Archiv der Kategorie 'Frauen/Gender'

Hat der Biber ein bräunliches Fell?

mmk

Die Frage, warum ein Musiklokal nach dem englische Wort für Biber benannt ist und daher BEAVERS heißt, kann als nebensächlich abgetan werden. Die Tatsache, dass hier vor allem Coverbands spielen, überrascht nicht, wenn wir wissen, dass sich das Lokal in Miltenberg befindet, also zu nah an der Coverband-Hauptstadt Deutschlands – und das ist ja wohl Aschaffenburg. So weit, so üblich.

Ein eher zufälligr Blick in das neueste BEAVERS-Veranstaltungsprogramm zeigt, dass hier neben der Krautrock-Legende Jane oder einer Ärzte-Tote-Hosen-Coverband auch sehr unappetitliche Zeitgenossen auftreten dürfen wie eine Böhze-Onkelz-Tribute-Combo oder der Rapper, Pornoproduzent und selbsternannte Frauenfeind King Orgasmus One (CD-Titel: Fick mich … und halt dein Maul!).

Wir kennen das und wissen, dass so etwas nicht die Vorlieben des Veranstalters widerspiegelt, sodnern die Logik des Markes zeigt: Was Geld bringt, wird auf die Bühne geholt, unabhängig von Qualität oder Inhalt. Beim Veranstalter zu intervenieren hat erfahrungsgemäß höchstens dann einen Sinn, wenn genügend Öffentlichkeit dahinter steht (und somit Umsatzeinbuße droht) oder wenn ein direkter Draht zum Veranstalter besteht.

Museum.Burg.Miltenberg: Kunst von Frauen im Jahr 2015

Mapec

Nun stehen sie fest, die beiden Ausstellungen, die 2015 im Museum.Burg.Miltenberg stattfinden werden: Bilder der in Miltenberg aufgewachsenen Renate Anger und Werke von Maria Lehnen. Ein Jahr der Frauen also, im sonst von männlicher Knst dominierten Burgmuseum. Sehr gut!

Renate Anger heißt also die Künstlerin, die im Jahr 2015 die erste Sonderausstellung im Museum.Burg.Miltenberg haben wird. Nur hat sie leider nichts mehr davon, kam sie doch tragischerweise 2008 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Die genauen Termine der Ausstellungen werden nachgeliefert, sobald sie feststehen.

Nachtrag:

Nun konnten wir die Ausstellungszeiten ausfindig machen. Renate Angers Werkschau ist zu sehen vom 1. April bis zum 5. Juli, die Ausstellung „Sterne, Wölfe und andere Menschen“ mit Werken von Maria Lehnen gibt es vom 31. Juli bis zum 1. November.

Aschaffenburg: Denkmal für die Opfer des Hexenwahns gefordert

zugesandte Information

Wir  fordern  ein  Denkmal  für  die  Opfer  des  Hexenwahns  in Aschaffenburg!  

Wir haben die Initiative zur Errichtung eines Denkmals für die Opfer des Hexenwahns an einer zentralen Stelle in unserer Stadt ergriffen. In einem ersten Schritt werden wir am Gasthaus „Goldener Karpfen“ eine Tafel zur Erinnerung an Margarethe Rücker, die ehemalige Wirtin des Gasthauses anbringen. (mehr…)

CSD in Aschaffenburg ein voller Erfolg – Geringe Gegenaktion – Fragwürdige Parteibeteiligung

mb

Der erste Christopher Street Day in Aschaffenburg ist nun bereits Geschichte. Und er war erfolgreicher, als die Veranstalter/innen erwartet hatten. Nur eine Gegenaktion wurde bisher bekannt: Vor dem Jugend- und Kulturzentrum (JUKUZ) – in dem die Party nach dem CSD stattfand – sprühten Unbekannte den Schriftzug „Christus Rex“ (Christus König), drei Kreuze und „No Homo“ auf den Asphalt. Es hätte schlimmer kommen können, zeugt aber davon, dass sich auch jetzt noch Widerstand gegen den CSD regt – wenn auch in diesem Fall nur aus vermutlich extremen christlichen Kreisen. Die Katholische Jugend war immerhin am CSD beteiligt!
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rAinBows – Die SchwuLesbische Jugendinitiative in Aschaffenburg

Redaktion kommunal

Erfreut konnten wir feststelle, dass es in Aschaffenburg eine „LGBT*IQ Jugendinitative, die sich im Bereich für mehr Toleranz und Akzeptanz für Homo-, Bi- und Transsexualität engagiert“ gibt (Zitate von der Homepage rainbows-ab.de). Als Ziele werden u.a. genannt: „Als LGBT*IQ Jugendinitiative möchten wir neben dem regulären Treff auch eine erste Anlaufstelle für Personen, die sich ihrer Sexualität erst bewusst wurden/werden oder noch unsicher sind darstellen. Gruppenintern möchten wir unsere Besucher im Coming-Out-Prozess unterstützen, ihnen Raum zum Austausch geben und wenn möglich mit Rat und Tat zur Seite stehen.“
Jetzt bereitet rAinBows auch den ersten Christopher-Street-Day in Aschaffenburg vor. Wir wünschen gutes Gelingen!

Dirndl untenrum & krachlederne Kulturlosigkeit

Aus dem Archiv kommunal

Die Voyeure haben wieder ihren Festtag: Das zweite Dirndlspingen im Raum Miltenberg wird am 22. Juni im Freibad in Bürgstadt durchgeführt. Dazu wurde von uns schon ausreichendes gesagt.
Und wer sponsort das ganze? Die Dealer von der FAUST-Brauerei, wer sonst?!

Wie das überhaupt mit Dirndl und Krachledernen ist, auch das haben wir schon vor längerer Zeit quasi im Vorbeigehen erledigt.

Wir müssen ja nicht immer wieder das Gleiche schreiben. Daher heute nur Hinweise auf unser Archiv.

Nazi-Frau abgesägt – Das vorläufige Ende der Sigrid Schüßler

aus: www.publikative.org

Kaum hatten sich die Wogen rund um die „Porno-Affäre“ gelegt, zeigte sich Ende März bei der Neuwahl der Vorsitzenden des Rings Nationaler Frauen, der Frauenorganisation der NPD, dass auch die Streitigkeiten rund um Holger Apfels Rück- und Austritt keineswegs vergessen sind.

Die bisherige Vorsitzende des RNF, Sigrid Schüßler [Kreis AB], war zur Amtsübergabe nicht mal mehr zum Kongress nach Berlin gereist, wie es szeneintern heißt. (mehr…)

Dirndlspringen – untenrum

„Die rund 100 Gäste beklatschten und bejubelten die Sprünge. Bewertet hat die Jury sechs Kategorien, das Dirndl selbst, dann das »Untenrum«, die Haltung, der Flug, die Eintauchphase und der Gesichtsausdruck.“ (Main-Netz.de, 17.09.13)
Was war geschehen? Es war zum ersten Miltenberger „Dirndlspringen“ geladen worden. Tatsächlich sprangen mehrere Frauen in Dirndl, oder dem, was am Untermain für ein solches gehalten werden darf, vom Dreimeterturm des Miltenberger Freibades. Die anwesenden männlichen Gäste durften so dem Voyeurismus frönen, indem sie nicht nur den jungen Frauen unter die hoch fliegenden Röcke sehen konnten, sondern auch noch die bajuwarische Form des Wet-T-Shirt-Contest erleben durften.
Proteste gegen den sexistischen Müll? Weit gefehlt. Selbst sich emanzipiert oder zumindest selbstbewusst gebende Frauen bezeichnen heute durchgehend alle Kritikerinnen und Kritiker solcher Zumutungen als „Spaßbremsen“ oder „Nörgler“.
Wir waren in dieser Debatte schon mal weiter. Soll aber niemand sagen, wir hätten es nicht wenigstens bemerkt, was da an Sexismus abläuft – so mit „Untenrum“.

Und wieder Prima Sonntag: Bomben und Bikinimädchen

Prima Sonntag kann es nicht lassen. Wieder muss ein sexualisiertes Thema auf die Titelseite: Die angeblich „schönsten Frauen der Region“ stehen zur Wahl. (mehr…)

Warnung: Brust-OP!

Heute in der schlechtesten aller Printmedien am bayerischen Untermain: PRIMA SONNTAG verlost eine Brust-OP! Nicht für Männer, die endlich mal wie Adonis aussehen wollen, sondern für Frauen. kommunal wird von Männern erstellt. Und genau deshalb sind wir die Experten zu diesem Thema (wären wir Frauen, so wären wir genau aus diesem Grund dann Expertinnen): Liebe Frauen, egal wie groß (oder angeblich klein) Eure Brust ist – sie ist gut! Niemand soll Euch einreden dürfen, da sei was falsch, nur um damit Geschäfte zu machen. Das Schönheitsideal ist eine Waffe des Kapitalismus, um auch noch aus Eurem Körper Gewinn zu ziehen (er wird damit zur Ware). Das Schönheitsideal ist eine Waffe gegen die Frau (und übrigens auch gegen den Mann). Wehrt Euch! Schmeißt PRIMA SONNTAG in die Papiermülltonne. Nur dort macht diese Journalismus gewordene Verrohung Sinn.

Montagskundgebung

zugesandte Terminmitteilung

Am 5. Märzr treffen wir uns wieder von 16 Uhr 30 bis 18 Uhr zu unserer nächsten Montagsdemo am Eingang Schöntal-Park (gegenüber Herstallturm). (mehr…)

Brot und Rosen

Film zum 101. Weltfrauentag
im Café Krem, Riesengasse 10, Aschaffenburg
am Donnerstag, 8. März, 19 Uhr
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Rosenmontag – z.K.

Was sind zwölf sexistische Witze und ebenso viele uralte Kalauer? Eine Büttenrede. (mehr…)

rap4kids – oder: So nicht!

Auf Indymedia wurde heute ein Bericht veröffentlicht zum Rap-Video aus Amorbach mit Harris, Yassir, Hassan Annouri, Marc Reis, Samah, Celo & Abdi sowie Demain. Dieses Video, das angeblich gegen Kindervergewaltiger und Pädophile wirken soll, zeigt, wie man es keinesfalls machen sollte.

Sie versprachen mir ein herrliches Fest

In der Zeit vom 8. bis zum 22. Juli 2011 zeigt die Gleichstellungsstelle Landkreis Miltenberg in Zusammenarbeit mit dem Afrika-Freundeskreis-Aschaffenburg A.F.K.A. e.V. im Foyer des Landratsamtes Miltenberg die Ausstellung von Terres des Femmes zur weiblichen Genitalverstümmelung „Sie versprachen mir ein herrliches Fest“.
Weltweit sind 150 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen, auch in Deutschland. Die Ausstellung gibt Informationen über das Ausmaß, die Verbreitung, Formen und Folgen der Genitalverstümmelung, stellt aber auch Begründungen und soziokulturelle Hintergründe dar und liefert Ansätze gegen Beschneidung in Deutschland und Afrika. Porträts engagierter Menschenrechtsaktivistinnen runden die Ausstellung ab.
Die Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 8. Juli, 14.00 Uhr im Foyer des Landratsamtes statt. Nach einem Grußwort des Afrika-Freundeskreises wird Frau Regina Kalthegener, Rechtsanwältin, TERRES DES FEMMES, Sprecherin AG Frauenrechte im Forum Menschenrechte zur Problematik der Genitalverstümmelung, über aktuelle Entwicklungen und die Rechtslage sprechen.
Der Kora-Musiker aus Gambia Lamin Susso wird mit seinen Freunden die Veranstaltung musikalisch umrahmen. Die Kora ist eine mit beiden Händen gezupfte westafrikanische Stegharfe.

Zugesandte Information

Der kommende Aufstand

Der kommende Aufstand, die politisch-literarische Schrift aus Frankreich, wird derzeit von links bis rechts diskutiert. Unser Schwesterprojekt disk.blogsport.de möchte da nicht abseits stehen und stellt eine Fassung in Großdruck und Format A4 zur Verfügung sowie mehrere Links zu anderen Fassungen und Diskussionsbeiträgen, siehe HIER.