Hat der Biber ein bräunliches Fell?

mmk

Die Frage, warum ein Musiklokal nach dem englische Wort für Biber benannt ist und daher BEAVERS heißt, kann als nebensächlich abgetan werden. Die Tatsache, dass hier vor allem Coverbands spielen, überrascht nicht, wenn wir wissen, dass sich das Lokal in Miltenberg befindet, also zu nah an der Coverband-Hauptstadt Deutschlands – und das ist ja wohl Aschaffenburg. So weit, so üblich.

Ein eher zufälligr Blick in das neueste BEAVERS-Veranstaltungsprogramm zeigt, dass hier neben der Krautrock-Legende Jane oder einer Ärzte-Tote-Hosen-Coverband auch sehr unappetitliche Zeitgenossen auftreten dürfen wie eine Böhze-Onkelz-Tribute-Combo oder der Rapper, Pornoproduzent und selbsternannte Frauenfeind King Orgasmus One (CD-Titel: Fick mich … und halt dein Maul!).

Wir kennen das und wissen, dass so etwas nicht die Vorlieben des Veranstalters widerspiegelt, sodnern die Logik des Markes zeigt: Was Geld bringt, wird auf die Bühne geholt, unabhängig von Qualität oder Inhalt. Beim Veranstalter zu intervenieren hat erfahrungsgemäß höchstens dann einen Sinn, wenn genügend Öffentlichkeit dahinter steht (und somit Umsatzeinbuße droht) oder wenn ein direkter Draht zum Veranstalter besteht.


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