Archiv der Kategorie 'Medien'

Prima Sonntag: Ein Blick in den Abgrund des Journalismus

mmk

„So läuft eine Samenspende!“ titelte die kostenlose Anzeigenzeitung Prima Sonntag in der gestrigen Ausgabe. Und zwar auf Seite eins – als wichtigster Beitrag also. Schade, dass kommunal nicht Titanic ist. Denn wenn wir das Satireblatt wären, würden wir ungefähr so schreiben dürfen:

Wie das mit einer Samenspende „läuft“? Das wissen die Jungs in der Redaktion seit ihrer Pubertät. Und die Frauen haben das auch schon mitbekommen. Wir empfehlen den investigativen Spitzenjournalisten am bayerischen Untermain mal den Blick in einen beliebigen Pornofilm. Gleichzeitig sind wir befremdet, dass in der Region Aschaffenburg – Miltenberg mit so einem Thema offenbar noch immer ein Hund hinter dem Ofen hervorgeholt werden kann. Die Bayern sind scheinbar noch viel zurückgebliebener, als selbst wir gestandene Frankfurter befürchtet haben!

So oder auch völlig anders hätte die Titanic geschrieben. Wir aber sind ein seriöses Medium und dürfen daher keine sexualisierten Anspielungen machen! So bleibt uns also nur dieser Kommentar:

Sich mit der eigenen Spermaprobe in der rechten Hand dümmlich grinsend auf dem Titelbild einer Zeitung ablichten zu lassen, im Innenteil sogar noch mit einem „Männermagazin“ als Onaniervorlage in der Hand – das ist bereits der freie Fall des journalistischen Niveaus! Wenn das so weiter geht, dann helfen nur noch Kotztüten.

Main-Echo: Werbung für die AfD

Ein Kommentar von mmk

Welches Ereignis kann wichtig genug sein, um mit vier Spalten und zwei Portrait-Fotos auf die Titelseite der Main-Echo-Gesamtausgabe zu kommen? Putin erklärt den Krieg? Obama erklärt den Krieg? In Biblis ist ein Atomkraftwerk durchgebrannt? Der Bundesverband der Deutschen Industrie löst sich auf und sieht die Untauglichkeit des Kapitalismus ein? Weit gefehlt. Das so wichtige Thema ist der Umstand, dass sich die nationalliberal-rassistisch-asoziale AfD in Unterfranken sammelt. Ein gedämpfter Lobartikel, der in der Ausgabe vom 11.09.14 zu finden ist, wird in der gleichen Ausgabe auf Seite drei mit einem zweispaltigen Kommentar in Höhe einer halben Seite noch ergänzt. (mehr…)

Aschaffenburg, Hauptbahnhof: Die Weiderkehr des „Landsers“

Ein Kommentar von Martin Bayer

Am Wochenende in der Zeitschriftenhandlung am Hauptbahnhof Aschaffenburg: Zufällig fällt der Blick auf eine Heftroman-Reihe, die mir so seltsam bekannt vorkommt. „Das kann nicht sein“, denke ich mir, „die Landser-Hefte sind doch vom Markt genommen“. Das ist richtig – und auch falsch. Denn als Heftreihe „Weltkrieg“ sind sie wieder da, in gleicher Aufmachung und – was noch schlimmer ist – gleichem Inhalt. Herausgegeben durch einen Verlag in der Schweiz, jenem zentraleuropäischen Schandfleck, der sich nun zwar nicht gegen die guten Euros aus Resteuropa abschotten will, aber gegen die Menschen, die von dort kommen.

Kaum wird in Deutschland mal was Vernünftiges gemacht – die Einstellung des „Landsers“ – schon machen Heidi und ihre Freunde einen dicken Unfug.

„Wer hat´s erfunden?“ – Ach, sollen uns die Röstifresser doch am Arsch lecken!

Und wieder Prima Sonntag: Bomben und Bikinimädchen

Prima Sonntag kann es nicht lassen. Wieder muss ein sexualisiertes Thema auf die Titelseite: Die angeblich „schönsten Frauen der Region“ stehen zur Wahl. (mehr…)

Facebook-Party ausgefallen

Hier eine kleine Ergänzung zu unserem Beitrag über die geplante Facebook-Party in Wörth.

maint.v vom 24.07.12 – bitte Zeitachse auf 0:27 ziehen, dann kann die Werbung umgangen werden.

Illusion einer sich selbst ermächtigenden Masse

„Die Polizei ist entschlossen, eine für Samstagabend angekündigte Facebook-Party in der Mainaue von Wörth (Kreis Miltenberg) mit möglicherweise mehreren tausend Besuchern im Keim zu ersticken.“ So lesen wir es heute im Main-Echo. Und: (mehr…)

Wunderbar!

Wie wir erst heute mitbekommen haben (danke an Pogue Mahone für die Info!) gibt es seit einer Woche ein neues Infoportal für Aschaffenburg.
Es ist absolut sinnvoll, dass im Herzen des bayerischen Untermaingebietes, und das ist nun eunmal die Stadt Aschaffenburg, die Nachrichten für diese Region zusammengetragen werden.
Was das für uns heißt, das werden wir alsbald diskutieren. Wohl schon am Samstag, wenn sich einige nette Leute und die Redaktionsmitglieder von kommunal eh schon zu einer Besprechung über weitere Aktivitäten treffen.
Den Aschaffenburgern auf diesem Weg viel Glück und die Freiheit der eigenen Meinung(säußerung)
wünschen
die Kommunalistas

Danke!

Es ist nicht üblich, einen Kommentar auf einen kommunal.tk-Beitrag besonders hervorzuheben. Wir haben das getan, als Nazis uns ganz besonders dumm und gewaltandrohend beschimpft haben. Und wir tun es jetzt, wo wir besonders nett gelobt werden. (mehr…)

kommunal.tk im Main-Echo

Stefan Reis, Kulturchef des Main-Echo, erfreut doch immer mal wieder die geneigte Leserschaft dieser regionalen Tageszeitung – und noch mehr uns. (mehr…)

Atomausstieg – Chancen lokal nutzen!

zugesandter Bericht von Johannes Büttner – mit einer Ergänzung zur Freiheit der Presse von einigen Friedenstrommlern

Atomausstieg – Chancen lokal nutzen!
Konkrete Schritte für Aschaffenburg diskutiert!

Rund 80 Zuhörer nutzten im vollbesetzten Saal K2 in der Stadthalle die Chance um mit Sebastian Schönauer, dem stellvertretenden Vorsitzenden des BN Bayern und Dieter Gerlach, Geschäftsführer der AVG über den Atomausstieg und die lokalen Schritte für die Stadt Aschaffenburg zu diskutieren. (mehr…)