Das Handwerk legen! – Gedanken zu Noabgida

Oder: Es muss doch wohl darum gehen, ihnen das Handwerk zu legen!

Kommentar von Sebastian Schalk

Die folgenden Kritikpunkte und Beleidigungen beziehen sich auf einen Facebookpost, den die Redaktion kommunal mit Erlaubnis des Bündnisses Noabgida auf kommunal.blogsport.de unter dem Titel „Aschaffenburg gegen PEGIDA“ veröffentlichte.

1. Der Vorhof zum Paradies

Deutschland, ein Land, in dem das Grundgesetz jeden vor Diskriminierung aufgrund seiner Herkunft und Religion schützt, wird nur beschmutzt durch die Hetze „mancher Mitbürger“. So klingt Noabgida. Eklig ist bereits die Tatsache, sich dem Kollektiv dieser Deutschen zugehörig zu fühlen, absurd wird es, wenn die deutsche Rechtslage als Schild gegen die wohl als die bösen Erkannten in Stellung gebracht wird. Lager, Abschiebungen und nicht geringe Mitverantwortung an den Methoden der Menschenjäger von Frontex sind wohl nicht erwähnenswert; denn diese schicken vermutlich nur Nicht-“Kriegsflüchtlinge“ und Un-“harmlose Migranten“ in den sicheren Tod. Eben jene Wirtschaftsflüchtlinge, die die „Hetze“ wohl gerechterweise trifft, oder diejenigen, die es nicht wert sind, gegen PEGIDA und AfD verteidigt und unter den Schutz eines Grundgesetzes gestellt zu werden.

2. Respekt und Frieden

Trotz der unterschiedlichen „politischen Einstellung an sich“ hat man „einen durchaus respektvollen Umgang verspürt“, und da hat jeder etwas davon. Der Rassist, der endlich als Gesprächspartner anerkannt wird, die AfD und PEGIDA, die endlich als politisch (statt populistisch) wahrgenommen werden, die Leute von Noabgida, die doch einfach nur lieben oder lieb gehabt werden wollen … Man möchte ja „Umdenken publizieren“, obwohl man mit seinen Ansichten auch „auf Granit gestoßen“ ist. Und so achtet man auf einen „friedlichEREN Blick auf Migration“ (nein, keinen allgemeinen friedlichEN Blick, geschweige denn friedlichen Umgang mit Migranten) und schüttelt sich am Ende die Hände, wenn man sich doch noch einig wird: „In den letzten Jahrzehnten wurde das Thema Integration vernachlässigt.“ Ein Kommentar ist wohl nicht mehr nötig um „Noabgida“ als das zu enttarnen, was es ist: Ein zahnloses Bündnis das nicht die Absicht oder Mittel hat, dem politischen Gegner, weder inhaltlich noch pathetisch, entgegenzutreten. Das Gegenteil ihrer dreisten Behauptung „Wir wehren uns!“ ist der Fall.

3. Integration, Kultur und bunte Blumen

Und in diese wahnsinnigen Zusammenschlüsse aus hippen Polit-Aktivisten für ein neues, besseres und sauberes Deutschland (die einen wollen es ohne PEGIDA , die anderen ohne Flüchtlinge – oder so) soll man sich, so sind sich Noabgida und AfD einig, integrieren, denn ohne den erhobenen Zeigefinger in Richtung der „Asylantenflut“ kommt kein echter deutscher Text aus. Die lächerliche Forderung nach Integration statt Assimilation scheint dann nur noch auf das Ziel (den viel beschworenen kulturellen Streichelzoo Deutschland zu erhalten bzw. zuerschaffen) ausgerichtet zu sein.

4. Praktische Solidarität & inhaltliche Schärfe

Über die Tatsache, ob es Sinnvolles zu tun gibt, wenn man es noch wagt, von einer befreiten Gesellschaft zu träumen, lässt sich streiten. Ein Fehler kann es aber niemals sein, die Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen direkt oder über entsprechende Organisationen zu verbessern – und vor allem unabhängig des Noabgida-Prädikats „harmlos“. Auch das schonungslose Beziehen auf das selbstgewählte Ideal des Rechtsstaats und der Menschenrechte – ohne in Abgefeier der menschenfeindlichen Realität abzurutschen bzw. die Kritik auf winzige, vergleichsweise nichtige Teile zu beschränken – mag in gewissen Auseinandersetzungen nicht nur vernünftig, sondern auch notwendig sein. Nicht zuletzt bleibt uns aber das rücksichtslose Kritisieren, das Aufzeigen und Bloßstellen von Rassisten, falschen Kritikern und guten Deutschen. Denn es muss doch wohl darum gehen, ihnen das Handwerk zu legen!


25 Antworten auf “Das Handwerk legen! – Gedanken zu Noabgida”


  1. 1 mb 07. Januar 2015 um 22:36 Uhr

    NOABGIDA hat inzwischen auf Facebook auf diesen Kommentar reagiert. Unsere Bitte, die Stellungnahme als Kommentar unter den obigen Kommentar von S. Schalk zu posten, haben die NOABGIDA-Leute wohl abgelehnt, uns jedenfalls nur den Hinweis zuteil werden lassen, wir mögen nun auf ihren Beitrag reagieren.

    Der Hauptvorwurf von NOABGIDA scheint zu sein, dass S. Schalk nicht verständlich schreibe. Es wird soviel missverstanden, dass ihm sogar Homosexuellenfeindlichkeit unterstellt wird aufgrund einer einzelnen Formulierung, die nun überhaupt nichts mit diesem Thema zu tun hat.

    Wir können auch nach mehrfachem Durchlesen von S. Schalks Kommentar keine Unkenntlichkeit seiner Argumentation feststellen. Es mag über zwei oder drei Formulierungen zu diskutieren sein, im Kern ist aber doch vollkommen klar, was er NOABGIDA vorwirft: Dass sie die AfD und PEGIDA durch Teilnahme am demokratischen Diskurs aufwertet; dass NOABGIDA nichts gegen Grenzregime und tote Flüchtlinge zu haben scheint, sondern offenbar nur in Deutschland etwas mehr Ruhe vor unappetitlichen Rechtsidioten haben möchte, diese aber gleichzeitig als Gesprächspartner ernst nimmt; dass NOABGIDA sich dem andere Menschen ausschließenden Kollektiv der Deutschen zuordnet und damit nach S. Schalks Ansicht Teil des Falschen ist; und so weiter.

    Sie wollen nicht einmal erkennen, ob S. Schalk für oder gegen PEGIDA ist. Es ist kaum zu vermeiden, dass wir nun vermuten müssen, die angebliche Unverständlichkeit des Kommentars auf kommunal sei nur der Versuch, einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Warum wohl?

  2. 2 Max Morlock 07. Januar 2015 um 22:56 Uhr

    Eine Klarstellung scheint mir wichtig. „Initiiert wird NoABgida von Mitgliedern der LGBT Jugendinitiative rAinBows Aschaffenburg“ – so heißt es auf der NoABgida-Facebook-Seite. Siehe dazu auch: http://rainbows-ab.de/csd/

    Dass man hier auch rechte Parteien wie die FDP sehr gerne akzeptiert, wurde doch bei kommunal schon berichtet anlässlich des CSD, bei dem rAinBows eine sehr wichtige Rolle spielte:
    http://kommunal.blogsport.de/2014/06/22/csd-in-aschaffenburg-ein-voller-erfolg-geringe-gegenaktion-fragwuerdige-parteibeteiligung/

    Kurzum: Mag die Kritik von S, Schalk noch so berechtigt sein, sie trifft NoABgida nicht. Denn dort versteht man die meisten von Sebastians Argumenten wohl gar nicht. Dort ist man liberal-rechts und ärgert sich offenbar vor allem über die Konkurrenz der nationalliberalen AfD, die verhindert, dass die FDP wieder aus dem Keller kommt (und nicht bei „Fast Drei Prozent“ verharrt).

    These wäre also: NoABgida ist eine indirekte Gründung der FDP aus ureigenstem Interesse. Mag aber sein, dass sich da noch andere (wohlmeinende, aber nicht sehr analytisch denkende) nette Menschen begeistern ließen und mitmachen. Schon schade das Ganze.

  3. 3 Fragen 08. Januar 2015 um 10:13 Uhr

    MB hat das in wenigen Sätzen verständlicher auf den Punkt gebracht als Sebastian Schalk in seinem ganzen Artikel :-)

    Ein paar Fragen zum Text selbst:

    „Nicht zuletzt bleibt uns aber das rücksichtslose Kritisieren, das Aufzeigen und Bloßstellen von Rassisten, falschen Kritikern und guten Deutschen.“

    Soll das als Gleichsetzung von Rassisten und falschen Kritikern gewertet werden?

    Rassisten rücksichtslos kritisieren erscheint mir noch sinnvoll. Aber wäre es nicht vielleicht angebracht bei falschen Kritikern es doch mal mit rücksichtsvoller Kritik zu versuchen? Oder hat man diese bereits abgeschrieben?

    „Denn es muss doch wohl darum gehen, ihnen das Handwerk zu legen!“

    Hat der Autor evtl Handlungsvorschläge? Über den richtigen Umgang mit Pegida, AfD & Co wird sich überall Gedanken gemacht. Leider fehlt es aber an konkreten Vorschlägen. Und das nicht nur bei kommunal.

  4. 4 Sebastian Schalk 08. Januar 2015 um 11:54 Uhr

    1. Werde ich mich auf keine weitere Diskussion mit Noabgida einlassen so lange man sich beleidigt weigert die Auseinandersetzung (abseits von Facebookspalten, für alle nachvollziehbar) auszutragen. Für alle die es interessiert lässt sich die Position von Noabgida wohl so zusammenfassen: Kommunal fällt uns in den Rücken, Herr Schalk macht Anspielungen auf Homosexuelle (ja, das wird wirklich behauptet) und irgendwie verstehen wir gar nicht was er schreibt, glauben aber er möchte Autos anzünden (auch das wird mir unterstellt).

    Vielleicht ist es sogar besser wenn Kommunal sich nicht mit diesen dreisten Behauptungen – auch noch im eigenen Blog (!) – auseinandersetzen muss.

    2. mb hat es auf den Punkt gebracht und das sehr klar, ja. Was meinen Text aber nicht überflüssig macht. Er bleibt viel mehr notwendig um die zusammengefassten Thesen zu belegen.

    3. Nein, Rassisten und deren falsche Kritiker sind nicht das selbe, aber beide (natürlich mit unterschiedlichen Argumenten) mit der gleichen Härte zu kritisieren.

    4. Den Versuch in die praktische Richtung zu denken unternehme ich in Punkt 4 meines Textes. Vielleicht auch noch mal kurz zusammengefasst: 1. praktische Solidarität mit Flüchtlingen 2. Verteidigung von Menschenrechten und Rechtsstaat und gerade gegen die real existierenden, menschenfeindlichen Zustände 3. Eben jene rücksichtslose Kritik die ich als wichtig erachte. Mit meinem Text selbst wage ich eine Umsetzung dieses Vorschlags.

  5. 5 mb 08. Januar 2015 um 12:42 Uhr

    Die Initiative NoABgida hat den Bericht im Main-Echo (main-netz.de von heute) auf ihrer Facebook-Seite gelobt, weshalb wir davon ausgehen müssen, dass er die Sicht von NoAbgida wiedergibt. Wir zitieren: „Statt zu demonstrieren, machten einige Pegida-Gegner, allesamt junge Erwachsene, mit bei der Diskussion. Rund 50 Besucher – in etwa zu gleichen Teilen AfD-Mitglieder, Pegida-Gegner und weitere Interessierte – versuchten schließlich der Ausgangsfrage »Pro und Contra Pegida: Muss das Abendland gerettet werden?« auf den Grund zu gehen. (…) Immerhin zeigten sich am Ende beide Seiten angenehm überrascht, sich mit den politischen Gegnern einigermaßen gesittet auseinandersetzen zu können. »Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer« habe den »Austausch von Argumenten und vor allem Sichtweisen sehr begrüßt«, teilte Klaus-Uwe Junker, stellvertretender AfD-Kreisverbandsvorsitzender und Moderator des Abends, im Rückblick mit. Man habe »einen durchaus respektvollen Umgang verspürt«, bestätigte die Gemeinschaft »Noabgida – Aschaffenburg gegen Pegida« auf Facebook.“

    Und das ist es dann auch schon, das Problem. NoABgida ermöglicht den Rassisten, Nationalliberalen und Sozialdarwinisten der AfD, sich als Teil des demokratischen Diskurses aufzuführen. Nachdem die Medien (Main-Echo) die AfD bereits hofieren, macht nun auch die so genannte Zivilgesellschaft mit und wertet die Superdeutschen auf. Statt wirklicher Widerstand oder zumindest klarer Protest gegen deren antihumane Ideen wird weichgespülte Auseinandersetzung kultiviert, zum Wohle der AfD und der PEGIDA. Toller Antifaschismus!

  6. 6 Administrator 08. Januar 2015 um 12:42 Uhr

    Bei Facebook behauptet NoABgida, aus den Reihen von kommunal hätte es keine Erwiderung auf die Stellungnahme von NoABgida gegeben. Dazu können wir nur sagen: Schaut halt mal dort nach, wo der Kommentar zuerst gepostet wurde – bei kommunal also. Dann findet ihr auch Reaktionen auf Eure Antwort. Und: Diskutiert wird doch wohl da, wo auch die Diskussionsgrundlage steht – also eben auch auf kommunal.

    Noch etwas: Sebastian Schalk schreibe zu unverständlich, zu kompliziert, wurde angemerkt. Nun gehen wir aus guten Gründen davon aus, dass es in den Reihen von NoABgida auch Abiturienten gibt. Wenn aber Menschen mit Hauptschulabschluss Adorno und Horkheimer lesen und verstehen (und das ist in der Redaktion kommunal belegt), dann sollte doch wohl zu erwarten sein, dass Abiturienten auch Sebastian Schalk auffassen können, oder?

  7. 7 Unabhängig 08. Januar 2015 um 13:28 Uhr

    Unabhängig zur Debatte muss ich eine Kritik an den Blogbetreibern loswerden:

    Die teils reißerische Art von der Kommunalredaktion hat doch einen Hauch von Klatschblättchen. Schon im ersten Beitrag zum Thema hat mich gernervt

    „Ob eine Gegenaktion geplant ist, konnte in der Kürze der Zeit bisher nicht ermittelt werden.“

    Als hätte kommunal Heerscharen von Korrespondenten die immer ganz nah am Puls der Zeit wären. Und das ist nicht das erste mal.
    Von daher finde ich den indirekten Vorwurf von noabgida:

    wo war eigentlich kommunal?

    schon gerechtfertigt.

    Nicht aus der Betrachtung etwas besser als noabgida machen zu müssen. Sondern aus dem journalistischem Anspruch heraus der hier vertreten wird.

    http://kommunal.blogsport.de/2015/01/02/aschaffenburg-afd-und-pegida/

  8. 8 Fragen 08. Januar 2015 um 14:01 Uhr

    Sebastian, du schreibst:

    Nein, Rassisten und deren falsche Kritiker sind nicht das selbe, aber beide (natürlich mit unterschiedlichen Argumenten) mit der gleichen Härte zu kritisieren.

    Das Problem dabei ist, dass deine Kritik nur bei den falschen Kritikern und nicht bei den Rassisten ankommt. Willst du diese ebenfalls mit deiner Kritik konfrontieren, musst du mit diesen auch in Konfrontation gehen. Das wird aber weder auf eurem Blog, noch bei Facebook geschehen.
    Von daher habe ich schon den Eindruck das es dir eigentlich mehr um die Kritik an den falschen Kritikern geht. Und somit auch um die einfachste Form der Konfrontation.
    Von deinen drei Handlungsvorschlägen setzt du selbst lediglich gerade mal eine Halbe um. Also am Ende recht viele heiße Luft die im eigenen Dunstkreis verblasen wird.

    Und so kann der Wink an noabgida zurückgespielt werden:

    Ein zahnloses Wirken das nicht die Mittel hat, dem politischen Gegner, weder inhaltlich noch pathetisch, entgegenzutreten.

    Denn die Konfrontation wird ja nicht einmal wirklich gesucht.

  9. 9 mb 08. Januar 2015 um 16:15 Uhr

    „Ob eine Gegenaktion geplant ist, konnte in der Kürze der Zeit bisher nicht ermittelt werden.“

    Die Krtik an dieser Formulierung geht an mich. Tatsache war, dass ich gebeten wurde, zu ermitteln, ob es eine Gegenaktion gibt. Daher habe ich – nach meiner Internetrecherche und Telefonaten – angegeben, dass ich das nicht sagen kann. Wo ist das Problem?

    Vielleicht dort, wo ich das redaktionelle Problem schon immer sehe: Aus dem Kreis MIL heraus ist es nur bedingt möglich, die Infos der Umgebung (vor allem Raum AB) zu überprüfen, mal kurz hinzugehen, die richtigen Leute zu kennen und schnell zu erreichen, mal am Stammtisch oder Stern-Thresen Infos abzugreifen. Da wir aber immer wieder Infos aus AB bekommen oder gebeten werden, da mal was zu bringen, haben wir uns in diese Richtung bewegen lassen. Es scheint dies ein Fehler zu sein. Aber das vermute ich – wie gesagt – schon lange. Vielleicht ist jetzt das Fass wirklich voll. Ein Blog über AB sollte – aber auch das sage ich schon lange – in AB gemacht werden. Sinnvoll wäre sowas. Wird aber nicht (mehr) gemacht.

  10. 10 Sebastian Schalk 08. Januar 2015 um 16:58 Uhr

    Mein Text richtet sich nicht einmal zwangsläufig an die falschen Kritiker, sondern kritisiert sie (und NUR diese falschen Kritiker). Dabei ist es erst einmal zweitrangig ob es sich jemand (aus dem Noabgida Umfeld) zu Herzen nimmt, geschweige denn versteht. Sollte es das nicht sein sitze ich am Ende mit reaktionären Schwätzern an einem Tisch und streite über Emanzipation und soziale Revolution im Stil der intellektuellen Höhenflüge eines Bussi-Bär Magazins. Der Ort ist zudem richtig gewählt und die Reaktionen (auch auf Facebook) zeigen das ich einen entsprechenden Punkt getroffen habe.

    Ich halte meinen Text für eine notwendige Kritik an einer Erscheinung, muss ihn aber nicht jedem stolzen Deutschen erklären. Solltest du es dennoch für sinnvoll halten darfst du deine Strategie hier argumentativ darlegen. Verblase dabei aber nicht zu viel heiße Luft im Dunstkreis, das Proletariat wartet nämlich schon drauf Marx erklärt zu bekommen ;-)

  11. 11 Fragen? Kopfschütteln! 08. Januar 2015 um 17:03 Uhr

    Verblase dabei aber nicht zu viel heiße Luft im Dunstkreis, das Proletariat wartet nämlich schon drauf Marx erklärt zu bekommen

    ???

    Ähm. Ja.

  12. 12 Max Morlock 08. Januar 2015 um 19:49 Uhr

    Ja, das sind so die Rätsel, die uns zum Nachdenken zwingen …

  13. 13 Jugendhaus 09. Januar 2015 um 17:21 Uhr

    Wir finden es beachtlich und super gut, mit welchem Elan und Engagement die Jugendinitiative rAinBows ihre Themen anpackt. Es freut uns, dass die rAinbows auch über den Tellerrand hinausschauen und sich für Themen interessieren, die erstmal nichts mit „Sexueller Identität“ zu tun haben und bereit sind, sich für eine bunte, offene Gesellschaft einzusetzen. Wenn es Bedarf an einem Diskussionsabend zum Thema „Wie umgehen mit Ausländerfeindlichkeit und Rassismus“ gibt, können wir das gerne im Jugendhaus organisieren.

  14. 14 An Max Morlock 09. Januar 2015 um 18:34 Uhr

    Rätsel sind das nicht. Eher altbekannte Reflexe des Herrn Schalk.

    Viel rätselhafter finde ich aber deine konstruierte Verschwörungstheorie zu noABgida, rAinbows und FDP.

    Angenommmen in der Kommunal-Redaktion wäre ein Katholik, hättest du dann die Befürchtung hinter kommunal stecke der linke Flügel der katholischen Kirche mit dem Interesse ihr Image aufzupolieren?

  15. 15 An Max Morlock 09. Januar 2015 um 19:39 Uhr

    @mb

    Du schreibst

    „Nachdem die Medien (Main-Echo) die AfD bereits hofieren“

    Abgesehen von der Berichterstattung rund um den letzten Montag, wo konkret siehst du eine Hoffierung der Medien, speziell durch das Main-Echo?

    Ich selbst habe da eigentlich einen gegenteiligen Eindruck!?

  16. 16 Max Morlock 09. Januar 2015 um 20:59 Uhr

    @ An Max Morlock:

    Ja, S. Schalk provoziert und polarisiert. Aber nicht, weil er dies gerne macht; sondern weil er radiale Kritik an Vielem hat. Und die lässt er raus. Immerhin kommt da eine Menge an Kommentaren zusammen, die bei einer sachlicheren Aussage nie und nimmer gekommen wäre. Der durchschnittliche Deutsche diskutiert wohl nur, wenn er provoziert wird …

    Meine These war auch als These (zugegeben eine etwas wacklige) kenntlich gemacht.

    Und das mit dem Katholiken in der kommunal-Redaktion; na, weißt Du da mehr als ich? :-) Nur: Eine Imagepolitur für die katholische Kirche – das wird durch kommunal nicht funktionieren. Dafür haben die doch auch schon die Caritas.

    Der Beitrag über die AfD-PEGIDA-Veranstaltung und der Kommentar dazu war schon eine heftige Lobhudelei auf die AfD, die so schön mitdiskutiert. Aber das ist nicht das erste Mal, siehe hier:
    http://kommunal.blogsport.de/2014/09/14/main-echo-werbung-fuer-die-afd/

  17. 17 An Max Morlock 09. Januar 2015 um 21:08 Uhr

    „Ja, S. Schalk provoziert und polarisiert. Aber nicht, weil er dies gerne macht;“

    Hahahahahahaha

  18. 18 m0 09. Januar 2015 um 21:33 Uhr

    Die Kritik des Textes mag ja, stellenweise zumindest, gar nicht so falsch sein. Aber ist es sinnvoll sie auf diese Weise anzubringen? Wohl kaum.

    Hier gründet sich ein Bündnis, das was gegen diesen rassistischen Pegidakack machen will und was kommt von kommunal? Ein arroganter Text der mit erhobenem Zeigefinger auf Leuten rumhackt, weil die Art in der sie ihre Kritik geäußert haben zu zaghaft, nicht radikal genug war. Sollte man sich nicht eigentlich darüber freuen, dass noch andere Menschen was gegen diesen Rassismus haben? Wären das nicht potentielle Mitstreiter*Innen? Auf die man zugeht und sich mit ihnen würdig auseinandersetzt bevor man so ein Urteil fällt. Dass diese im letzten Satz mit Rassisten gleichgesetzt werden, ist echt richtig daneben und relativiert die Abscheulichkeit von Rassismus.

    Danke an kommunal für einen weiteren Stein auf der Szenemauer. Euer Links ist auf jeden Fall viel linker als das Links der anderen. Vielleicht geht ihr ja bald in den Untergrund, dann bleiben uns solche Texte jedenfalls erspart…

  19. 19 Sebastian Schalk 09. Januar 2015 um 22:05 Uhr

    Ich finde es immer wieder beachtlich wie Texte, Aktionen und Statements von mir auf die Provokation (die ich weder abstreiten will, noch kann) herunter gebrochen werden. Provokation könnte ich auch leichter haben ohne viel Zeit zu investieren und mich der Gefahr auszusetzen jede Hoffnung zu verlieren. Aber vielleicht schreibt ein „m0″ beim nächsten mal einen guten, richtigen Text, Kommunal würde ihn veröffentlichen, ich könnte dann endlich in den Untergrund gehen und müsste mich nicht mehr mit dieser lästigen Kritik auseinandersetzen.

  20. 20 Für eure Startseite 10. Januar 2015 um 13:33 Uhr

    Was andere über uns sagen:

    4) Kommunal = Nachrichten aus dem beschädigten Leben (Aussage in einem Kommentar an KOMMUNAL, 2015)

  21. 21 Administrator 10. Januar 2015 um 19:05 Uhr

    Danke! Aber dürfen wir diesen Ehrentitel annehmen? Ist doch Adorno, oder?

  22. 22 oha 12. Januar 2015 um 12:14 Uhr

    ich fasse zusammen:

    da besteht wohl eine gewisse angst. angst davor, dass andere, fremde (!) auf einmal in den eigenen handlungsraum eindringen. zur empörung aller (!) halten sie sich dabei nicht an irgendwelche, irgendwann verhandelten konzepte, werte (!).

    klingt wie pegida…

    passt auf, dass ihr eure ängst um eure szene und eure werte mal in den griff bekommt.

    das ewige gerangel um die deutungshoheit der linken szene am untermain nervt nur noch. und es verhindert jeden zugang für andere engagierte und interessierte menschen. überlegt euch vor eurem nächsten profilierungsimpuls ob ihr euch das überhaupt noch leisten könnt.
    klar, zum marx erklären braucht man keine funktionierende und solidarische struktur.

    allen ernsthaft emanzipatorisch wirkenden menschen meine ganze solidarität und viel erfolg bei der verhinderung von abgida.

  23. 23 Was tun bei lästiger Kritik 12. Januar 2015 um 17:28 Uhr

    Einfach die Kommentarfunktion schließen. Das erspart dem Autor lästige Kritik und gleichzeitig wird die lesende Öffentlichkeit von solch unsachlichen Diskussion verschont.

    Anmerkungen und Kritik können per PN an die Redaktion. Diese kann dann selbst entscheiden was sie davon veröffentlicht. Klingt vielleicht nach Zensur, ist aber ein völlig normales Prozedere wenn man ein gewisses Niveau beibehalten will. Ist ja auch ein Blog und kein Forum.

  24. 24 Sebastian Schalk 12. Januar 2015 um 18:46 Uhr

    @ oha: Ich grüße Oma Henni, Onkel Franz, sowie alle emanzipatorisch wirkenden Menschen die keine Probleme damit haben sich mit AfD und Pegida an einen Tisch zu setzen, aber dafür jeden mit Nicht-Argumenten belästigen der es wagt daran Kritik zu üben.

  25. 25 Administrator 12. Januar 2015 um 18:46 Uhr

    @Was tun bei…: Derzeit sehen wir das noch nicht als nötig an; wäre anders bei offen nazistischen Kommentaren oder Gewaltandrohungen. Aber derzeit ist das noch im erwatbaren Rahmen, wenngleich die Anzahl uns wirklich überrascht hat.

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