Archiv der Kategorie 'Sexualität'

Prima Sonntag: Ein Blick in den Abgrund des Journalismus

mmk

„So läuft eine Samenspende!“ titelte die kostenlose Anzeigenzeitung Prima Sonntag in der gestrigen Ausgabe. Und zwar auf Seite eins – als wichtigster Beitrag also. Schade, dass kommunal nicht Titanic ist. Denn wenn wir das Satireblatt wären, würden wir ungefähr so schreiben dürfen:

Wie das mit einer Samenspende „läuft“? Das wissen die Jungs in der Redaktion seit ihrer Pubertät. Und die Frauen haben das auch schon mitbekommen. Wir empfehlen den investigativen Spitzenjournalisten am bayerischen Untermain mal den Blick in einen beliebigen Pornofilm. Gleichzeitig sind wir befremdet, dass in der Region Aschaffenburg – Miltenberg mit so einem Thema offenbar noch immer ein Hund hinter dem Ofen hervorgeholt werden kann. Die Bayern sind scheinbar noch viel zurückgebliebener, als selbst wir gestandene Frankfurter befürchtet haben!

So oder auch völlig anders hätte die Titanic geschrieben. Wir aber sind ein seriöses Medium und dürfen daher keine sexualisierten Anspielungen machen! So bleibt uns also nur dieser Kommentar:

Sich mit der eigenen Spermaprobe in der rechten Hand dümmlich grinsend auf dem Titelbild einer Zeitung ablichten zu lassen, im Innenteil sogar noch mit einem „Männermagazin“ als Onaniervorlage in der Hand – das ist bereits der freie Fall des journalistischen Niveaus! Wenn das so weiter geht, dann helfen nur noch Kotztüten.

Einige Anmerkungen zum Problem, Hiphop letztendlich gut zu finden

Mapec

Die Redaktion des Blogs kommunal hat ein Interview geführt. Soweit nichts Besonderes. Allerdings fielen die Antworten so aus, dass es in der Redaktion Bedenken gab, das Gespräch zu veröffentlichen. Ich wurde angefragt, ob ich eine Kommentierung und Einschätzung abgeben wolle. Nur mit einer solchen Ergänzung sei es vertretbar, das Interview auch zu bringen. Nach anfänglichem Zögern – ich bin kein Kenner des Hiphop – willigte ich ein, da es hier nicht wirklich um Musik geht, sondern um deren Umfeld.
(mehr…)

CSD in Aschaffenburg ein voller Erfolg – Geringe Gegenaktion – Fragwürdige Parteibeteiligung

mb

Der erste Christopher Street Day in Aschaffenburg ist nun bereits Geschichte. Und er war erfolgreicher, als die Veranstalter/innen erwartet hatten. Nur eine Gegenaktion wurde bisher bekannt: Vor dem Jugend- und Kulturzentrum (JUKUZ) – in dem die Party nach dem CSD stattfand – sprühten Unbekannte den Schriftzug „Christus Rex“ (Christus König), drei Kreuze und „No Homo“ auf den Asphalt. Es hätte schlimmer kommen können, zeugt aber davon, dass sich auch jetzt noch Widerstand gegen den CSD regt – wenn auch in diesem Fall nur aus vermutlich extremen christlichen Kreisen. Die Katholische Jugend war immerhin am CSD beteiligt!
(mehr…)

rAinBows – Die SchwuLesbische Jugendinitiative in Aschaffenburg

Redaktion kommunal

Erfreut konnten wir feststelle, dass es in Aschaffenburg eine „LGBT*IQ Jugendinitative, die sich im Bereich für mehr Toleranz und Akzeptanz für Homo-, Bi- und Transsexualität engagiert“ gibt (Zitate von der Homepage rainbows-ab.de). Als Ziele werden u.a. genannt: „Als LGBT*IQ Jugendinitiative möchten wir neben dem regulären Treff auch eine erste Anlaufstelle für Personen, die sich ihrer Sexualität erst bewusst wurden/werden oder noch unsicher sind darstellen. Gruppenintern möchten wir unsere Besucher im Coming-Out-Prozess unterstützen, ihnen Raum zum Austausch geben und wenn möglich mit Rat und Tat zur Seite stehen.“
Jetzt bereitet rAinBows auch den ersten Christopher-Street-Day in Aschaffenburg vor. Wir wünschen gutes Gelingen!