Archiv der Kategorie 'Spiritualität/Kirche'

Ehemaliger Miltenberger Pfarrer von Papst entlassen

POW

Papst Franziskus entzieht Wolfdieter Weiß, ehemals Pfarrer in Eichenbühl und später in Miltenberg, alle Rechte und Pflichten eines Priesters. Das Bistum Würzburg (POW – Pressedienst Ordinariat Würzburg) schreibt dazu:

Papst Franziskus hat einem Ruhestandspriester der Diözese Würzburg wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger mit sofortiger Wirkung alle Rechte und Pflichten entzogen, die mit dem Klerikerstand verbunden sind. Damit ist der 75-jährige Wolfdieter W., der zeitweise auch im Bistum Limburg und im Erzbistum Bamberg tätig war, aus dem Klerikerstand entlassen. Das Schreiben vom 26. Juni 2015 ist vom Präfekten der römischen Kongregation für die Glaubenslehre, Gerhard Kardinal Müller, unterzeichnet. Es wurde Bischof Dr. Friedhelm Hofmann über die Apostolische Nuntiatur in Berlin zugestellt. Bischof Hofmann, Generalvikar Thomas Keßler und Offizial Dr. Stefan Rambacher teilten dem Priester die Entscheidung am Donnerstag, 30. Juli 2015, im Bischöflichen Ordinariat Würzburg mit. Gegen den Ausschluss aus dem Klerikerstand kann der Betroffene keine Rechtsmittel einlegen.
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Tagesexkursion an jüdische Orte im Landkreis Miltenberg

Kooperationsprojekt Landejudentum in Unterfranken

Am Sonntag, den 15. März 2015 lädt das Kooperationsprojekt Landjudentum in Unterfranken zu einer kostenlosen Exkursion an jüdische Orte im Landkreis Miltenberg ein. Bei einer ganztägigen Bustour erkunden wir das jüdische Miltenberg und Kleinheubach. Der Reisebus startet und endet jeweils am Taxistand am Hauptbahnhof Würzburg. Ein Zustieg an den einzelnen Stationen sowie die Begleitung durch ein eigenes Fahrzeug sind wie immer möglich.

Die Teilnahme steht allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Die Anmeldefrist liegt bei Donnerstag, dem 12. März. Die Einladung mit Programm und allen weiteren Informationen steht hier zum Download für Sie bereit.

Antisemitisch-islamistische Partei im Kreis MIL aktiv

Quellen: Youtube / Wikipedia

Saadet Partisi, eine ziemlich unangenehme türkisch-islamistische Partei, ist auch im Kreis Miltenberg aktiv, wie ihrer Werbung auf Youtube zu entnehmen ist:

Miltenberg, Aschaffenburg, Alzenau: Karikaturenausstellung & klare Worte eines Kirchenmannes

mb

»Fremde Nachbarn. Karikaturen zum Verhältnis von Flucht und Heimat« heißt die Ausstellung mit Karikaturen im Foyer des Landratsamtes Miltenberg. Am vergangenen Sonntag wurde sie eröffnet. Und sowohl Greser & Lenz aus Aschaffenburg, als auch Hauck und Bauer aus Alzenau – also alle vier regional wichtige Karikaturisten – waren anwesend. Dazu der aus dem Iran nach Deutschland geflohene Maneis Arbab. (mehr…)

Miltenberg: Mitten unter uns. Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

Info der VHS Miltenberg

Ausstellung
Mitten unter uns. Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
Do. 02.04.2015 – So. 24.05.2015, 10 Uhr – 17.30 Uhr
Museum.Stadt.Miltenberg
Hauptstraße 169 – 175, Miltenberg
Eintritt für Erwachsene € 4,00, für Kinder/ Jugendliche € 3,00, die Familienkarte kostet € 9,00

Aschaffenburg: Denkmal für die Opfer des Hexenwahns gefordert

zugesandte Information

Wir  fordern  ein  Denkmal  für  die  Opfer  des  Hexenwahns  in Aschaffenburg!  

Wir haben die Initiative zur Errichtung eines Denkmals für die Opfer des Hexenwahns an einer zentralen Stelle in unserer Stadt ergriffen. In einem ersten Schritt werden wir am Gasthaus „Goldener Karpfen“ eine Tafel zur Erinnerung an Margarethe Rücker, die ehemalige Wirtin des Gasthauses anbringen. (mehr…)

Advent mal ganz erträglich

Mapec

Gestern im Franziskushaus: Entspannte Musik, beste ruhige Stimmung, Advent einmal wirklich erträglich!

Das Duo Romanike mit dem Projekt Romanike-Relax im Franziskushaus Miltenberg, 6. Dezember 2014; die Aufnahmen dienen lediglich der Dokumentation, die angenehme Stimmung und die gute Musik werden aufgrund technischer Einschränkungen nur unzureichend wiedergegeben.

Miltenberg: Führung durch interessante Daueraustellung

Info der Caritas MIL

P. Maximilian Kolbe (ermordet in Auschwitz) – Gemälde von Jutta Winterheld für das Franziskushaus

Seit Mai ist im Miltenberger Franziskushaus die Dauerausstellung mit Gemälden der Malerin Jutta Winterheld zu sehen. In fünf Caritasräumen im ehemaligen Franziskanerkloster werden seither Bilder zu Passion und Auferstehung der in Miltenberg lebenden Künstlerin gezeigt. In einigen Führungen konnten diese Gemälde der interessierten Öffentlichkeit bisher schon näher gebracht werden. (mehr…)

Hilft unser Helfen? – Armutslinderung contra Armutsüberwindung

Info Martinushaus Aschaffenburg

Wer mit offenen Augen durchs Leben läuft, begegnet der Armut täglich. Ob wir Geld und Kleider spenden oder uns für eine Tafel engagieren – es ist eine Dilemma-Situation: Armutslinderung hilft dem konkreten Menschen in Not, stabilisiert aber auch die Strukturen, die Armut aufrecht erhalten. Der Vortrag des Sozialethikers Dr. Franz Segbers zeigt Wege auf, mit der Armut vor unserer Haustüre verantwortungsvoll umzugehen.

Dr. Franz Segbers, Theologe
Einttritt 4,00 EUR
Franziskushaus, Hauptstraße 60, 63897 Miltenberg
Montag, 03.11.2014, 20.00 Uhr
In Kooperation mit dem Martinsladen Miltenberg

Segbers engagiert sich im Kampf gegen die neoliberale Globalisierung und arbeitet mit marxistischen Kategorien an einer theologischen Kritik des Kapitalismus als Religion. (Wikipedia)

Jesiden demonstrieren in Aschaffenburg gegen „Islamischen Staat“

Zitate aus Main-Echo, 15.08.14

Die religiöse Minderheit der Jesiden (…) ist im Nordirak gemeinsam mit Christen Opfer der brutalen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geworden. Die kurdische Glaubensgemeinschaft fordert mit vielen Demonstrationen die internationale Staatengemeinschaft zum Beistand auf. Eine Kundgebung ist am Samstag auch in Aschaffenburg. Von 14 bis 16 Uhr will das Aschaffenburger »Demokratisch-Kurdische Gemeinschaftszentrum« am Schöntal-Eingang der City-Galerie gegen den »Völkermord im Irak« demonstrieren. (…) Von den weltweit schätzungsweise 800 000 Jesiden leben nach Angaben ihres deutschen Zentralrats 60 000 in der Bundesrepublik. Einige von ihnen treffen wir auf Vermittlung des kurdischen Gemeinschaftszentrums vor der Asylbewerber-Sammelunterkunft in Aschaffenburg. »Wir wollen nur Sicherheit und Frieden«, sagt Jan (20), der aus einem Vorort des nordirakischen Mossul kommt; dort leben viele Jesiden. Von diesem Frieden sind die Jesiden derzeit weit entfernt, wenn man dem 32-jährigen Ali zuhört. Er berichtet von Landraub, weiß von Kindern, die von den Islamisten brutal ermordet wurden. Die Gegner verleumdeten die Jesiden als »Verbündete Israels«. Die Männer vor der Aschaffenburger Asylunterkunft berichten auch davon, dass Islamisten jesidische Frauen in großer Zahl vergewaltigten und verkauften. (…)

Weltkrieg, Heldentod und Vaterland

Über das seltsame Gedenken an einem Ort, an dem es nicht zu vermuten war

Text und Fotos: Mapec

In Sandstein gehauen sind sie: ein Eisernes Kreuz mit der Jahreszahl 1914 und einer Krone sowie einem W (wie Wilhelm, deutscher Kaiser). Ebenfalls in Sandstein gemeißelt und schön verziert daneben die Inschrift „Wer den Tod im heiligen Kampfe fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland“ und darunter „Weltkrieg 1914 1915“. „Dem Andenken der für das Vaterland gefallen Krieger“ heißt es auf einem anderen Sandstein über einer Liste mit Namen von im Ersten Weltkrieg Getöteten. Nein, wir befinden uns nicht auf einem Militärgelände, nicht auf einem Friedhof zur Heldenverehrung, nicht in einem Museum mit Schauerlichkeiten der Kriege. Ein letzter Stein kann Aufschluss bringen, wo wir uns aufhalten. Wieder in den hier üblichen Sandstein gemeißelt trägt er die umkränzte Inschrift: „220 bayerische Franziskaner kämpften im Weltkrieg 1914 – 1918 für das deutsche Vaterland. 52 starben den Heldentod.“ Wir befinden uns vor dem Kloster Engelberg, gelegen oberhalb von Großheubach im Landkreis Miltenberg. Und wir schreiben das Jahr 2014.
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Beinahe Kirchenasyl in Miltenberg

Zitate aus: anstoß, Ev.-Luth. Gemeindeblatt Miltenberg

Pfarrer Peter Neubert schreibt im aktuellen Gemeindeblatt anstoß: „Mitte Juni hatte sich unser Kirchenvorstand in einer dringlichen Anfrage auf einen besonderen Beschluss geeinigt: Es ging um die Bereitschaft, einer iranischen Familie, die seit einiger Zeit in Miltenberg wohnt, für eine kurze Zeit „Kirchenasyl“ zu gewähren, um eine drohende Abschiebung zu verhindern. Ein einstimmiges „Ja, wir öffnen unser Gemeindehaus!“ war das erfreuliche Ergebnis. In diesem Fall hätte dies konkret bedeutet, die dreiköpfige Familie für eine überschaubare Zeit von maxi-mal zwei Wochen im Gemeindehaus einzuquartieren, um ihnen im Anschluss daran ein Asyl-Verfahren in Deutschland zu ermöglichen. Bis zu einem gewissen Tag drohte ihnen die Rücküberführung in deren Ersteinreiseland in Europa (und von dort zurück in den Iran). Diese Frist galt es zu überstehen.“
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Kunstaktion oder antiklerikale Provokation?

Foto: zugesandt
Kommentar: Mapec

Ein Blick ins befreundete Ausland, in diesem Fall nach Rippberg, Ortsteil von Walldürn in Baden-Württemberg: Dort haben Unbekannte in einer Kunstaktion oder auch nur einer antiklerikalen Provokation direkt in der Nähe der Kirche eine aufblasbare Sex-Puppe aufgehängt (siehe Foto) – aber nicht die übliche Plastikfrau, sondern die Ausgabe, wie sie Frauen oder Schwule nutzen sollen, also mit sichtlich erigiertem Penis. Anspielung auf sexuelle Gewalt seitens des Klerus? Geiselung der Lustfeindlichkeit der katholischen Kirche? Oder doch nur grober Unfug?

Wie in “kirchlichen” Sozialeinrichtungen diskriminiert wird

Infos von http://sternab.blogsport.eu/

Konfessionslos? Geschieden? Homosexuell? – Arbeitslos!

Die sozialen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft werden in der Öffentlichkeit stets als Pluspunkt für die Kirchen wahrgenommen. Was viele Menschen nicht wissen: Durch ein eigenes Arbeitsrecht haben die Kirchen nicht nur Einfluss auf die Arbeitsverhältnisse bei Caritas und Diakonie, sondern greifen tief ins Privatleben der Beschäftigten ein. (mehr…)

Elsenfeld: Und wann greift der Papst ein?

Redaktion kommunal dokumentiert in Ausschnitten einen Beitrag aus dem Main-Echo/Bote vom Untermain vom 11.01.13

„Die Beerdigung seines Opas wird Marco Jakob so schnell nicht vergessen. Beim Seelengottesdienst für den Verstorbenen in Rück-Schippach (Kreis Miltenberg) wollte der 29-Jährige wie rund 15 seiner Verwandten die Kommunion empfangen. Der Pater verweigerte sie ihnen. (mehr…)

Kunst und Kirche: Frauenfeindlich?

Redaktion kommunal

In der Redaktion kommunal sowie deren Umfeld gibt es Menschen, die sich gerne in Museen herumtreiben. Gerade sie waren es, die die Einrichtung des Kunst-Museums auf der Miltenberger Burg sehr begrüßten. Bei mehreren Unterhaltungen über diesen Ort für (vor allem – aber nicht nur) spirituelle Kunst musste allerdings festgestellt werden, dass der Anteil der dort berücksichtigten Künstlerinnen gegenüber den Künstlern extrem niedrig ist. Geschätzt wurde der Frauenanteil auf weniger als zehn Prozent. Eine genaue Bestimmung ist nicht möglich, da kein Verzeichnis der Werke abrufbar ist. Also mussten sich weitere Nachforschungen auf das in ähnlicher Konzeption gestaltete Museum am Dom in Würzburg – dessen Nebenmuseum das auf der Miltenberger Burg ist – konzentrieren. Hier liegt ein Web-Katalog vor, der von kommunal ausgewertet wurde.

Erstaunlich und unverständlich: Von 128 dort aufgeführten Kunstschaffenden sind 119 Männer und nur 9 Frauen! (mehr…)

9. November – Nachtrag

zugesandte Terminhinweise

Ergänzend zu den bisherigen Terminmeldungen rund um den 9. November hier ein Nachtrag:
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Heiß diskutiert: Beschneidung

Unsere Schwesterseite disk.blogsport.de veröffentlicht heute eine ausführliche Zusammenstellung mit Fakten zur Debatte um die Beschneidung von Jungen. Darauf sei ausdrücklich hingewiesen.

23 Jahre – das Wirken des Propheten

Ein Beitrag zur Diskussion von Manfred M. Krug
(Der Name des Autors wird im Dokument falsch angegeben.)

Bereits 1998 erschien in Asyl am Untermain (Aschaffenburg-Miltenberg) und danach in der nhz (Hanau) die Buchbesprechung zu „23 Jahre – die Karriere des Propheten Muhammad“ von Ali Dashti. Da diese Besprechung derzeit im Internet sonst nicht auffindbar ist, wird sie hier als Beitrag zur Diskussion um (antiislamischen) Rassismus, Religion und Geschichte gebracht (PDF).

Verfassungsfeinde? – Oder: Da wächst zusammen, was zusammen gehört

„Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die christliche Internetseite kreuz.net als grundgesetzwidrig ein. Das ergebe sich aus der Antwort des Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm auf eine Anfrage des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen im Bundestag, Volker Beck, (mehr…)