Gegen Facebook keine Chance

Redaktion kommunal

Durch unseren kurzen Probelauf im Jahr 2017 konnten wir feststellen: Selbst sich alternativ oder links gebende Menschen bauen lieber auf das unseriöse Facebook als auf Blogs, selbst wenn sie über einen völlig seriösen Hoster wie Blogsport laufen.

Da wir den Weg zu Facebook mit kommunal nicht gehen werden, ist der Probelauf beendet.


7 Antworten auf “Gegen Facebook keine Chance”


  1. 1 KitKat 24. November 2017 um 12:28 Uhr

    Hallo,

    könntet ihr das genauer erklären? Der Sinn und Zusammenhang des ganzen Beitrags erschliesst sich mir nicht. Meint ihr das User lieber einen privaten Blog betreiben sollen als ein Facebookprofil? Und wie sah euer Probelauf aus?

  2. 2 KitKat 24. November 2017 um 12:52 Uhr

    Und lese ich das richtig heraus, dass Menschen, die sich links oder alternativ verstehen, sich nur so geben, weil sie Facebook benutzen? Also das Facebooknutzung und > sich ausschließen?

  3. 3 KitKat 24. November 2017 um 12:53 Uhr

    da sollte „links sein“ stehen statt >

  4. 4 Redaktion kommunal 24. November 2017 um 13:46 Uhr

    Damit wir nicht missverstanden werden:

    Auch alternative oder linke Gruppen nutzen (vor allem oder ausschließlich) Facebook, um ihre Infos, Veranstaltungsankündigungen, Meinungen etc. zu verbreiten. An einem (regionalen) Blog ist wohl niemand mehr interessiert. Es ist also überflüssig, kommunal weiter zu betreiben.

    Wir halten dies für bedauerlich, ja sogar für schädlich. Sich von Facebook abhängig zu machen, ist sicherlich kein Ausdruck emanzipatorischen Denkens und Handelns.

  5. 5 Mapec 24. November 2017 um 13:55 Uhr

    Ich stimme dem zu.
    Es gibt für mich private Gründe, in Facebook zu sein, das werde ich hier nicht näher beschreiben. Aber insgesamt ist es ein Armutszeugnis für uns alle, dass wir unsere Kommunikation über FB laufen lassen, statt z.B. die Blog-Szene zu nutzen.
    Zumindest kurios ist dann auch, dass meine Blogbeiträge nur dann wahrgenommen werden, wenn ich sie bei FB erwähne. Von diesem Konzern geht eine immense Macht aus – die das Kollektiv der FB-User ihm gibt.

  6. 6 KitKat 24. November 2017 um 14:55 Uhr

    Das Facebook scheisse ist und neben wenigen Vorteilen auch eine ganze Menge an Nachteilen mit sich bringt, geschenkt. Das ist 2017 nix neues und wurde hier, wie auch anderswo, schon ausführlichst durchdiskutiert.

    Nach wie vor bleibt es wichtig auf Alternativen wie Blogs und unkommerzielle social media Kanäle hinzuweisen. Immer in der Hoffnung das Leute das wieder stärker für Kommunikation nutzen.

    Zu kommunal und der fehlenden Resonanz

    Ich denke ganz allgemein, dass das auch einfach damit zu tun hat, das es regional gar nicht so viele Gruppen und Initiativen gibt, die für Nachrichten sorgen könnten. Ich denke daran hakt es seit Jahren.

    Kommunal wird wahrscheinlich nur dann Sinn machen, wenn die Betreiber (weiter) dazu bereit sind sich Infos selbst zusammen zu suchen und zu posten. Und auch selbst mehr journalistisch tätig werden und mehr eigenen inhaltichen Output produzieren.
    Meiner Meinung nach sollte der Fokus viel stärker auf Letzeres gelegt werden. Nach einer bloßen Sammlung von Terminen und kopierten Beiträgen scheint der Bedarf offensichtlich nicht so groß zu sein.

    Noch ein anderer Aspekt. All die Jahre in denen es kommunal gibt, haben mich zwei Sachen immer wieder mal geärgert:

    1) Diese Fixierung auf das Internet. Also immer der mitschwingende Anspruch, alles was im echten Leben passiert, müsste auch online abgebildet werden. Vor allem aber der Anspruch, alles müsste an kommunal gesendet werden. Und wer das nicht macht, ist eben doof. So zumnindest kommt das bei mir oft rüber.
    Klar, ich würde mir selbst wünschen das politische Gruppen viel stärker Pressearbeit machen und möglichst viele öffentliche Kanäle mit Infos füttern. Aber es scheint offensichtlich Gründe zu geben, dass das nicht passiert. Warum das so ist, kann ich auch nur spekulieren. Aber ein Vorschlag, geht doch mal auf die Leute und Gruppen zu von denen ihr euch wünschen würdet das sie Infos an euch schicken. Fragt mal direkt nach warum sie nix schicken, was sie von kommunal überhaupt halten und welche Form eines regionalen Infoblogs sie sich wünschen würden. Oder ob sie vielleicht den Bedarf danach gar nicht sehen. Daraus könntet ihr dann Konsequenzen ziehen.

    2) Kommunal jammert mir zu oft. Nehmt euch doch mal die Zeit und überfliegt eure Rubrik Hausmitteilungen. Nörgeleien wie die aktuelle ziehen sich von Anfang an durch dieses Projekt. Das was ihr heute beklagt, liest sich wie das täglich grüßende Murmeltier.
    Das ist nervig. Genau so nervig wie das die Schuld meist bei den Usern gesucht wird. Ich fände hier mal ein bisschen Selbstreflektion angebracht. Eine die sich nicht einfach mit dem Abwatschen des Fehlverhaltens von anderen begnügt.

    Auch wenn ich sagen muss, dass ich die inhaltliche Qualität seit dem neuesten Relaunch, nicht wirklich gut fand, finde ich kommunal weiterhin sinnvoll.

    Daher noch mal zusammengefasst drei gut gemeinte Vorschläge an euer Projekt:

    - sucht den direkten Kontakt mit Gruppen und Personen mit denen ihr euch eine Zusammenarbeit wünschen würdet. Äußert Fragen und Wünsche, macht Vorschläge und verbreitet Ideen wie kommunal nutzbar zu machen wäre.

    - mehr eigenen Output erzeugen. Das muss nicht immer die große Analyse sein. Die meiner Meinung nach interessantesten Beiträge bei kommunal waren entweder Interviews oder Artikel bei denen offensichtlich war, das kommunal direkt mit Initiativen oder Personen Kontakt und damit Informationen aus erster Hand hatte. Die fand ich durch die Bank immer bereichernd und spannend. Und sowas gabs auch nur bei kommunal zu finden.

    - weniger Jammern und weniger über Facebook oder Primasonntag abkotzen. Dafür mehr Selbstreflektion und vor allem mal ein Konzept, was genau kommunal eigentlich sein soll. Die Idee einer Redaktion die nur zugeschobene Infos, Diskussionsbeiträge und Termine veröffentlicht und ab und an was eigenes schreibt, ist zwar nett. Aber offensichtlich anachronistisch.

    Dass das alles Arbeit bedeutet ist klar. Aber bei der ganzen Meckerei scheint euch die Seite ja auch am Herzen zu liegen. Deswegen Arsch hoch und machen. Denn zufliegen tut es einem ja ganz offensichtlich nicht.

  7. 7 mmk 25. November 2017 um 13:54 Uhr

    Danke für den ausführlichen Kommentar. Ich sehe das stellenweise anders. Z.B. ist ein sarkastisches Draufhauen auf Prima Sonntag immer berechtigt und meist unterhaltsam.

    Insgesamt aber haben wir durch diverse Diskussionen und Beobachtungen festgestellt, dass mit einem vertretbaren Aufwand leider nichts möglich sein wird. Selbst wenn wir viel eigenen Output liefern würden: Wir haben nicht die Ideee, dass das momentan wirklich auf Interesse stoßen würde.

    Facebook ist das Medieum der Wahl auch bei so genannten alternativen oder linken Gruppen – das killt das Blog.

    Wir halten deine obigen Gedanken hier aber gerne fest als Hinweis für diejenigen, die es nach uns probieren möchten.

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