Initiative Demokratie und Frieden (IDeF)
1988 – 2004

Dokumentation und Kommentare

Herausgegeben durch die IDeF, Miltenberg 2005, überarbeitet 2008, MP

Inhalt

Danke für den Fisch – eine Einleitung
Betrachtungen zu einigen Ereignissen
1991 – Keine Vorhut der Arbeiterklasse – aber: Jusos lernen vom KBW, wie man die Partei hochhält
1992 – Sudetendeutsche, Neo-Nazis und „Judenknechte“
1992 – Drei tote Türkinnen und die Unmöglichkeit von Kritik an „Gutmenschen“
1994 – Gelungen: REP kommen nicht durch
1994/1996 – Endlich wird er geehrte: Der ausländerfreundlichste Mitbürger – oder: Dumpfbacken und Schreibtischtäter
1998 – Das Geschenk des Nazis
1998 – Selbstverständnispapier von Bündnis gegen Rechts und IDeF – ein Dokument
2001 – Eine kleine Katastrophengeschichte aus dem prallen Leben
2001 – Totgesagte leben lang!
2004 – Der Knalleffekt und die Sozialdemokratie
2004 – Eine gute Idee versandet und einem Menschen wird einiges klar
Chronik der IDeF [1988 – 2004]
Hall of Fame – oder: Einige von denen, die irgendwann dabei waren

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Wenn du merkst, dass
dein Pferd tot ist: steig ab.
- Sprichwort aus Nordamerika -

Und wo sind die Delphine?
Sie sind weg und haben
die Botschaft hinterlassen:
Macht´s gut und
danke für den Fisch
- aus dem Vorwort zu Douglas Adams: Macht´s gut und Danke für den Fisch,
vierter Teil der Trilogie Per Anhalter durch die Galaxis, Frankfurt 1985 (Zweitausendeins) -
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Danke für den Fisch – eine Einleitung

Die Initiative für Demokratie und Frieden (IDeF), hervorgegangen aus dem Antifaschistischen Bündnis im Kreis Miltenberg (das sich wiederum aus dem Initiativentreffen entwickelt hatte), war eine einstmals große und nicht einflusslose Gruppe. Ursprünglich als antifaschistischer Koordinationskreis gegründet, entwickelte sie sich im Laufe ihres Bestehens zu einer Initiative, die sich mit verschiedensten politischen und kulturellen Aspekten beschäftigte.
In den hier lesbaren Anmerkungen zur IDeF-Geschichte mag ihre Bedeutung an manchen Stellen durchschimmern. Doch diese Blütezeit ist lange her. Sie liegt in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Danach begann ein fast stetiger Schrumpfungsprozess und ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das Durchhaltevermögen der verbliebenen IDeF-Mitglieder bewundern oder unsere Ignoranz gegenüber dem tatsächlichen Zustand einer beständig schrumpfenden Initiative beweinen soll.
Nun gut: Dorothee Sölle meinte einst, Erfolg sei „kein Name Gottes“. Es käme – so die leider bereits verstorbene Theologin – nicht auf die direkte Wirkung an, sondern darauf, dass jemand aufsteht und dem Wahnsinn ins Handwerk pfuschen möchte. Ich denke aber, dass auch Ignoranz „kein Name Gottes“ (Sölle) ist und sie sicherlich auch nicht an Organisationen geklebt hat, sondern an Menschen die etwas tun (egal in welchem organisatorischem Rahmen). So erscheint mir heute das Festhalten an der Struktur IDeF eher als sehr deutsche Borniertheit, die sich sicherlich ohne Schwierigkeit in zahlreichen eingetragenen Vereinen in dieser mit Vereinsmeiern so überfüllten Republik finden läßt.
Nehmen wir z.B. das Jahr 2002: Hier verzeichnet die Statistik den absoluten Tiefpunkt an IDeF-Aktivitäten. Drei Einträge verweisen auf das Mitunterzeichnen von Aufrufen zu Demonstrationen in Aschaffenburg und Frankfurt. Sonst gab es nichts. Das muß nicht kommentiert werden.
Andere Gruppen haben, wo nötig und möglich, längst die Inhalte der IDeF übernommen.
Wie dem auch sei: Hier kommt die komplette IDeF-Chronik, angereichert mit einigen vorangestellten Erinnerungen und Empörungen.
Und der Sinn des Ganzen? Geschichtsschreibung hat immer einen Sinn in sich, auch wenn dies nicht sofort konkret zu benennen ist. Wer wird hier und heute praktischen Nutzen aus den Angaben dieser Dokumentation ziehen? Das ist völlig unklar. Wer wird davon abgehalten, Fehler zu machen, die die IDeF bereits hinter sich gebracht hat? Dies ist nicht bestimmbar. Wer wird Anregungen, Ideen, Ermunterung aus diesen Zeilen erhalten? Keine Ahnung. Aber es besteht immer die Möglichkeit dazu. Marcuse sprach von einer Flaschenpost, die jemand ins Meer wirft, in der Hoffnung, ein anderer Interessent könnte diese finden und den Inhalt nutzbar machen. So tue ich es auch hier auf einem – ich gebe es zu – bescheideneren theoretischen Hintergrund. Und schließlich ist Geschichtsschreibung auch immer ein Akt persönlicher Auseinandersetzung mit dem Gewesenen, hier auch mit einem Teil der eigenen Geschichte.
Keinesfalls soll hier aber eine beschönigende Rückschau gehalten werden, nach dem Motto: Das Gewesene nicht madig machen, den Gegnern keine Munition bieten. Wo Gutes gelaufen ist, ergibt sich dies ebenso aus dieser Auflistung wie Negatives oder Skurriles. Und an alle, die jemals mit dabei waren bei der IDeF: Danke für den Fisch!

MP

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Unsere Niederlagen nämlich
Beweisen nichts, als dass wir zu
Wenige sind
Die gegen die Gemeinheit kämpfen
Und von den Zuschauern erwarten wir
Dass sie wenigstens beschämt sind!
- aus: Bertolt Brecht: Gegen die Objektiven -
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Betrachtungen zu einigen Ereignissen

Diese Betrachtungen sind sehr subjektiv ausgewählt. Viele andere Ereignisse hätten es sicherlich ebenfalls verdient, ausführlich erwähnt zu werden. Doch entweder erschienen sie dem Autoren dieser Zeilen persönlich nicht so wesentlich oder sie hätten von anderen ehemaligen IDeF-Mitgliedern niedergeschrieben werden müssen, also von jenen, die im speziellen Fall über mehr Informationen verfügen.
Weitere Betrachtungen sind auch in die nachstehende Chronik eingebaut.

1991
Keine Vorhut der Arbeiterklasse
aber: Jusos lernen vom KBW, wie man die Partei hochhält

Politik kann recht lustig sein. Dies gilt zumindest für jene Menschen, deren Gedächtnis einige Jahre oder Jahrzehnte in die Vergangenheit reicht. Denn dann sind Vergleiche möglich. Und die haben es manchmal in sich! Wer hätte z.B. vermutet, dass die Jusos im Kreis Miltenberg (also die hiesige Kinder-SPD) mich einmal an der Kommunistischen Bund Westdeutschland erinnern würden?
Jener KBW war in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine weniger gefürchtete als mehr verspottete Organisation mit rrrrrrrrrevolutionärem Pathos und der Gewissheit, sich auf der Seite des welthistorisch siegreichen Proletariats zu befinden. Bekannt und unbeliebt wurde der KBW durch seine „Massenpolitik“: Demonstrierte die Bevölkerung z.B. im Boxberger Wald gegen die geplante Daimler-Teststrecke, setzten sich drei KBW-Mitglieder mit einem Parteitransparent vor die erste Reihe der Demonstration, fotografierten das Ganze und behaupteten später in der Parteipresse, die Volksmassen seien unter Führung des KBW gegen den kapitalistischen Daimler-Konzern … oder so ähnlich.
„Ganz anders die Jusos im Landkreis Miltenberg. Sie brauchen keine drei Leute mehr! Bei einer Demo-Vorbereitung könnte es z.B. geschehen, dass sie mit 2 Leutchen kommen und verlangen, als Mitveranstalter genannt zu werden sowie einen Redebeitrag auf der Demo halten zu dürfen. Bei der Demo selbst wäre es dann möglich, dass sie mit nur 1 Person erscheinen, dieser 1 Juso eine Fahne mitbrächte, einen Redebeitrag hielte“ (Grünes Blatt 34, Juni 1991), in den er auch noch die Grüße des Kreisvorstandes einbaute, wie 1991 bei der Kurdistan-Demonstration in Miltenberg geschehen, die maßgeblich von der IDeF ausging.
Gleichzeitig hatten die Jusos just zu dieser Zeit aber Protest eingelegt gegen Uli P. als IDeF-Sprecher, da dieser auch Funktionen bei den Grünen innehatte. Nun war Uli P. nicht nur jener, der der IDeF ihren Namen gab (und der daher hier einmal erwähnt werden muss), sondern zeichnete sich stets dadurch aus, dass ihm die Partei nur eine Hülle, die politische Bewegung aber das Wesentliche war. An wichtigtuerischem Vorspielen von politischer Bedeutung (wie hier bei KBW und Jusos geschildert) war ihm daher so wenig gelegen wie am Schachern um Pöstchen.
Interessant ist hier allerdings: Die IDeF war damals wirklich ein Faktor auf der politischen Bühne; sonst hätten die Jusos keinerlei Probleme mit einem Sprecher aus einer konkurrierenden Partei haben müssen.
Und eine weitere Erkenntnis: Parteisoldaten haben stets etwas Komisches an sich.

1992
Sudetendeutsche, Neo-Nazis und „Judenknechte“

Die freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht, sollte man meinen. Wer diese jedoch in Anspruch nehmen will, kann gelegentlich gar Unschönes erleben, wie drei Menschen aus dem Umfeld von Bündnis gegen Rechts (Aschaffenburg) und IDeF erkennen mussten.
Im Bote vom Untermain/Main-Echo erschien im März 1992 ein Leserbrief, in dem der Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei angegriffen wurde. Daraufhin schrieben J. und M. aus Aschaffenburg sowie M. aus Miltenberg einen weiteren Leserbrief und stellten fest: „Die Ursachen der Vertreibung der Sudetendeutschen – Zweiter Weltkrieg, die Ermordung von Millionen Menschen durch Wehrmacht und SS im Rahmen der Judenvernichtung und NS-Rassepolitik – werden mit keiner Silbe erwähnt. Stattdessen werden in ewiggestriger Manier Täter zu Opfern verklärt.“ Und weiter: „Das Sudetenland war niemals Teil eines deutschen Staates. Deshalb war das Münchner Abkommen von 1938 keine Revision der Versailler Verträge, sondern Beginn der imperialistischen Politik des NS-Staates …“ Das war zu viel für bestimmte Mitmenschen. Mit vier Gegenleserbriefen, fünf Briefen an die drei Autoren, einem zugeschickten Zeitungsausschnitt und drei Anrufen reagierten sudetendeutsche und offen rechtsextreme Gruppen oder Personen. Soweit sie sich mit Fakten aufhielten, mussten sie weit in die Geschichte zurückgehen, um ein deutsches Sudetenland zu konstruieren: bis zu Kaiser Karl IV oder ins 8. Jahrhundert. Keiner konnte die Zugehörigkeit zu einem deutschen Nationalstaat (seit 1871) belegen.
Einer der Briefe hatte es besonders in sich: Eine „Nationale Heimatfront – Die Nationale Rechte Deutschlands“ bezeichnete die Leserbriefautoren als „Anti-deutsche Volksverhetzer, Judenknechte und Mutterficker“, die „erschossen oder durch harte Arbeit vernichtet“ werden müssten.
Eine interessante Koalition aus Neo-Nazis und wutschnaubenden Vertriebenen tat sich so auf. Die Tatsache der Vertreibung war allerdings von den drei Leserbriefautoren nicht geleugnet, sondern in ihren historischen Rahmen gestellt worden, um Ursache und Wirkung zu benennen. Aber das war schon zu viel!
Übrigens: Von den drei Mitgliedern aus Bündnis gegen Rechts und IDeF gab es zumindest in den folgenden Jahren keine Leserbriefe mehr. Ich selbst als einer der drei war nicht bereit, meine Familie, insbesondere meine Kinder, der neonazistischen Sippenhaftung oder auch nur hoch emotionalen und lautstarken Telefonanrufen auszusetzen.
So unterminieren bestimmte Sudetentdeutsche und Neonazis sehr geschickt und wirksam ihnen unliebsame Meinungsäußerung.

1992
Tote Türkinnen und die Unmöglichkeit von Kritik an „Gutmenschen“

Nachdem 1992 drei Türkinnen bei einem neonazistischen Brandanschlag in Mölln getötet worden waren, schlugen die Wellen der Entrüstung hoch. Auch im Kreis Miltenberg erschien dazu eine Traueranzeige, in der sich zahlreiche MitbürgerInnen entschieden gegen nazistischen Terror wandten. In der Anzeige wurden allerdings nur die Mitbürger aufgefordert, Lichter in die Fenster zu stellen als Zeichen der Trauer und des Protestes, nicht die Mitbürgerinnen. Sprachliche Schlamperei oder gedankenlose Verwendung von Herrschaftssprache? In jedem Fall nebensächlich angesichts des Fakts, dass die drei toten türkischen Frauen in der Anzeige namenlos blieben und zudem zu Männern gemacht wurden: Mord an „drei türkischen Mitbürgern“!
Das konnte nicht unwidersprochen bleiben. In einem kleinen Kommentar für das Grüne Blatt (1/2 1993) innerhalb der IDeF-Rubrik „Antifa-Nachrichten“ sprach der Autor dieser Zeilen von der „zweiten Beseitigung“ der Frauen, wenn im Fall der namenlosen Vermännlichung in der Anzeige auch nur aus Dummheit oder Denkfaulheit.
Das rief entgegen der Erwartung mehrere LeserbriefautorInnen auf den Plan, die meine Zeilen als „Pamphlet“ titulierten, den Inhalt als „emanzipatorisches Gehabe – sprich Taktlosigkeit – und politischer Klüngelei“ (?) abtaten, nicht die Anzeige, sondern meine Zeilen als „geschmacklos“ titulierten, mir einen „emanzipatorischen Wahn“ andichteten, mit dem ich mich „selbst disqualifiziert“ hätte, etc.
Eine ganze Menge an aufgeregter Abwehr, die niemand bei diesem kleinen Kommentar erwartet hatte, lief damals ab. Ein schlichtes „Danke für den Hinweis auf unsere Gedankenlosigkeit“ oder ein „Wird nicht mehr vorkommen“ hätte völlig genügt, setzte aber eine Selbstkritikfähigkeit voraus, die auch heute nicht gegeben ist.
Die Redaktion des Grünen Blatts verhielt sich butterweich. Sie sei in dieser Sache „geteilter Meinung“ gewesen und forderte dazu auf, „Benachteiligung von Frauen und Ausländerfeindlichkeit nicht miteinander zu vermischen“, was immer das in diesem Fall hat heißen sollen.
Mir selbst wurde zumindest eines klar: Ich hatte die Anzeige unterschrieben und offensiv für sie geworben, ohne den späteren Text zu kennen, da ich den Initiatoren ordentliche Formulierungen zutraute. Ich war also entsetzt, meinen Namen unter diesen unsäglichen Formulierungen zu finden. Eine solche Blankounterschrift hat es von mir danach niemals mehr gegeben. Der Mensch lernt.
Nun, von den AutorInnen der LeserInnenbriefe hat man später nicht mehr allzu viel gehört. Ihr antifaschistisches Engagement war mit dieser Anzeige offensichtlich weit gehend erschöpft.
Später drängte sich der Gedanke auf, dass es damals in der Anzeige bei vielen gar nicht um die von Nazis ermordeten Frauen gegangen war, sondern um die Darstellung der eigenen ach so antifaschistischen Gesinnung. Sonst wären diese Entgleisungen unmöglich gewesen. Denn Achtsamkeit in der Formulierung und Ehrfurcht vor den Opfern gehören zusammen; alles andere riecht nach Instrumentalisierung; selbst dann, wenn es ach so gut gemeint daher kommt.

1994
Gelungen: REP kommen nicht durch

Die Republikaner haben in Miltenberg eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Am 3. August hatten sie in der Kreisstadt zu einer öffentlichen Kundgebung auf dem Marktplatz eingeladen und damit – eventuell unwissentlich, wahrscheinlich aber im vollen Wissen der historischen Hintergründe – an die Tradition der Nazi‑Aufmärsche am gleichen Ort von 1933 bis 1945 angeknüpft.
Allerdings kamen zur Rep-Kundgebung nur knapp ein Dutzend Anhänger, dafür aber rund 120 GegnerInnen. Verschiedene Gruppen – Grüne, SPD, die Initiative für Demokratie und Frieden (IDeF), AntifaschistInnen, unorganisierte BürgerInnen – hatten sich mehr oder minder spontan eingefunden, um mit Plakaten, zwei übergroßen Transparenten, Trillerpfeifen und Sprechchören sowie mit einer Kurzansprache eines in Miltenberg sehr beliebten und als Kenner der jüngeren Lokalgeschichte bekannten SPD-Stadtrates über Lautsprecher gegen die Anwesenheit der Reps zu protestieren. Diese Reaktion bestimmte den kompletten Charakter der Veranstaltung.
Der frühere Würzburger SPD-Oberbürgermeister und jetzige Spitzenfunktionär der Reps, Klaus Zeitler, ging mit seinem Megaphon völlig unter, aus einer Rep- wurde eine Anti-Rep-Veranstaltung. Die sinnvolle und von vielen aktiv getragene phantasievolle Gegenaktion hatte damit ihr Ziel erreicht: den sich gerne bürgerlich gebenden Reps wird mit breitem BürgerInnenprotest gezeigt, dass sie in Miltenberg unerwünscht sind und hier keinen Fuß auf den Boden bekommen werden.
Eine kleine Einschränkung bleibt dennoch: Die beiden vorläufigen Festnahmen mit erkennungsdienstlicher Behandlung waren vermeidbar, da die dazu führenden Einzelaktionen völlig überflüssig waren. Das Herunterreißen von Rep‑Flugblättern und die schier „heldenhafte“ Einzelkämpfertat, die darin bestand, dem Rep-Redner Zeitler hinterher zu laufen und mit einer Trillerpfeife ins Ohr zu blasen, waren schlichtweg unsinnig. Denn die Reps konnten weder ihre Flugblätter verteilen, noch richtete Zeitler mit seinem Megaphon hörbaren Schaden an. Bestenfalls kann „positiv“ angemerkt werden, dass der Rep‑Funktionär durch die Provokation mit der Trillerpfeife die Beherrschung verlor und zuschlug, was als Enttarnung der biedermännischen Fassade gewertet werden darf.
(nach: nhz Hanau Nr. 85, Okt. 1994)

1994/1996
Endlich wird er geehrt: Der ausländerfreundlichste Mitbürger
Oder: Dumpfbacken und Schreibtischtäter

[Interview mit Uli P.]

Frage: Uli, Du bekamst einmal einen ganz besonderen Preis zugesprochen, den Titel „Ausländerfreundlichster Mitbürger Frankens“. Wann war das eigentlich und wer war der Preisverleiher?
Uli P.: Das war 1994 – und 1996 wurden dann die publizistischen Attacken auf mich wiederholt. Leute wie Jürgen Schwab hatten sich das wohl ausgedacht und mit der Zeitschrift Junges Franken stand ihnen ein Forum für ihre Angriffe zur Verfügung.
F: Gab es Reaktionen aus der rechtsextremen Ecke auf diese öffentliche Darstellung Deiner Person, also Drohanrufe, Schmähbriefe oder dergleichen? Man hatte ja kaum verschlüsselt dazu aufgefordert, dich zu terrorisieren.
UP: Die Redaktion Junges Franken hatte 1996 meine Adresse und Telefonnummer veröffentlicht. Es gab dann Anrufe und ein paar dunkle Andeutungen von dem ehemaligen Kirchzeller NPDler Beier, der jetzt NPD-Bundespressesprecher ist.
F: Du hast dann juristischen Beistand gesucht und eine Gegendarstellung erreicht. Wie ist das abgelaufen?
UP: Eine Gegendarstellung auf die Angriffe von 1996, die schlicht und einfach falsche Angaben enthielten, gab es erst im August 1997, da das Blatt sehr unregelmäßig erschien. Das war dann mit der Nr. 15 auch die offensichtlich letzte Ausgabe des Jungen Franken.
F: Besagtes Blatt war eine Gazette, deren letzte Ausgaben recht professionell im Zeitungsformat aufgemacht waren, die aber nur selten erschien. Wie meinst Du, ist rückblickend dieser Versuch rechtsextremer Publizistik zu bewerten?
UP: Verglichen mit der brutalen Dumpfbackigkeit und Dummheit der meisten Nazis hatte das Blatt vordergründig sogar ein gewisses Niveau – allerdings nur das Niveau von Schreibtischtätern, die gerne die intellektuelle Führungselite für die Dumpfbacken bilden wollten. Die Wirkung des Blatts war aber wohl sehr gering.
F: Hinter dem Jungen Franken stand vor allem der ehemalige REP-Vorsitzende im Kreis Miltenberg, der aus Amorbach stammende Jürgen Schwab. Heute ist er Leiter des Arbeitskreises „Volk und Staat“ beim NPD-Parteivorstand und gilt als einer der Chefideologen der Partei. Hat dich dein politischer Weg noch mal mit Schwab in Kontakt gebracht? Oder mit Klaus Baier, Schwabs ewigem Schatten, der einst NPD-Chef im Kreis Miltenberg war? Und wie bewertest Du jetzt diese beiden Personen?
UP: Ich verfolge seit langer Zeit nicht, was speziell diese Leute tun. Der fanatische, aber dumme Klaus Beier hat es zum Bundespressesprecher der NPD gebracht, was einen hinsichtlich der von dieser Partei ausgehenden realen Gefahren eher beruhigen könnte. Der gefährlichere, da intelligentere der Beiden, Schwab, agitiert vom Hörensagen weiter im Burschenschaftlermilieu und als Redakteur bei der NPD-Zeitung Deutsche Stimme. Von beiden wird man wahrscheinlich noch hören und sehen.
F: Uli, herzlichen Dank für das Interview. Und im Nachhinein noch einmal Glückwunsch zu der Ehre, von Rechtsextremisten für einen ausländerfreundlichen, ja sogar für den ausländerfreundlichsten Mitbürger gehalten zu werden!
UP: Ich habe mich allerdings für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger praktisch eher zu wenig engagiert, sondern mich halt öffentlich gegen die damaligen Dorfnazis gewandt. Die haben das dann, letztlich aus Eigeninteresse, massiv und phantasievoll aufgeblasen.

1998
Das Geschenk des Nazis

1988 wurde in Amorbach gegen die damals vermehrt auftretenden ultrarechten Gruppen und Personen demonstriert. Dies geschah im Rahmen der antifaschistischen Wochen im Kreis Miltenberg, die als Gründungsereignis der IDeF gelten können. Denn aus den veranstaltenden Gruppen bildete sich später das AfaB, das in der IDeF mündete.
Die damalige Demonstration war mit 70 Teilnehmenden für die Verhältnisse im bayerischen Odenwald recht gut besucht.
In den kommenden Jahren ging die Tätigkeit der Rechtsextremen aber nicht zurück, sondern brachte sogar stellenweise eine neue Qualität. Ein Wiking-Jugend-Funktionär zog nach Miltenberg und Jürgen Schwab sowie Klaus Beier machten Karriere, die Anfangs nur für Beier, dann auch für Schwab eine Parteikarriere in der NPD darstellte. Mehrere Menschen aus der IDeF wünschten sich daher eine erneute Demonstration, um zumindest offensiv zeigen zu können, dass das Problem noch nicht erledigt ist. Doch dazu gab es wenig Bereitschaft bei anderen Gruppen und die IDeF alleine war dazu spätestens ab 1994 zu schwach. Doch dann kam das Geschenk des Nazis!
Klaus Beier beging die absolute politische Dummheit und marschierte mit rund 30 seiner Kameraden auf, um zwei sozialdemokratische Veranstaltungen im Odenwald zu sprengen, eine der Jusos in Schneeberg, danach eine der SPD in Amorbach. Ausrichten konnten die 30 braunen Kameraden nichts, da die Polizei zur Stelle war. Allerdings war das Auftreten von Beier & Co. laut Augenzeugen geprägt von „demonstrativ zur Schau gestellter Aggressivität“ nach Art „jugendlicher KZ-Aufseher“ (nhz Nr. 101, Dez. 1997). Beobachter vermuteten damals, Beier müsse seine dumpfen Kameraden durch offensives Auftreten als Führer bei der Stange halten. Der NPD-Funktionär, er einst sogar als Büttenredner bei offiziellen Faschingsveranstaltungen gerne gesehen wurde, legte damit allerdings seine Karten offen. Danach wurde er nicht mehr als Biedermann, sondern lediglich als Brandstifter betrachtet.
Und endlich sahen sich zahlreiche Gruppen genötigt, über eine erneute Demonstration in Amorbach nachzudenken. Zehn Jahre nach der ersten nun also die zweite Demo!
Innerhalb von wenigen Wochen bildete sich ein Bündnis von 11 Organisationen. Sozialdemokraten, Grüne, Gewerkschafter, ein Internationaler Kulturverein, die Jugendinitiative Miltenberg, die Ökologisch-Demokratische Partei und die IDeF mischten mit; auch ein Gruppe von Autonomen kam und hielt sich prompt nicht an die Absprachen, setzte sich allerdings an die Spitze der Demonstration und bestimmte somit teilweise deren Charakter, zeigte sich also als gelehriger Schüler von KBW und Jusos (siehe oben). „Nicht wegschauen! – Den Neo-Nazis entgegentreten“ hieß das Motto. Inhaltlich wurde sowohl auf die organisierten Rechtsextremen als auch auf die erstarkende knallrechte Subkultur hingewiesen, was offensichtlich Folgen hatte, indem Lehrer, Ausbilder und Eltern anschließend sensibler auf Springerstiefel und Rechtsrock reagierten.
Und nicht mehr nur 70 Leute wie 1988 kamen, sondern 400. Dies konnten auch Bürgermeister und Schuldirektoren der umliegenden Gemeinden nicht verhindern, die sich lange vor der Demonstration getroffen haben sollen, – nicht um sie zu unterstützen, sondern um zu sehen „wie verhindert werden kann, dass der bayerische Odenwald als Nazi-Hochburg in die Medien kommt“ (nhz Nr. 101, Dez. 1997), kurz: wie die Demo verhindert werden könne.

1998
Selbstverständnispapier von Bündnis gegen Rechts und lDeF – ein Dokument

Bei den antifaschistischen Wochenendseminaren 1997 und 1998 wurde ein Selbstverständnispapier von Mitgliedern des Bündnisses gegen Rechts (BgR) aus Aschaffenburg und der Miltenberger IDeF erstellt bzw. überarbeitet. Das hier vorliegende Papier bezeichnet den letzten Stand dieses bisher einzigen programmatischen Dokuments, das BgR und lDeF vorgelegt haben. Zugegeben ist es nicht aus einem Guss, an einigen Stellen weniger ausführlich als an anderen. Dennoch soll es hier veröffentlicht werden, stellte es doch den Versuch dar, mit einer umfassenderen Inhaltsbestimmung den Notwendigkeiten heutiger linker und radikal-demokratischer Basisarbeit gerecht zu werden (dokumentiert ist die Fassung, die innerhalb der IDeF veröffentlicht wurde). Der Text hat folgenden Wortlaut:

Die Initiative für Demokratie und Frieden (IDeF) ist eine undogmatisch linke Organisation, die eintritt für

1. soziale Gerechtigkeit und Schutz des Individuums:
> Für eine Politik, die jeden Menschen, ungeachtet seiner Leistungsfähigkeit, ein Leben in Würde und sozialer Absicherung ermöglicht.
> Für die Auflösung aller Formen kapitalistischer Ausbeutung von menschlicher Arbeit und Natur
> zu Gunsten einer gleichwertigen Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, Demokratie in Betrieben und Verwaltungen und einer ökologischen Wirtschaftsordnung.
> Für solidarisches Miteinander und Kreativität statt Vereinzelung und Ausrichtung unseres Lebens nach kommerziellen Interessen.
> Gegen Kriminalisierung von fortschrittlicher Opposition, gegen den Ausbau des Überwachungsstaates.

2. Solidarität ohne Grenzen:
> Soziale Gerechtigkeit versteht sich für alle Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe oder Herkunft.
> Faschismus ist keine Weltanschauung, sondern ein Verbrechen. Wir treten daher entschieden gegen alle Formen rassistischer und faschistischer Gedanken und Organisationen ein, gleich welcher nationalistischer Phrasen sich diese bedienen.
> Durch Informations‑ und Aufklärungsarbeit versuchen wir auch, Sensibilität für den alltäglichen Rassismus, Antisemitismus und die Unterdrückung von Minderheiten in unserer Gesellschaft zu schaffen und diesen entgegenzutreten; denn der „gewöhnliche Rassismus“, der sich in Asylpolitik, Politikerreden, Stammtischwitzen und mehr zeigt, ist ebenfalls menschenverachtend und der eigentliche Betreiber des Rechtsrucks in unserer Gesellschaft.
> Der internationale Handel ist gekennzeichnet durch gravierende Ungerechtigkeiten und Plünderung der natürlichen Ressourcen zuungunsten der Länder der sogenannten „3. Weit“ und des ehemaligen „Ostblocks“, der zunehmend auf das Niveau dieser Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas absinkt. Stattdessen gilt es, eine internationale Wirtschaftsordnung zu etablieren, die auf gleichberechtigtem Handel aufbaut.
> Noch immer unterstützen die mächtigen Länder dieser Welt, zu denen an vorderster Front auch Deutschland gehört, aus politischem, militärischem und vor allem ökonomischem Eigennutz Diktaturen und Pseudo‑Demokratien in aller Welt. Demgegenüber fordern wir eine Politik, die Menschenrechte in den Vordergrund stellt und jede Form der Förderung von derartigen Regimen eine Absage erteilt.
> Das größere Deutschland fordert seinen „Platz an der Sonne“ nun auch mit militärischen Mitteln ein. Dagegen halten wir: Kriegerische Auseinandersetzung ist keine Politik mit anderen Mitteln, sondern das organisierte Herbeiführen von Not und Tod. Keine Bundeswehreinsätze im Ausland, Auflösung von NATO und Bundeswehr (sowie langfristig aller Armeen), zivile Konfliktlösung, sinnvolle Produkte statt Waffenfabrikation und Waffenhandel. Gerade aufgrund der Verbrechen der Deutschen während des „3. Reiches“ und dessen militaristischer Vorgeschichte stünde es uns gut an, zu denen zu gehören, die hier die ersten Schritte tun.
> Selbstverständlich gilt unsere Kritik an Unterdrückung und Militarismus für alle Länder und Regionen dieser Weit. Den Unterdrückten und Verfolgten gilt weltweit unsere Solidarität.
> Dazu gehört auch die Forderung, dass Deutschland den Verfolgten und Armutsflüchtlingen wirklich Asyl gewähren muss.

3. Emanzipation:
> Der Hälfte der Menschheit werden aufgrund ihres Geschlechtes faktisch Rechte aberkannt und Bürden aufgelastet. Dies gilt es zu verändern.
> Die lDeF setzt sich ein für gleiche Zugangsmöglichkeiten für alle bei der Berufsausübung, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, solidarische Verteilung der häuslichen Arbeit und Kindererziehung sowie
> gesellschaftliche Ächtung von sexueller Ausbeutung,
> Anerkennung frauentypischer Verfolgungsgründe bei der Asylgewährung (wie z.B. Vergewaltigung im Krieg),
> für sexuelle Selbstbestimmung.
> Noch immer warten wir darauf, dass die Versprechungen der bürgerlichen Revolution ‑ Gleichheit, Freiheit, Geschwisterlichkeit ‑ umgesetzt werden.

Eine Veränderung in diesem Sinne ist nur zu erreichen, wenn jede/r erkennt, dass aktiv Verantwortung für sich und andere übernommen werden muss.

2001
Eine kleine Katastrophengeschichte aus dem prallen Leben

[Diese „kleine Katastrophengeschichte“ entstand bereits 2001, direkt nach den darin verarbeiteten Ereignissen.]

C. telefoniert mit M. und stellt fest, dass doch „etwas wegen der drohenden Kriegsgefahr und so“ gemacht werden müsste. M. meint, dies sei richtig und beide laden einige andere zu einem Treffen ein.
Dort ist man sich schnell einig: Eine Veranstaltung muss her. Und B. will unbedingt eine Anzeige in die Tagespresse bringen, von den Unterzeichnenden finanziert. Das will er organisieren. Und alle, alle neun Anwesenden erklären, dass sie Unterschriften sammeln werden für die Anzeige, viele Unterschriften, denn die Anzeige solle schließlich durch die Masse der unterzeichnenden Bürger/-innen wirken. C. wiederum will einen Referenten für die Veranstaltung besorgen, M. einen anderen. Er macht auch noch die Pressearbeit, das Plakat und den Aufruf, den er mit N. abspricht, wird Plakat und Aufruf auch drucken; nur verteilen wollen N. und B. und J. (der auch den Veranstaltungsleiter machen will). Und Me. will den Raum organisieren.

Katastrophe 1: Die Anzeige
Von den wenigen Unterzeichnenden der Anzeige hat M. genau 50 % alleine angefragt und ist entsetzt über die geringe Gesamtzahl. Die meisten haben schlicht und einfach Garniemand angesprochen, ob er/sie die Anzeige mittragen will. Und Garniemand hat sich dann eben gemeldet. Und Garniemand steht dann eben auch unter der Anzeige.
Die Anzeige erscheint auch nicht am Sonntag, wie verabredet, sondern am Samstag. Auch wird sie nicht – wie zwischendurch von B. behauptet – rechts unten (gut sichtbar) gedruckt, sondern links unten im Anzeigenteil. Die Namen der Unterzeichner/-innen erscheinen ohne die verabredete Ortsangabe und teils mit dem Familiennamen zuerst, dafür wird bei oberflächlichem Lesen der Eindruck erweckt, es sei eine Anzeige der regionalen Bundestagsabgeordneten (die eigentlich nur aufgeführt werden sollten, da sie Ansprechpartner für Proteste sind). Aber immerhin: Die Anzeige erscheint! (Und B. hat dann doch noch einige Arbeit investiert, sogar ein Konto eröffnet.)

Katastrophe 2: Die Veranstaltung
Me. organisiert den Veranstaltungsraum nicht, das muss dann schnell noch M. machen; C. besorgt den zweiten Referenten erst nach nochmaliger Aufforderung durch M. Aber immerhin: Die Veranstaltung findet statt!

Schluss: Nachdenken und Wutgeschrei
M. denkt laut nach: „Drei Pressemitteilungen geschrieben, Referent besorgt, Saal organisiert, Plakate und Aufruf erstellt und gedruckt, andere erinnert, Unterzeichner für Anzeige angesprochen, Geld dafür eingesammelt … das nächste Mal mache ich auch noch den Referenten und den einzigen Zuhörer; dann gibt das eine wirklich rundum runde Sache!“ Und aus dem Hintergrund hört er: „Depp!“ Und: „Arrogantes Arschloch!“ Oder: „Für was hält der sich denn?!“ Sowie: „Der hat wohl noch nie was von Basisdemokratie gehört, der Hutsimpel!“ Doch, das hat er, der Hutsimpel, das hat er. Basisdemokratie ist, wenn alle ganz basisdemokratisch abstimmen und dann ganz basisdemokratisch sagen: „Mach mal, du Hutsimpel!“

[Das trug sich also 2001 zu. Und es braucht auch nicht weiter kommentiert zu werden.]

2001
Totgesagte leben lang!

Das gilt auch für die Friedensbewegung am bayerischen Untermain. War die Beteiligung bei den Aktionen gegen die erste deutsche Kriegsbeteiligung nach 1945 – in Jugoslawien – noch sehr verhalten, so finden die Aktivitäten gegen den Afghanistan-Feldzug guten Anklang.
Selbst in Miltenberg kamen 60 Menschen zu einer Anti-Kriegs-Veranstaltung mit Gunnar Schedel (DFG/VK) unter dem Titel „Krieg ist keine Lösung!“
Festzustellen war hier leider wieder einmal der latente bis offene Antisemitismus gerade islamischer Zeitgenossen, der in geschichtsleugnenden Anmerkungen gipfelte, wonach es gar keine sechs Millionen Juden – und so weiter. Ganz offensichtlich traf dies aber nicht die Meinung der restlichen Anwesenden.
Eine Zeitungsanzeige und eine Resolution an die örtlichen MdBs und eine gute Pressearbeit runden hier das Bild ab; zudem riefen die Miltenberger, die sich schon traditionell in der Initiative für Demokratie und Frieden (IDeF) organisiert haben, auch zu Kundgebungen in Aschaffenburg mit auf.
Denn hier führte die eigens gegründete Initiative „Die Gewaltspirale durchbrechen“ bis heute drei Kundgebungen mit bis zu 200 Beteiligten durch. Sprecher waren u.a. die Historikerin Dr. Monika Schmittner, Johannes Büttner (Stadtrat der Kommunalen Initiative und PDS-Kreisvorsitzender), Reinhard Frankl (GEW) oder Brigitte Remer vom Politischen Club, einem Debattenzirkel der Aschaffenburger Linken.
Auf der letzten Kundgebung hat sich zudem ein Friedenskomitee gebildet, das weitere Aktivitäten vorbereitet. Bei dieser relativ spontanen Gründung eines Initiativgremiums machte sich die politische Erfahrung von Johannes Büttner bemerkbar, der kurzerhand direkt vor dem Lautsprecherwagen zu einer ersten Zusammenkunft einlud. Mit dabei sind erfreulich viele jüngere Menschen, die vermutlich hier ihre ersten politischen Erfahrungen sammeln.
Übereinstimmende Aussagen der Veranstaltungen in Aschaffenburg: „Bomben sind die falsche Antwort auf Terrorismus“ (Main-Echo, 15.10.01) und „Brücken bauen – Gewalteskalation verhindern!“ (so der Titel eines Flugblattes). Und selbstverständlich werden am bayerischen Untermain auch deutsche Militärs und Politiker an den Pranger gestellt; Militärs und Politiker, die wieder ganz selbstverständlich ökonomische Interessen mit deutschen Waffen durchsetzen wollen, die mit dem Argument der Sicherheit den Repressionsstaat ausbauen und den Sozialstaat einschränken.
(nach: nhz Hanau, Okt. 2001)

2004
Der Knalleffekt und die Sozialdemokratie

Nein, die SPD war nicht der Lieblingsfeind der IDeF. Dennoch musste sich die Initiative manchmal mit ihr beschäftigen, wie 1991 mit der Jung-SPD, den Jusos (siehe oben). Leider.
So auch in dem hier zu beschreibenden Fall. Denn Anfang 2004 erhielt die IDeF an ihre Postfachadresse eine merkwürdige Briefsendung. Neben einem Knallfrosch fand sich die Kopie eines Schreibens an die regionalen Bundestagsabgeordneten Geis, Scheel, Wright und Zöller sowie die Landtagsmitglieder Christ, Kaiser, Pranghofer und Rüth mit folgendem Inhalt:
„Prost Neujahr! Liebe Landtags- und Bundestagsabgeordnete vom Untermain! Vielen Dank für die schöne Bescherung zum Jahresanfang: Mehr Steuerersparnis für Reiche, mehr Zuzahlungen für alle! Die Politik der Umverteilung von unten nach oben geht weiter. Sowohl die Millionäre wie auch die Armen nehmen zu. Der `Standort Deutschland soll verteidigt werden und wir dürfen als `Volksgemeinschaft´ dafür zahlen. Kriege werden geführt und Sozialraub wird betrieben. Eine große Koalition aus CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen geht uns an den Kragen.
Liebe Landtags- und Bundestagsabgeordnete vom Untermain!
Sie müssen immer so viel arbeiten, um zu überlegen, wie sie uns noch mehr Geld abknöpfen können, um es den Besserverdienenden und der Großindustrie in den Hinern zu schieben. Nun sollen sie auch einmal etwas hinten rein bekommen.
Wenn sie trotz der vielen Arbeit einmal Zeit finden – dann stecken sich doch den beigelegten Knallfrosch in ihren Allerwertesten. Rufen sie dann ihre Sekretärin, damit sie die Lunte anzünden kann. Das gibt einen Knalleffekt!
Sollten sie daraufhin in ärztliche Behandlung müssen, können wir ihnen getrost bestätigen: Sie werden sicherlich alle nur erdenklichen medizinischen Maßnahmen erhalten. – Wir aber können darauf künftig kaum noch hoffen.“
Unterzeichnet war das Ganze von „AKNE (Aktion KNallEffekt)“; der auf dem Brief angegebene Absender in Sulzbach war ganz offensichtlich gefälscht.
Anfang Februar wurde der Text im Rahmen eines E-Mail-Rundbriefes der IDeF verschickt. Daraufhin schrieb uns Manfred Eichelsbacher vom Büro Karin Pranghofer an die damalige Email-Adresse der IDeF: „… bei allem Respekt das mit dem Knallfrosch war schlicht und ergreifend eine Sauerei um es mal vorsichtig auszudrücken. Damit lasse ich es auch bewenden.“
Daraufhin die IDeF: „nur zur klarstellung, obwohl es doch scheinbar glasklar aus unserem rundbrief hervorging: wir haben das schreiben dokumentiert und nicht verfasst oder auch nur kommentiert!!!“
Herr Eichelsbacher hat es dann dabei bewenden lassen und nicht mehr geantwortet.

2004
Eine gute Idee versandet und einem Menschen wird einiges klar

Bereits im Jahr 2003 hatten die verbliebenen IDeF-Mitglieder per Email-Rundbrief den Vorschlag gemacht, im Jahr 2004 rund um den 1. und 8. Mai Aktionswochen zu veranstalten. Dies geschah bereits auch vor dem Hintergrund, soziale Themen (1. Mai) mit antifaschistischen zu verbinden (8. Mai – Tag der Befreiung). Damals kamen Meldungen von sechs Personen, überwiegend zustimmend. Ein „dickes Lob für diese Idee“ übermittelte z.B. eine Initiative aus Mönchberg. Die Idee scheiterte jedoch daran, dass sich wesentliche Gruppen wie die Gewerkschaften nicht äußerten und allgemein die Einschätzung durchsetzte, um den 1. Mai sei so etwas wegen der aufwändigen 1.-Mai-Vorbereitungen nicht zu machen.
Mit einem Email-Rundbrief über den Aschaffenburger attac-Verteiler versuchten IDeF-Mitglieder es am 21. September 2004 nochmals. Die Beteiligung von Rechtsextremisten an den so genannten Montagsdemonstrationen gegen die Agenda 2010 (vor allem die als Hartz IV bekannt gewordenen Verschlechterungen für Arbeitslose) hatte insbesondere im Osten gezeigt, dass soziale Themen von rechts außen instrumentalisiert und mit nationaler Phrasologie verkauft werden können. Unsere Idee: Eine große Aktion, die sozialen Protest mit klaren Aussagen gegen Rechts verbindet. „So kann die Forderung an uns selbst nur lauten: Raus zu den Sozialprotesten. Besetzten wir das Thema von links (von wo den sonst?) – das ist nicht nur sozialpolitisch nötig, sondern auch praktizierter Antifaschismus.
Wie wäre es z.B. mit einer regionalen Demonstration in AB? Gegen Hartzt IV, gegen Agenda 2010, gegen Arbeitszwang, für ein garantiertes Einkommen für alle, für Existenz sichernde Mindestlöhne, für die uneingeschränkte Absicherung sozialer Risiken ohne Privatprofite … Für legalen Aufenthalt und Arbeit der jetzt noch illegal hier lebenden und arbeitenden Menschen!“ (aus dem Rundbrief)
Reaktionen kamen umgehend. Wiederum meldeten sich sechs Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen oder Unorganisierte zum Thema Demonstration. Von „wenn eine stattfindet gehe ich hin“ bis hin zu „selbstverständlich auch zur Mithilfe bereit“ reichten die Stellungnahmen.
Leider hielten aber einige das Unterfangen für nicht organisierbar, da sie eh schon zu sehr im Terminstress stehen würden. Und schließlich nahm sich keine der demoerfahrenen Organisationen aus Aschaffenburg der Sache an. Von Miltenberg aus und bei der bekannten geringen Personaldecke – das war von vornherein klar – konnte das Ganze organisatorisch nicht bewältigt werden.
Bereits am 25. Oktober strichen wir daher die Segel. In einem weiteren Rundbrief erklärten wir die Sache für gescheitert.
Im Nachhinein sieht die Sache für den Autoren dieser Zeilen ganz einfach aus: Es ist zu viel verlangt, eine Idee in die Welt zu setzten und mit der wohlwollenden Aufnahme durch andere zu rechnen. Selbst die Tatsache, dass diese Idee für gut befunden wird, überwindet nicht die relative Distanz der Ideengeber zu den für solche Projekte notwendigen Kneipengesprächen und sonstigen informellen Kontakten. Diese sind ganz offensichtlich noch nicht durch Emails ersetzbar. Ich möchte sagen: Gott sei Dank noch nicht … Und somit bringt diese bedauerliche Situation (denn sicherlich wäre eine solche Demonstration wichtig gewesen) dann doch wieder Gutes mit sich: die Gewissheit, dass die gute alte Szenekneipe noch immer ihre Bedeutung hat.

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Mein Hauptinteresse gilt zwei Dingen:
der Liebe und der Frage, wie die Welt organisiert ist.
- Graham Nash, in: Folker! 02.05 -
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Chronik der IDeF

Vorbemerkung:
Im Regelfall berichteten die regionalen Medien über sämtliche Aktivitäten der IDeF bzw. ihrer Vorläuferinnen. Sowohl die Tageszeitung Bote vom Untermain (Miltenberg), deren Obernburger Schwesterausgabe Main-Echo meist mit gleichem Beitrag berichtete, als auch die Anzeigenzeitungen Wochenblatt (Altkreis Obernburg) oder das aktuelle Schaufenster (Miltenberg) sind hier zu nennen. In ihren Archiven kann jede Menge Berichterstattung über die IDeF und ihre Vorläuferinnen eingesehen werden. Veröffentlichungsdaten sind in dieser Chronik nur dann angegeben, wenn die Aktion selbst in der Veröffentlichung bestand (Leserbrief, Stellungnahme, offener Brief). Neben den Presseberichten erschien eine beachtliche Zahl an Plakaten, Flugblättern und Broschüren der IDeF.
Soweit nicht anders erwähnt, tritt als Veranstalterin der aufgezählten Aktivitäten die IDeF auf bzw. deren Vorläuferinnen. Sollten andere Veranstalter aufgeführt sein, so wurde die Aktivität innerhalb der IDeF bzw. ihrer Vorläuferinnen von einzelnen Gruppen verantwortet (da die IDeF bzw. ihre Vorläuferinnen lange Zeit Organisationsbündnisse waren).
Grundsätzlich nicht einzeln aufgeführt sind die zahlreichen Treffen, bei denen die Aktivitäten geplant wurden. Auch wurden zahlreiche Protokolle und Rundbriefe herausgegeben und verteilt, die nur in Ausnahmefällen (bei besonderer Wichtigkeit) gesondert erwähnt sind.

Verwendete Abkürzungen:
AfaB = Antifaschistisches Bündnis im Kreis Miltenberg
ai = amnesty international, Gruppe Miltenberg
BgR = Bündnis gegen Rechts, Aschaffenburg
BvU = Bote vom Untermain, Lokalzeitung Miltenberg
daS = das aktuelle Schaufenster, Anzeigenzeitung für den Altkreis Miltenberg
APK = Arbeitskreis Politik und Kultur, Kreis Miltenberg
FKA = Freundeskreis Asyl Miltenberg
FRIEDA = Fraueninitiative demokratisch – emanzipatorisch – autonom (Kreis Miltenberg)
GB = Das Grüne Blatt, Info der Grünen im Kreis Miltenberg
GEW = Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreis Miltenberg
Grüne = Kreisverband Miltenberg der Partei Die Grünen
IDeF = Initiative für Demokratie und Frieden
IGAA = Initiative gegen Rechtsradikalismus und Ausländerhass Aschaffenburg
jui = Kultur- und Jugendinitiative Miltenberg e.V. (Name der Jugendinitiative Miltenberg/Jugendtreff Alte Volksschule Ende der 1980er Jahre)
Jusos = Jungsozialisten in der SPD, Kreis Miltenberg
MIL = Miltenberger Alternative e.V., lokale (kommunal)politische Gruppe in der Stadt Miltenberg (aus der grünen Ortsgruppe hervorgegangen), stellte zeitweise einen Stadtrat
Nhz = neue hanauer zeitung – Linke Zeitschrift für die Region
project = Kulturinitiative project e.V.
REPs = Die Republikaner, Kreisverband Miltenberg
TAV = Türkischer Arbeiterverein Miltenberg
UJM = Unabhängige Jugend Miltenberg (Name der Jugendinitiative Miltenberg/Jugendtreff Alte Volksschule Anfang der 1990er Jahre)
VA = Veranstalter/in
VB = Volksblatt, ehemalige Tageszeitung im Kreis Miltenberg
WB = Wochenblatt (Anzeigenzeitung im Altkreis Obernburg)

1988
In diesem Jahr beginnen verschiedene Gruppen im Kreis Miltenberg, gemeinsam Aktivitäten zu organisieren (diese Zusammenarbeit wird auch als Initiativentreffen bezeichnet), was später in der Gründung des Antifaschistischen Bündnisses münden wird, das sich dann in IDeF umbenennt.
Febr.: Volleyballturnier mit Asylbewerbern in Erlenbach; Veranstalter: jui, Grüne, APK, project, FKA
7. – 21. 5.: Antifaschistische Wochen
7.5.:Flohmarkt zugunsten von Asylsuchenden; Veranstalter: jui
9.5.: Video „Mich überfiel die Nacht“; VA: jui
11.5.: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“, Lesung mit Musik; mit Theater Trio Tränengas und Klaus Krüger in Miltenberg; VA: jui
13.5.:Podiumsdiskussion mit Vertretern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, des TAV und Jürgen Schwab von den REPs in Miltenberg; im Vorfeld gibt es eine heftige inhaltliche Auseinandersetzung um die Frage, ob ein Rechtsextremer am demokratischen Diskurs beteiligt werden sollte. VA: TAV
14.5.: Info‑Stand in der Miltenberger Fußgängerzone; VA: Grüne
16.5.: Lesung (s.o.) in Kleinwallstadt; VA: project
17.5.: Dokumentarvideos in Miltenberg; VA: jui.
19.5.: Video „Voll auf der Rolle“ in Schneeberg; VA: Jusos
21.5.: Demonstration gegen Neo‑Nazis, Amorbach; VA: alle oben genannten Gruppen
Aug.: Die jui überreicht mehr als 120 englischsprachige Bücher und Zeitschriften an den Asylbetreuer der Caritas; die Aktion war einige Monate zuvor unter dem Titel „Bücher für Asylbewerber“ angelaufen.
5./6.11.: Antifaschistisches Wochenende; VA: project, TAV, Grüne, Jusos, jui, terre des hommes Kreis Miltenberg, GEW
5.11.: Info‑Stand in MIltenberg.
6.11.: Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof in Kleinheubach
Begleitend: Thematische Schaufenster bei den Buchhandlungen Dreiseitel (Miltenberg) und Buchkabinett (Obernburg)

1989
März: Dokumentations‑Broschüre „Nazis raus! ‑ Rechtsextreme Aktivitäten im Landkreis Miltenberg und Gegenaktionen“; Herausgeberin: jui
Mai: Von Mitgliedern des späteren AfaB wird ein „Vorschlag für einen Programmteil des Grünen Kreistagsprogramms 1990“ ausgearbeitet.
Juni: spontane Kundgebung gegen eine DVU‑Veranstaltung in Kleinwallstadt; VA: Leute aus o.g. Gruppen
29.6.: Erstmals nennen sich die Gruppen, die bisher die Antifa-Arbeit getragen haben, Antifaschistisches Bündnis.
10.8.: Brief an den Bund der deutschen katholischen Jugend im Kreis Miltenberg mit der Aufforderung zur Mitarbeit (bleibt unbeantwortet)
4. ‑ 23.9.: Antifaschistische Wochen Aschaffenburg ‑ Miltenberg
Veranstaltungen im Kreis Miltenberg:
7.9.: „Auf Wiedersehen Kinder“, Film, Schneeberg; VA: Jusos
8.9.: „Lustig ist das Zigeunerleben?“, Vortrag in Kleinwallstadt; VA: project
12.9.: „Hitler und die Deutschen“, Video, Miltenberg; VA: jui
13.9.: „Hunde, wollt ihr ewig leben?“, Film, Elsenfeld; VA: Jusos
21.9.: „Kirche und Faschismus“, Vortrag, Obernburg; VA: APK
23.9.: Info‑Stand in Obernburg; VA: Grüne
21.10.: Diskussionsveranstaltung „Wieder nur hilfloser Antifaschismus?“ in Miltenberg; dazu wird ein Reader erstellt. VA: jui

1990
31.3.: Arbeitstreffen von ca. 20 Leuten aus FKA, ai, AfaB und Grüne zu den Asylverfahren Agirman und Seren; das ganze Jahr über wird vornehmlich von FKA und ai über diese Kurden berichtet.
9.4.: „Türkei ‑ BRD, Menschenrechte und Asyl“, Film und Vortrag in Kleinwallstadt; VA: project
1.5.: Beteiligung des AfaB und Flugblattverteilung bei der DGB-Demo in Aschaffenburg
Mai: AfaB spricht sich gegen das neue Ausländergesetz aus
26.7.: Leserbrief des AfaB für eine Gedenktafel für die Opfer des Nazi‑Regimes am Landratsamt (zusätzlich zu einer, die am ehemaligen Kleinheubacher jüdischen Ritualbad installiert werden soll); abgedruckt im BvU; die Antwort auf einen Leserbrief der REPs zum gleichen Thema wird nicht gebracht.
18.9.: Diskussionsveranstaltung zum Thema „Rassismus“ in Kleinwallstadt; VA: project
Sept: Informationsveranstaltung zur Lage der Kurden, Erlenbach; VA: Grüne
19. ‑ 21.10.: Seminar des Aschaffenburger Amtes für Industrie‑ und Sozialarbeit der Ev. Kirche in Schollbrunn zum Thema Rechtsextremismus; 3 Beteiligte aus dem AfaB
8.11.: Pressemitteilung zu neonazistischen Übergriffen und zur Situation des abgeschobenen Kurden M. S. Agirman erscheint
9.11.: Schweigemarsch „Gegen das Feiern – Gegen das Vergessen“ in Aschaffenburg mit AfaB‑Beteiligung
20.12.: Gemeinsames Treffen mit dem Bündnis gegen Rechts, Aschaffenburg
Anmerkung: Nicht aufgeführt sind hier die zahlreichen Veranstaltungen und Veröffentlichungen von FKA und ai, da diese nicht dem AfaB angehörten.

1991
11.1.: Veranstaltung zu „Hintergründe und Ursachen des Golfkrieges“ mit Khalil Toama; ca. 80 ZuhörerInnen
15.1.: Demonstration gegen den Golfkrieg in Miltenberg; ca. 500 TeilnehmerInnen
15.1.: Anzeige gegen den Golfkrieg in BvU
17.1.: (Tag des Kriegsbeginns) Aufruf im BvU, am Tag des Kriegsbeginns die Alltagsroutine zu durchbrechen und den Protest auf vielfältige Art auszudrücken (Golfkrieg: Krieg der USA gegen den einstigen Verbündeten Irak, nachdem dieser in Kuwait einmarschiert ist; allgemein wird von einem Krieg um die dortigen Ölvorkommen ausgegangen.)
17.1.: Kundgebung in Miltenberg gegen den Krieg
22.1.: Infoveranstaltung zu den Militäreinrichtungen im Kreis Miltenberg
29.1.: Infoveranstaltung zur Kriegsdienstverweigerung
30.1.: Offener Brief an die israelische Botschaft in BvU, VB und WB, um den falschen Behauptungen über die Friedensbewegung entgegenzutreten
Jan.: Flugblatt „Was will die Friedensbewegung wirklich?“ erstellt und verteilt
31.1.: Mahnwache gegen den Krieg am Golf, Mahnmahl an der Pfarrkirche St. Jakobus, Miltenberg
1.2. : Infostand gegen den Krieg, Miltenberg
7.2.: Mahnwache (s.o.)
9.2.: Demonstration für sofortigen Waffenstillstand am Golf mit Kranzniederlegung am alten jüdischen Friedhof in Miltenberg
19.2.: Pressekonferenz, um die Position des AfaB und der Friedensbewegung darzulegen mit Berichterstattung in BvU und VB
21.2.: Mahnwache (s.o.)
28.2.: Mahnwache (s.o.)
6.3.: Veranstaltung mit Martin Hertlein (Bundesvorstand Grüne) in Miltenberg zum Thema „Der Golfkrieg ‑ Auftakt zur Neuordnung oder Zerstörung der Welt?“
12.3.: Umbenennung des AfaB in IDeF; in der Folgezeit wird aus dem bisherigen Organisationsbündnis ein Personenbündnis.
23.3.: Leserbrief im BvU (gegen den „Deutschen Freundeskreis“ des Rechtsextremen Jürgen Schwab), in dem betont wird, dass ein Demokrat selbstverständlich Antifaschist sein muss.
27.3.: Aufruf in BvU und VB zur Beteiligung am Ostermarsch in Aschaffenburg
27.3. und 10.4.: Veranstaltungen in Miltenberg mit Karl Heinz Jalufka zur Geschichte des Nahen Ostens
12.4.: Veranstaltung zur Situation der Kurden im Irak mit Yusuf Palat
13.4.: Demonstration für Solidarität mit den Kurden im Irak; veranstaltet von IDeF, Grünen, Jusos und der kurdischen Vereinigung KOMKAR (siehe auch S. 6)
24.4.: Veranstaltung über rechtsextreme Jugendliche im Kreis Miltenberg
11.5.: Leserbrief zum Thema Kurdistan und Friedensbewegung im BvU
22.5.: Referat zum Thema „Kriegssteuerboykott“ mit Gangolf Bopp
22.5.: Offener Brief an die SPD im BvU mit der Forderung nach Ablehnung jedes Bundeswehreinsatzes im Ausland
5.6.: Veranstaltung mit W. Härtel (Caritas Miltenberg) zur „Situation asylsuchender Flüchtlinge im Kreis Miltenberg“
14.6.: Veranstaltung mit Khalil Toama zu „Keine Lösung in Sicht? Palästina – Geschichte und aktuelle Situation“
14.7.: Kurdisch‑deutsches Freundschaftsfest in Miltenberg, veranstaltet von 11 Gruppen, u.a. der IDeF
17.7.: Offener Brief an Bayerns Innenminister Stoiber, keine Kurden abzuschieben und Asylbewerber nicht in den neuen Bundesländern unterzubringen, bevor dort bessere Bedingungen geschaffen sind (in BvU am 22.07. und VB am 25.07. erwähnt)
19.7.: Veranstaltung mit Peter Diekmann zum Thema „Die Neue Rechte – Ideologie und Gewalt“ (diese wird sogar in der rechtsextremen Deutschen Rundschau Nr. 9/91 durch Jürgen Schwab besprochen).
17.9.: Leserbrief im BvU zur Pressemitteilung des Bayerischen Innenminister bezüglich des offenen Briefes der IDeF; bei der angegebenen IDeF-Kontaktperson geht daraufhin ein Drohbrief ein mit dem Text „Wir kriegen Euch alle“ und rechtsextremen Aufklebern; Anzeige wird erstattet.
1.10.: Die IDeF verurteilt in einer Pressemitteilung jede Form des Nationalismus ‑ ob in Deutschland (Hoyerswerda etc.) oder in Jugoslawien (Kroaten/Serben); wird von BvU und VB am 01.10. und von daS am 17.10. veröffentlicht.
5.10.: Veranstaltung mit Karl‑Heinz Kopp vom Flüchtlings‑Solidaritäts-Komitee Schwalbach zum Thema „Die zweite Flucht ‑ Asyl im vereinten Deutschland“ über die Flucht aus den neuen Bundesländern wegen dortiger rechtsextremer Angriffe
10.10.: Leserbrief im BvU zu Regenwälder/Schuldenkrise
17.10.: Veranstaltung mit Andreas Lauth zu „Die Eroberung Amerikas und das Problem des Anderen“
25.10.: Eine ganzseitige Anzeige im BvU gegen Ausländerfeindlichkeit und für ein multikulturelles Deutschland wird auch von zahlreichen IDeF-Mitgliedern mitunterzeichnet/mitfinanziert.
Okt./Nov.: Offener Brief in BvU (04.11.), WB (06.11.) und daS (31.10.) an alle Bürgermeister im Kreis Miltenberg (mit der Aufforderung, ehemalige Gebäude der jüdischen Gemeinden bzw. die Örtlichkeiten solcher [beseitigter] Häuser sowie Häuser von Opfern des NS‑Regimes und Widerstandskämpfern als Gedenkstätten kenntlich zu machen)
Nov.: Die regionale Veranstaltungszeitschrift NEWS erbittet und erhält eine Stellungnahme der IDeF zum Thema Ausländerhass/Asyl/Nationalismus.
6.11.: Pressemitteilung zu rechtsextremen Umtrieben (am 6.11. im VB, 7.11. im BvU, 14.11. im WB)
9.11.: 22 Gruppen (u.a. die IDeF) rufen zu einer Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit auf.
9./10.11.: Am Antifa-Seminar des Amtes für Industrie- und Sozialarbeit der Evangelischen Kirche (Aschaffenburg) nehmen 4 TeilnehmerInnen aus Miltenberg teil.
Nov.: Als Diskussionsbeitrag erscheint die erste IDeF‑Broschüre „Mit gnadenloser Selbstverständlichkeit“ zum Thema Asyl/Rassismus.
29.11.: Innenstaatssekretär Beckstein (der „Abschiebe‑Beckstein“) wird von Leuten aus IDeF, Grünen, UJM in Obernburg mit Transparent und Flugblättern „begrüßt“.
12.12.: Veranstaltung von IDeF und Grünen mit Uschi Neeb‑Horn zur Situation in Jugoslawien

1992
7.1.: IDeF‑Treffen mit Jahresrückblick
20.1.: Anfrage an DGB mit der Bitte, Runden Tisch gegen Rassismus im Kreis MIL durchzuführen; wird nicht beantwortet
13.2. in daS und 14.02. in BvU und VB: Auswertung der Anfragen an die Bürgermeister im Kreis Miltenberg (siehe 1991) bezüglich des kommunalen Gedenkens an die Nazi‑Opfer
17.2.: Gemeinsames Treffen mit den Grünen; Referat/Diskussion zum Thema NATO/ Friedensbewegung
17.2.: Offener Brief an MdB Zöller, MdL Ritter und MdL Kaiser gegen Asylrechtsverschärfung (in VB, 04.03.)
März/April: Leserbrief im GB Nr. 37 gegen die Beteiligung von Rechtsextremen an demokratischen Veranstaltungen (hier: Podiumsdiskussionen), da sich das als alternativ verstehende Junge Forum im November 1991 REP-Kreisrat Bittner eingeladen hatte.
März: Artikel für Asyl am Untermain Nr. 8 „Rechtsextremismus im Kreis MIL – Chronik 1991″
März: Artikel „Biedermänner und Brandstifter oder: über die `bürgerlichen´ Chefideologen und die `Dreckarbeiter´ beim `Deutschen Freundeskreis´“ für die interkulturelle Zeitschrift WARUM NIX? (Aschaffenburg) Nr. 1
März/April: In der nhz Nr. 71 erscheint auch die Adresse der IDeF im alternativen Provinz‑Adressenverzeichnis.
10.3.: Die UJM erwähnt in einem Schreiben an alle Miltenberger Stadtratsmitglieder die IDeF, an deren Veranstaltungen die UJM teilnehme.
23.3.: Veranstaltung in Miltenberg: „Das Frauenbild der Rechten“ mit Susanne Bolczek
26.3.: Veranstaltung in Miltenberg mit Wolfgang Härtel (Caritas) zum Thema „Flüchtlinge schützen“; Verabschiedung einer Resolution mit der Forderung, Kurden Asyl zu gewähren
27.3.: Leserbrief eines IDeF‑Mitgliedes und zweier Antifaschisten aus Aschaffenburg im Main-Echo/BvU gegen Gebietsansprüche an die CSFR; bis 11.4. ziehen sich Gegenleserbriefe, (Droh‑)Anrufe und (Droh‑)Briefe bis zu Morddrohungen hin (siehe S. 7).
31.3.: Leserbrief gegen rechtsextremen „Regionalismus“ im BvU
4.4.: Tagesseminar des Kommunalpolitischen Ärbeitskreises der Grünen zum Thema „Asyl ‑ (k)ein Thema in der Koimmunalpolitik?“ mit einem Referenten und TeilnehmerInnen auch aus der IDeF
10.4.: Stellungnahme zu rechtsextremen Wahlerfolgen im BvU
14.4.: Aufruf zum Ostermarsch in Aschaffenburg mitunterzeichnet und ‑finanziert
28.4.: Diskussionsveranstaltung zum Thema „Wiederaufstieg der extremen Rechten – was sind die Ursachen und was können wir dagegen tun?“ Auch die CSU ist eingeladen, kommt aber nicht. REP-Kreisrat und -Kreisvorsitzender Bittner droht in diesem Zusammenhang einem IDeF-Mitglied einen Strafantrag wegen Beleidigung an, da er die REPs angeblich als „braun“ bezeichnet hätte.
8.5. in VB, 14.5. in daS und BvU: Stellungnahme zum Anschlag auf die Asylunterkunft in Sulzbach-Soden (dort wurde die Unterbringung von Flüchtlingen verhindert, indem man eine geplante Flüchtlingsunterkunft unbrauchbar machte: alle Wasserhähne wurden aufgedreht und das Gebäude somit unter Wasser gesetzt).
14..5.: Veranstaltung mit Karl Kopp vom Flüchtlingssolidaritätskomitee Frankfurt und Asylbewerbern zum Thema „Die zweite Flucht ‑ Flüchtlinge aus Ilmenau“ (thüringischer Patenlandkreis des Landkreises Miltenberg); dem war ein Briefwechsel mit der Ausländerheauftragten des Kreises Ilmenau, Frau Dr. Wedig, vorausgegangen.
Mai: Artikel „`Judenknechte´ und `Volksverhetzer´ – ein Leserbrief und die Folgen“ und Kurzinfos für WARUM NIX? Nr. 2 (siehe auch S. 7)
Juni: Broschüre „Wollt ihr den totalen Staat? ‑ Über Rechtsextremismus, seine Ideologie und die Gründe seines Wiederaufstiegs“ erscheint als zweiter IDeF‑Text
11.6.: Die Jusos erwähnen die IDeF in einer Pressemitteilung.
7.7.: Leserbrief gegen rassistische Hetze im BvU
Juli/Aug.: Argumentationsblatt „So lügen Rechtsextremisten“ in GB Nr. 39
20.7.: Treffen des Aktionsbündnisses für Menschlichkeit und Solidarität im Kreis Miltenberg auf Einladung der IDeF
6.8.: Die Freien Wähler erwähnen die IDeF in einer Pressemitteilung.
28.8. in BvU und 29.8. in VB: Stellungnahme zu den Rostocker Pogromen
29.8.: IDeF‑Mitglieder nehmen an der Mahnwache/Kundgebung anlässlich der Pogrome von Rostock in Aschaffenburg mit Transparent teil.
31.8.: Offener Brief an den Mecklenburgisch‑Vorpommerschen Ministerpräsidenten Seite (Tadel!) und den Rostocker Ausländerbeauftragten Richter (großes Lob wegen seines Engagements im brennenden Wohnheim!) wegen der Vorkommnisse in Rostock; verabschiedet auf einem gemeinsamen Treffen mit einem Vertreter des Bündnis gegen Rechts Aschaffenburg
Sept.: 100 Exemplare der Kleinbroschüre „Was tut die Friedensbewegung im Balkankrieg?“ des Komitees für Grundrechte und Demokratie an InteressentInnen verteilt
12.9.: In einem Zeitungskommentar des BvU über Abkürzungen bei politischen Organisationen im Landkreis wird auch die IDeF gewürdigt.
18.9.: Auftritt der neo‑nazistischen Skin‑Band „Tonstörung“ in Obernburg; IDeF an Fahrwachen beteiligt (zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften etc.)
24./25.9.: Die „Böhsen Onkelz“ treten in Erlenbach auf; IDeF und andere organisieren Fahrwachen zu möglichen Angriffszielen von Rechtsextremen (die IDeF warnte als erste öffentlich vor den teils neo-nazistischen Fans dieser ehemals rechtsextremen Band). Tatsächlich treten einige rechte Skinheads auf, der Hitlergruß wird gezeigt, es wird eine Hakenkreuz- oder FAP-Fahne gesehen (FAP = Freiheitliche deutsche Arbeiterpartei), ein Rechtsextremist verteilt Flugblätter, Parolen gegen Ausländer und Linke werden geschrien, es kommt zu Handgreiflichkeiten, ansonsten bleibt es ruhig; 200 bis 300 Polizeibeamte sollen im Einsatz sein.
26./27.9.: Fahrt nach Buchenwald mit Besuch des ehemaligen KZ; IDeF hatte im Kreis MIL zu dieser Fahrt eingeladen.
28.9.: Vorgesehen ist eine Veranstaltung zu „Rassismus und Kolonialismus“ mit Werner Reißfelder; es kommen mit Klaus Beier und Jürgen Schwab zwei der bekanntesten Rechtsextremen aus dem Landkreis Miltenberg und provozieren. Schwab wedelt mit einer kleinen Reichskriegsflagge und sagt zu einer Besucherin: „Sie stehen eine Stufe unter mir!“ Kurz darauf will er das nur auf die Körpergröße bezogen haben. Die Veranstaltung wird vertagt. An anderem Ort wird über das künftige Verhalten bei solchen Störungen/Provokationen diskutiert.
Sept./Okt.: Antifa‑Nachrichten der IDeF in GB Nr. 40
9.10.: Brief an die SPD‑Parteitagsdelegierte R. Suschitzky wegen Asyl und Blauhelm‑Einsatz
14.10.: Treffen des Aktionsbündnis für Menschlichkeit und Solidarität auf Einladung der IDeF
Okt.: Als IDeF‑Text Nr. 3 erscheint die Broschüre „Die Lügen der guten Deutschen“, ein Vorabdruck aus „Asyl am Untermain“ Nr. 9; Thema: die wichtigsten Vorurteile über Asylbewerber ‑ und die Fakten dazu
23.10.: Die am 28.9. ausgefallene Veranstaltung mit Werner Reißfelder wird nachgeholt.
4.11.: Brief an die eingesprungene Ersatzdelegierte zum SPD‑Parteitag, H. Wright (siehe 9.10.).
9.11.: Kranzniederlegung am alten jüdischen Friedhof in Miltenberg anläßlich des Gedenktages an die Pogrome von 1938; anschließend Teilnahme en einer Kreisverbandssitzung der Grünen zum Thema Asylrecht
14.11.: Demonstration in Bonn für den Artikel 16 Grundgesetz; IDeF ruft dazu auf; Bus fährt ab Miltenberg.
24.11.: Rundbrief an alle Gruppierungen des Aktionsbündnisses mit der Feststellung, dass viel zu wenig gegen Rassismus unternommen wird und der Aufforderung, eine Demonstration im Kreis MIL zu organisieren; darauf gehen Reaktionen von BDKJ und JUSOS ein.
21.11.: Aufruf, an der antirassistischen Demonstration in Aschaffenburg teilzunehmen (BvU und VB)
28.11.: Auch IDeF‑Mitglieder sind unter den UnterzeichnerInnen des Aufrufs gegen Rassismus (Anzeige im BvU/Main-Echo).
28.11.: Info‑Stand in der Miltenberger Fußgängerzone
Nov./Dez.: Faltblätter/Zeitungen zu den Themen Asyl (100 Stück von PRO ASYL und 250 Stück von der IGAA) sowie 500 Jahre Kolonialismus (100 Stück vom Informationszentrum 3. Welt) an Interessierte verteilt
4.‑6.12.: Antifa‑Seminar des Evangelischen Amtes für Industrie‑ und Soziualarbeit Aschaffenburg mit drei TeilnehmerInnen aus der IDeF (bringen dort u.a. die Auswertung rechtsextremer Aktivitäten im Kreis MIL ein).
15.12.: Jahresabschlußtreffen
Dez.: Als IDeF‑Text Nr. 4 erscheint die Broschüre „Wahrheit und Lügen zum Thema Revisionismus“ (Nachdruck aus Die Zeit und NEWS [Kreis Miltenberg]).
19.12.: Auch die IDeF gehört zu den UnterstützerInnen des Schweigemarsches/Lichterzuges „Zeichen gegen Hass und Gewalt – Schritte zur Solidarität mit Fremden“ in Miltenberg.

1993
Jan: Im GB 1/2 1993 erscheinen Antifa‑Nachrichten der IDeF.
25.1.: Teilnahme am Koordintationstreffen auf Einladung der Jusos
20.2.: „Ein teutscher Abend“, alternative Faschingsveranstaltung in Großheubach mit Testfall & Müller, Bernhard Abb, Urban Priol, Klarinettentrio und vielen Überraschungen; veranstaltet vom DaCK (Das andere Carnevals-Komitee: IDeF, FRIEDA, Grüne)
25.2.: Teilnahme am Koordinationstreffen auf Einladung der Jusos
Febr.: Der Reader zum letztjährigen Antifa‑Seminar des Evangelischen Amtes für Industrie‑ und Sozialarbeit (Aschaffenburg) erscheint mit drei Beiträgen aus der IDeF.
März: GB 3/4 1993 erscheint wieder mit Antifa-Nachrichten der IDeF.
30.3./1.4.: Briefe an Bundestagsabgeordnete aus unserer Region gegen die Asylrechtsabschaffung werden in VB am 30.3. und BvU am 1.4. veröffentlicht; drei Abgeordnete antworten.
März: Je 250 Exemplare von Info‑Blättern der IGAA Aschaffenburg und von PRO ASYL zum Asylrecht werden verschickt/verteilt.
April: Erwähnung der IDeF in einem Juso‑Presseartikel im BvU
10.4.: Mitaufruf zum Ostermarsch in Aschaffenburg
April: 100 Exemplare einer Kleinbroschüre zum Balkankrieg an InteressentInnen verteilt
17.4.: Info‑Stand in Miltenberg zu Asylrecht und Rechtsextremismus
20.4.: Informationsbrief an Dr. H. Linduschka über den rechtsextremistischen Hintergrund einer islamischen Vereinigung, über die er in der Presse berichtet hatte.
14.5. Rundbrief 58 erscheint (der Krisenrundbrief)
Mai: In GB 5/6 1993 wieder IDeF-Kurzmeldungen
21.5.: Anfrage an Prof. Hirsch, Frankfurt wegen Vortrag; leider abgelehnt
31.5.: Demonstration in Aschaffenburg wegen des rechtsextremen Anaschlages in Solingen; Rundruf der IDeF, mehrere Mitglieder nehmen daran teil.
5.6.: Info‑Stand gegen Rassismus; mehrere Infoblätter werden dazu erstellt.
9.6.: Eine zehnseitige Dokumentation über rechtsextremistische Aktivitäten im Kreis Miltenberg wird vorgelegt und findet viel Beachtung in der Presse. Die REPS reagieren darauf bitterböse und wenden sich im BvU vom 22.6. gegen die „rechtsextremistische Einstufung durch die Initiative für Demokratie und Frieden“.
11.6.: Info‑Stand der Grünen In Elsenfeld gegen Rassismus (mit Material der IDeF)
12.6.: Info‑Stand der IDeF/Grünen in Miltenberg gegen Rassismus
21.6.: IDeF ruft mit anderen zur Demonstration gegen Fremdenhass in Elsenfeld auf; rd. 1.000 TeilnehmerInnen.
18.5./17.6./26.6.: Vorbereitungstreffen und Info‑Stand gegen Wohnungsnot mit IDeF‑Beteiligung
Juli: GB 7 1993 wieder mit IDeF-Meldungen
28.7.: „Linker Antifaschismus ‑ nichts dazugelernt?“, Veranstaltung mit K. Kopp (Frankfurt) in Aschaffenburg, veranstaltet von der AG Volxbildung der IDeF
28.7.: Die „Gemeinsame Erklärung gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit“ (von Caritas, Kirchen, FRIEDA und IDeF) wird an Politiker verschickt und am 4.8. im VB, am 5.8. in WB/daS und am 19.8. im BvU gedruckt.
10.8.: IDeF-Rundbrief 59 (der dicke mit 24 Seiten zur Sozial- und Wirtschaftspolitik)
August: GB 8/9 1993 enthält Informationen der IDeF und den Diskussionsbeitrag „Wie sollen wir hier mit Rechtsextremisten umgehen?“
17.8.: Brief an die Regierung der Malediven (in englisch) im Rahmen einer ai‑Kampagne für einen Inhaftierten. Wir erhalten sogar Antwort. Der Gefangene wird später freigelassen.
Sept.: In der Dokumentation „Rechtsextreme Aktivitäten im Raum Aschaffenburg-Miltenberq 1992 und erstes Halbjahr 1993“ des Freundeskreises Asyl werden IDeF-Infos verwendet.
4.10.: „Hauptversammlung“; Brigitte R. wird Kontaktperson und löst damit Martin P. ab, der diese Funktion einige Zeit inne hatte und auf Uli P. gefolgt war (über frühere SprecherIinnen bzw. Kontaktpersonen liegen keine Angaben vor; teilweise gab es ein SprecherInnen-Gremium).
25.10.: Erstes reguläres Treffen nach der rettenden „Hauptversammlung“
Okt.: Jürgen (Bündnis gegen Rechts) und Martin (IDeF) kritisieren in einem intern verteilten Flugblatt die Broschüre „Faschisten im Rhein‑Main‑Gebiet“
9.11.: Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Kleinheubach (Gedenkstein für die jüdischen Opfer des NS-Regimes) mit J. Amendt/Aschaffenburg; es schließt sich eine Leserbriefdiskussion im BvU vom 16., 18. und 24.11. an. Zudem erhält der Redner Propagandamaterial von Rechtsextremen zugesandt; auf einem Flugblatt, das zusätzlich an ein Mitglied der Grünen und der IDeF geht, taucht eine „Kameradschaft Aschaffenburg-Miltenberg“ auf.
12.11.: Ein dickes Antwortschreiben der Aschaffenburger Antifa auf ein Schreiben vom August geht ein (Diskussion über Antifaschismus).
30.11.: Für U. Pordesch (alternativer Stadtrat) wird eine Referentenliste zum Thema „Rechtsextremismus/Asyl“ zur Weitergabe an das Volksbildungswerk zusammengestellt.
3.12.: „Schwarze Weihnacht“ ‑ ein Alternativprogramm des DaCK (Das andere Cultur‑Komitee: Frieda, IDeF, Grüne) mit Bernhard Abb im „Alten Rathaus“, Miltenberg

1994
Jan.: Im GB 1/2 1994 erscheinen wieder Antifa‑Nachrichten der IDeF.
14.1.: Resolution zusammen mit dem Bündnis gegen Rechts, Aschaffenburg an alle Landesinnenminister und ‑senatoren; IDeF und BgR sprechen sich für einen Abschiebestopp für Kurden aus der Türkei aus.
28.1. im BvU und 3.2. in WB/daS: IDeF-Jahresrückblick
12.2.: 2. Alternative Prunksitzung des DaCK (Das andere Carnevals‑Komitee, bestehend aus FRIEDA, GRÜNEN und IDeF) mit Frauenkabarett JA JA … SO ISSES, Testfall & Müller, Drehorgel, Klaus Staab im Alten Rathaus, Miltenberg
25.‑27.02.: Antife‑Seminar des Evangelischen Amtes für Industrie- und Sozialarbeit mit 3 TeilehmerIhnen aus der IDeF
Febr.: Die Dokumentation „Rechtsextreme Aktivitäten im Landkreis Miltenberg 1993“ wird vorgelegt.
2.4.: Ostermarsch Aschaffenburg; IDeF ruft mit dazu auf.
April: Eine Kleinanzeige von Martin im Veranstaltungsmagazin NEWS grüßt alle aus Bündnis gegen Rechts und IDeF.
20.4.: Treffen mit Jusos u.a. wegen zwei REP-Veranstaltungen in Kleinheubach und Großheubach (siehe 29.4.)
April: Je 100 Kleinbroschüren „Zum Balkankrieg: Helfen! Statt schießen!“ und „Einmal Somalia reicht!“ angeschafft und verteilt
29.4.: Gegenaktionen zu Auftritten der REPs: Am Gedenkstein für die jüdischen Opfer des Naziterrors (in Kleinheubach) legen die „Republikaner“ scheinheilig einen Kranz nieder. Bei einer Saalveranstaltung in Großheubach wird tatsächlich die Verfolgung im „3. Reich“ mit der angeblichen Verfolgung der REPs auf eine Stufe gestellt und Hitler als Linksextremist bezeichnet! Diese Unverschämtheiten werden durch 50 (Kleinheubach) bzw. 80 (Großheubach) Gegner beantwortet.
29.4.: Info‑Stand beim ROCK & HELP für Bosnien
6.5.: Veranstaltung zur Entwicklung in Russland mit einem Experten eines Friedenforschungsinstituts
Mai: Die Dokumentation „Übersicht: Rechtsextreme im Kreis Miltenberg“ wird vorgelegt und zusammen mit „Rechtsextreme Aktivitäten …“ (s. Febr.) an Interessierte verschickt; sehr positive Reaktionen.
Mai: Die IDeF wird in der neo‑nazistischen Postille Junges Franken erwähnt: „… `Initiative für Demokratie und Frieden´ (IDeF) so heißen die Antifaschisten im Landkreis Miltenberg…“
Mai: In der gleichen Ausgabe (Nr. 3) wird Uli P. wegen seiner IDeF-Aktivitäten zum „ausländerfreundlichsten Mitbürger Frankens“ ernannt.
Mai: IDeF‑Beiträge zu Rechtsextremismus und KurdInnen im regionalen Informationsblatt Asyl am Untermain Nr. 11
28.5.: 1. Unterfränkische Antifa‑Konferenz in Schweinfurt mit IDeF‑Beteiligung
9. 6. : Der IDeF-Aufruf zur Europawahl wird in WB/daS gebracht.
1.7.: Offener Brief mit ai und FKA an die MdBs Zöller und Lambinus zum Thema 1 Jahr neues Asylrecht; dieser wird in Asyl am Untermain Nr. 12, Okt. 1994 veröffentlicht.
14.7.: Eine IDeF‑Erklärung über Ausländerrecht, Asyl und Vernetzung der Antifa‑Gruppen wird im BvU gebracht.
14.7.: Veranstaltung mit Peter Diekmann (Aschaffenburg) zur Neuen Rechten und deren Vernetzung zu bürgerlich-konservativen Kreisen; das Rede-Manuskript wird als Material für Mitglieder und Interessierte herausgegeben.
23.7.: Info‑Stand beim PASCHA-OUTSIDE-Festival, Elsenfeld
24.7.: Ebenfalls Info‑Stand beim OUTSIDE.
3.8.: lDeF‑Mitglieder beteiligen sich an den Aktivitäten gegen den REP‑Aufmarsch am Miltenberger Marktplatz. Uli P., der vorsorglich einen Informationsstand von Grünen/IDeF in der Innenstadt angemeldet hat, erhält später eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Auflagen für den Info-Stand, was deshalb so interessant ist, da dieser gar nicht durchgeführt wurde!
10.8.: Ein Nachruf auf Dieter Columbus erscheint im BvU (zusammen mit dem Kreisverband der Grünen). Der aufrichtige und für viele unbequeme Sozialdemokrat war auch gern gesehener Teilnehmer bei IDeF-Treffen und -Veranstaltungen.
13.8.: Aktionstag gegen Rechtsextremismus in Aschaffenburg; IDeF ruft mit dazu auf; bei 2 Vorbesprechungen waren IDeF‑Mitglieder anwesend.
17.8.: Nachbesprechung zur Anti‑REP‑Aktion am 3.8. und zum Aktionstag am 13.8.
August: Die IDeF unterstützt finanziell die Herausgabe der Broschüre „Gedächtnislücke ‑ Eine Reise nach Oswiecim ‑ Begegnungen mit Auschwitz“, die vom Bündnis gegen Rechts, Aschaffenburg erstellt wird.
August: Für den Antifa‑Reader, der in Folge des Schweinfurter Seminars erstellt wird (siehe 28.5.) steuert die IDeF eine Selbstdarstellung und einen Bericht über die Anti‑REP‑Aktion bei.
August: „Nicht nur schrille Pfiffe“ ‑ unter diesem Titel wird eine Dokumentation zur Aktion gegen die REPs am 3.8. vorgelegt.
10.9. : Info‑Stand beim Kunst‑ und Töpfermarkt in Elsenfeld
14.9.: Struktur‑Debatte der IDeF; mehr Trensparenz und innerorganisatorische Demokratie wird abgesprochen; Christine S. wird Sprecherin.
26.10.: Vorbereitungstreffen für die Veranstaltung am 9.11. mit Jusos/SPD
Okt.: „Über Nazis, Antifa und kulturelle Hegemonie“ – Materialien zum Antifa‑Seminar vom Februar werden fertig gestellt und vorgelegt.
9.11.: Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht von 1938; mit Textfolge und einer Anspreche von Dr. Schüren
Nov.: Die lDeF unterstützt das Volksbegehren „Bürgerentscheide in Gemeinden und Kreisen“.
10.12.: Die NPD-Jugend „Junge Nationaldemokraten“ führt mit rund 200 Teilnehmenden und internationaler Besetzung eine Konferenz in Klingenberg durch. Die mit mehreren Hundertschaften anwesende Polizei beschlagnahmt Propagandamaterial, Hakenkreuze usw. Ein IDeF-Mitglied bemerkt die Nazi-Zusammenrottung erst im Laufe des Nachmittags und alarmiert daraufhin einige AntifaschistInnen, wodurch zumindest eine symbolische Gegenaktion mit einem Transparent stattfinden kann und BeobachterInnen vor Ort sind.
9.‑11.12.: Antifa‑Seminar des Evangelischen Amtes für Industrie- und Sozialarbeit und des Bündnisses gegen Rechts (Aschaffenburg) mit IDeF‑Beteiligung

1995
13.1. und 19.1.: Über das erstes Treffen des Jahres mit Rück‑ und Ausblick berichten BvU und WB/daS.
20.1.: Versand der IDeF‑Dokumentation „Rechtsextreme Aktivitäten im Landkreis Miltenberg 1994“
24.1.: FAX an das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (Außenstelle) in Aschaffenburg bezüglich des Hungerstreiks der dortigen kurdisch‑irakischen Flüchtlinge; ebenso FAX an die Flüchtlinge selbst, um unsere Solidarität auszudrücken
Jan.: Offener Brief an die Bundesregierung bezüglich kurdisch‑irakischer Flüchtlinge (für deren Anerkennung als Asylberechtigte) mit unterzeichnet (zusammen mit über 40 Personen und Gruppen aus der ganzen BRD); siehe 24.1.
1.2.: Infoveranstaltung mit Wolfgang Härtel (Caritas) zum Asylbewerber‑Leistungsgesetz
19.2.: IDeF unterstützt das Volksbegehren für einen Bürgerentscheid in Bayerns Gemeinden.
24.2.: Alternativer Fasching unter dem Motto „Kabarett statt Klamauk“ mit JA JA SOU ESSES; veranstaltet zusammen mit Frauengruppe FRIEDA und Miltenberger Alternative (MIL)
Febr.: IDeF‑Sonderdruck „Bosnienkrieg: Ratlos? Diskussionsbeitrag zum Krieg im ehemaligen Jugoslawien“ (aus der nhz, Hanau)
Febr.: Gemeinsamer Aufruf zu „50 Jahre Befreiung“ mit 17 Gruppen aus dem Raum Aschaffenburg (zur gleichnamigen Veranstaltungsreihe)
3.3.: Gesprächskreis zu 50 Jahre Kriegsende und Befreiung in der Stadt Miltenberg mit Hellmut Lang (Stadtrat, SPD) und der Miltenberger Bürgerin Irmgard Lorenz; Beitrag zu o.g. Veranstaltungsreihe
März: IDeF‑Frauen unterstützen den FRIEDA‑Info‑Stand zum internationalen Frauentag; Beitrag zu o.g. Veranstaltungsreihe
22.3.: U. Pordesch (Stadtrat, MIL) bringt einen Antrag für eine Gedenktafel zur Befreiung 1945 und zum Dank an die alliierten Befreier im Miltenberger Stadtrat ein. Es handelt sich um einen IDeF‑Entwurf, der erwartungsgemäß abgelehnt und durch einen nichts sagenden ersetzt wird. Zumindest ein Stadtrat will nicht einmal von Befreiung sprechen. Insgesamt ein Geeiere, nur um niemanden auf der konservativen Seite wirklich zu treffen. Die Gedenktafel erinnert heute an die „sinnlose Brückensprengung“ in Miltenberg 1945 (gegen sinnlose Vernichtung einer deutschen Brücke sind sogar Nazis!) und stellt mit ihrer Allgemeinaussage eine Gedenktafel ohne wirkliches Gedenken dar.
10.4.: Veranstaltung mit dem antifaschistischen Widerstandskämpfer Peter Gingold in Obernburg unter dem Titel „Niederlage oder Befreiung?“; Beitrag zu o.g. Veranstaltungsreihe; ein Nationales Infotelefon hatte zur Störung der Veranstaltung aufgerufen, woraufhin diese durch ca. 40 AntifaschistInnen vor dem Veranstaltungsraum geschützt wird; es kommen aber nur wenige Nazis wie Jürgen Schwab, die durch die Polizei von den Antifas getrennt gehalten werden. – Dr. Heinz Linduschka bezeichnete es in einem Bericht im BvU vom 12.4.95 als „Werbegag“, dass der Referent als KZ-Überlebender angekündigt wurde. Tatsächlich saß Peter Gingold nie im KZ, hier war die IDeF einer missverständlichen Information aufgesessen (Gingold war z.B. Mitglied im Auschwitz-Komitee). Ausgerechnet der IDeF einen solchen „Werbegag“ zuzutrauen ist allerdings eine Frechheit des FDP-Oberliberalen Linduschka.
13.4.: LeserInnenbrief im BvU gegen die weitere Sozialhilfebeschneidung für Flüchtlinge
Mai: „50 Jahre danach ‑ Materialien der IDeF zum 50. Jahrestag der Befreiung vom Nazi‑Terror und des Kriegsendes“ erscheint (mit Beiträgen aus der Veranstaltung vom 3.3.)
20.5.: Info‑Stand bei Reggae‑Open‑Air‑Festival mit Transparenten, Buttons, Aufklebern und IDeF‑Info‑Blättern
1.7.: Info‑Stand und Verteilaktion von Buttons „Gegen nationalen Einheitsbrei! ‑ Für eine bunte Welt!“ etc. (mit Unterstützung der Kommunalen Jugendarbeit) beim WAKE‑ UP‑Festival
6.8.: IDeF ruft mit auf zur Mahnaktion in Aschaffenburg am Hiroschimatag.
19.8.: Großer Info‑Stand „Ohne Menschenrechte und Gerechtigkeit keine Zukunft“ in Miltenberg, zusammen mit ai, FRIEDA, Miltenberger Alternative und Eine‑Welt‑Laden Miltenberg; mit dabei ist die Tanz‑ und Musikgruppe des togoischen Vereins Aschaffenburg.
1.10.: Beim Volksentscheid wird der Vorschlag des Volksbegehrens MEHR DEMOKRATIE IN BAYERN von der IDeF unterstützt.
26.10.: IDeF und Caritas‑Sozialdienst für ausländische Flüchtlinge veranstalten „Kosova ‑ Der nächste Kriegsschauplatz auf dem Balken“ mit Michael Stenger vom Bayerischen Flüchtlingsrat.
9.11.: Gedenkveranstaltung „Die Toten mahnen die Lebenden“ am jüdischen Friedhof in Miltenberg anlässlich des Tages der Pogrome von 1938; anschließend wird die nichts sagende Erinnerungstafel an der Miltenberger Mainbrücke mit einem Text zur Befreiung 1945 überhängt, den tags darauf städtische Arbeiter wieder entfernen müssen.
29.11.: Offener Brief an das Europäische Parlament und die Fraktionssprecher im Bundestag, die Zollunion mit der Türkei auszusetzen, bis diese die Kurden human behandelt. Die Presse druckt den offenen Brief nicht ab. Antwortschreiben erhält die IDeF von der CDU/CSU‑Fraktion, von Heidi Wright (SPD) und Amke Dietert‑Scheuer (Bündnis90/Grüne).
Zu den genannten Aktivitäten kommen noch 12 Monatstreffen sowie etwa zwei Dutzend außerordentliche Treffen oder Koordinationstreffen mit anderen Gruppen.

1996
11.1.: „Die organisierte Unmenschlichkeit“, Veranstaltung (zusammen mit Caritas‑Sozialdienst für ausländische Flüchtlinge und ai) zum Thema Asyl; mit Karl Kopp (Pro Asyl)
31.1.: In einem Pressebeitrag im BvU wird die schlechte Wohnsituation von Flüchtlingen kritisiert.
9.2.: Alternativer Fasching (mit Miltenberger Alternative und FRIEDA) mit dem Kabarettisten Bernhard Abb und einer kleinen „Kunstausstellung“
27.3.: „Eine Reise nach Kurdistan“ ‑ Dia‑Vortrag mit Mitgliedern einer Untersuchungsgruppe von medico international (Veranstaltung zusammen mit dem Caritas‑Sozialdienst)
6.4.: IDeF ruft mit zum Ostermarsch in Aschaffenburg auf.
24.4.: Aufruf, an der DGB‑Demonstration am 1. Mai in Aschaffenburg teilzunehmen in WB/daS.
9.5.: Arbeitstreffen von FRIEDA, MIL und IDeF mit dem Caritas‑Schuldnerberater Theo Reus zur Sozialpolitik
5.6.: Der offene Brief an Innenminister Beckstein (München) wegen Kirchenasyl wird in WB/daS und später im Info-Dienst des Bayerischen Flüchtlingsrates Nr. 50, Juni/Juli 1996 veröffentlicht; Antwort am 13.6.96.
27.6.: In Aschaffenburg protestieren einige NPD-Mitglieder gegen den Auftritt des „linken Musikers, Ex-Pornodarstellers und Drogenkriminellen“ Konstantin Wecker. Eine Gegenaktion des Bündnisses gegen Rechts wird durch IDeF-Mitglieder unterstützt, die eine satirische Aktion „Brauner Käse aus Deutschland“ durchführen und öffentlich alkoholfreie Getränke an die angeblichen Drogengegner aus der NPD überreichen!
29.6.: Sehr guter Info‑Stand beim Sun‑Flower‑Festival in Eichenbühl
Juni/Juli: Als Info‑Material für den IDeF‑Infostand werden 2 Kleinplakate gegen Rassismus sowie 3 Infoblätter und 2 Bogen „Spuckies“ zum Thema Sozialpolitik erstellt.
5.7.: Guter Info‑Stand beim WAKE-UP‑Festival in Bürgstadt; da dieses finanziell ein Reinfall wird, zahlen wir symbolisch-solidarisch die 60,‑‑ DM Eintrittspreis für 3 IDeF‑Info‑Stand-MacherInnen, die ursprünglich kostenfrei eingelassen wurden.
7.7.: Die IDeF spendet dem Miltenberger Jugendtreff drei Ventilatoren unter dem Titel „Frischer Wind für die JUI“ und fordert die Stadt ebenfalls zur Unterstützung der Jugendarbeit auf.
19.7.: Versand der Materialien zur Sozialpolitik an zahlreiche Gruppen am Untermain
12.9.: Erneuter Brief an Innenminister Beckstein, in dem gegen die Abschiebung aus dem Kirchenasyl protestiert wird (die Presse druckt den offenen Brief nicht).
9.11.: Nachdem eine Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht von 1938 mit den Klingenberger Grünen wegen organisatorischer Mängel dieser Partei abgesagt werden musste, führen die Grünen diesen dennoch durch; unsere Richtigstellung auf die verzerrende Darstellung in der Presse bleibt ungedruckt.
20.11.: Filmveranstaltung im Rahmen der bayernweiten Filmwoche des Bayerischen Flüchtlingsrates; zusammen mit dem Kino in Erlenbach wird der Film „Diyarbakir ‑ Ich schäme mich, ein Jurist zu sein“ gezeigt; der Regisseur Karaman Yavuz ist anwesend. Sowohl in der Kino‑Zeitung als auch in der Besprechung durch Dr.Linduschka (BvU) wird die organisatorische und finanzielle Mitwirkung der IDeF nicht erwähnt.
Dazu kommen 1996 ca. 15 Treffen der IDeF.

1997
16.1.: Info‑Treffen mit AG Rechtsextremismus der jui
30.1.: Dokumentation „Rechtsextreme Aktivitäten im Landkreis Miltenberg 1996“ erstellt und verschickt
13.2.: Veranstaltung „Nazi‑Hochburg am Untermain?“ in Miltenberg mit zwei Vetreter/innen des Bündnisses gegen Rechts (BgR), Aschaffenburg
22.2.: Beteiligung an der Demonstration (ca. 2.000 Teilnehmer/innen) gegen Rechtsextremismus in Aschaffenburg (IDeF ist Mitaufruferin); nach Anmeldung dieser Demonstration sagt die NPD ihren „Gedenkmarsch“ ab und führt dieses bisher jährliche Spektakel künftig nicht mehr in Aschaffenburg durch.
4.3.: Leserbrief zur Berichterstattung über die Demonstration vom 22.2. (BvU)
19.3.: Veranstaltung zur Abschiebehaft im Rahmen eines bayernweiten Aktionstages mit B. Oberle (Caritas Aschaffenburg); Resolution durch Vertreter der anwesenden Gruppen jui, Grüne (Kreisverband und Ortsverband Klingenberg) MIL und IDeF an den bayerischen Innenminister Beckstein und Justizminister Leeb gegen die A-Haft
5.4./6.4.: Beteiligung am Antifa-Seminar des Bündnis gegen Rechts, Aschaffenburg (siehe auch Dokument S. 11)
15.4.: Erstes (und einziges) „Ehren-Essen“ der IDeF; Christiane G und Gunnar S. werden durch eine Einladung zum Essen für ihren herausragenden Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der Demonstration am 22. Februar belohnt.
7.5.: Großer Rundbrief zu lokaler NPD/JN an Gruppen und Interessierte verschickt
Juli: lnfo-Stand beim Sunflower-Festival, Eichenbühl
August: Info-Stand beim WAKE-UP-Festival, Bürgstadt
August: Im Vorfeld des Gedenktages an den Hitler-Stellvertreter Heß werden in Miltenberg Dutzende Plakate und große Mengen von Nazi-Aufklebern angebracht. Mitglieder der IDeF und der jui entfernen diese teilweise und erreichen bei der Stadtverwaltung, dass Bauhof-Mitarbeiter die Aufkleber übermalen.
1.11.: Beteiligung am Tagesseminar in Aschaffenburg zur Revolution 1848 und zur Vorbereitung des „Jubiläumsjahres“ 1998
9.11.: Gedenkveranstaltung “Gegen das Vergessen“ am alten jüdischen Friedhof, Miltenberg
5.12.: Beteiligung an der ganzseitigen Anzeige „Asyl ist Menschenrecht“ zum Tag der Menschenrechte (in: Die Zeit)

1998
10.1.: Elf Gruppen rufen zu einer Demonstration gegen Rechtsextremismus in Amorbach auf, zu der 400 Leute erscheinen; die IDeF war Ideengeberin und maßgeblich an der Vorbereitung beteiligt (siehe S. 10).
27.1.: Die IDeF ist Mitveranstalterin bei der Veranstaltung „Das KZ‑System im ‚3. Reich‘ – Ordnung des Terrors ‑ Vernichtung durch Arbeit“ in Aschaffenburg.
Februar: Bei der Faschings-Prunksitzung in Kleinheubach wird das bekannte rassistische Gedicht vom Asylbewerber Ali als Büttenrede gebracht. Dieser Vorfall wird in der IDeF angesprochen und daraufhin in einem Brief an die Lokalzeitung über die positive Berichterstattung zu diesem Unsinn protestiert.
April: Zusammen mit dem BgR wird die Dokumentation „Da kommt Freude auf!“ über die jahrelangen Nazi-Aufmärsche und deren letztendliche Verhinderung in Aschaffenburg vorgelegt.
Mai: Die Dokumentation „Keine Ruhe im Hinterland“ von BgR und IDeF behandelt die Nazi‑Umtriebe im Odenwald und insbesondere die Demonstrationen dagegen in den Jahren 1988 und 1998.
17.‑19.7.: Seminar des BgR mit IDeF‑Beteiligung zum Thema „Rechter Vormarsch in die Parlamente“
Juli: Mit einem offenen Brief an Innenminister Beckstein setzt sich die IDeF für die von Abschiebung bedrohte kurdische Familie Seren, die sich kurzzeitig in Amorbach im Kirchenasyl befindet, ein; leider ist dies ‑ wie auch die Aktivitäten anderer Gruppen und Personen ‑ nicht von Erfolg gekrönt. Am 10.9.98 geht ein Antwortschreiben des Innenministers ein; zu diesem Zeitpunkt ist die Abschiebung schon lange erfolgt.
Juli: Der schon traditionelle Info‑Stand beim „Sunflower‑Festival“ wird wieder durchgeführt.
18.8. und 26.8.: Als Ergebnis des Seminars vom Juli wird ein Seminarbericht der IDeF im BvU und später in WB/daS veröffentlicht; Titel: „Rechtsextremen wird Vorschub geleistet“ bzw. „IDeF wirft den etablierten Parteien vor, den Rechtsextremen Vorschub zu leisten“.
September: Vor der bayerischen Landtagswahl und der Bundestagswahl erscheinen insgesamt 11 großformatige Anzeigen „NEIN zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ von Pro Asyl, die von ca. 5.000 Personen und Gruppen finanziert werden; auch die lDeF beteiligt sich. (In der Anzeige vom 19.9. in der Frankfurter Rundschau erscheint die IDeF als Unterstützerin.)
6.10.: Eine geplante und angekündigte Veranstaltung von lDeF, jui und Evangelischer Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen zum Thema „Führen Sozialabbau und Arbeitslosigkeit zwangsläufig zum Rechtsextremismus?“ muss abgesagt werden, da der Referent von der Metaller-Arbeitsloseninitiative plötzlich einen Job erhält und somit aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.
30.10.: Zusammen mit 11 anderen Gruppen aus Aschaffenburg, Darmstadt und Miltenberg Potest mittels offenem Brief gegen die geplante Abschiebung eines 14jährigen Türken
10.11.: Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Aschaffenburg und Miltenberg zum 60. Erinnerungstag an die „Reichskristallnacht“ findet am alten jüdischen Friedhof in Miltenberg eine Gedenkveranstaltung statt mit Kranzniederlegung, literarischen Beiträgen von Eva Hildisch und Ansprache von Gunnar Schedel: „Der Opfer gedenken, an die Täter erinnern“.
19.11.: Ebenfalls im Rahmen der genannten Veranstaltungsreihe: Vortrag von Willi Koschutjak über „Die Ordnung des Terrors – das KZ‑System im `3. Reich´“

1999
24.3.: Leserbrief zum Thema Rechtsextreme in unserer Region im BvU, teils nachgedruckt in Asyl am Untermain Nr. 22, Okt. 1999)
April: Die Resolution der IDeF mit elf anderen Gruppen gegen die Abschiebung des jugendlichen Straftäters „Mehmet“ erscheint in Asyl am Untermain Nr. 21.
4.5.: Friedenspolitischer Ratschlag in Miltenberg zum NATO-Krieg gegen Jugoslawien (ab März 1999 erste aktive Kriegsbeteiligung Deutschlands seit 1945 unter Vorgabe humanitärer Kriegsgründe; im Kreis Miltenberg entsteht dennoch – oder gerade deshalb – keine Friedensbewegung, an die die IDeF anknüpfen könnte).
Juni: Flugblatt angefertigt für den Info‑Stand anlässlich der Europawahl in Amorbach gegen rechtsextreme Parteien
10.11.: Mitveranstalterin der Lesung und Diskussion mit Hedi Eppstein unter dem Titel „Erinnern ist nicht genug“ in Aschaffenburg

2000
Juli: An der Asylrechts‑Aktion „Briefe nach Berlin“ beteiligen sich auf Initiative der IDeF auch zahlreiche andere Gruppen.
17.10.: Die Auswertung der eingegangenen Politiker/innen‑Stellungnahmen zur Aktion vom Juli erscheint im BvU.
Oktober: Dokumentation zur o.g. Briefaktion erstellt und verschickt
9.11.: Gedenkveranstaltung mit über 80 Beteiligten unter dem Titel „Die Opfer mahnen ‑ Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ in Miltenberg

2001
21.9.: Treffen von IDeF und jui zur Vorbereitung von Aktivitäten gegen einen Krieg in Afghanistan
22.9.: Mitaufruferin zur Kundgebung „Die Gewaltspirale durchbrechen“ in Aschaffenburg
29.9.: Unter dem Titel „Krieg ist keine Lösung“ erscheint eine Zeitungsanzeige (siehe auch S. 13).
3.10.: Gunnar Schedel (DFG‑VK) spricht zum Thema „Krieg ist keine Lösung“; lebhafte Diskussion (die Ankündigung zu dieser Veranstaltung wird von der Presse nicht gebracht).
11.10.: Die Anti‑Kriegs‑Resolution von lDeF und jui an die Bundestagsabgeordneten aus unserer Region erscheint im BvU (seit 7. Oktober: US-geführter Krieg in Afghanistan, um angeblich die Täter des katastrophalen Anschlags vom 11. September in New York zu treffen).
13.10., 20.10., 27.10., 03.11., 10.11., 17.11., 24.11. und 1.12.: Mitaufruferin zu Kundgebungen in Aschaffenburg gegen den Krieg in Afghanistan (eine Pressenotiz zur Kundgebung am 13.10. wird von der Presse wieder nicht gedruckt; weitere Ankündigung der IDeF unterbleiben daraufhin).
8.12.: Mitaufruferin zur Anti‑Kriegs-Demonstration in Aschaffenburg

2002
30.3.: Mitaufruferin zum Aschaffenburger Ostermarsch
22.5.: Mitaufruferin zur Kundgebung „Wir wollen keinen Bush-Krieg … Wir wollen überhaupt keinen Krieg!“, Aschaffenburg
26.11.: Mitaufruferin zur Anti-Kriegs-Demonstration in Frankfurt/Main

2003
24.1., 28.1., 10.2., 19.2., 21.2., 26.2., 6.3., 12.3., 13.3., 19.3., 20.3, 24.3., 25.3., 28.3., 4.4., 8.4., 11.4., 16.4., 25.4., 30.4., 6.5., 12.5., 16.5., 20.5., 30.5., 3.6., 17.6., 21.7., 18.12.: Versand von INFO MIL (später [ Info U ]; U wie Untermain) als Anti-Kriegs-Rundbriefe über den neu erstellten e-Mail-Verteiler (anfänglich über private Email-Adresse)
30.1.: Mitaufruferin zu Gedenkveranstaltung und Vortrag in Aschaffenburg zum Beginn der NS-Diktatur vor 70 Jahren
8.2.: Mitaufruferin zur Kundgebung „Nein zum Krieg gegen den Irak!“ in Aschaffenburg
8.2.: Info-Stand bei der Veranstaltung SAGT NEIN! – KULTUR GEGEN DEN KRIEG in Miltenberg (keine IDeF-Veranstaltung, aber mit Personen aus dem IDeF-Umfeld)
20.3.: Mitaufruferin zur Kundgebung am Tag X (Kriegsbeginn) in Aschaffenburg (US-geführter Krieg, um angebliche [nie gefundene] Massenvernichtungswaffen des Irak auszuschalten)
29.3.: Mitaufruferin zur Anti-Kriegs-Demonstration „5 nach 12“ in Aschaffenburg
13.5.: Veranstaltung in Miltenberg mit Gernot Lennert (DFG/VK) zum Thema „Deutschland, die eine Welt und der Krieg: Politik mit anderen Mitteln?“, zusammen mit AK Eine Welt, Miltenberg
Mai: Mitunterzeichnerin des Flugblatts „`Unsere Luftwaffe´ – Propagandashow in Aschaffenburg – Nein Danke!“ gegen die Luftwaffenausstellung

2004
Januar: Materialmappe „Thema: Antiamerikanismus“ (einige Exemplare gedruckt verbreitet sowie als PDF auf www.attac-aschaffenburg.de)
4.2., 20.2., 15.4., 23.4., 1.9., 15.9., 21.9., 25.10.: IDeF-Email-Rundbriefe mit Veranstaltungshinweisen, Hinweise auf unsere Publikationen, Vorschläge für Aktionen (siehe auch S. 15 und 16)
April: Broschüre „Zum Beispiel: Region bayerischer Untermain – Rechtsextremismus in der Provinz“ erscheint (einige Exemplare gedruckt verbreitet, als PDF auf www.adip.antifa-archiv.org und www.attac-aschaffenburg.de sowie hier bei „kommunal“ unter Rubrik Hintergrund).
18.10.: Pressebeitrag zur Unterstützung des Volksbegehrens gegen die Privatisierung des öffentlichen Waldes (so genannte Forstreform) im BvU
28.10.: Veranstaltung „Privatisierung: Wahn und Wirklichkeit“ mit Reinhard Frankl in Miltenberg

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Sic transit gloria mundi.
- aus dem Lateinunterricht, den ich nie hatte -
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Hall of Fame
oder: Einige von denen, die irgendwann dabei waren

Alexander,
Andreas L.,
Andreas B.,
Barbara,
Bernhard,
Björn,
Brigitte,
Bruno,
Christine,
Christopher,
Claudia,
Cornelia,
Dieter,
Dirk We.,
Dirk Woh.,
Dirk Wol.,
Dragan,
Eileen,
Ellen,
Eva B.,
Eva H.,
Gangolf,
Heidi,
Hubert,
Ivo,
Joachim,
Jürgen A.,
Jürgen R.,
Kai,
Karl-Heinz,
Klaus,
Marianne,
Marion,
Martin,
Martina,
Matthias,
Michaela,
Monika,
Peter,
Ramazan,
Renate K.,
Renate W.,
Richard,
Rüdiger,
Sandra,
Stefan,
Stefanie,
Theo,
Thomas D.,
Thomas S.,
Ulla,
Ulrich M.,
Ulrich P.,
Ulrich S.,
Ursula H.,
Ursula R.,
Volker,
Werner,
Wolfgang
und viele, viele andere …


Titelblatt der Printausgabe (Format DIN A 4)