Archiv der Kategorie 'Militär/Militarismus'

Antikriegstag in Aschaffenburg

R. Frankl

Am 1. September gab es eine Veranstaltung zum Antikriegstag; die Rede von Reinhard Frankl gibt es HIER (PDF):

8. Mai: Plakate und Feuerwerk in Miltenberg

Erklärung der Antifa Churfranken

Am 7. sowie 8. Mai war unsere Gruppe in Miltenberg aktiv. Neben einem von kommunal bereitgestellten Plakatmotiv verklebten wir Plakate mit der Aufschrift „No love for a deutschland“ und zahlreiche Sticker. Den Bereich um Bahnhof, Realschule und Gymnasium wählten wir aufgrund der kürzlich aufgetauchten Hakenkreuz-Sprüherein, um den Massen an vorbeiziehenden Schülern die Bedeutung des Datums in den Sinn zu rufen sowie unsere Verachtung gegenüber diesem Deutschland kund zu tun. Die Fratze der verlogenen Gedenk- und Erinnerungskultur zeigt sich aktuell wieder bei Diskussionen um Reparationsforderungen von griechischer Seite sowie den immer wiederkehrenden Versuchen, die Diktatur des Nationalsozialismus als etwas Fremdes darzustellen, von dem die Deutschen befreit worden wären.

Am 8. Mai feierten wir die militärische Niederlage der deutschen Volksgemeinschaft mit einem Feuerwerk über Miltenberg.

Plakat zum 8. Mai

Redaktion kommunal


Noch rechtzeitig zum 8. Mai bringen wir hier ein Plakat, das gerne ausgedruckt und verbreitet werden darf. Gestaltet ist es in DIN A4, wirkt in größeren Formaten aber sicherlich etwas besser.

Einfach auf die obige Verkleinerung klicken – und die PDF-Datei sollte sich öffnen.

Übrigens: Rechts oben, das ist Aschaffenburg 1945. Und wer nicht will, dass das Schloss wieder so aussehen wird, der/die soll halt was gegen Nazis und Militarismus machen!

Kriegsende in Aschaffenburg – Gedenkveranstaltung

von Kommunale Initiative Aschaffenburg

Am 28. März 1945, wenige Tage vor Kriegsende, wurde in der Herstallstraße Leutnant Friedel Heymann nach einem „Standgerichts-Urteil“ öffentlich gehängt. Er wurde zur Abschreckung ermordet, weil viele nicht mehr kämpfen wollten. Erst nach der Befreiung der Stadt am 3. April vor 70 Jahren wurde sein Leichnam von US-Soldaten abgenommen und zum Friedhof Schweinheim gebracht. Friedel Heymann hatte 3 Tage vorher Anneliese Büttner aus Schweinheim geheiratet und wurde am Abend des 27. März 1945 – obwohl verwundet – aus der Freundstraße abgeholt und am nächsten Tag durch die Nazis ermordet (Beitrag dazu bei kommunal). (mehr…)

Würzburg: Die »deutsche Erinnerungskultur« macht auch vor der Provinz nicht halt

Wie Deutschland sich mit den Opfern der eigenen Geschichte versöhnen (!) möchte, das beschreibt Markus Ströhlein am Beispiel von Würzburg; wir bringen Zitate, der ganze Beitrag findet sich in Jungle World, 11/2015, 12.03.15.

Sie wünschen sich »Gewaltüberwindung«. Sie fordern »Frieden« und »Nie wieder Krieg!«. Sie sind »auf der Suche nach einer zeitgemäßen Erinnerungskultur«. Vor allem geht es ihnen aber um »Versöhnung« – nicht ohne Grund gibt es in dieser Stadt sogar eine »Versöhnungsglocke«. Dass die Menschen im bayerischen Würzburg zurzeit derart in Friedensseligkeit verfallen, liegt an einem ganz bestimmten Datum. Am 16. März jährt sich zum 70. Mal der »Schicksalstag«, an dem Würzburg »im Bombenhagel der Alliierten unterging«, wie das Lokalblatt Mainpost es ausdrückt. (mehr…)

Bürgstadt/Miltenberg vor 35 Jahren: Skandal um einen Bürgermeister mit Nazi-Vergangenheit

mb

„Kriegsverbrechen: Warum Bürgstadt 1980 im Fokus stand“ titelt heute der Bote vom Untermain bzw. das Main-Echo. Dies ist insoweit völlig falsch, als Ernst Heinrichsohn, um den es heir geht und der damals Bürgermeister Bürgstadts und Rechtsanwalt in Miltenberg war, keine Kriegsverbrechen zur Last gelegt worden waren, sondern die Mitwirkung am Massenmord an den französischen Jüdinnen und Juden!

Zitieren wir daher aus Wikipedia:
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Miltenberg: „Über Gräbern weht der Wind …“ – Lieder und Texte gegen den Krieg

Medien-Info der Caritas MIL

Mit einem eigenen musikalischen und literarischen Abend erinnern der Freundeskreis Café fArbe e.V. und der Caritas-Treffpunkt Café fArbe an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Gleichzeitig wenden sich Auftretende und Veranstalter damit gegen Militarismus und Kriegstreiberei.
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Eilmeldung: Morgen zur Demonstration nach Aschaffenburg!

Halkevi Aschaffenburg


Wir rufen alle DemokratInnen, AntifaschistInnnen und HumanistInnen zur Teilnahme an der Demonstration morgen, 10. Oktober vor der City-Galerie um 19.00 Uhr auf!

Der Kanton Kobanê in Rojava, im Norden Syriens, wird seit mehr als drei Wochen von den Terrorbanden des Islamischen Staates (IS) an drei Seiten und von türkischen Truppen im Norden belagert. Gegen ein drohendes Massaker an der kurdischen Bevölkerung Kobanês kämpfen zur Stunde an den Grenzen der Stadt Selbstverteidigungseinheiten der YPG/YPJ, in einem entschlossenen und mutigen Widerstand mit leichten Waffen, gegen die Panzer und eine schwere Artillerie des IS. Fast stündlich werden neue Angriffswellen des IS zurückgeschlagen.
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Waffen gegen den Terror?

Redaktion kommunal

Es gibt Zeiten, da muss einmal an die Tradition der Linken erinnert werden, die zwar stets antimilitaristisch aber bei weitem nicht immer pazifistisch war. Aus guten Grund: Nazi-Deutschland, Pol Pot und jetzt die ISIS-Faschisten waren und sind nicht mit Worten zu bekämpfen. Leider.

Wir stellen zur Diskussion:

Weltkrieg, Heldentod und Vaterland

Über das seltsame Gedenken an einem Ort, an dem es nicht zu vermuten war

Text und Fotos: Mapec

In Sandstein gehauen sind sie: ein Eisernes Kreuz mit der Jahreszahl 1914 und einer Krone sowie einem W (wie Wilhelm, deutscher Kaiser). Ebenfalls in Sandstein gemeißelt und schön verziert daneben die Inschrift „Wer den Tod im heiligen Kampfe fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland“ und darunter „Weltkrieg 1914 1915“. „Dem Andenken der für das Vaterland gefallen Krieger“ heißt es auf einem anderen Sandstein über einer Liste mit Namen von im Ersten Weltkrieg Getöteten. Nein, wir befinden uns nicht auf einem Militärgelände, nicht auf einem Friedhof zur Heldenverehrung, nicht in einem Museum mit Schauerlichkeiten der Kriege. Ein letzter Stein kann Aufschluss bringen, wo wir uns aufhalten. Wieder in den hier üblichen Sandstein gemeißelt trägt er die umkränzte Inschrift: „220 bayerische Franziskaner kämpften im Weltkrieg 1914 – 1918 für das deutsche Vaterland. 52 starben den Heldentod.“ Wir befinden uns vor dem Kloster Engelberg, gelegen oberhalb von Großheubach im Landkreis Miltenberg. Und wir schreiben das Jahr 2014.
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Einige Anmerkungen zum Problem, Hiphop letztendlich gut zu finden

Mapec

Die Redaktion des Blogs kommunal hat ein Interview geführt. Soweit nichts Besonderes. Allerdings fielen die Antworten so aus, dass es in der Redaktion Bedenken gab, das Gespräch zu veröffentlichen. Ich wurde angefragt, ob ich eine Kommentierung und Einschätzung abgeben wolle. Nur mit einer solchen Ergänzung sei es vertretbar, das Interview auch zu bringen. Nach anfänglichem Zögern – ich bin kein Kenner des Hiphop – willigte ich ein, da es hier nicht wirklich um Musik geht, sondern um deren Umfeld.
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Die Getöteten des 1. Weltkrieges aus Miltenberg

mb

Heute vor 100 Jahren begann, wie sich erst in den darauffolgenden Monaten feststellen sollte, der erste Weltkrieg mit der Kriegserklärung Österreichs an Serbien. Noch hätte alles abgewendet werden können, was dann kam; aber im mit Österreich verbündeten kaiserlich-imperialistischen Deutschland sah die Generalität die Zeit reif und günstig für einen kurzen militärischen Schlag, der dann zum Weltkrieg wurde. Die SPD stimmte 1914 für die Kriegskredite (und damit für die Kriegsfinanzierung), und so war auch ein politisches Abwenden der Katastrophe nicht mehr möglich.

Wir veröffentlichen aus diesem Anlass die Gefallenenliste der Stadt Miltenberg (also die Liste jener, die für den Ruhm des Herrscherhauses und den Umsatz der Schwerindustrie jämmerlich krepiert sind). Wir veröffentlichen sie nicht etwa, weil wir diese Männer für Helden halten (sie hätten es werden können, wenn sie desertiert wären und sich damit gegen den vorherrschenden Wahnsinn gestellt hätten); nicht, weil wir vermuten, diese Namen (viel weniger als im Zweiten Weltkrieg) würden das Schrecken des Krieges irgendwie genügend ausdrücken; lediglich, weil wir wissen, dass diese Männer nicht absehen konnten, was aus ihnen werden würde und zu was an Grausamkeiten sie selbst fähig sein würden. Selbstverständlich sind sie alle Täter gewesen. Selbstverständlich aber waren sie auch Opfer des deutsch-imperialistischen Größenwahns, der später noch ganz andere Opfer und ganz andere Taten hervorbringen sollte. Täter und Opfer – dies ist die Dialektik des Krieges.

Die Getöteten des 1. Weltkrieges aus Miltenberg und ihre Sterbedaten

(Die militärisch-beamtendeutsche Unart, den Familiennamen selbst bei Verstorbenenlisten zuerst zu nennen und damit den wirklichen Namen genau umzudrehen, wurde bewusst beibehalten.)

AULENBACH
Josef
17.07.1915

AULL
August
12.08.1914

BAUM
Friedrich
09.04.1917
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Und immer wieder Israel

Redaktion kommunal

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu und die Welle der antisemitischen Aktionen scheint nicht abzubrechen. Islamisten, angebliche Israel-Kritiker, offene Neonazis und Friedensfreunde organisieren oder beteiligen sich in ganz Deutschland an Demonstrationen und auch Aschaffenburg scheint nicht länger verschont zu bleiben.

„Demonstration gegen Israel“ (also diesmal ganz offen nicht nur gegen eine bestimmte israelische Politik!) postet der User „Ich bin Moslem.Elhamdulillah“; und auch die Facebookseiten „IGMG Ayasofya Cami-i Aschaffenburg“ sowie „Was obama Lan, wir haben Erdogan“ mobilisiert seit dem 13. Juli zu einer lokalen Aktion.

Hinter dem Posting der Seite „IGMG Ayasofya Cami-i Aschaffenburg“ steckt eine Gruppe von „Millî Görüş (häufig auch Milli Görüş geschrieben; deutsch: Nationale Sicht)“ (Quelle: Wikipedia), in deren Reihen der Anmelder der für den 20. Juli geplanten Aktion vermutet wird. Auch wenn Milli Görüş auf den ersten Blick ein Sammelbecken der unterschiedlichsten Personen und Ideologien ist und sich die Führung der IGMG öffentlich von Antisemitismus distanziert, befördern Teile der Bewegung eben jene Weltanschauung. In Deutschland wie der Türkei werden der Organisation demokratiefeindliche Bestrebungen vorgeworfen und auch der deutsche Verfassungsschutz weiß über Milli Görüş zu berichten. Ihr Ziel sei es, „die westliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen.“

Aschaffenburg am Kriegsende 1945

Dokument aus Youtube

8. Mai – nazifrei

Red. kommunal

8. Mai – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus, bedingungslose Kapitulation 1945 – aus diesem Anlass hier der Hinweis auf einen kommunal-Beitrag zum Thema.

Und dann noch das hier:

„Frieden mit Rußland“ und „Wiedereinführung der Wehrpflicht“

„Friedensbewegung 2014“: Untermain-Nazisse Sigrid Schüßler mit dabei

Zusammenstellung: Red. kommunal, Dank an S.B.

Pressemitteilung der NPD Bayern vom 29.04.14: „Die stellvertretende bayerische NPD-Landesvorsitzende Sigrid Schüßler brachte es in einem Interview, das das Finanzportal „cashkurs-tv“ gestern mit ihr führte, auf den Punkt. Sie nehme an der Frankfurter Montags-Mahnwache teil, weil „dies hier zum ersten Mal, seit ich politisch denken kann, eine Friedensbewegung ist, die sich nicht abgrenzt. (mehr…)

LANDSER und WELTKRIEG

Nach zweieinhalb Monaten nochmal eine Reaktion auf den Kommentar zu den LANDSER- bzw. WELTKRIEG-Heftromanen. Darauf sei hingewiesen, zumal aus der Redaktion kommunal sofort eine Stellungnahme dazu kommen musste.

Vortrag: “Türkei – Autoritarismus oder Demokratie?”

Infos von http://blockupyab.blogsport.eu

Die Türkei nach den Kommunal- und vor den Präsidentschaftswahlen

Seit dem »Juni-Aufstand«, den Ereignissen um den Gezi Park im Sommer 2013, konnte man in den deutschen Medien vieles über die Türkei lesen. (mehr…)

Bildervortrag “Freiheit statt Frontex”

Infos von http://blockupyab.blogsport.eu

Freiheit statt Frontex – Widerstand und selbstorganisierte Kämpfe gegen das EU-Grenzregime

Bildervortrag im Rahmen der Blockupy Aktionstage mit Hagen Kopp (kein mensch ist illegal/Hanau)
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Aschaffenburg, Hauptbahnhof: Die Weiderkehr des „Landsers“

Ein Kommentar von Martin Bayer

Am Wochenende in der Zeitschriftenhandlung am Hauptbahnhof Aschaffenburg: Zufällig fällt der Blick auf eine Heftroman-Reihe, die mir so seltsam bekannt vorkommt. „Das kann nicht sein“, denke ich mir, „die Landser-Hefte sind doch vom Markt genommen“. Das ist richtig – und auch falsch. Denn als Heftreihe „Weltkrieg“ sind sie wieder da, in gleicher Aufmachung und – was noch schlimmer ist – gleichem Inhalt. Herausgegeben durch einen Verlag in der Schweiz, jenem zentraleuropäischen Schandfleck, der sich nun zwar nicht gegen die guten Euros aus Resteuropa abschotten will, aber gegen die Menschen, die von dort kommen.

Kaum wird in Deutschland mal was Vernünftiges gemacht – die Einstellung des „Landsers“ – schon machen Heidi und ihre Freunde einen dicken Unfug.

„Wer hat´s erfunden?“ – Ach, sollen uns die Röstifresser doch am Arsch lecken!