Archiv der Kategorie 'Kriminalität/Terror'

Und immer wieder Israel

Redaktion kommunal

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu und die Welle der antisemitischen Aktionen scheint nicht abzubrechen. Islamisten, angebliche Israel-Kritiker, offene Neonazis und Friedensfreunde organisieren oder beteiligen sich in ganz Deutschland an Demonstrationen und auch Aschaffenburg scheint nicht länger verschont zu bleiben.

„Demonstration gegen Israel“ (also diesmal ganz offen nicht nur gegen eine bestimmte israelische Politik!) postet der User „Ich bin Moslem.Elhamdulillah“; und auch die Facebookseiten „IGMG Ayasofya Cami-i Aschaffenburg“ sowie „Was obama Lan, wir haben Erdogan“ mobilisiert seit dem 13. Juli zu einer lokalen Aktion.

Hinter dem Posting der Seite „IGMG Ayasofya Cami-i Aschaffenburg“ steckt eine Gruppe von „Millî Görüş (häufig auch Milli Görüş geschrieben; deutsch: Nationale Sicht)“ (Quelle: Wikipedia), in deren Reihen der Anmelder der für den 20. Juli geplanten Aktion vermutet wird. Auch wenn Milli Görüş auf den ersten Blick ein Sammelbecken der unterschiedlichsten Personen und Ideologien ist und sich die Führung der IGMG öffentlich von Antisemitismus distanziert, befördern Teile der Bewegung eben jene Weltanschauung. In Deutschland wie der Türkei werden der Organisation demokratiefeindliche Bestrebungen vorgeworfen und auch der deutsche Verfassungsschutz weiß über Milli Görüş zu berichten. Ihr Ziel sei es, „die westliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen.“

Bildervortrag “Freiheit statt Frontex”

Infos von http://blockupyab.blogsport.eu

Freiheit statt Frontex – Widerstand und selbstorganisierte Kämpfe gegen das EU-Grenzregime

Bildervortrag im Rahmen der Blockupy Aktionstage mit Hagen Kopp (kein mensch ist illegal/Hanau)
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Mömlingen/Dorndiel: Nazidrohung

von S.B.

Am vergangen Samstag, am Rande eines Konzertes in Dorndiel (Groß-Umstadt), wurde eine Person von einem Mömlinger Neonazi bedroht. Die Person sei als „Linker“ identifiziert worden und solle das Kleben von Gegen-Nazis-Stickern in Mömlingen unterlassen. Außerdem sollen keine Neonazi-Sticker mehr entfernt werden, ansonsten gebe es eins aufs Maul.

VS-Bericht und Untermain: Körperverletzung, die dümmsten Kondome der Welt, Propaganda und rechte Frauen

aus: Verfassungsschutzbericht Bayern 2013 (München, März 2014)

Rechtsextremistisch motivierte Gewalt richtet sich darüber hinaus auch gegen den politischen Gegner, insbesondere gegen Personen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren sowie gegen linksextremistische Antifaschisten: Am 30. Mai skandierten mehrere unbekannte Personen in Aschaffenburg rechtsextremistische Parolen. Ein 35-Jähriger forderte sie auf, dies zu unterlassen. Daraufhin schlugen die Täter ihn und seinen Begleiter zu Boden und traten auf sie ein.

Der JN-Bundesverband verschickte im September mit Unterstützung der NPD bundesweit Schreiben an Politiker und Vertreter von Migrantenverbänden, denen Kondome beigelegt waren. Den Empfängern sollte dadurch signalisiert werden, sich nicht fortzupflanzen. Die Botschaft weist Parallelen zur Politik der Rassenhygiene im Nationalsozialismus auf. Mitte September erhielten auch einige Aschaffenburger Stadträte entsprechende Schreiben des NPD-Kreisverbandes Aschaffenburg/Miltenberg.


Erwähnt wird unter „Vertriebe und Versandhandel“ auch der Last Resort Bessenbach von Dominik Wensauer.

Unter Ring Nationaler Frauen (RNF, Sitz Egeln in Sachsen-Anhalt) wird die Bundes-Vorsitzender Sigrid Schüßler erwähnt, hier am Untermain hinreichend bekannt.

Heute: Gedenktag an die Opfer des Nazi-Regimes

aus: Tatort Miltenberg – Nichts ist vergessen

„Blut und Boden! Nicht nur der Land­schaft Frucht und Schön­heit, nicht nur des Städt­leins trau­li­cher Zau­ber ver­bin­den uns so innig mit der viel ge­prie­se­nen Perle des Mains. Uns ket­ten noch fes­ter an Hei­mat und Va­ter­land die Bande des Blu­tes, die leib­li­che und geis­ti­ge Be­zie­hung zu den Men­schen, die wie wir aus dem Boden die­ser ge­seg­ne­ten Stät­te er­wuch­sen.“ (mehr…)

Der blinde Fleck

zugesandter Terminhinweis

1980 explodierte auf dem Münchner Oktoberfest eine Bombe und riss 13 Menschen in den Tod. Ein Attentat aus der extremen Rechten, mit dessen Hintergründe sich ein Film beschäftigt, der nun im Casino, Aschaffenburg gezeigt wird, sie Einladungsflugblatt (PDF).

Testfall Syrien?

zugesandter Terminhinweis

Die nationale, regionale und internationale Ebene des Syrien-Konflikts und die Perspektiven für einen Frieden in der Region

Vortrags- und Diskussionsabend mit Karin Leukefeld, Bonn/Damaskus, Auslandskorrespondetin, Islam- und Politikwissenschaftlerin, u. a. tätig für ARD und Schweizer Hörfunk, Junge Welt

Mittwoch, 04. Dezember 2013, 19.30 Uhr
Volkshaus Halkevi, Aschaffenburg
Sandgasse 2, 1. Stock
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9. November 2013: 75 Jahre Pogrom von 1938 – Gedenken im Kreis Miltenberg

Zusammenstellung: Redaktion kommunal

Elsenfeld: Veranstaltung mit Klezmusica

„Wo gab es früher Synagogen zwischen Aschaffenburg und Miltenberg? Wo gibt es heute noch jüdische Friedhöfe in unserer Gegend? Antworten auf diese Fragen erhalten Interessierte am Abend des 9. November. An diesem Tag jähren sich die von den Nationalsozialisten im Deutschen Reich veranlassten Judenpogrome zum 75. Mal. (mehr…)

Neo-Nazis auf Kirchweih

Polizeibericht

Leidersbach, OT Volkersbrunn, Lkr. Miltenberg. Vier Rechtsradikale haben bei einer Kirchweih in der Nacht zum Sonntag zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und zwei Polizeibeamte beleidigt und mehrere Leute angepöbelt. Die vier gaben auch rechtsextreme Parolen von sich und als sie sich einem Platzverweis der Polizei widersetzten, wurden sie in Gewahrsam genommen. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg ermittelt nun wegen Beleidigung und Verstößen gegen § 86 a Strafgesetzbuch.
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1933 in Miltenberg: Lehre aus der Geschichte

Redaktion kommunal / Wilhelm Otto Keller

Wilhelm Otto Keller ist der bestinformierte Historiker in Bezug auf die Geschichte der Stadt Miltenberg. Im Rahmen der Reihe „Geschichte statt Stammtisch“ berichtete er am vergangenen Sonntag über das Jahr 1933 und die Machtübertragung in der Kreisstadt. Er stellte fest: „Die NSDAP fasste im Kreis – und in abgeschwächter Form auch in der Stadt – viel langsamer Fuß als im übrigen Reich. Der Hauptgrund: die dominante Rolle der Bayerischen Volkspartei (BVP) als Bastion des Katholizismus.“ (Bote vom Untermain, 01.10.13) Allerdings: „Mit der Auflösung der übrigen Parteien im Juli 1933 war dann die »Machtergreifung« auch in Miltenberg in der Praxis durchgesetzt und die Drohung mit »Dachau« brachte den Widerstand zum Schweigen, auch wenn sich die katholische Kirche noch einige Zeit gegen die Zumutungen der Nazis wehrte. Ein Lehrstück in Sachen »kalter Putsch« war nach einem halben Jahr auch in Miltenberg über die Bühne gegangen.“ (ebd.)
Eine nicht einmal überragende offene Zustimmung für die NSDAP, nach der Machtübergabe Parteiauflösungen und offene Drohungen – das reichte schon. Größerer Widerstandswille war auch hier wohl nicht zu bemerken. Und wenn der Faschismus – egal in welcher Spielart – an der Macht ist, dann ist es bereits zu spät. Das ist die Lehre, die zu ziehen ist: Wer die Nazis nicht bekämpft, der erst riskiert, von diesen besiegt zu werden.

Endlich mal was zu S&K

An diesem Wochenende im Main-Echo/Bote vom Untermain: Die Zeitung meint, das Wetter „fordert zum einen oder anderen Freiluft-Schoppen … in der Aschaffenburger Traditionsgaststätte Schlappeseppel“ auf.

Kapitalismus, Anmerkung 1: Tradition ist auch, wenn es im Schlappesppell kein „Schlappeseppel“ gibt, sondern – aufgrund besserer ökonomischer Zusagen an den Kneipeninhaber – jetzt die Miltenberger Plörre „Faust“.

Kapitalismus, Anmerkung 2: Zu S&K, der Firma aus dem Kreis Miltenberg mit den großen Gewinnversprechungen, haben wir bisher nichts gesagt. Nun hat sich – auch an diesem Wochenende in der Zeitung zu lesen – der eine Gesellschafter mit einem Sprung aus dem Gerichtsgebäude in die Freiheit begeben wollen; schwere Verletzungen waren die Folge.

Zu S&K sei gesagt, dass
1. wir uns nicht für die Glücksversprechungen des Kapitalismus interessieren, da wir sie nicht glauben.
2. alles weitere ein ordentliches Gericht zu klären hat.

Hier nur so viel:

Werbevideo von S&K


Und wie mensch das noch sehen kann

Nazi-Aktivitäten überschatten am Untermain den Gedenktag zum 9. November

Im Jahr 2012 machten nicht nur diverse extrem rechte Aktionen am bayerischen Untermain von sich reden; es wurde auch bekannt, dass zwei Nazi-Terroristen in den neunzigern in Aschaffenburg bei mindestens einer Demonstration aufgetaucht waren. (mehr…)

Amorbach, Kirchzell, Aschaffenburg & die Kontakte zu NSU-Terroristen

Dass die extremen Rechten, die in Kirchzell, Amorbach oder Aschaffenburg aktiv waren, Kontakt zu den Terroristen des NSU hatten, das hat die Aschaffenburger Seite aburg.org bereits publiziert, wenngleich es in den bürgerlichen Medien am Untermain nie Thema war. Nun bestätigt die tageszeitung aus Berlin genau das, was am Untermain die Medien nicht wissen wollten. Danke nach Berlin!

Abschiebungen ins Kosovo unterlassen

Nachdruck eines Leserbriefes von Christian Schauer, DAGA Alzenau (26.05.12 Main-Echo, 06.06.12 Bote vom Untermain)

Amnesty kritisierte unter anderem, dass mehrere Bundesländer Roma in das Kosovo abschieben, obwohl ihnen dort Verfolgung und Diskriminierung drohen. (mehr…)

Demonstration am 2.Juni! Aufklärung, immernoch!

zugesandter Terminhinweis

Christy Schwundeck ist nun schon seit einem Jahr tot und immer noch wissen wir nicht, wie es zu ihrer Tötung kam. Trotzdem wurde nun das Ermittlungsverfahren gegen die schießende Polizistin eingestellt! Sollen wir also wieder akzeptieren, dass der Tod einer Schwarzen Person nicht aufgeklärt wird? Dürfen Polizisten in diesem Land einfach Menschen töten ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden? Wir trauern um Christy, sind aber auch wütend und werden am 2.Juni für die Wiederaufnahme der Ermittlungen demonstrieren! Wir fordern euch alle auf, mit uns für Gerechtigkeit und Aufklärung auf die Straße zu gehen! Für Christy Schwundeck und alle die anderen Opfer rassistischer Polizeigewalt! 2.Juni, 13°° Hauptbahnhof

Sprechtheater – Traum vom Leben

zugesandter Terminhinweis

Momentaufnahmen und Betrachtungen von und mit Flüchtlingen und Asylsuchenden
Montag, 14. Mai, 20 Uhr, Stadttheater Aschaffenburg
Mit der Flüchtlingstheatergruppe aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber Würzburg
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Menschenrechte und eine differenzierte Sicht der Dinge

Ein Beitrag zur Diskussion von Martin Bayer

Islam, Islamismus und antiislamischer Rassismus

In der derzeitigen Diskussion – von linken Kleingruppen bis hin zu öffentlichen oder privaten Fernsehsendern – spielt das Thema Islam eine bedeutende Rolle, meist unter dem Gesichtspunkt des Islamismus, vermehrt auch mit Blick auf die islamfeindlichen Strömungen in Deutschland und dem restlichen Europa. Mit diesem Beitrag soll versucht werden, einige Anmerkungen zu diesem Themenkomplex zusammenzufassen und eine Stellung zu beziehen, die weder rassistischen Ideen aufsitzt noch die Probleme verleugnen will.
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Not der Palästinenser

zugegangener Terminhinweis

Mahnwache am Fr., 30. März 18-19 Uhr, Aschaffenburg, Herstallstraße vor Diekmann
Am 30. März soll an vielen Orten der Welt auf die Not der Palästinenser hingewiesen werden. Auf den Verlust ihres Grund und Bodens durch den 1. israel.-arab. Krieg 1948/49, aber auch auf die andauernde Politik Israels mit Enteignung, Entzug des Aufenthaltsrechts, Verweigerung von Baugenehmigungen, Hausabriss, willkürlichen Verhaftungen usw.
Es beteiligen sich pax christi Aschaffenburg, amnesty Aschaffenburg und die Aschaffenburger Friedenstrommler.
Bitte Kerzen und Friedenszeichen mitbringen.

Anmerkung: Siehe dazu auch die differenzierteren Ausführungen der AGA und die 22 Anmerkungen.

Für den sofortigen Stopp der militärischen Auseinandersetzung im Gaza-Streifen!

Ein Beitrag zur Diskussion der Anarchistischen Gruppe Aschaffenburg

Wir solidarisieren uns mit der vom Krieg betroffenen palästinensischen und israelischen Zivilbevölkerung und setzen uns für den sofortigen Stopp der militärischen Auseinandersetzungen ein.
Die derzeitige Situation im Gaza-Streifen gleicht einer humanitären Katastrophe.
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22 Anmerkungen zu Israel & Palästina

Ein Beitrag zur Diskussion von Mapec

Kein Thema der politischen Diskussion innerhalb der deutschen Linken polarisiert so wie die Frage „Wie hältst Du es mit Israel und Palästina?“ Politische Gruppen zerbrechen darüber, Redaktionen zerfallen, Freundschaften gehen in die Brüche. Die konkreten Einflussmöglichkeiten auf den Nahost-Konflikt stehen dabei in einem grotesken Widerspruch zur Wichtigkeit, die er zugesprochen bekommt.
Diese heftige Reaktionen resultieren daraus, dass sich in der Frage nach der Stellung zum Nahostkonflikt vier Essentials der Linke treffen: der Antifaschismus, der Antirassismus, der Anti-Antisemitismus und der Internationalismus.
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