Demo gegen Auftritt von AfD-Gauland

Infos: NRZ

Blick über die Landesgrenze ins benachbarte Buchen: „Wir wollen zeigen, dass wir weltoffen und tolerant sind.“ Unter diesem Motto gingen am letzten Samstag rund 250 Menschen auf die Straße. Grund war der Auftritt des AfD-Funktionärs Alexander Gauland in Buchen. „Mit einer bunten und friedlichen Demonstration zeigten die Bürger – darunter Vertreter der Kirchen, der Parteien, des Gemeinderats, der Vereine, Ärzte und Künstler –, dass es in Buchen keinen Raum für Intoleranz, Rassismus und Hetze geben soll“, so die Rhein-Neckar-Zeitung.
Dort wird weiter berichtet: „Wir sind es Opfern des Nationalsozialismus wie Jacob Mayer schuldig, dass wir die AfD in Buchen nicht unkommentiert zu Wort kommen lassen“, rief Amelie Pfeiffer vom Bündnis „Herz statt Hetze“ den Demonstranten zu. Mit Bannern, Trillerpfeifen und der Unterstützung einer Krachkapelle gingen dann Menschen aller Generationen, darunter Familien mit Kindern, auf die Straße, um die im Grundgesetz verankerten Werte zu verteidigen. Die Demo endete am Wimpinaplatz, wo Buchen bei einem politischen Bürgerfest Flagge zeigte: Niemand darf wegen seiner Herkunft, Nationalität, Religion oder seinem privaten Lebensentwurf ausgegrenzt werden. Auch Bürgermeister Roland Burger mischte sich unter die Besucher.
Rolf Grüning vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB Main-Tauber) kritisierte in seiner kämpferischen Rede, für die er viel Applaus bekam, dass die AfD sich als „Partei des kleinen Mannes“ präsentiert: „Wir Gewerkschaften warnen vor dieser Partei.“
Der Buchener Stadtrat Felix Pflüger sieht Alexander Gauland, der am Samstag in der Stadthalle sprach, ebenfalls im „völkisch-nationalen Flügel“ der Partei. „Rhetoriken und Weltbilder, die bis vor einigen Jahren als rechtsradikal und unaussprechbar galten, erreichen nun eine politische Bühne“, warnte Pflüger. Die AfD spiele sozial Schwache gegeneinander aus und könne gleichzeitig keine Antworten auf soziale Fragen liefern. Vielmehr stehe sie für den Abbau des Sozialstaates.
Den ganzen NRZ-Beitrag gibt es hier.


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