Vortrag: Was tun gegen das sterben im Mittelmeer?

Basisgruppe Emanzipation

Mehr als 1700 tote Flüchtlinge und MigrantInnen im neuen Jahr, bevor der Sommer und damit die Hauptsaison der Seeüberquerungen begonnen hat! Und der Zehn-Punkte-Plan der EU in Reaktion auf die größte Flüchtlingskatastrophe in der Geschichte des Mittelmeeres demonstriert vor allem eines: Weiter so!
Abschreckung und Kriminalisierung der Flucht, Migrationskontrolle und deren Vorverlagerung bleiben die Richtlinien eines mörderischen Grenzregimes. Das Mittelmeer ist die tödlichste Grenze der Welt, doch die EU übernimmt keinerlei Verantwortung. Weder für das, was an ihren Außengrenzen passiert, noch für die Auswirkungen ihrer Politik in Herkunfts- und Transitländern. Stattdessen wird mit dem ‚Kampf gegen die Schlepperkriminalität‘ die Militarisierung der Migrationsabwehr verschärft.
Was kann die Zivilgesellschaft dagegen tun, dass – wie Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung formuliert – “die EU Flüchtlinge tötet”? Selbst in den Reihen des UNHCR wird mittlerweile die Notwendigkeit von Fähren diskutiert, um legale und sichere Fluchtwege nach Europa zu gewährleisten. (Wie) lässt sich diese Idee umsetzen? Welche Konzepte, Forderungen und Visionen bestehen darüber hinaus aus entwicklungspolitischer Perspektive und in und aus der Solidarität mit Geflüchteten?

Mit diesen Fragen möchten wir uns gemeinsam mit dem Referenten Hagen Kopp (Kein Mensch ist illegal Hanau) auseinandersetzen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtenden helfen!” statt und beginnt um 20 Uhr – der Eintritt ist frei.

Dienstag, 16. Juni um 20:00 im Stern