Kriegsende in Aschaffenburg – Gedenkveranstaltung

von Kommunale Initiative Aschaffenburg

Am 28. März 1945, wenige Tage vor Kriegsende, wurde in der Herstallstraße Leutnant Friedel Heymann nach einem „Standgerichts-Urteil“ öffentlich gehängt. Er wurde zur Abschreckung ermordet, weil viele nicht mehr kämpfen wollten. Erst nach der Befreiung der Stadt am 3. April vor 70 Jahren wurde sein Leichnam von US-Soldaten abgenommen und zum Friedhof Schweinheim gebracht. Friedel Heymann hatte 3 Tage vorher Anneliese Büttner aus Schweinheim geheiratet und wurde am Abend des 27. März 1945 – obwohl verwundet – aus der Freundstraße abgeholt und am nächsten Tag durch die Nazis ermordet (Beitrag dazu bei kommunal).

Den heftigen Kämpfen um die „Festung Aschaffenburg“ fielen nicht nur rund 500 deutsche Soldaten und Zivilisten zum Opfer. Auch zahlreiche US-Soldaten fanden in der Region den Tod. Diese starben auch für unsere Freiheit. Die KI fordert seit langem, eine Erinnerungstafel für diese Opfer.

Die Stadt Aschaffenburg gedenkt am Samstag, den 28.3.2015 um 15:00 Uhr in der Herstallstraße 5 dieser Ereignisse.

Neben dem Oberbürgermeister Klaus Herzog wird der Leiter des Stadt- und Stiftsarchivs Dr. Hans-Bernd Spies und der Neffe von Friedel Heymann, Stadtrat Johannes Büttner, einige Worte dazu sagen. Wir rufen hiermit dazu auf, sich an dieser Kranzniederlegung zu beteiligen.