Aschaffenburg gegen PEGIDA

Noabgida – Aschaffenburg gegen Pegida / aus der Facebook-Seite übernommen

Das gestrige Treffen der AfD in Aschaffenburg in den Räumen des Restaurant Zeughaus, empfanden wir als interessant. Wir wollten Präsenz zeigen und mit unseren Beiträgen an der Diskussion signalisieren, dass eine PEGIDA-Demonstration in Aschaffenburg nicht geduldet wird.
Wir haben durch unseren Auftritt auch noch eines bewiesen: Wir wehren uns!
Es gibt nichts schlimmeres, als nichts zu sagen und nur die Hände im Schoß zu falten. Wer sich zu dem Thema nur seinen Teil denkt, der stimmt im Endeffekt zu.
Bei einem Phänomen wie PEGIDA, in der sich der bürgerliche Zorn über Menschen ablädt, die als Kriegsflüchtlinge oder harmlose Migranten nach Deutschland kommen, sehen wir uns gezwungen, dagegen den Kampf aufzunehmen. Es ist eine Form der Diskriminierung aufgrund der Herkunft und Religion, und genau vor diesen Hintergründen ist in Deutschland vor dem Grundgesetz eigentlich jeder gleich. Aber noch lange nicht vor der Hetze mancher Mitbürger verschont.
Wir wollen ein Umdenken publizieren. Dieses Denken taten wir kund beim AfD-Stammtisch und haben – dass muss man ihnen anerkennen- einen durchaus respektvollen Umgang verspürt. Mit der politischen Einstellung an sich sind wir bei vielen auf Granit gestoßen, aber unser Zweck ist nicht die Missionierung, sondern, dass mit einem anderen und friedlicheren Blick auf Migration und Flüchtlingszuwanderung geachtet wird. Es gab auch lange Diskussionen über die Integrationspolitik, wo man allerdings auch von AfD-Seiten Zuspruch in dem Punkt erfahren hat: In den letzten Jahrzehnten wurde das Thema Integration vernachlässigt.
Es gehören immer zwei Seiten dazu, und die vorherrschende Meinung ist, dass man sich integrieren muss in einer neuen/anderen Gesellschaft; diese muss aber auch aktiv diese Integration ermöglichen.
Fehler sind nunmal gemacht worden, ob von Seiten der Politik, der Zivilgesellschaft oder auch der Migranten. Doch es ist an der Zeit, nicht mehr an den Fehlern der Vergangenheit festzuhalten, und etwas zu ändern. Dass Migranten in Parallelgesellschaften verdrängt werden durch Intoleranz und Ignoranz, sowie Verschlossenheit und durch von Vorurteilen beeinflusstes Verhalten, und ihnen dadurch jegliche Teilnahme am alltäglichen Leben verwehrt wird – somit auch Integration – dem muss entgegengewirkt werden. Die verhärteten Fronten müssen aufgeweicht werden, um eine erfolgreiche Integration und somit ein friedvolles Miteinander zu generieren. Der Wille zur Integration muss aber beiderseits vorhanden sein. Leider war dieser Wille am gestrigen Abend nicht in dem Maße bei der AfD erkenntlich, in welchem er von Nöten ist um Migranten die Chance zur Eingliederung in die deutsche Gesellschaft zu bieten.
Zudem darf Integration nicht mit Assimilation verwechselt werden, was leider zu häufig geschieht. Bei den Integrationsforderungen, welche von der AfD laut werden, ist Integration gleichgesetzt mit der Aufgabe der eigenen kulturellen Identität – eben Assimilation, nicht Integration.
Jedoch leben wir hier in Deutschland in einem gewollt pluralistischen Staat, in dem eine heterogene Gesellschaft mit den verschiedensten kulturellen Einflüssen gewünscht ist.
Die Heterogenität sollte nicht als Bedrohung empfunden werden, sondern im Gegenteil als Bereicherung für die Gesellschaft, denn sie ermöglicht uns einen Alltag in einem bunten Deutschland.


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