Archiv der Kategorie 'Nazis/neue Nazis'

Mit Aluhut und Pickelhaube – Neue rechte Bewegungen im 21. Jahrhundert

Eine Veranstaltungsreihe des „Referat für politische Bildung im AStA der TU Darmstadt“. Genaue Infos zu den einzelnen Terminen gibt es auf Facebook und hier.

Miltenberg/Eschau/Erlenbach: Ausstellung zum Landjudentum in Unterfranken

Dokument aus Bote vom Untermain/Main-Echo vom 04.04.15 (gekürzt)

900 Jahre lang waren Juden Teil der Gesellschaft in Unterfranken – so weit reichen die Spuren zurück. Doch durch den Holocaust ist das jüdische Kulturgut, das auch Ortschaften wie Miltenberg, Wörth und Eschau geprägt hat, unwiederbringlich verloren. Eine Ausstellung soll die Erinnerung an das Volk und dessen Leben in der Region wachhalten.
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Amorbach/Aschaffenburg/Miltenberg: Nationalisten ganz offen und ohne Angst vor Verfolgung

mmk

Dank an Jürgen Schwab. Der einstige Amorbacher hat auf seinem Blog Falko Schüßler um ein Interview gebeten. Herausgekommen ist der erwartbare grauenhafte nationalistische Müllplatz, mit all seiner verkürzten Kapitalismuskritik, Überfremdungsphobie etc.

Etwas interessanter sind jene wenigen Stellen, in denen er die Situation am Untermain beleuchtet:
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Nazi-Schmiererei

Sebastian Schalk


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Kriegsende in Aschaffenburg – Gedenkveranstaltung

von Kommunale Initiative Aschaffenburg

Am 28. März 1945, wenige Tage vor Kriegsende, wurde in der Herstallstraße Leutnant Friedel Heymann nach einem „Standgerichts-Urteil“ öffentlich gehängt. Er wurde zur Abschreckung ermordet, weil viele nicht mehr kämpfen wollten. Erst nach der Befreiung der Stadt am 3. April vor 70 Jahren wurde sein Leichnam von US-Soldaten abgenommen und zum Friedhof Schweinheim gebracht. Friedel Heymann hatte 3 Tage vorher Anneliese Büttner aus Schweinheim geheiratet und wurde am Abend des 27. März 1945 – obwohl verwundet – aus der Freundstraße abgeholt und am nächsten Tag durch die Nazis ermordet (Beitrag dazu bei kommunal). (mehr…)

Aschaffenburg: Infoabend zum Nazi-Völkermord an den Sinti und Roma

aus sternab.blogsport.eu

Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: Voraussetzungen, Verlauf, Erinnerung

Der Referent zeichnet die wichtigsten Entwicklungslinien des NS-Völkermords an den Sinti und Roma anhand zentraler Dokumente und historischer Fotografien nach: von der gesellschaftlichen Ausgrenzung bis zur staatlich organisierten Vernichtung. Dabei geht er auch auf die Selbstbehauptungsstrategien ein, die die Betroffenen dem übermächtigen Apparat der Verfolger entgegensetzten. Am Ende wird der Frage nachgegangen, warum die Verbrechen an den Sinti und Roma erst so spät Eingang in die Erinnerungskultur fanden. (mehr…)

Würzburg: Die »deutsche Erinnerungskultur« macht auch vor der Provinz nicht halt

Wie Deutschland sich mit den Opfern der eigenen Geschichte versöhnen (!) möchte, das beschreibt Markus Ströhlein am Beispiel von Würzburg; wir bringen Zitate, der ganze Beitrag findet sich in Jungle World, 11/2015, 12.03.15.

Sie wünschen sich »Gewaltüberwindung«. Sie fordern »Frieden« und »Nie wieder Krieg!«. Sie sind »auf der Suche nach einer zeitgemäßen Erinnerungskultur«. Vor allem geht es ihnen aber um »Versöhnung« – nicht ohne Grund gibt es in dieser Stadt sogar eine »Versöhnungsglocke«. Dass die Menschen im bayerischen Würzburg zurzeit derart in Friedensseligkeit verfallen, liegt an einem ganz bestimmten Datum. Am 16. März jährt sich zum 70. Mal der »Schicksalstag«, an dem Würzburg »im Bombenhagel der Alliierten unterging«, wie das Lokalblatt Mainpost es ausdrückt. (mehr…)

Bürgstadt/Miltenberg vor 35 Jahren: Skandal um einen Bürgermeister mit Nazi-Vergangenheit

mb

„Kriegsverbrechen: Warum Bürgstadt 1980 im Fokus stand“ titelt heute der Bote vom Untermain bzw. das Main-Echo. Dies ist insoweit völlig falsch, als Ernst Heinrichsohn, um den es heir geht und der damals Bürgermeister Bürgstadts und Rechtsanwalt in Miltenberg war, keine Kriegsverbrechen zur Last gelegt worden waren, sondern die Mitwirkung am Massenmord an den französischen Jüdinnen und Juden!

Zitieren wir daher aus Wikipedia:
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Das Handwerk legen! – Gedanken zu Noabgida

Oder: Es muss doch wohl darum gehen, ihnen das Handwerk zu legen!

Kommentar von Sebastian Schalk

Die folgenden Kritikpunkte und Beleidigungen beziehen sich auf einen Facebookpost, den die Redaktion kommunal mit Erlaubnis des Bündnisses Noabgida auf kommunal.blogsport.de unter dem Titel „Aschaffenburg gegen PEGIDA“ veröffentlichte.

1. Der Vorhof zum Paradies

Deutschland, ein Land, in dem das Grundgesetz jeden vor Diskriminierung aufgrund seiner Herkunft und Religion schützt, wird nur beschmutzt durch die Hetze „mancher Mitbürger“. So klingt Noabgida. Eklig ist bereits die Tatsache, sich dem Kollektiv dieser Deutschen zugehörig zu fühlen, absurd wird es, wenn die deutsche Rechtslage als Schild gegen die wohl als die bösen Erkannten in Stellung gebracht wird. Lager, Abschiebungen und nicht geringe Mitverantwortung an den Methoden der Menschenjäger von Frontex sind wohl nicht erwähnenswert; denn diese schicken vermutlich nur Nicht-“Kriegsflüchtlinge“ und Un-“harmlose Migranten“ in den sicheren Tod. Eben jene Wirtschaftsflüchtlinge, die die „Hetze“ wohl gerechterweise trifft, oder diejenigen, die es nicht wert sind, gegen PEGIDA und AfD verteidigt und unter den Schutz eines Grundgesetzes gestellt zu werden. (mehr…)

Aschaffenburg gegen PEGIDA

Noabgida – Aschaffenburg gegen Pegida / aus der Facebook-Seite übernommen

Das gestrige Treffen der AfD in Aschaffenburg in den Räumen des Restaurant Zeughaus, empfanden wir als interessant. Wir wollten Präsenz zeigen und mit unseren Beiträgen an der Diskussion signalisieren, dass eine PEGIDA-Demonstration in Aschaffenburg nicht geduldet wird.
Wir haben durch unseren Auftritt auch noch eines bewiesen: Wir wehren uns! (mehr…)

Aschaffenburg: AfD und PEGIDA

mb / Quelle der Infos: main-netz.de von heute und AfD-Bayern-Homepage

Nun soll auch am Untermain zusammenwachsen, was offenbar zusammen gehört: AfD und PEGIDA.

Denn die sozialdarwinistisch-rassistisch-neoliberale Partei lädt ein zu einem Infotreffen mit dem Titel »Drei Weise aus dem Morgenland – Muss das Abendland gerettet werden?« Und zwar am Montag um 19 Uhr in die Gaststätte Zeughaus, Bismarckallee, Aschaffenburg. Diskutiert wird bei dem Treffen laut Veranstalter die»Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« (PEGIDA).

Ob eine Gegenaktion geplant ist, konnte in der Kürze der Zeit bisher nicht ermittelt werden.

Würzburg etc.: Krude Aussagen, schräge Namen, riesiger Zulauf

Sebastian Schalk

Das Erfolgsrezept „PEGIDA – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ bietet für jeden etwas. Ein bisschen Demonstration, WM-Accessoires schwenken und vom demokratischen Geiste beseelt „Wir sind das Volk“ grölen. Auch thematisch ist dieser Wiedergänger von deutschen Zusammenrottungen der letzten Jahre an der Basis flexibel aufgestellt. Ein bisschen Ausländerbashing hier, ein bisschen Antisemitismus da, Islamophobie, Lügenpresse, BRD GmbH (1) und natürlich im Geiste der neu entdeckten Friedfertigkeit: (mehr…)

Wortmeldung aus Frankfurt zu P.E.G.I.D.A

Musikalischer Beitrag von Yohazid

Das kann keine Analyse ersetzen – ist aber sehr unterhaltsam:

Mal wieder besten Dank an Yohazid!

Eschau: Keine Stolpersteine und auch kein echtes Gedenken

mb / Quelle: Main-Echo, 10.12.14

In allen Ortsteilen Eschaus hatte es jüdische Bewohner gegeben, bis sie Opfer Nazi-Deutschlands wurden. Um an sie zu erinnern, wurde bereits 2011 beantragt, Stolpersteine in Eschau zu verlegen. Diesen Montag entschied der Gemeinderat und schloss sich der Auffassung von Bürgermeister Michael Günther an. Auf die selbst unter jüdischen Repräsentanten umstrittenen Stolpersteine wird nun verzichtet. Es wird stattdessen an der Außenwand des historischen Rathauses eine Kopie der bereits im Innenraum bestehenden Gedenktafel angebracht. Der Text: „Der Markt Eschau widmet diese Gedenktafel seinen durch nationalsozialistische Gewaltherrschaft vertriebenen jüdischen Mitbürgern und ihren verfallenen Kultstätten in den Ortsteilen …“ (dann werden vier Adressen in Eschau, Hobbach und Sommerau aufgezählt). (mehr…)

„Das wären wirklich Steine, über die viele stolpern müssten“

Zur Debatte um Stolpersteine – Ein anderes Gedenken ist anzustreben

In Aschaffenburg liegen sie schon, in Miltenberg sind sie angeregt worden – die Stolpersteine genannten kleinen Bodenplatten, die vor den Wohnhäusern ehemaliger Jüdinnen und Juden an diese erinnern sollen. Da es sich dabei um ein „Kunstprojekt für Europa“ des Künstlers Gunter Demnig handelt und auch dessen zentrales und wohl einzig wirklich bekannt gewordenes Kunstprojekt ist, haben wir zu dieser Sache einen anderen Künstler befragt: den in Miltenberg lebenden Mapec, der ebenfalls gesellschaftliche Themen mittels Kunst behandelt. Das Interview führte Sebastian Schalk aus der kommunal-Redaktion.

kommunal: In dutzenden von Städten liegen sie schon, die Stolpersteine. Sind sie die Lösung schlechthin, wenn es um Gedenken geht?

Mapec: Ich denke nicht. Ich möchte stattdessen an die zahlreichen Häuser in der Hamburger Innenstadt erinnern, an denen auf Tafeln „Zerstört 1943, wiederaufgebaut“ steht, verbunden mit dem entsprechendem Hinweis, in Augenhöhe. Alles also an den Wänden, gut lesbar. Diese Tafeln erinnern an die Bombardierung der Stadt und deren Opfer. Wir könnten etwas kritisch anmerken: Die ehemalige Volksgemeinschaft der Deutschen betrauert hier gut lesbar ihr Schicksal. Ich hoffe, dass die Hamburger dabei wenigstens das Richtige lernen.
Dem gegenüber gibt es auch in Hamburg diese kleinen Platten im Boden, auf denen nach den Worten „Hier wohnte“ auf die meist jüdischen Opfer hingewiesen wird. Um im Bild zu bleiben: Die ehemalige Volksgemeinschaft läuft gerne über die Namen ihrer Opfer hinweg. Gedenken findet in diesem Fall nicht auf Augenhöhe statt, wie bei den Gedenktafeln an der Wand.
Zudem ist es wohl so, dass viele jüdische Namen religiösen Bezug haben, und es ist für strenggläubige Jüdinnen und Juden kaum erträglich, wenn diese Namen im Straßenschmutz liegen.
Ich muss also Charlotte Knobloch, der einstigen Vorsitzenden des jüdischen Zentralrates in Deutschland, Recht geben, wenn sie die Stolpersteine ablehnt. Und das, obwohl sie eine Frau ist, mit der ich politisch sonst eher keine Gemeinsamkeiten habe. (mehr…)

Gestern in Würzburg.

mainpost.de

30 Männer und Frauen wollten am Abend in Würzburg als Pegida („Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlands“) marschieren. Sie kamen nicht weit. […]

Die Gegendemonstranten, der DGB-Regionssekretär Norbert Zirnsak und der katholische Studentenpfarrer Burkard Hose unter ihnen, stellten sich quer über die Juliuspromenade. Die Demonstranten skandierten, es gebe kein Recht auf Nazi-Propaganda und forderten lautstark „No nation, no deportation“ – keine Grenzen, keine Abschiebung. […]

Pegida ist ein rechtes Bündnis mit Mitstreitern von der NPD bis zu bürgerlichen Konservativen. Am Montag, 24. November, nahmen in Dresden rund 6000 Leute an einer Pegida-Demonstration teil.

Über die „patriotischen Europäer“ von Pegida und ihr Demonstrationsversuch in Würzburg schrieb mainpost.de

Sigrid Schüssler & HoGeSa- Blick nach Rechts

bnr.de

Die bayrische NPD-Frau Sigrid Schüssler inszeniert sich seit einiger Zeit als braune „Skandalnudel“, fremdenfeindlich und obszön. Bei der „Hooligan gegen Salafisten“-Kundgebung in Hannover am Samstag gab sie unter den zahlreichen weiblichen Teilnehmerinnen eine der auffälligsten Erscheinungen ab. […]

Später schrieb sie bei Facebook: „Liebe Hooligans, die ihr aufsteht und zu HoGeSa werdet“,„hier steht sie, die Bewegung junger deutscher Männer und auch Frauen, die eine rote Linie ziehen und sagen: Schluss jetzt! Es reicht! Wir haben genug! Jetzt wehren wir uns! Und wer sich hier nicht an unsere Regeln hält, der fliegt raus!“

Über Sigrid Schüssler, HoGeSa und ihre „Ladys“ schrieb „blick nach rechts“.

Schrift-Bild-Aktion OPFER DES DEUTSCHEN WAHNS

Mapec

Dokumentation der Schrift-Bild-Aktion OPFER DES DEUTSCHEN WAHNS anlässlich des Gedenktages 9. November, zu sehen vom 9. bis 21. November 2014 am Alten jüdischen Friedhof in Miltenberg

Aschaffenburg: „Die Lehren aus der Geschichte werden nicht befolgt“ – Gedenken zum 9. November

Zugesandte Informationen / Reinhard Frankl / Main-Echo

Beim gestrigen 9. November sprach Frank Sommer an der Ecke Cornelienstraße/Alexandrastraße zum Stolperstein von Mathias Haab, geb. 1896, Unrechtsurteil 1944, enthauptet 1944 in München. Etwa 150 Personen zogen von dort zum Wolfsthalplatz, nachdem Reinhard Frankl zuvor hinter der Sandkirche die folgende Ansprache gehalten hatte:
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Aschaffenburg: Faschismus und Rassismus täglich bekämpfen!

Bündnis gegen Rechts AB-MIL

9. November 1938
9. November 2014
Mahnwache und Gang entlang „Stolpersteinen“

Einen einzigartigen Höhepunkt fanden Antisemitismus und Rassismus in der systematischen und zum Schluss industriell organisierten Vernichtung von circa 6 Millionen Juden durch den deutschen Faschismus. Das Fanal dazu hatte er in der „Reichspogromnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938 gegeben.
Wieder oder immer noch zählen Faschismus und Rassismus zum Instrumentarium herrschender Klassen und Clans.
Wieder oder immer noch dienen Unterschiede in Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung als Vorwände zu politischer Unterdrückung und mörderischer Verfolgung.
Wieder oder immer noch funktionieren extrem rechte Netzwerke in Staat und Gesellschaft.

Aschaffenburg, Sonntag, 9. November 2014

Treffpunkt: 17:30 Uhr, Betgasse
(„hinter der Sandkirche“, Gedenktafel)

Ansprache und anschließender Gang entlang „Stolpersteinen“ zum Wolfsthalplatz

18:30 Gedenkveranstaltung, Wolfsthalplatz