Lasst uns reden.

Initiative antirassistisches Netzwerk

Lasst uns reden. Über Rassismus, Flüchtlingspolitik und die Möglichkeiten ein antirassistisches Netzwerk in der Region Aschaffenburg aufzubauen.

Auf der einen Seite sterben nach wie vor täglich Menschen bei dem Versuch nach Europa zu fliehen. Statt sicherer Flucht-Korridore für die Menschen zu schaffen, errichten die EU-Staaten nur noch höhere und längere Mauern um Europa und planen Militär-Einsätze, was die MigrantInnen auf immer lebensgefährlichere Fluchtrouten zwingt.

Auf der anderen Seite stehen Asylrechtsverschärfung, Abschiebungen, Sachbearbeiter auf Ämtern, die Geflüchtete einschüchtern und bedrohen, rassistische Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte und ein zunehmend fremdenfeindliches Klima. All das ist auch in der Region Aschaffenburg Realität. Doch Reaktionen darauf waren in den letzten Monaten kaum wahrnehmbar.

Wie aber umgehen mit der eigenen Wut und der Empörung, wenn man diesen Entwicklungen als Einzelner nahezu ohnmächtig gegenübersteht. Kritik äußern via Facebook-Posting? – Das zu tun ist nicht falsch, aber reicht angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Dynamik nicht aus.

Inspiriert von zahlreichen Beispielen aus anderen Städten wollen wir gemeinsam versuchen ein antirassistisches Netzwerk in der Region Aschaffenburg (von Miltenberg bis Alzenau) aufzubauen, das bei Bedarf in der Lage ist kurzfristig zu reagieren, Protest zu organisieren und Flüchtlinge zu unterstützen.

Das Spektrum an Ideen und Aktionsmöglichkeiten ist breit: Von Kundgebungen, über Schreiben von Leserbriefen bis zum Versuch Abschiebungen zu verhindern, ist alles möglich.

In Zeiten, in denen sich das Kategorisieren von Menschen – ob in „legal oder illegal“, in „Staatsbürger oder Ausländer“, aber auch in „echte oder Wirtschaftsflüchtlinge“ – höchster Beliebtheit erfreut, wollen wir durch Aktionen und Gegenöffentlichkeit sichtbar machen, dass unsere Solidarität unteilbar ist.

Denn wenn Menschen sich auf den Weg machen, weil sie sich ein besseres Leben, eine Existenz ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ein Leben ohne Angst wünschen, dann haben sie unsere Unterstützung. Wir wollen ein gutes Leben für alle, nicht nur für eine kleine privilegierte Minderheit.

Wie genau sich ein solches Netzwerk bilden und welchen konkreten Beitrag es leisten könnte, wollen wir mit allen diskutieren, die sich von unserer Idee angesprochen fühlen.

Deshalb laden wir zu einem Kennenlerntreffen am Mittwoch den 02.September ein. Das Treffen findet ab 19 Uhr im Stern, Platanenallee 1 statt.

Kommt zahlreich und bringt gerne eigene Ideen sowie Freund*innen und Bekannte mit!

Einladung der „Initiative antirassistisches Netzwerk“

Kontakt: antira-ab@riseup.net


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