Archiv der Kategorie 'DISKUSSION'

Come in and find out – Ein Kommentar zu den Aktionen in Aschaffenburg

Kommentar von 안드레아스

„Come in and find out“: Komm herein und finde heraus. So verstehen viele deutsche „Native Speaker“ das Englisch einer großen Parfümeriekette.

„No Woman, no Cry“. „Keine Frau, kein Geschrei“, denken sich im Deutschen aufgewachsene Männer, wenn sie Bob Marleys lauschen. Und weil sie ihr Schulenglisch Wort für Wort übersetzen, kommen sie nicht auf den Gedanken, dass ihre Ad-hoc-Übersetzung grundlegend falsch ist.

„Nein Frau, weine nicht“ wäre richtig(er) und bedeutet fast das Gegenteil.

Wer Englisch Deutschen vorsetzt, mag ein Problem mit Deuschen haben oder sich einfach aufwerten wollen, geht aber immer das Risiko ein, völlig falsch verstanden zu werden.

Hinter Aschaffenburgs City Galerie sah ich heute ein Schild:

„No border! No Nation! Refugees welcome! #dieTotenkommen“

Warum in Englisch? Ist die Nachricht an hiergebliebene US-amerikanische Soldaten gerichtet? Sind die so flüchtlingsfeindlich?
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Das Handwerk legen! – Gedanken zu Noabgida

Oder: Es muss doch wohl darum gehen, ihnen das Handwerk zu legen!

Kommentar von Sebastian Schalk

Die folgenden Kritikpunkte und Beleidigungen beziehen sich auf einen Facebookpost, den die Redaktion kommunal mit Erlaubnis des Bündnisses Noabgida auf kommunal.blogsport.de unter dem Titel „Aschaffenburg gegen PEGIDA“ veröffentlichte.

1. Der Vorhof zum Paradies

Deutschland, ein Land, in dem das Grundgesetz jeden vor Diskriminierung aufgrund seiner Herkunft und Religion schützt, wird nur beschmutzt durch die Hetze „mancher Mitbürger“. So klingt Noabgida. Eklig ist bereits die Tatsache, sich dem Kollektiv dieser Deutschen zugehörig zu fühlen, absurd wird es, wenn die deutsche Rechtslage als Schild gegen die wohl als die bösen Erkannten in Stellung gebracht wird. Lager, Abschiebungen und nicht geringe Mitverantwortung an den Methoden der Menschenjäger von Frontex sind wohl nicht erwähnenswert; denn diese schicken vermutlich nur Nicht-“Kriegsflüchtlinge“ und Un-“harmlose Migranten“ in den sicheren Tod. Eben jene Wirtschaftsflüchtlinge, die die „Hetze“ wohl gerechterweise trifft, oder diejenigen, die es nicht wert sind, gegen PEGIDA und AfD verteidigt und unter den Schutz eines Grundgesetzes gestellt zu werden. (mehr…)

Scheitern, Leiden und Tod – einige Anmerkungen

Martin Bayer

Das Erscheinen der arranca! Nr. 40 zum Thema „scheitern“ und insbesondere der Beitrag „16 Thesen zum Scheitern der Linken am Tod“ der Gruppe SOMOST haben dazu geführt, dass ich einige teils recht alte Gedanken überarbeitet und zusammengestellt habe. Ich stelle diese hiermit zur Diskussion.
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Aufstehen gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neofaschismus, Militarismus

„Zuviel an Not und Tod, an KZ-Qualen, an Verwüstung und Vernichtung, an millionenfachen Mord hat der Faschismus gebracht, sodass es nichts Wichtigeres geben kann, als Aufstehen gegen jede Erscheinung von Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neofaschismus, Militarismus. “ Peter Gingold, 26. September 2000 auf dem Münchener Marienplatz

In Erinnerung an den antifaschistischen Widerstandskämpfer, Gewerkschafter, Kommunisten und aufrechten Menschen Peter Gingold wird hier eines seiner letzten Interviews veröffentlicht, das anlässlich einer Veranstaltung des Bündnisses gegen Rechts am 24.11.2005 im JUKUZ, Aschaffenburg aufgezeichnet wurde.

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Differenzen, die wirklich sein müssen

Schon seit den Montagsdemonstrationen scheinen manche Zeitgenossin und mancher Zeitgenosse recht verwirrt zu sein. Denn plötzlich tauchte die Idee auf, linke und rechte Argumente würden sich eigleich zum Verwechseln ähnlich sein. Zugegeben mögen sich manche spätstalinistischen Parolen vom Recht des Volkes auf seine Arbeit wenig von den gleichen Forderungen rechter Gruppen unterscheiden; und auch die Wiedergründer der wahren Sozialdemokratie in der Partei Die Linke fordern Arbeit, Arbeit, Arbeit – statt eines Auskommens für alle.
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Die „Verbetriebswirtschaftlichung“ der Demokratie

Das politische Treiben der Bertelsmannstiftung beschreibt ein ausführlicher Folien-Satz von Reinhard Frankl (PDF, 2009).

Fukushima und die Energiewende

Die Chancen für den Atomausstieg sind gewachsen
Erfolge für die neue Anti-AKW-Bewegung

Mit triumphalem Grinsen streckten sie uns ihre Erkennungsaufkleber entgegen: »Kernkraftgegner überwintern im Dunkeln mit kaltem Hintern« – die Hanauer Atomindustrie brummte, und so fachkundige Politiker wie MdB Gerhard Flämig lobten bei Pro-Kundgebungen auf dem Hanauer Marktplatz die schöne neue Hochlohn-Welt des Plutoniumarbeiters am Alkem-Handschuhkasten.
34 Jahre danach ist das Hanauer Atomdorf mit seinen aus Staatsräson verleugneten zivilmilitärischen Grauzonen längst Geschichte, nur die ins benachbarte bayerische Alzenau exilierte Rest-Nukem scheffelt mit knapp 40 Angestellten und Filialen von Usbekistan bis USA noch Gewinne im globalen Uranhandel. (mehr…)

Gegen Nazis – Für Kultur

Reinhard Frankl hat bei der Demonstration gegen das Nazifest in Ansbach bei Marktheidenfeld am 13. August nicht nur gesprochen, sondern auch zwei Lieder gesungen. Sein Redemanuskript (einschließlich der Liedtexte) hat er uns nun zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns und empfehlen ausdrücklich die Lektüre dieses Textes.

Krise, Kapital und Griechenland

Wir bringen hier einen Vortrag von Ralf Dreis zu Euro, Krise, Kapitalismus und Griechenland. Weitere (sehr kompakte) Infos zu Griechenland gibt es z.B. als Flugblätter (PDF) von Attac Aschaffenburg und anderen HIER und HIER.

Hinweis: Die im Standbild angegebene Adresse kommunal.tk besteht aufgrund von Problemen mit dem tk-Anbieter nicht mehr.

Wahnsinn, Kapitalismus und Stadtentwicklung

In mehreren Teilen beschäftigte sich in den letzten Jahren die nhz – linke Zeitschrift für die Region (erscheint in Hanau) mit den Auswirkungen der kapitalistischen Stadtentwicklungspolitik, hier konkret am Beispiel der Umgestaltung von Hanaus Innenstadt.
Interessant: Die Notwendigkeit der Umgestaltung wird auch mit der „Abwanderung von Kaufkraft ins Umland oder in `konkurrierende´ Städte (hier: Aschaffenburg, Fulda, Offenbach, Frankfurt)“ begründet.
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Die Beschneidung der Jungen

Ein Beitrag für kommunal von Michael Baumann aus dem Jahr 2012

Heiß diskutiert wird derzeit die Frage der Beschneidung von Jungen, nachdem ein Kölner Gericht diese – was einsichtig ist – als Körperverletzung bezeichnet und untersagt hat. Grundsätzlich geht es um die Frage, ob die elterliche Verfügung höher zu bewerten ist als das individuelle Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Michael Baumann hat uns freundlicherweise eine Zusammenstellung wesentlicher Fakten, Argumente und Dokumente erstellt. Die Datei (PDF) enthält zahlreiche Aussagen zu medizinischen, psychologischen und religiösen Fragen sowie Hinweise und Links zu weiterführenden Videos, Artikeln etc. Eine sehr gute Zusammenstellung, die gerne weiterverbreitet und diskutiert werden darf.