Amorbach/Aschaffenburg/Miltenberg: Nationalisten ganz offen und ohne Angst vor Verfolgung

mmk

Dank an Jürgen Schwab. Der einstige Amorbacher hat auf seinem Blog Falko Schüßler um ein Interview gebeten. Herausgekommen ist der erwartbare grauenhafte nationalistische Müllplatz, mit all seiner verkürzten Kapitalismuskritik, Überfremdungsphobie etc.

Etwas interessanter sind jene wenigen Stellen, in denen er die Situation am Untermain beleuchtet:

„Als ich einen FAP-Kreisverband in Aschaffenburg aufbaute, bekam ich recht schnell zur dortigen Hooligan-Szene Kontakt. Das waren Fans von Kickers Offenbach die sich regelmäßig in einer Kneipe in Kleinostheim trafen. Einige von ihnen habe ich dann tatsächlich dauerhaft in die Parteiarbeit einbinden können. Durch deren überregionale Kontakte konnten wir auch schon mal Waldhof-Fans aus Mannheim nach Aschaffenburg holen, als das Drohpotential der örtlichen Antifa überhand nahm. … Prinzipiell war es eine Rekrutierungsstrategie, die durchaus erfolgreich war. Das liegt an der Struktur der Hooligan-Szene selbst. Ein erlebnisorientierter, martialisch-gewaltaffiner Männerbund, der sich nach außen abschottet und sich auch von Strafverfolgung nicht abschrecken läßt, hatte viele Gemeinsamkeiten mit den verfemten und verfolgten Zusammenhängen und Kameradschaften des Nationalen Widerstands“

Über sich selbst sagt er:

„Falko Schüßler, geb. 1966 in Aschaffenburg, Ausbildung zum Mediengestalter, Weiterbildung zum Industriemeister, in den letzten 20 Jahren – freiberuflich und festangestellt – tätig als Werbegrafiker (Grafik- und Web-Designer).
Ich bin geschieden und habe insgesamt sechs Kinder, um die ich mich regelmäßig kümmere. Ich stamme aus einem nationalgesinnten Elternhaus. Meine Eltern, mein Onkel und meine Großmutter waren in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren in der NPD aktiv. Ein Großvater war Wehrmachtsausbilder und ist nach dem Terrorangriff auf Dresden, im Februar 1945, verschollen. Mein anderer Großvater hat sich das Ritterkreuz an der Ostfront verdient.
Mit 16 Jahren kam ich, durch den Kontakt meiner Eltern, zur Wiking-Jugend, der ich bis zum Verbot 1994 angehörte. 1984 nahm ich Verbindung zum Umfeld, der bereits verbotenen „Aktionsfront Nationaler Sozialisten / Nationale Aktivisten“ (ANS/NA) auf (mittlerweile umbenannt in „Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front“ unter Michael Kühnen) und trat dann in die „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) ein. Bei der Spaltung der GdNF, zwischenzeitlich hatte ich eine kleine Truppe in Aschaffenburg aufgebaut, erklärte ich mich für die sogenannte Mosler-Fraktion gegen Kühnen.
In der Folgezeit baute ich einen FAP-Kreisverband auf. 1991 wurde ich Landesvorsitzender der FAP Bayern. Nach beim FAP-Verbot 1995 formierte ich eine freie Kameradschaft in Aschaffenburg und war ab 2004 Mitorganisator der „Freien Nationalisten Rhein-Main“, einem überregionalen Verband freier Strukturen in Südhessen und am Untermain.
2007 trat ich in die NPD ein und reaktivierte den alten Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg, dessen Kreisvorsitzender ich, mit Unterbrechungen, bis heute bin.“

Wir sehen: Es gibt für diese Nationalisten keinen Grund, ihre wahre Identität zu verschleiern. Im Gegenteil geben sie bereitwillig Auskunft über sich. Wir müssen festhalten: Das können wir uns nicht leisten! Da wären wir weg vom Fenster und hätten braune gewaltbereite Blödmänner vor der Haustüre stehen! (Schüßler nennt das „erlebnisorientierter, martialisch-gewaltaffiner Männerbund“, siehe oben.)

Selbstverständlich geben wir trotzdem weder den Wohnort noch andere Daten zu Falko Schüßler an. Wir veröffentlichen nur, was er auch selbst preis gibt. Denn wir haben keinerlei Interesse, aus ihm einen „Märtyrer der Bewegung“ zu machen – und sei es nur, indem sein Haus mit Farbbeuteln beworfen wird. Und: Wir machen uns nicht gemein mit diesem braunen Gesindel, das Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung zur oberste Prämisse erklärt hat.


0 Antworten auf “Amorbach/Aschaffenburg/Miltenberg: Nationalisten ganz offen und ohne Angst vor Verfolgung”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− fünf = null