Aschaffenburg: Denkmal für die Opfer des Hexenwahns gefordert

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Wir  fordern  ein  Denkmal  für  die  Opfer  des  Hexenwahns  in Aschaffenburg!  

Wir haben die Initiative zur Errichtung eines Denkmals für die Opfer des Hexenwahns an einer zentralen Stelle in unserer Stadt ergriffen. In einem ersten Schritt werden wir am Gasthaus „Goldener Karpfen“ eine Tafel zur Erinnerung an Margarethe Rücker, die ehemalige Wirtin des Gasthauses anbringen. Sie wurde am 19. Dezember 1611 nach langer Haft und grausamen Folter-­Verhören als „Hexe“ in Aschaffenburg enthauptet und verbrannt und steht damit stellvertretend für die vielen Opfer des Hexenwahns. Aus diesem Anlass wird am 19. Dezember im „Goldenen Karpfen“ in einer öffentlichen Veranstaltung der Film „1,6%“ von Lucas Kraus, Jochen Ecke und Maria Matlok gezeigt. Der Film erinnert u.a. an die 30.000 Gulden, die als „Hexengelder“ in den Bau des Aschaffenburger Schlosses geflossen sind.
Die Tafel für Margarethe Rücker wird zunächst als Provisorium angebracht. Wir fordern die Stadt auf, dieses danach durch eine Metall-­Tafel zu ersetzen sowie unsere Forderung nach einem zentralen Denkmal zu realisieren. Wir meinen, dass eine Gedenktafel (wie vom Stadtrat beschlossen) angesichts des Leidens und Sterbens hunderter unschuldiger Menschen der Bedeutung des furchtbaren historischen Geschehens nicht gerecht werden kann.Ein solches Zeichen der Mahnung und Erinnerung ist von besonderer, aktueller Bedeutung in einer Zeit, in der erneut tausende von Menschen einem religiös verbrämten Terrorfeldzug ohnegleichen zum Opfer fallen.

Veranstaltung am Freitag, 19.12.2014, Gasthaus  „Golderner  Karpfen“, Löhergraben  (gegenüber  „Wilder  Mann“)

19:00 Uhr Begrüßung  und  Enthüllung  der  Gedenktafel  für  Margarethe  Rücker, „Karpfenwirtin“ am Gasthaus  „Golderner  Karpfen“ (draußen)
19:10   Uhr Film   „1,6%“  von  Maria  Matlok,  Lukas  Kraus,  Jochen  Ecke  im  Innenraum der  Gaststätte  „Goldener  Karpfen“
19:30 Uhr Rede  zur  Aktualität  dieses  “Hexen“Gedenkens (Frank  Sommer)
20:00  Uhr Kurzer  Aufruf   zur  Errichtung  eines  Denkmals  für  die  Opfer  des Hexenwahns  vor  400  Jahren  und  als  Mahnmal  gegen  religiösen  Wahn  und  Intoleranz.

Wir  bitten  um  Unterstützung!  Erscheint  zahlreich!

Für  die  Initiative: Johannes  Büttner, Peter  Gemeinhardt, Lucas  Kraus,  Maria  Matlok,  Carsten  Pollnick, Rosi  Ruf,  Frank  Sommer,  Wolfgang  Helm,  Kriemhild  Wahlig,  Jutta  Koch,  Anita  Müller,  Kurt  Orschler, Udo  Bert,  Birgit  Strenzke,  Peter  Schößler,  Mechthild  Schößler,  Georg  Liebl,  Andreas  Schubring,  Jürgen  Zahn,  Claus  Berninger,  Elke  Müller-­‐Conrad,  Gudrun  Wörner,  Anne  Abb,  Manfred  Jendt  …


1 Antwort auf “Aschaffenburg: Denkmal für die Opfer des Hexenwahns gefordert”


  1. 1 in allen ehren 17. Dezember 2014 um 14:43 Uhr

    aber ich denke diese konstellation von unterschreibenden könnte aktuell dringlichere sachen angehen und durchboxen.

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