstrommler

Anmerkung: Wir in der Redaktion kommunal haben so unsere Bedenken, ob das Schweigen und der ansonsten ganz nette Liebes-Appell die richtige Reaktion auf PEGIDA, WüDIDA, HoGeSa etc. sind, denn was sonst könnte als „nationalistisch gefärbte Montagsdemonstrationen“ jetzt gemeint sein, haben die Friedenstrommler doch gegen die Ken-Jebsen- und Jürgen-Elsässer-Montagsdemos nie etwas unternommen, was aber genauso sinnvoll gewesen wäre wie heute (einige debile Ken-Jebsen-Zitate zu Israel und Hitler und Elsässer bei der neoliberal-reaktionären AfD). Das hat die Trommler aus Aschaffenburg wohl damals nicht gestört. Schön, könnten man sagen, dass sie wenigsten jetzt merken, dass da was nicht stimmt bei den Montagsdemos. Aber Schweigen, wo das laute Schreien gegen den galoppierenden entmenschten Blödsinn nötig wäre? Appell an die Liebe, wo der aktive Widerstand gegen die erwartbare Verrohung der bürgerlichen Sitten angezeigt wäre? Uns zumindest überzeugt mal wieder nicht, was die Friedenstrommler machen. Wer dennoch hingehen will, der tue dies.

Würzburg etc.: Krude Aussagen, schräge Namen, riesiger Zulauf

Sebastian Schalk

Das Erfolgsrezept „PEGIDA – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ bietet für jeden etwas. Ein bisschen Demonstration, WM-Accessoires schwenken und vom demokratischen Geiste beseelt „Wir sind das Volk“ grölen. Auch thematisch ist dieser Wiedergänger von deutschen Zusammenrottungen der letzten Jahre an der Basis flexibel aufgestellt. Ein bisschen Ausländerbashing hier, ein bisschen Antisemitismus da, Islamophobie, Lügenpresse, BRD GmbH (1) und natürlich im Geiste der neu entdeckten Friedfertigkeit: (mehr…)

Aschaffenburg: Denkmal für die Opfer des Hexenwahns gefordert

zugesandte Information

Wir  fordern  ein  Denkmal  für  die  Opfer  des  Hexenwahns  in Aschaffenburg!  

Wir haben die Initiative zur Errichtung eines Denkmals für die Opfer des Hexenwahns an einer zentralen Stelle in unserer Stadt ergriffen. In einem ersten Schritt werden wir am Gasthaus „Goldener Karpfen“ eine Tafel zur Erinnerung an Margarethe Rücker, die ehemalige Wirtin des Gasthauses anbringen. (mehr…)

Wortmeldung aus Frankfurt zu P.E.G.I.D.A

Musikalischer Beitrag von Yohazid

Das kann keine Analyse ersetzen – ist aber sehr unterhaltsam:

Mal wieder besten Dank an Yohazid!

Eschau: Keine Stolpersteine und auch kein echtes Gedenken

mb / Quelle: Main-Echo, 10.12.14

In allen Ortsteilen Eschaus hatte es jüdische Bewohner gegeben, bis sie Opfer Nazi-Deutschlands wurden. Um an sie zu erinnern, wurde bereits 2011 beantragt, Stolpersteine in Eschau zu verlegen. Diesen Montag entschied der Gemeinderat und schloss sich der Auffassung von Bürgermeister Michael Günther an. Auf die selbst unter jüdischen Repräsentanten umstrittenen Stolpersteine wird nun verzichtet. Es wird stattdessen an der Außenwand des historischen Rathauses eine Kopie der bereits im Innenraum bestehenden Gedenktafel angebracht. Der Text: „Der Markt Eschau widmet diese Gedenktafel seinen durch nationalsozialistische Gewaltherrschaft vertriebenen jüdischen Mitbürgern und ihren verfallenen Kultstätten in den Ortsteilen …“ (dann werden vier Adressen in Eschau, Hobbach und Sommerau aufgezählt). (mehr…)

Rassistenparole an Kapelle

nach Bote vom Untermain

Durch eine Zusendung an kommunal wurden wir auf folgenden Vorgang aufmerksam gemacht, der im Boten vom Untermain zu lesen war: Vergangenen Donnerstag am späteren Vrmittag wurde die Maria-Hilf-Kapelle am Großheubacher Engelbergweg mit einer rassistishen Parole beschmiert. Der mit roter Kreide geschriebene Text konnte leicht wieder entfernt werden.

Advent mal ganz erträglich

Mapec

Gestern im Franziskushaus: Entspannte Musik, beste ruhige Stimmung, Advent einmal wirklich erträglich!

Das Duo Romanike mit dem Projekt Romanike-Relax im Franziskushaus Miltenberg, 6. Dezember 2014; die Aufnahmen dienen lediglich der Dokumentation, die angenehme Stimmung und die gute Musik werden aufgrund technischer Einschränkungen nur unzureichend wiedergegeben.

„Das wären wirklich Steine, über die viele stolpern müssten“

Zur Debatte um Stolpersteine – Ein anderes Gedenken ist anzustreben

In Aschaffenburg liegen sie schon, in Miltenberg sind sie angeregt worden – die Stolpersteine genannten kleinen Bodenplatten, die vor den Wohnhäusern ehemaliger Jüdinnen und Juden an diese erinnern sollen. Da es sich dabei um ein „Kunstprojekt für Europa“ des Künstlers Gunter Demnig handelt und auch dessen zentrales und wohl einzig wirklich bekannt gewordenes Kunstprojekt ist, haben wir zu dieser Sache einen anderen Künstler befragt: den in Miltenberg lebenden Mapec, der ebenfalls gesellschaftliche Themen mittels Kunst behandelt. Das Interview führte Sebastian Schalk aus der kommunal-Redaktion.

kommunal: In dutzenden von Städten liegen sie schon, die Stolpersteine. Sind sie die Lösung schlechthin, wenn es um Gedenken geht?

Mapec: Ich denke nicht. Ich möchte stattdessen an die zahlreichen Häuser in der Hamburger Innenstadt erinnern, an denen auf Tafeln „Zerstört 1943, wiederaufgebaut“ steht, verbunden mit dem entsprechendem Hinweis, in Augenhöhe. Alles also an den Wänden, gut lesbar. Diese Tafeln erinnern an die Bombardierung der Stadt und deren Opfer. Wir könnten etwas kritisch anmerken: Die ehemalige Volksgemeinschaft der Deutschen betrauert hier gut lesbar ihr Schicksal. Ich hoffe, dass die Hamburger dabei wenigstens das Richtige lernen.
Dem gegenüber gibt es auch in Hamburg diese kleinen Platten im Boden, auf denen nach den Worten „Hier wohnte“ auf die meist jüdischen Opfer hingewiesen wird. Um im Bild zu bleiben: Die ehemalige Volksgemeinschaft läuft gerne über die Namen ihrer Opfer hinweg. Gedenken findet in diesem Fall nicht auf Augenhöhe statt, wie bei den Gedenktafeln an der Wand.
Zudem ist es wohl so, dass viele jüdische Namen religiösen Bezug haben, und es ist für strenggläubige Jüdinnen und Juden kaum erträglich, wenn diese Namen im Straßenschmutz liegen.
Ich muss also Charlotte Knobloch, der einstigen Vorsitzenden des jüdischen Zentralrates in Deutschland, Recht geben, wenn sie die Stolpersteine ablehnt. Und das, obwohl sie eine Frau ist, mit der ich politisch sonst eher keine Gemeinsamkeiten habe. (mehr…)

Gestern in Würzburg.

mainpost.de

30 Männer und Frauen wollten am Abend in Würzburg als Pegida („Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlands“) marschieren. Sie kamen nicht weit. […]

Die Gegendemonstranten, der DGB-Regionssekretär Norbert Zirnsak und der katholische Studentenpfarrer Burkard Hose unter ihnen, stellten sich quer über die Juliuspromenade. Die Demonstranten skandierten, es gebe kein Recht auf Nazi-Propaganda und forderten lautstark „No nation, no deportation“ – keine Grenzen, keine Abschiebung. […]

Pegida ist ein rechtes Bündnis mit Mitstreitern von der NPD bis zu bürgerlichen Konservativen. Am Montag, 24. November, nahmen in Dresden rund 6000 Leute an einer Pegida-Demonstration teil.

Über die „patriotischen Europäer“ von Pegida und ihr Demonstrationsversuch in Würzburg schrieb mainpost.de