Wie geht es weiter?

Nachdem mehrfach angemerkt wurde, dass dies nur ein Auftakt sein könne in einer nötigen neuen Protest- und Widerstandskultur, hier die Termine für die nächsten Ereignisse:
3./4. April: Gegen das NATO-Kriegsbündnis
1. Mai: Demonstrationen der Gewerkschaften und Lohnabhängigen- Infos zu Aktivitäten aus der Region werden auf kommunal nachgereicht.
14. bis 16. Mai: Aktionstage des Europäischen Gewerkschaftsbundes

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Auswertung

Medieninfo der Veranstalter

Interview mit Peter Grotian – Einschätzung zu den Demonstrationen (MP3): HIER

Beitrag zum sozialrevolutionären & antinationalen Block und der Störung der Lafontaine-Rede: HIER

Anmerkungen zur Demo in Frankfurt

Aus der Region liegt derzeit noch keine Stellungnahme vor.

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Der 28. März 2009

Kurzfilm zur Demo in Frankfurt:

Rede der Interventionistischen Linken (IL) am Römerberg in Frankfurt (MP3): HIER

Filmchen der Partei „Die Linke“ zur Demonstration in Frankfurt:

Impression aus Frankfurt:

24 Uhr: „Kein Kommunismus ist auch keine Lösung“
(Parole in Berlin laut heute.de)
Einige Anmerkungen aus der Distanz
> Die Zahl der erwarteten zweimal 20.000 (in Berlin und Frankfurt) wurde scheinbar erreicht, evtl. überschritten.
> Die Medien geben teilweise die sehr geringen Polizeiangaben wieder, teilweise sagen sie lieber gar nichts über die Teilnehmerzahlen aus. Offensichtlich soll die Quantität nicht zu hoch gesetzt werden. Aber das kennen wir schon.
> Dass der Grund für die Angriffe auf Lafontaine einfach nicht genannt werden – Schwamm drüber, auch das kennen wir.
> Nicht zu leugnen ist wohl, das nicht „die üblichen Verdächtigen“ unter sich blieben, sondern „ganz normale Bürger/innen“ einen beachtlichen Teil der Demonstrierenden ausmachten.
> Die Inhalte waren – soweit ersichtlich – nachvollziehbar antikapitalistisch geprägt; offenkundige Torheiten bei Transparenten und Parolen (Kraken, Heuschrecken, Männer mit dicken Bäuchen und Hakennasen …) traten in den ausgewerteten Medien nicht in Erscheinung.
> Die Polizei muss in Frankfurt stellenweise extrem ruppig vorgegangen sein, so z.B. sogar in der U-Bahn.
> Immer wieder wird betont, dass diese Demonstrationen als Auftakt verstanden werden zu weiteren Aktionen in den kommenden Monaten.

20.50 Uhr: Auch das TV hat erkannt: Heute haben viele demonstriert, die wohl erstmals auf einer Demo waren.
Berichte bei Indymedia gibt es HIER (Frankfurt), HIER & HIER(Berlin).

19 Uhr: heute berichtet (siehe unten) ebenso wie diverse andere Medien. Es scheint sich der Trend durchzusetzen, keine Zahlen mehr anzugeben, sondern zu formulieren: „Mehrere Zehntausend Menschen haben in Deutschland und Großbritannien für eine gerechtere Weltwirtschaft demonstriert“ (tagesschau.de), oder: „Mehrere tausend Menschen haben in Frankfurt friedlich gegen die Krisenpolitik der Bundesregierung demonstriert.“ (hr-online, siehe auch HIER)



18 Uhr: Bayern III (TV) berichtet
aus London:

und Frankfurt/Berlin:

17.45 Uhr: „Es war nur der Auftakt, weitere Proteste sollen folgen: Im Vorfeld des G-20-Gifpels haben zehntausende Menschen in Deutschland und England gegen die Verursacher der Finanzkrise und das Krisenmanagement demonstriert.“ (spiegel-online)
„Linken-Parteichef Oskar Lafontaine ist bei seinem Demonstrationsauftritt in Frankfurt mit Äpfeln und Eiern beworfen worden.“ (fr-online) „Schon zum Auftakt seiner rund zehnminütigen Rede auf dem Römerberg wurde er von Radikalen aus dem schwarzen Block ausgepfiffen.“ (spiegel-online)
„Die Zahl der Demonstranten in Frankfurt und Berlin bezifferte Attac mit insgesamt 55.000 Teilnehmern, 30.000 in Berlin und 25.000 in Frankfurt. Dagegen nannte die Polizei eine Teilnehmerzahl von insgesamt 25.000, 15.000 in Berlin und 10.000 in Frankfurt. Attac warf der Polizei daraufhin vor, zu geringe Zahlen anzugeben. Zum europaweit größten Protest versammelten sich in London 35.000 Menschen.“ (spiegel-online)
„Die Demonstraneten forderten auf Flugblättern und Transparenten, die Banken für die Krise in Haftung zu nehmen statt Arme und Beschäftigte.“ (fr-online)

16.15 Uhr, Bayern 5: Mehrere Hundert lieferten sich am Roten Rathaus in Berlin Auseinandersetzungen mit der Polizei; insgesamt seien über 10.000 in der Bundeshauptstadt auf den Beinen.

Die FAZ macht auf witzig (Screenfoto) und greift dafür auf die Aschaffenburger Chefhumoristen Greser & Lenz zurück:

16 Uhr: Ausschreitungen bei der Demo in Berlin meldet das Radio.

15 Uhr: 15.000 in Frankfurt, so Attac laut fr-online; und weiter: „Die Polizei schützte mit mehreren Hundertschaften die Eingänge der Bankhochhäuser auf der Route der Demonstration.“

14.55 Uhr: Alles friedlich, auch bei den Sozialrevolutionären aus AB-MIL. Sie „warten auf die große Revolution“ … naja, wohl etwas zu euphorisch geworen durch eine gute Demo.

14.15 Uhr: Die angestrebten 20.000 Demo-Teilnehmer/innen in Berlin seien nicht erreicht worden, verkündet Bayern 5.

Mobilisierungs-Video:

13.55 Uhr: „Am Hauptbahnhof versammelten sich am Morgen laut Polizei rund 3.000 Menschen“, dies berichtet die ARD auf ihrer Internetseite.

13.45 Uhr: Europa demonstriert gegen Krisenfolgen und Kapital – und web.de hat gerade jetzt die wirklich wichtige Meldung dazu: „Duscht Michael Jackson?“ – Ja, das ist die Frage, die uns doch derzeit alle bewegt!

13 Uhr: heute, ZDF


Mobilisierungs-Video:

12.20 Uhr: „Die Leute gehen auf die Straße, um gegen den Kapitalismus zu demonstrieren.“ (Bayern 5)

12 Uhr: Bei schlechtem Wetter und bester Stimmung setzte sich der Demozug in Bewegung. Gute Musik und am Handy kaum zu verstehende Demoteilnehmer bei der ersten Rückfrage im Sozialrevolutionären Block.

Laufende Berichterstattung auf Indymedia: HIER

Aus Berlin gibt es heute ab 11 Uhr ein Demo-Radio: HIER

8.30 Uhr: Auch Bayern 5, der BR-Nachrichtenkanal, kann es nicht mehr geheim hlten: Heute Demos in Berlin und Frankfurt. Erstmals seien es in Deutschland keine Einzelproteste (gegen z.B. eine Beriebsschließung), sondern umfassende Aktionen.
Die Demonstrierenden aus AB und MIL dürften jetzt beim Frühstück sitzen; zieht euch arm an, es ist bescheidenes Wetter gemeldet.

Serviceseite zur Demo bei kommunal : HIER

Zusammenstellung: Martin Bayer & Criss Elser

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Ursprüngliche Serviceseite zur Demo am 28. März:

Auf dieser Serviceseite befinden sich Informationen für Interessierte an den Großdemonstrationen, die am 28. März stattfinden. Sinnvollerweise fahren engagierte Menschen aus dem Raum Aschaffenburg – Miltenberg nach Frankfurt (12 Uhr Hauptbahnhof), siehe Bahnverbindungen unten. Nutzt das Wochenendticket!

Ein Aufruf im leicht kopier-/druckbaren Format A4 (2 Seiten) kann über info-buero@web.de angefordert werden.

Infos zum Thema:

Eberhard Stickler (Hanau) zur Finanzkrise – ein umfassender und sehr informativer Aufsatz
Sonderseite der Redaktion analyse & kritik zur Finanzkrise

Aufrufe:

Bundesweites Bündnis
Antikapitalistisches Bündnis
Sozialrevolutionärer Block - Aufruf auf www.fau.org
Aufruf des Rhein-Main-Bündnisses / KLARtext

Links für weitere Infos:

Bündnis 28. März
Kapitalismuskrise - wir zahlen nicht für eure Krise!

Die Frankfurter Demo endet am Römer. Dort gibt es zum Abschluss ein Kulturprogramm. Ab 15 Uhr geht es zurück zum Hauptbahnhof. Ein Stadtplan von Frankfurt findet sich HIER.

Bahnverbindungen nach Frankfurt:

Wer sehr früh ankommen möchte, kann die Regionalbahn bis Aschaffenburg, dann den Regionalexpress nutzen (Zwischenhalte hier nicht angegeben):
Miltenberg ab 08:45 Gleis 1
Aschaffenburg Hbf an 09:30 Gleis 3
Aschaffenburg Hbf ab 09:44 Gleis 8
Frankfurt (Main) Hbf an 10:32 Gleis 5

Ansonsten fährt auch noch ein weiterer Regionalexpress:
Miltenberg ab 09:59 Gleis 1
Klingenberg (Main) ab 10:13 Gleis 2
Erlenbach (Main) ab 10:17 Gleis 1
Obernburg-Elsenfeld ab 10:22 Gleis 2
Aschaffenburg Hbf an 10:38 Gleis 2
Aschaffenburg Hbf ab 10:44 Gleis 8
Kleinostheim ab 10:48 Gleis 2
Dettingen (Main) ab 10:52 Gleis 3
Kahl (Main) ab 10:56 Gleis 3
Hanau Hbf ab 11:04 Gleis 102
Offenbach (Main) Hbf ab 11:12 Gleis 2
Frankfurt (Main) Süd ab 11:18 Gleis 5
Frankfurt (Main) Hbf an 11:24 Gleis 4