Anläßlich des massiven Erdbebens in Japan, das nach der Zerstörung atomtechnischer Anlagen zu einer atomaren Katastrophe führte, kam es auch am Untermain zu Mahnwachen und anderen Aktionen der Solidarität mit den Betroffenen und gegen die Nutzung der Atomenergie.

So fanden sich am 14.03.11 in Aschaffenburg weit über 200 Personen am Rondell vor der Buchandlung Diekmann zu einer kurzfristig angesetzten Mahnwache/Kundgebung ein.
Siehe: Bericht zur Kundgebung/Demonstration am 14.03.11 und zwei Redebeiträge (PDF)
Einige Impressionen dazu:

Auch in Kahl/Main wurde eine Mahnwache zum gleichen Thema abgehalten.

Am 21. März kam es erneut zu einer Mahnwache vor der Buchandlung Diekmann mit anschließender Demonstration in Aschaffenburg und zu Mahnwachen in Mömbris und Erlenbach/Main (150 Teilnehmende lt. Main-Echo OBB, 30.03.11). Wir bringen hier einen Zusammenfassung der Ereignisse in Aschaffenburg (PDF) und ein Infoblatt, das hierzu vom AK Infoladen verteilt wurde (PDF).
In dieser Zeit kam es auch zu verschiedenen themabezogenen Parolen an Hauswänden etc., wie Beispiele aus Miltenberg zeigen (externer Link).

28. März: Diesmal vor der City-Galerie in Aschaffenbrug treffen sich 350 Menschen zur Kundgebung und Mahnwache gegen Atomkraft (siehe Foto und Clip unten sowie main.tv-Beitrag HIER), danach Demonstration. Mahnwachen gab es auch in Kahl und Schöllkrippen. Weiterhin: „Eine Mahnwache mit Infostand gegen Atomkraft findet am Montag, 28. März, von 18 bis 19 Uhr in Erlenbach in der Elsenfelder Straße auf dem Platz vor der RV-Bank statt. Initiatorinnen sind Martina Pletschke und Antje Stuckert-Hahn aus Erlenbach.“ (Main-Echo OBB, 26.03.11) Es kamen 110 Personen. (Main-Echo OBB, 30.03.11)

Nach dem März gingen die Anti-Atom-Aktionen weiter. Einige Impressionen:

Beteiligung vom bayerischen Untermain gab es auch beim Sternmarsch auf die AKWs Biblis am 25.04.11(PDF).

Auch in Miltenberg kam die Anti-AKW-Bewegung langsam in die Gänge. Laut Tageszeitung Bote vom Untermain (25.05.11) waren es bei der ersten Aktion im Mai annähernd 300 Teilnehmende, weitaus mehr, als die Veranstalter erwartet hatten.

Dokumentiert sei hier auch die Rede, die Reinhard Frankl am 27. Juni in Aschaffenburg hielt (PDF).

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In diesem Zusammenhang machen wir noch hierauf aufmerksam:
Kein Schicksal ist zu gewaltig, als dass regionale Medien nicht doch noch einen billigen und reißerischen Aufmacher daraus machen könnten, etwa gleich wichtig wie der Zoff um einen Fußballtrainer (Prima Sonntag, 13.März 2011).